Leon 5 monate alt quengelt den gaaaaanzen tag :O

hallo aus berlin,
wir sind seit mitte juli glueckliche eltern von leon. er war ein notkaiserschnitt nach einer voellig unkomplizierten schwangerschaft. schon von anfang an hat er mehr geschrien (das macht er nun nicht mehr) und gequengelt als vergleichbare kinder, er ist gesund und kann auch ein wunderbarer strahleonkel sein - fuer ein paar minuten … und auch nur wenn er im mittelpunkt steht und man sich intensiv mit ihm beschaeftigt. er hat mama und papa zuhause die sich nun wirklich viel und liebevoll mit ihm beschaeftigen aber wo man hoert das andere kinder auch mal fuer ne halbe stunde zufrieden glucksend in der ecke liegen - fehlanzeige. leon ist fast nie „neutral“ drauf (max eine stunde am tag), entweder er lacht wenn man mit ihm spielt - oder er mault jammert quengelt den gesamten rest des tages :open_mouth: wir als eltern wissen bald nicht mehr was wir tun sollen - wir koennen doch nicht den ganzen tag theater fuer ihn veranstalten sondern muessen einfach auch den alltag bewaeltigen. dazu gehoert aber zwangslaeufig ein halbwegs zufriedenes kind. wir kommen uns vor wie rabeneltern es ist uns ein absolutes raetsel warum leon immer so wahnsinnig ungluecklich ist - er kann auch ganz anders, denn wenn wir rumalbern lacht er das man es in der ganzen wohnung hoert :wink: wir spielen mit ihm wir reden mit ihm etc etc - aber wenn ein kind ausser aufm arm im fliegergriff nirgendswo sein will (wir koennen ihn nicht laenger als 10 min in der wippe haben, auf boden/decke/bett egal ob bauch- oder rueckenlage wird sofort gejammert, sitzen mit ihm aufm arm darf man auch nicht man muss schon rumlaufen …) macht man sich schon gedanken. leon ist ein wunschkind und unsre beziehung ist auch gut, meine frau ist erzieherin und der faellt auch nix mehr ein … nicht das das jammern an sich ein problem waere natuerlich maulen und motzen kinder - aber das soll doch der ausdruck sein: mir passt was nicht - und wir haben keine ahnung WAS denn nicht ok ist!
die kinderaerztin hat massagen verschrieben und div homoepathische sachen (mE aber ohne fundiertes konzept) - alles ganz nett aber des pudels kern ist: warum quengelt leon fast den ganzen tag, macht ein offensichtlich ungluecklices gesicht wenn er nicht im rampenlicht steht - und was koenenn wir tun? wem geht es aehnlich? positiv ist das er fantastisch schlaeft: um 20h ins bett nachts einmal kurz wach fuers flaeschen (er hat leider die brust nie richtig akzeptiert und meine frau hat nach 8 wochen kaempfen abgestillt) - und weitergeratzt bis 7h.
erschoepfte und verunsicherte gruesse
eleni und peter

Hallo nach Berlin

das kommt mir ja unglaublich bekannt vor, auch wenn es bei mir schon 10 Jahre her ist. Das ganze Drama fing eigentlich schon direkt nach der Geburt von Laura an, bereits im Krankenhaus konnte ich nichtmal zur Toilette gehen, ohne daß ich sie hab schreien hören.

Sie hat tagsüber so gut wie gar nicht geschlafen, dafür aber fast ständig gequengelt. Nur bei mir auf dem Arm hat sie sich einigermaßen wohlgefühlt, abgeben konnte ich sie nie. Wer läßt sich auch schon freiwillig ein brüllendes Kind andrehen, davon abgesehen hätte ich das auch gar nicht über’s Herz gebracht.

Das ganze Spiel ging die ersten ca. 9 Wochen den ganzen Tag, bis jede Nacht gegen 2:00 Uhr. Dann hat sie sogar mal 4 Stündchen am Stück geschlafen. Das reichte ihr dann, um am nächsten Tag wieder ausgiebig nach Aufmerksamkeit zu verlangen.

