Hallo Micha
ich geb mich geschlagen, der Genosse Stalin war der friedliebendste Mensch und sein System natürlich auch. Er wollte immer nur das Beste für sein und alle Völker dieser Welt. Wer das nicht mit in Anspruch nehmen wollte, wurde in den GULAG gesperrt, dem man besser gesinnt war, liess man gnädigerweise gleich erschiessen und auf die man überhaupt nicht gut zu sprechen war, insbesondere die Bauern waren immer so egoistisch, liess man einfach Millionenfach verhungern. Und natürlich wollten alle Imperialisten dem Spuk ein Ende machen, 1918 haben sie diese Chance leider nur sehr halbherzig genutzt und damit vergeigt:frowning:
Nun muss der gute Stalin natürlich auch die Kampfkraft seiner Armee testen, D macht das ja auch, also wird erst mal Blitzkrieg am Chalchin Gol geübt, und siehe da es funktioniert. Danach wird versucht Finnland von den bösen Kapitalisten zu befreien, der böse General Mannerheim hat aber eine ordentliche Verteidigungslinie gebaut, die als uneinnehmbar gilt. Stalin lässt bei -40C und meterhohem Schnee angreifen und siehe da, nach 3 Monaten hat man es geschafft, gab zwar einige 100.000 Tote, macht aber nix, Menschenmaterial ist reichlich vorhanden. Aufgrund dieser Erfahrung schickt der weise Stalin nun seine Generäle Richtung Westen um seine Westgrenze gegen seinen Freund A.H. dicht zu machen. Und jeder weiss, wenn man Befehle des Genossen Stalin nicht ausführt landet man unweigerlich vor einem Erschiessungskommando. Und so taten sie alle, wie ihnen befohlen: Die einen bildeten bis Anfang 1941 120.000 Piloten für das „Iwanow“ Programm aus, nachzulesen in der Zeitschrift: Militärtechnik 1984, Nr.6 Seite 5, der Flieger wurde deshalb nicht gebaut, weil er ein Kurzstreckenbomber a la Stuka war und nur für den Angriff taugte und nur bei völliger Luftüberlegenheit einsetzbar war, die Raketenmunition wurde schon millonenfach hergestellt, wurde dann mit den Katjuschas verballert, die andern bastelten an Dutzenden Panzerdivisionen, Fallschirmspringerdiv. usw… Der Chef des Topografischen Dienstes liess einige 100Mio Karten herstellen, allerdings nur Westeuropas, die Munitionsfabriken produzierten schon mit Hochdruck, so dass als Lager nur Eisenbahnwaggongs und Freiluftlager übrig blieben… und jeder weiss, dass man bei nichtausgeführten Befehlen vor dem Erschiessungskommando landet.
Bei alledem haben Stalins Generäle glattweg vergessen, Brücken sprengfertig zu machen,Schützengeräbensyteme anzulegen Minenfelder und Stacheldraht auszulegen ihre 1000e Flugzeuge nicht in Grenznähe zu stationieren usw.
Und am 22.6. werden sie angeblich vo. A.H. aus dem Nichts heraus und völlig unerwartet angegriffen und nichts funktioniert in der Verteidigung…
Aber es kommt noch viel besser für Stalins Strategen: Augenscheinlich haben sie völlig GEGEN Stalins Befehle gehandelt und SIE werden DESWEGEN NICHT ERSCHOSSEN, was ja sonst allgemein üblich ist
Diese Diskrepanz hätte ich von dir mal erklärt, Micha
Lt einhelliger Meinung des Deutschen Generalstabs war die
Aufstellung der Roten Armee im Frühjahr 1941 nicht offensiv
ausgerichtet.
Woher, bitte hast Du denndiesen Quatsch?
Also: 4,5 Mio russische Soldaten an der Grenze zu D hatten
lediglich defensive Aufgaben? Junge! Du hast keine Ahnung von
Strategie und Taktik!
Pardon- whk
Pardon.
- von 4,5 Mio entlang der Grenze kann keine Rede sein, ausser
man legt für den Grenzbereich ein paar 100 km fest. (welche
noch dazu die am stärksten besiedelten Bereiche der SU sind.
Hätte die SU ihre Truppen alle hinter dem Ural stationieren
sollen? Zahllose dieser 4,5 Mio wurden daneben hastig
mobilisiert, nachdem der Angriff erfolgt war.
Die Aufstellung war längst beschlossen, bloss noch nicht vollständig durchgeführt. Was denkst du denn wo die Millonen Gefangenen im den 1. Monaten herkamen??
- Fassen wir mal die damalige Startegische Ansicht der SU
zusammen:
Ein Krieg würde sich in 2 Stufen entwickeln: Kriegserklärung,
Aufmarsch mit gegenseitigen Störmanövern, Abfangen des
gegnerischen Angriffes durch die entlang der Grenze
stationierten Truppen und darauf folgender Gegenschlag.
(Napoleon soll über so ein Konzept mal gesagt haben „Wen wollt
ihr damit abwehren? Schmuggler?“)
Das baute auf den Erfahrungen des 1 Weltkrieges auf, die
Blitzkriegtaktik der Deutschen wurde nicht beachtet (Man schob
die Erfolge auf „Glück“) auch die Erfahrungen der Kämpfe gegen
die Kwantung-Armee wurden ignoriert. (Waren nur Kämpfe auf der
Basis kleinerer Verbände)
Zu was hatte man 26 Mech. Korps mit über 1000 Panzern aufgestellt?? Um damit nach Moskau zu flüchten??
