Leitzins --> Sollzins

Liebe/-r Experte/-in,

ich habe da eine Frage bezüglich der Auswirkungen des Leitzins auf den Sollzins für Kreditnehmer.
Klar ist, dass der Leitzins sich auf den Sollzins auswirkt. Meine Frage ist aber, wie sich das im einzelnen berechnet. Können die Banken das nach eigenem Ermessen machen? Ich frage mich dass, da ich soweit ich weiß, unter bestimmten Umständen eine Erhöhung des Leitzins von 0,25% sich mit einer faktisch höheren Erhöhung (ja ist jetzt doof formuliert, sorry) auswirken kann. Also von sagen wir 6,25% auf 10%. Und das sind ja dann mehr als 0,25% wie bei dem Leitzins. Will die Bank sich gegenüber möglichen Zahlungsausfällen damit absichern? Wie berechnet sie das, wenn es so ist? Gibt es da „Regeln“? Mir erscheint das irgendwie etwas willkürlich.

Vielen Dank für eure Antworten und eure Zeit.

Grüße

derdax

Hall derdax,

auf die Sollzinshöhe haben viele Faktorn Einfluss, unter anderem auch der Leitzins. Aber auch die Kreditausfallrate, weitere Kosten der KIs usw. Schon lange bemängen die Verbraucherschützer, dass eine Leitzinserhöhung schnell auf die Sollzinsen umgelegt wird, aber nicht so schnell auf die Habenzinsen. Im umgekehrten Fall verhält es sich dann auch umgekehrt. Hier haben die Banken natürlich Gestaltungsräume für ihre „Preise“ - und die nutzen sie auch weitesgehend aus. Es verhält sich somit wie bei den meisten Preisen: die letztendliche Ausgestaltung ist unklar und Sache des einzelnen KIs - wobei diese natürlich in Konkurrenz zueinander stehen.

LG Meike

eine feste Verpflichtung für die Banken, eine Leitzinsveränderung auch an ihre Kunden weiterzugeben, gibt es nicht. Passiert auch oft nicht oder mit starker Zeitverzögerung. Es gibt allerdings so was wie ne moralische Seite, wenn etwa die Banken eine Leitzinssenkung nicht weitergeben an Kreditkunden, gerade in er Wirtschaft, dann kommen sie leicht von Seiten der Politik unter Druck. Ansonsten zum Aussmass einer Änderung der Kredit- und auch Guthabenzinsen für die Bürger: Idealtypisch sollte sich das im Wettbewerb regeln, d.h. senkt eine Geschäftsbank nicht oder nicht ausreichend ihre Kreditzinsen nach einer Leitzinssenkung, muss sie damit rechnen, dass ihr Kreditkunden bei erstbester Gelegenheit den Laufpass geben.

Gruß Gerri

Liebe/-r Experte/-in,

ich habe da eine Frage bezüglich der Auswirkungen des Leitzins
auf den Sollzins für Kreditnehmer.
Klar ist, dass der Leitzins sich auf den Sollzins auswirkt.
Meine Frage ist aber, wie sich das im einzelnen berechnet.
Können die Banken das nach eigenem Ermessen machen? Ich frage
mich dass, da ich soweit ich weiß, unter bestimmten Umständen
eine Erhöhung des Leitzins von 0,25% sich mit einer faktisch
höheren Erhöhung (ja ist jetzt doof formuliert, sorry)
auswirken kann. Also von sagen wir 6,25% auf 10%. Und das sind
ja dann mehr als 0,25% wie bei dem Leitzins. Will die Bank
sich gegenüber möglichen Zahlungsausfällen damit absichern?
Wie berechnet sie das, wenn es so ist? Gibt es da „Regeln“?
Mir erscheint das irgendwie etwas willkürlich.

Vielen Dank für eure Antworten und eure Zeit.

Grüße

derdax