Danach wurde es allmählich etwas besser, die Quengelphasen wurden weniger, aber immer noch ließ sie sich gerne von mir rumtragen und fremdelte extrem. Fremdeln in dem Alter, unmöglich, werden jetzt sicher einige sagen, aber es war nunmal so.

Die Zurückhaltung gegenüber Fremden blieb, die Quengelei hörte nach und nach auf, Laura war und ist kerngesund und putzmunter. Kein Mensch wußte damals und heute auch noch nicht, warum sie so elendig viel geschrieen hat. Ich kann mir vorstellen, daß das auch bei euch unglaublich an den Nerven zerrt, noch dazu, weil man sich so wahnsinnig viele schlaue Ratschläge anhören muß, wie man mit dem Kind umzugehen hat.

Ich kann euch nur Mut machen, wenn euer Kind gesund und munter ist, wird sich der Rest irgendwann von alleine geben, haltet einfach durch, und bestimmt werdet ihr mit einem schlauen, aufgeweckten Kind belohnt. Interpretiert in diese Quengelei nicht so viel rein, gebt dem Kind die Aufmerksamkeit, die euch möglich ist und die es braucht.

Gruß,
Doro

Hallo,

vielleicht liegt das Problem darin, dass sich euer Kleiner schon zu sehr daran gewöhnt hat, ständig im Mittelpunkt zu stehen? Ich weiss, dass ist eine kritische Frage,soll auch so als Denkanstoss stehen bleiben.

Wir hatten ein ähnliches Problem und ich habe lange gebraucht zu lernen, dass das *nicht ständig im Mittelpunkt stehen* nicht gleichzusetzen ist mit *völliger Vernachlässigung*… aber Elternsein muss man eben auch erst lernen :smile:

Als Tip zum lesen kann ich empfehlen:
„Jedes Kind kann Regeln lernen“ von Annette Kast-Zahn.

Die Bücher der Autorin sind toll geschrieben und eine echte Hilfe für Eltern und Kinder.

Viele Grüsse
Sandra

Hi, Ihr lieben und einen schönen Gruß aus Osnabrück!

Uns geht es zur Zeit ähnlich. Dominic, 6Monate, nervt manchmal ganz schön und möchte am liebsten ständig herumgetragen werden. Wir haben auch den Fehler gemacht, daß wir Domi Nachts zum stillen mit ins Bett genommen haben und dann waren meine Frau und ich, geschafft vom Tag, narürlich zu Faul den Kurzen wieder ins Bett zu bringen…hm.
Dann kamen die ersten Zähnchen und mit dem heulen war´s gar nicht soooo schlimm, aber jetzt, seit etwa 2 Wochen mault und jammert er ohne unterlass, wenn er mal für sich sein soll. Wir lernen jetzt, ihn jeden Tag ein bisschen länger in seinem privaten Bereich zu lassen um ihn anschließend wieder ganz herzlich zu begrüßen.

Morgens ist eigentlich immer alles ok, Nachmittags geht´s dann los, ob mit oder ohne Nickerchen. Abends, wenn Papi kommt ist wieder alles im Lot.
Ich denke, das geht noch 3 Wochen so, dann kommt was neues…

Dem kurzen könnt Ihr, wenn Ihr wollt, hier mal die Hände schütteln:

http://www.marcusite.de

Gruß, Marcus

Trost
Hallo, Ihr Lieben,

Doros posting kann ich mich anschließen, vor allem diesem Part

haltet einfach durch, und bestimmt werdet ihr mit einem schlauen, aufgeweckten Kind belohnt.

Meine Tochter, heute 21, war auch ein Quengelkind. Ich war oft verzweifelt, weil ich es nicht fassen konnte, dass sie nicht einmal für kurze Zeit ein fröhliches, zufriedenes Baby ist, das auch einmal alleine wo liegen/sitzen kann.