Das ganze wurde 1938 vom damaligen Generalstabschef Boris
Shaposchnikow ausgedacht. Erst erbittert die Grenze
verteidigen,
Warum hat man dann keine Mannerheimlinie gebaut?? 20 Monate hatte man Zeit und Ressourcen aller Art zu genüge. Darauf bist du mir auch die Antwort schuldig geblieben…
.
Dabei war es dem gesamten Generalstab nicht klar, dass (im
Gegensatz zu den weitgehend per pedes beweglichen Einheiten
des WK1) moderne, mechanisierte Einheiten bereits ohne
grössere Vorbereitung aus dem Stand heraus eine hohe
Offensivkraft entfalten können.
Hat man am Chalchin Gol ja selber getestet, es funktioniert… man wusste es
Der Plan wurde auch noch geändert, so dass er für die SU
beinahe tödlich war:
- Räumung der Stalin-Linie bei gleichzeitigem Aufbau einer
neuen Linie entlang der neuen Grenzen. Damit sollten die
Sicherungstruppen hinter einer nicht vorhandenen
Stellungslinie kämpfen.
- Auflösung der Panzerkorps und Verteilung der Panzer auf die
Infantriedivisionen, um deren Defensivkraft zu stärken. (Eine
Schlussfolgerung aus dem Spanischen Bürgerkrieg)
Blödsinn, in Mansteins „Verlorene Siege“ kannste von Panzerschlachten mit 400 und mehr Panzern in den 1. Wochen des Krieges lesen, als diese Taktik keinen Erfolg brachte, weil diese Korps wahrscheinlich nur ihre Angriffpläne umzusetzen versuchten, löste man die Korps vorübergehend auf, weil die ebend Angriffsverbände sind. Russische Infanteriedivisonen hatten von Hause aus schon Panzerunterstützung…
Der Winterkrieg zeigte nun die enormen Offensiven Schwächen
Irrtum, er zeigte die Eigenschaften einer guten Verteidigungslinie, die Russen habens trotzdem geschafft. " Zivilisierte " Armeen hätten unter solchen Umständen warscheinlich überhaupt nicht angegriffen…
der Roten Armee, sowohl beim Material, beim Nachschub als auch
bei der Taktik.
Die Umstellungen in der Roten begannen im Frühjahr 1940, als
plötzlich die Sache ziemlich dringend wurde, denn der von
Stalin erwartete lange Krieg im Westen endete bereits nach
wenigen Wochen mit der Niederlage Frankreichs.
Man begann nun, die Rote Armee auf Vordermann zu bringen, aber
es fehlte an allem. Funkerei war marginal, Fliegerei saß auf
nachweislich veralteten Flugzeugen (neue Typen wurden erst
eingeführt)
weil eben für einen anderen Krieg konstuiert, siehe den „Iwanow“, 4000 konnten in der 1. Kriegwoche weitesgehend am Boden zerstört werden
die meisten Panzer waren obsolet,
weil eben auch für anderen Krieg konstruiert, auf den Laufrollen fuhr sichs im russischen Gelände recht schlecht und die guten westeuropäischen Strassen waren auf einmal ausser Reichweite…
Nachschubwesen eine Katastrophe.
Hinzu kam, dass die Kriegsplkäne der SU sich signifikant von
denen der Deutschen unterschieden.
Wieso denn das??? Stalin wollte alle Völker befreien um die Vereinigten Sozialistischen Weltstaaten fertig zu bekommen, A.H. wollte den Boschewismus, als grösste Gefahr für die Welt, vernichten… Nimmt sich beides nicht viel…
Hinzu kam auch, dass die Politische Führung der SU aufgrund
des Deutschen Balkanfeldzuges nicht mehr an einen Angriff
glaubte, da es „zu spät im Jahr“ wäre (womit sie im Nachhinein
ja auch recht hatte)
Blödsinn, sie wussten den Angriffstermin ziemlich genau, sie brauchten aber noch 2 Wochen länger für ihren Aufmarsch, das war ihr Pech
Wenn die Rote Armee eine Großoffensive im Sommer 41
vorbereitet hatte, warum wurden sie dann durch die Deutschen
buchstäblich mit heruntergelassenen Hosen erwischt?
Weil die Deutschen eben 2 Wochen eher zugeschlagen haben…
Warum weigerten sich zahllose Einheiten im Hinterland, auf die
Deutschen Bomber mit Flak zu schiessen?
Weil sie auf ihre Befreiung von den Bolschewisten warteten…
Warum wurden in Panikreaktionen zahllose Einheiten planlos
nach vorne geschickt, um dort verheizt zu werden?
Weil der Stab da war, die Manschaften wieder woanders und die Munition wieder woanders
Warum funktionierte der Nachschub nicht?
Sollte es tatsächlich einen ernsthaften Angriffsplan der SU
auf D gegeben haben, dann wären die Kommandeure die wohl
ungeschicktesten Angreifer aller Zeiten gewesen…
Nein waren sie nicht, sie haben nur Stalins Befehle ausgeführt und wurden deshalb auch nicht erschossen
(Das ist im wesentlichen die derzeit allgemein
militärhistorisch anerkannte Ansicht, welche sich auf die
Analyse zahlloser Dokumente, auch aus den Exsovjetischen
Archiven, stützt.
Die toten polnischen Offiziere von Katyn waren nachweislich auch 50 Jahre lang von den Deutschen umgebracht worden, bis jemand Anweisung gab, die richtigen Dokumente zu suchen, und siehe da, ganz schnell wurden sie auch gefunden…
:Ich verweise hierzu auf diverse
Militärhistoriker, deren Werke man in jeder gut sortierten
Bibliothek einsehen kann)
Gruß
Mike
(extraordinary claims need extraordinary evidence)