Hallo Michael
Junge, Junge, ein Angriffskrieg ist immer ein Verbrechen!!!
Würde das die Welt heute auch so sehen, wenn Stalin 4 Wochen
später den Erstschlag getan hätte???
Sach mal, was liest denn Du für Bücher???
Lt einhelliger Meinung des Deutschen Generalstabs war die
Aufstellung der Roten Armee im Frühjahr 1941 nicht offensiv
ausgerichtet.
Das wusste man schon, wenn du dir mal die gigantischen
Beuteberichte der Wehrmacht bis zum Herbst anguckst.
nu ja, die Herrn Guderian und Halder waren ja völlig unfähige
Militärs, und haben niemals erkannt, dass die ihnen
gegenüberstehende Rote Armee gerade einen Andriff
vorbereiteten, trotz der nachweislichen umfassenden deutschen
Luftaufklärung… und auch ein völlig unbekannter General
namens v. Rundstedt konnte keine Anzeichen für
Angriffsvorbereitungen entdecken…
Die Russen hatten es weitesgehend getarnt, die Amis haben von der Ardennenoffensive auch erst erfahren, als sie losging…
Wenn ich
mich verteidige schleppe ich nicht alles in den grenznahen
raum.
Ich schlage vor, dass Du dich mal mit der damaligen
Verteidigungsdoktrin der Sovietunion beschäftigst. das war
nämlich eine „Vorneverteidigung“. Den Angriff früh abfabgen
und zurückwerfen. Ein ähnliches Konzepot verfolgte über
Jahrzehnte die NATO.
Sämtliche strategische Brücken über Grenzflüsse
und im Hinterland wurden unbeschädig eingenommen, desweiteren
liest man auch nirgends, dass sich die Deutschen durch
Stacheldraht, Minenfelder und Schützengräbensyteme
durchkämmpfen mussen.
Eventuell könnte dir aufgefallen sein, dass sich die Grenze
der Sovietunion relativ kurz vor dem Angriff um einige 100 km
gen Westen verschoben hatte.
na ja vom September 39 bis Juni 41 ist relativ kurz, sind grad mal 21 Monate
ie Grenzbefestigungen entlang
der Alten Grenze waren bereiits weitgehend demontiert, entlang
der neuen aber noch nicht Montiert. ausserdem erfolgte der
Angriff Warnungslos,
Blödsinn, „Barbarossa“ war den Russen seit Dez. 1940 bekannt, relativ genauer Angriffstermin ab Mai 1941
trotz beängstigender Anzeichen hatte
Stalin eine frühzeitige warnung ausdrücklich untersagt. Die
dann extrem kurzfristig hinausgegangenen Warnungen erreichten
die Truppen nicht mehr.
Wenn man sich verteidigt hat man doch
all diese Sachen für den Gegner parat??? Oder nicht???
das waren auch die Kritikpunkte am NATO-Verteidigungskonzept,
allerdings hatte man bei diesem noch Nuklearwaffen in der
Hinterhand.
Die Russen hatten als einzigste schwere Panzer sowie
Schwimmpanzer,
Die schweren Panzer waren relativ wenige und wurden vor allem
falsch eingesetzt, die Schwimmpanzer waren leicht gepanzerte
Dinger, die man teilweise mit schweren Handfeuerwaffen
ausschalten konnte.
Im Juni 41 standen schon über 600 T34 im Truppendienst, von den KWs sowie IS Panzern ganz zu schweigen
sie haben in den 30ern 1Mio Fallschirmspringer
ausgebildet
Und die entsprechenden Generäle dann 1938 hingerichtet
aber nicht die 1Mio Fallschirmspringer, daraus entwickelten sich im Laufe des Krieges immer mehr Gardedivisionen und Gardearmeen, die immer wieder in Krisenzeiten in die Schlacht geworfen wurden
und ab 39 ca 150000 Piloten für das „Iwanow“
Programm, mittelschwerer Bomber al la Stuka, 110
Panzerdivisionen, 5 Luftlandekorps und noch vieles mehr
Die 110 Panzerdivisionen waren aber 1941 noch im Aufbau, es
fehlte an allen Ecken und Enden an schweren Gerät,
Nachschuborganisation etc pp.