Belohnt wurde ich tatsächlich mit einem wirklich blitzgescheiten, wertvollen, absolut „normalen“ jungen Menschen mit einem starken Urvertrauen und einem gesunden Selbstbewusstsein (und einer tiefen herzlichen Bindung zwischen uns beiden).

Übrigens: der Umschwung zur Zufriedenheit kam mit ca. 2 1/2 Jahren - ich weiß, bis dahin ist es noch lange, aber es lohnt sich!

Grüße
Irene

Das kenn ich auch…
Hallo Eleni, hallo Peter,

ihr glaubt gar nicht, wie gut ich das kenne. Kann es sein, dass euer kleiner Leon von Anfang an wahnsinnig interessiert an seiner Umwelt war und es bis heute ist? Bei meiner Tochter war das nämlich so. Leider hatte meine Tochter keinen dieser tollen Elternratgeber gelesen, die einem von zufrieden allein spielenden Kindern was vorgaukeln. Unsere Kinder sind halt einfach auf das uralte Konzept eingestellt, möglichst bei allem dabei zu sein, was die Eltern tun. Und vor Erfindung von Stubenwagen und Laufgitter war das auch so. Erst unsere industrielle Entwicklung in den letzten 150 Jahren brachte in unserer Gegend (noch nicht einmal in ganz Europa) diese uns bekannte, nicht mehr natürliche Lebensweise mit sich.
Keine Angst, ihr verwöhnt den Kleinen ganz sicher nicht, wenn ihr ihn bei der Hausarbeit dabei sein lasst, und zwar hautnah (meine Tochter saß gern und lang im Tragetuch). Anderen Kindern reicht es, wenn sie z.B. vom Autokindersitz aus zuschauen dürfen (natürlich nicht den ganzen Tag lang).
Gebessert hat sich die Nörgelei übrigens mit zunehmender Mobilität meiner Tochter. Da sie schon immer wenig schlief, hatte sie wohl genug Zeit zum üben, um früh mobil zu werden.*g*
Sie ist immer noch gern dabei, wenn ich was erledige und hilft fleißig mit.*g*
Als Buchtipp möchte ich euch „Babyjahre“ von Remo H. Largo (ISB N 3-492-23319-8) ans Herz legen. Dieses Buch hat mir wirklich sehr geholfen, meine wunderbare, von der Baby-DIN abweichende Tochter zu verstehen. (Und zum Regeln lernen nach A. Kast-Zahn ist Leon auch noch zu klein!!!)
Fazit: Arrangiert euch damit. Ihr habt ihn nicht verwöhnt, er will euch auch nicht ärgern, sondern einfach nur bei euch geliebten Eltern sein und von euch lernen. Versucht es zu genießen, die Kleinen werden so schnell erwachsen.

Viele Grüße - Heike

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Eleni und Peter,

von den anderen habt ihr ja inzwischen gehoert,
dass sowas durchaus normal sein kann.
Von mir hoert ihr das jetzt auch. Ich hab die ersten
neun Monate Timo permanent auf dem Arm, dem Ruecken
(in einer Trageschlinge) oder dem Bauch (im Bett)
gehabt.
Wir hatten einen Vorteil vor euch: wir wussten warum,
oder dachten es jedenfalls (ob es wirklich der Grund war,
wer weiss?).
Unser Sohn ist adoptiert. Er war zwei Wochen im Brutkasten,
drei Wochen im KRankenhaus, dann 7 Wochen im Heim. Dort
hat man ihm, wenn Besuch kam, immer in ein Hinterzimmer
gestellt, damit ihn niemand hoerte, weil er damals schon
seine Wut rausbruellte, wenn er hingelegt wurde (es war und
ist ein wunderbares Heim, mit relativ wenig Kindern, und
relativ viel Personal, trotzdem wird halt dort nach stremgem 4
Stunden Rhythmus gefuettert und gewickelt und gespielt).
Er musste halt aufholen.
Aber es legt sich, irgendwann hatte er genug aufgeholt,
wurde ein Kind, das Neuem gegenueber sehr aufgeschlossen ist.
Ich schildere das so ausfuehrlich, weil man uns auch immer
diese Ratschlaege gegeben hat: er ist halt verwoehnt (war er
ja gerade nicht). Babies wissen oft instinktiv, was sie
brauchen. Damit will ich auch nicht sagen, dass euer Sohn
was nachzuholen hat, nur: dass er diese Aufmerksamkeit jetzt
braucht.

Wir haben uebrigens etwas mehr als ein Jahr spaeter ein zweites
Kind adoptiert. Unser Dominik war das Gegenteil, obwohl viel
kuerzere Zeit im Heim gewesen (6 Wochen) kam er total resigniert
zu uns: er schrie NIE, jammerte NIE, egal ob er hungrig oder
nass war. Er hatte bereits verinnerlicht: es hoert ja doch
keiner auf mich. Als er (nach knapp 2 Wochen) das erste Mal
weinte, weil er Aufmerksamkeit wollte, war das ein unendlich
erloesendes Gefuehl - er braucht uns! und weiss,dass er bekommt,
was er braucht. Ich fand dieses Verhalten - er war noch lange
pflegeleichter als sein Bruder im gleichen Alter - viel trauriger
und auch schwieriger, auch heute noch, ist es bei ihm viel
schwieriger herauszubekommen, was er will bzw. braucht.

Kurze Zusammenfassung: alle Kinder reagieren anders. Man hat
als Erwachsener die Moeglichkeit sich auf andere Beduerfnisse
verschieden einzustellen. Manchmal ist das anstrengend, aber
man sollte wenn’s irgend geht, vermeiden, sein Kind mit anderen
zu vergleichen. Keine Angst vorm Verwoehnen in diesem Alter.

Helft euch gegenseitig! Lasst weniger wichtiges lieber liegen.

Ich wuensch euch Kraft und viel Glueck mit eurem Kleinen,
Gruesse, Elke

Hallo Ihr Gequälten,

kenne ich auch von früher her. Bei uns dauerte es keine 2 Jahre. Wir schafften es bedeutend früher. Es war zwar etwas hart für Kind und Eltern, aber es verkürzte die Zeit erheblich. Wenn wir sicher waren, daß Kind gesund, satt und trocken war, haben wir es schreien lassen. Wichtig ist, daß das Baby keine Reaktion der Eltern auf sein Schreien bemerkt. Weder Geräusche noch andere Wahrnehmungen. Im Gegenpart dazu sollten, wenn möglich, zeitlich begrenzte „Spiel-und Beschäftigungszeiten“ im Tagesrhytmus eingebaut werden.
Es dauerte einen knappen Monat und wir hatten ein relativ ruhiges Kind.
Die Methode mit dem Tagesrhytmus behielten wir bei. Die ganze FAmilie konnte sich so darauf einstellen.

Gruß vom Rabenvater Gert

Rabenvater Gert?

Hallo Ihr Gequälten,

kenne ich auch von früher her. Bei uns dauerte es keine 2
Jahre. Wir schafften es bedeutend früher. Es war zwar etwas
hart für Kind und Eltern, aber es verkürzte die Zeit
erheblich. Wenn wir sicher waren, daß Kind gesund, satt und
trocken war, haben wir es schreien lassen. Wichtig ist, daß
das Baby keine Reaktion der Eltern auf sein Schreien bemerkt.
Weder Geräusche noch andere Wahrnehmungen.

Gratulation! :frowning:((

Im Gegenpart dazu
sollten, wenn möglich, zeitlich begrenzte „Spiel-und
Beschäftigungszeiten“ im Tagesrhytmus eingebaut werden.
Es dauerte einen knappen Monat und wir hatten ein relativ
ruhiges Kind.