Die zur Verfügung stehenden schweren Panzer reichten ja gerade
mal für 10 Panzerdivisionen aus. Die neuen Typen T34 und KW1
wurden gerade eben eingeführt
1942 und 43 hätte die Sache wohl anders ausgesehen, aber noch
schreiben wir 1941.
Guckst du mal,in russische Archive wann welche Divisionen ab
August 39 aufgestellt wurden und wo diese sich im Juni 41
befanden, geht dir vielleicht ein Licht auf, oder auch nicht:wink:
da haben bessere Geistesgrössen schon in den Archiven
nachgesehen.
Diesen ziemlich gelehrten Historikern ging auch kein Licht
auf.
Ich beziehe mich im wesentlichen auv OVERY, Russlands Krieg,
Rowolt, Hamburg 2003. und diverse andere, ältere Quellen.
namhafte Militärhistoriker (u. A. Jukes und Keegan) sowie die
deutschen Generalstäbler (in ihren Erinnerungen) sagen ganz
klar, dass die Aufstellung der Roten Armee im frühjahr 1941
nicht offensiv ausgerichtet war,
weil sie es damals ganz einfach nicht gemerkt haben, wie können dann die Gulagarmeen „Schwarze Korps“ schon im Juli an der Westgrenze auftauchen??? In 10 Tagen ausgebildet, ausgerüstet und von Sibirien auch noch in der Zeit nach Westen verlegt…
sondern dass die grenznahe
Aufstellung auf ein völlig falsches, noch auf den 1 Weltkrieg
zurückgehendes Verteidigungskonzept zurückgeht. (schud war im
wesentlichen die unfähige Pfeife Woroshilow)
Mindestens den hätte der Genosse Stalin für seine „Unfähigkeit“ aber einen Kopf kürzer gemacht, wenn er Befehle falsch ausgeführt hätte, im übrigen ist es wohl ein leichtes, ein Brücke in paar Stunden zur Sprengung fertig zu machen
Die möglichkeiten
des mechanisierten bewegungskrieges wurden völlig
unterschätzt,
Schukow hats am Chalin Gol ausprobiert…
und als man endlich (nach den Erfahrungen im
Winterkrieg) mit der Umstrukturierung der Roten Armee begann,
war es zu spät.
Näheres in diversen Fachbüchern zum Thema.
(Nein, der Shukov-Plan zu einem Präventivschlag gegen die HG
Mitte wurde nicht umgesetzt,
da hast du mal Recht:wink:, der Genosse Schukov war am 22.6. auf
dem Weg zur Südwestfront, dort war auch der 1. Schlag geplant
um die Ölfelder von Ploestie einzunehmen, dann wäre der Krieg
in kurzer Zeit zu Ende gewesen.
Quelle bitte!
Lt meinen Quellen war Shukov am 21.6. als Generalstabschef in
Moskau und hat fieberghaft zusammen mit Timoshenkow Befehle
geschrieben, um die Warnungen an die Truppen herauszuhauen.
(JUKES, Panzer vor Moskau, Rastatt 1984)
richtig am 21. Juni, wir sind aber einen Tag weiter, Schukow ist am 22.6.41 13.40 nach Ternopol abgeflogen um die Süd u. Südwestfront zu koordieren
Dort standen reichlich
Gebirgjägerdivisionen, die angeblich zu verteidigenden Gebirge
gabs aber nur in Rumänien und weiter westwärts, schon bissel
komisch
Im übrigen war Russland schon 41 fast voll auf
Kriegswirtschaft umgestellt,
Quelle bitte!
sach mal, woher hast Du deine Weisheiten?
Da würden mich jetzt echt mal die Quellen interessieren.