Hut ab! :frowning:((

Die Methode mit dem Tagesrhytmus behielten wir bei. Die ganze
FAmilie konnte sich so darauf einstellen.

Na wenigstens was! :frowning:(

Gruß vom Rabenvater Gert

Irene

Hallo Gert,

was Du schilderst, ist altbekanntes Hebammenhandwerk. Da ist nichts dagegen einzuwenden.
Allerdings haben wir hier kein Neugeborenes, sondern ein fünfmonatiges Baby, dessen Tätigkeitsmöglichkeiten sich in den nächsten Monaten sehr rasch erweitern werden, was die Stimmung auch ohne sonstiges Zutun der Eltern nachhaltig bessern könnte.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Und noch ein ‚Das kenn ich‘ :smile:
Hallöle,

tja…mein Sohnemann war auch eins dieser Quengelkinder…das ging im KH schon los…2 Tage nach seiner Geburt…bekam daher schon gleich den Spitznamen „Motzknolle“.

Im weiteren Leben als Säugling hat sich daran nicht viel geändert…entweder Himmelhochjauchzend oder zutodebetrübt…und das am besten noch gleichzeitig :frowning: ein Mittelmaß, oder allgemeine Zufriedenheit gab es nie. Dafür konnte er sich aus seiner Quengelei dermaßen in Rage schreien, daß ihm vor Anstrengung das Wasser in Strömen vom Kopf floss und er lilarot anlief…nein, er hatte keine Schmerzen…falls jemand auf die Idee kommt. ich hab mich dann mit ihm raus an die Straße gestellt, Autos gezählt oder sonstwie die Situation radikal verändert.
Einmal passierte das, als meine Schwiema ihn bei sich hatte…sie war fix und fertig und stand da heulender Weise das schreiende Bündel mit dem Bauch auf der Hand…ich nahm ihn mit nachhause (veränderte die Situation radikal) und augenblicklich war Ruhe und er grinste mich an…

Hast Du schonmal darüber nachgedacht, dass sich Euer Pimpf vielleicht auch über mangelnden Input beschwert und viele verschiedene Eindrücke haben will? Ist nur so eine Idee…

In der Wohnung konnte man das Kind fast nicht ertragen, ich war deshalb fast den ganzen Tag mit ihm draussen unterwegs…und immer möglichst viel zu gucken und anfassen gesucht.

Aber wie alles im Leben…das geht vorbei :smile:

Grüße
Maja

Hallo Eleni und Peter,
nochmal ich.

Gerade hab ich nochmal ein paar der anderen
Antworten gelesen und mir ist durch Majas Posting
noch was eingefallen. Wenn sich unser Timo mal
in Rage schrie, konnte ich ihn immer mit
Hautkontakt beruhigen. Obwohl wir ihn natuerlich
nicht stillen konnten, hab ich mein T-Shirt hoch-
gezogen und das Baeckchen auf die Brust gelegt.
Funktionierte eigentlich immer und ich hab
auch heute noch die Erfahrung, dass eine Beruehrung
der Oberarme (nur ein Beispiel – sanft, so dass er sich das kaum
bewusst ist) hilft, z.B. damit er sich besser bei
den Hausaufgaben konzentriert. Koerperkontakt
scheint ihm sehr wichtig zu sein - er ist auch mit
seinen 12 Jahren noch verschmust (natuerlich nur, wenn wir
allein sind und keine Freunde anwesend).

Das Herumtragen war bei uns uebrigens ganz natuerlich -
in (Sued-)Afrika werden die Kinder von den oft arbeitenden
Muettern bis sie laufen koennen oder darueber hinaus
mit einer Decke auf den Ruecken gebunden.

Was den selbsternannten Rabenvater betrifft - nur eine
Anmerkung: Kinder mit Hospitalismus sind fuer die
Krankenschwestern auch pflegeleicht.

Gruesse, Elke

Hallöchen,
meine beiden Kinder sind schon etwas größer (6,9 Jahre) aber das mit dem quengeln kenne ich sehr gut. Besonders bei meinem ersten Sohn. Man will ja auch als Eltern nix falsch machen und macht meistens zuviel. Ich hatte dann auch irgendwann die Faxen dicke und konnte das Geschrei nicht mehr aushalten. Aus lauter Verzweiflung habe ich dann angefangen super gründlich die Wohnung zu saugen, dass fand er wirklich super. Er war dann zufrieden, ich war beschäftigt, und ein paar Mal ist er sogar dabei im Kinderzimmer (dort habe ich natürlich nicht gesaugt) eingeschlafen. Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, solang man als Elternteil was zu tun hat (egal was), sind die Kinder lieb, ist einem aber selber mal langweilig, sind die Kinder auch nölig.

Liebe Grüße Simone

hallo aus berlin,

wir sind seit mitte juli glueckliche eltern von leon. er war
ein notkaiserschnitt nach einer voellig unkomplizierten
schwangerschaft. schon von anfang an hat er mehr geschrien
(das macht er nun nicht mehr) und gequengelt als vergleichbare
kinder, er ist gesund und kann auch ein wunderbarer
strahleonkel sein - fuer ein paar minuten … und auch nur
wenn er im mittelpunkt steht und man sich intensiv mit ihm
beschaeftigt. er hat mama und papa zuhause die sich nun
wirklich viel und liebevoll mit ihm beschaeftigen aber wo man
hoert das andere kinder auch mal fuer ne halbe stunde
zufrieden glucksend in der ecke liegen - fehlanzeige. leon ist
fast nie „neutral“ drauf (max eine stunde am tag), entweder er
lacht wenn man mit ihm spielt - oder er mault jammert quengelt
den gesamten rest des tages :open_mouth: wir als eltern wissen bald
nicht mehr was wir tun sollen - wir koennen doch nicht den
ganzen tag theater fuer ihn veranstalten sondern muessen
einfach auch den alltag bewaeltigen. dazu gehoert aber
zwangslaeufig ein halbwegs zufriedenes kind. wir kommen uns
vor wie rabeneltern es ist uns ein absolutes raetsel warum
leon immer so wahnsinnig ungluecklich ist - er kann auch ganz
anders, denn wenn wir rumalbern lacht er das man es in der
ganzen wohnung hoert :wink: wir spielen mit ihm wir reden mit ihm
etc etc - aber wenn ein kind ausser aufm arm im fliegergriff
nirgendswo sein will (wir koennen ihn nicht laenger als 10 min
in der wippe haben, auf boden/decke/bett egal ob bauch- oder
rueckenlage wird sofort gejammert, sitzen mit ihm aufm arm
darf man auch nicht man muss schon rumlaufen …) macht man
sich schon gedanken. leon ist ein wunschkind und unsre
beziehung ist auch gut, meine frau ist erzieherin und der
faellt auch nix mehr ein … nicht das das jammern an sich ein
problem waere natuerlich maulen und motzen kinder - aber das
soll doch der ausdruck sein: mir passt was nicht - und wir
haben keine ahnung WAS denn nicht ok ist!
die kinderaerztin hat massagen verschrieben und div
homoepathische sachen (mE aber ohne fundiertes konzept) -
alles ganz nett aber des pudels kern ist: warum quengelt leon
fast den ganzen tag, macht ein offensichtlich ungluecklices
gesicht wenn er nicht im rampenlicht steht - und was koenenn
wir tun? wem geht es aehnlich? positiv ist das er fantastisch
schlaeft: um 20h ins bett nachts einmal kurz wach fuers
flaeschen (er hat leider die brust nie richtig akzeptiert und
meine frau hat nach 8 wochen kaempfen abgestillt) - und
weitergeratzt bis 7h.
erschoepfte und verunsicherte gruesse
eleni und peter