Die Wehrmacht war von ganz anderem Kaliber
wie die japanische Kwantung-Armee)
Trotz alledem hatte sie unter den Umständen nie eine echte
Siegchance
Entschuldige vielmals, aber die Finnen verarbeiteten mit
wesentlich weniger ganze Sovietische Korps zur Scheibletten.
Richtig, dafür haben sie auch jahrelang an ihrer Mannerheimlinie gearbeitet, das war eine Verdigungslinie die in der westlichen Welt als unüberwindlich galt und die Russen habens bei 40C minus trotzdem in 3 Monaten geschafft, das Ergebnis wurde nur falsch interpretiert…
Ein Angriff der Roten Armee auf die Deutschen Truppen wäre für
die Angreifer mit enormen Verlusten verbunden gewesen,
insbesondere weil die Deutschen 141 Divisionen im Angriffsraum
zusammengezogen hatten, die von der generellen Ausstattung
Eine weitere Mär von der angeblichen Waffenüberlegenheit…
Dann vergleiche mal die Waffendaten von Flugzeugen, Panzern, Kanonen u. anderem Gerät.Die Deutschen zogen noch mit Kanonen los, die in ihrer Bezeichnung eine 13 bzw. 18 hatten, du weisst sicherlich die Bedeutung dieser Zahlen…
sowie insbesondere Ausbildungstechnicht ihren Sovietischen
Gegenüber signifikant überlegen waren.
Das könnte stimmen, nichtsdestotrotz gegen die russischen Massen irgendwann nicht mehr relevant…
das bei Abtriffsbeginn ausbrechende völlige Chaos in der Roten
Armee zeigt jedenfalls auf das deutlichste, dass die Truppen
zum Angriffseginn in keiner Weise Angriffsbereit waren.
Sie sollten doch laut aller Weltsmeinung auch abwehr und nicht angriffsbereit sein??? Aber abwehrbereit waren sie eben nicht, es lagen ganz einfach keine Pläne dafür vor…
Hätte die Rote Armee tatsächlich am vorabend eines eigegen
Angriffs gestanden,
kann kann sie auch nicht abwehrbereit sein, es geht ja wohl nicht beides gleichzeitig
dann wären die Planer die wohl
ungeschicktesten Strategen aller Zeiten gewesen (Was bei einem
Shukov und Timoschenkov wohl eher als unwahrscheinlich
einzustufen ist)
A.H. war nur bischen eher am Drücker. Hätten die Strategen allesamt die Befehle des Genossen Stalin anders ausgeführt als befohlen, darf man wohl annehmen, dass dieses niemand überlebt hätte
Es ist völlig unklar, wann und in welcher Form Stalin (die für
ihn absehbare) Militärische Auseinandersetzung mit Deutschland
führen wollte.
Sowohl Defensive als auch begrenzt Offensive
Möglichkeiten standen ihm offen (wobei ich der meinung bin,
dass nach der bitteren Pille in Finnland eher an eine
defensive Lösung gedacht war, und die R.A eher als Druckmittel
eingesetzt werden sollte). Klar ist jedoch, dass
Diese Mär wird auch nach 60 Jahren ständiger Wiederholung nicht wahrer
- Die Rote Armee 1941 nicht kriegbereit war.
- Stalin und der Generalstab dies absolut deutlich wussten
und trotzdem haben sie nichts für die Verteidigung getan, schon komisch, erst Recht das alle Verantwortlichen das Desaster von 41 nicht vor einem Erschiessungskommando vorzeitig beendeten
- Die Auseinandersetzung für ihre Pläne wenigstens 12 Monate
zu früh begann.
Und ich lagere schon 1941 100.000e Tonnen Artilleriemunition in Eisenbahnwaggons und unter freiem Himmel… weil ich die ja erst 42 brauche und sämtliche Läger zum überlaufen voll sind
Gruß
Mike
(P.S. Quellen wären wirklich nett)
Mikesch
Mikesch