Hallo Eleni und Peter,

ihr habt schon Verständnis und Durchhaltewünsche bekommen,
auch eine Geschichte aus der Sicht der Babys, die sehr gut zeigt, wie abhängig unsere Kleinen von dem Verständnis ihrer Eltern sind.
Mein Mädel war schon im Spital „Das Kind mit den offenen Augen“
und der kräftigsten Stimme. Je mehr sich rundum getan hat, umso weniger Proteste gab es. Am schlimmsten waren die zwei Monate vorm Krabbelalter, jeden Tag von ca. 18h an, eine Stunde Gebrüll. Wir haben sie nicht alleine gelassen, uns abgewechselt im rumtragen und vorsingen und alles Mögliche zeigen, Oma und Tanten haben uns unterstützt. Als Tanja dann die erste selbständige Fortbewegungsmöglichkeit für sich entdeckte, war der Spuk vorbei.

wir kommen uns
vor wie rabeneltern es ist uns ein absolutes raetsel warum
leon immer so wahnsinnig ungluecklich ist -

Was ich euch sagen möchte ist, dass Babys nicht immer unglücklich sind wenn sie quengeln und schreien, es ist einfach
die erste selbstgestaltende Handlungmöglichkeit die sie haben.

  • wir koennen doch nicht den
    ganzen tag theater fuer ihn veranstalten sondern muessen
    einfach auch den alltag bewaeltigen.

Ihr sollt auch nicht den ganzen Tag Theater für Leon veranstalten, es sind auch nicht alle Babys immer glücklich wenn sie reflexartig lachen, wenn ihnen der Magen hochkommt beim rumschupfen. :wink:)

Das Leben mit Leon ist euer Alltag, an dem er langsam immer mehr teilnehmen soll. Momentan nützt er seine Möglichkeiten sich auszudrücken mit quengeln und ich kann euch verstehen, dass ihr nach den Ursachen sucht, aber ihr sollt den Kleinen auch nicht überfordern mit zufriedenen glucksen.
Stellt euch vor, ihr müsst den ganzen Tag zufrieden und selig
lächeln und wenn mal nicht, dann kommt gleich ein grinsender Kopf und sagt „Eieieiei wirst du wohl lächeln“. :wink:
Solange Leon nicht brüllt, lasst ihm seine Unstimmigkeiten zum Ausdruck bringen, sie werden mit der Zeit differenzierter und die Kleinen lernen nicht immer gleich loszubrüllen, wenn was nicht passt.
Ihr klingt alles andere als wie Rabeneltern, aber das rundum glückliche Kind werdet auch ihr nicht schaffen.
Eine Hauptaufgabe von Eltern ist es nicht, Gefühle jeder Art
zu verhindern, sondern ihnen einen Namen zu geben und dem Kind zu lernen damit umzugehen.

positiv ist das er fantastisch
schlaeft:

Kein Wunder, wenn er sich den ganzen Tag müdegeärgert hat mit
euch :wink:)

Liebe Grüße von
Kerbi

Hallo!
Auch ich kann aus Erfahrung sprechen, denn meine Tochter (heute 10) hat die ersten beiden Jahre nur gequengelt. Ich glaube das kam daher das Sie immer mehr wollte als sie konnte. Denn immer wenn Sie was dazulernte war sie für kurze Zeit glücklich und zufrieden (5 Kreuze im kalender). Auch ich war am Rande eines Nervenzusammenbruches und habe mich gefragt was ich denn falsch mache, oder wie ich reagieren sollte, da ich auch ständig mit Ihr allein war.
Ein Patentrezept gibt es für ein zufriedenes Kind nicht, aber ihr könnt sicher sein das es irgendwann aufhört :wink:
Meine Tochter ist heute ein ganz tolles zufriedenes Mädchen.
Ich glaube den einzigen Rat den ich Euch da geben kann ist dieser:
Nehmt Euch regelmäßig Zeit nur für Euch um für Euer Kind Kraft zu tanken
Liebe Grüße Claudia