Leon 8 monate alt mach NUR terror beim essen

Hi,

auf die Äusserung meiner persönlichen Meinung

wenn du deine persönliche Meinung nicht immer mit so einem Impetus rüberbringen würdest, als wärst du Alleininhaber der absoluten Wahrheit in den Bereichen Liebe, Partnerschaft und Kindererziehung, dann hätte ich es wahrscheinlich etwas zurückhaltender formuliert.

Und warum dann Dein Einlenken:

Zwang zum Essen wirkt sich natürlich auch auf das spätere
Essverhalten aus,

Er wirkt sich auf das Lernen von Essverhalten aus. Aber er muß keine Pathologie auslösen, warum auch?

Na Gute Nacht. Hast Du Kinder? Mal ehrlich …

Ich hab ein Töchterchen, das aber nicht mehr gefüttert werden muß (sie ist schon 16).

Gruß

Yoyi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Unser Ältester machte Theater beim Umgewöhnen von MuMi (Muttermilch) auf Flasche (mit 6 Monaten) und dann nochmal von Flasche auf Löffel (da war er so alt wie Eurer jetzt). Er wollte einfach nuckeln und nicht vom Löffel essen. Nach jedem Löffel drehte er den Kopf weg und schob den Daumen in den Mund. Und Theater gab es, solange wir das nicht zulassen wollten. Er hatte einfach eine andere Vorstellung von Nahrungsaufnahme als wir. Möglichst den Daumen noch zeitgleich mit dem Essen in den Schnabel stecken. Mordsschweinerei, das. Als wir ihn damit in Ruhe ließen und lieber putzten und Kleidung wechselten, als uns das Geschrei anzutun, hat sich alles innerhalb von zwei, drei Wochen normalisiert.

Aber Du schreibst, er beißt gerne in einen Apfel. Das ist sicherlich ein bißchen früh, und Verschlucken ist nicht komisch. Laßt ihn in was anderes beißen. Banane, Birne, kleine Häppchen Brot, unser Sohn aß schon sehr früh Mini-Häppchen Brot/Toast mit Leberwurst oder Frisch- oder Streichkäse. Da kam auch der Daumen nicht zum Einsatz. Gebt ihm übergangsweise irgendwas, was er ohne Löffel essen kann. Ein bißchen Pellkartoffel, vorgegarte Möhre etc., vielleicht mal ein Ei, ein Stückchen Käse oder Frikadelle… Wir haben damals viel experimentiert und kaum Gläschen gefüttert. Obstgläschen schon gar nicht. Vielleicht mag er ja lieber stückiges Kompott?
Unser Sohn war und ist heute noch ein Brotesser. Unsere Tochter ißt freiwillig Brot nur zum Frühstück. Dafür Nudeln und Reis bis zum Abwinken. Will sagen: Kinder haben ganz unterschiedliche Vorlieben.

Von der Flasche ganz weggekommen sind wir übrigens mit einem Trick, der bei beiden Kindern bestens funktioniert hat: Wir haben ihnen jeweils einen großen Becher mit einem besonders schönen Disney-Motiv gekauft, die sind beide heute noch in Betrieb. Daraus gab es dann morgens Kakao, Milch oder Bananenmilch (noch ein Tip, das kommt bestimmt gut, einfach Milch und eine halbe Banane pürieren) mit dem Trinkhalm.

Gruß
Aia

Hallo yoyi

auf die Äusserung meiner persönlichen Meinung …

wenn du deine persönliche Meinung nicht immer mit so einem
Impetus rüberbringen würdest, als wärst du Alleininhaber der
absoluten Wahrheit in den Bereichen Liebe, Partnerschaft und
Kindererziehung, dann hätte ich es wahrscheinlich etwas
zurückhaltender formuliert.

Hehe warte warte. Das ist doch klar ein Teil
meiner narzistisch-autoritären Struktur.
Ich kann nicht einfach einen sachlichen Text ohne
Zeigefinger hier zurücklassen. Ich kann doch nicht
sozial-kompetenter tun als ich bin :wink:

Zwang zum Essen wirkt sich natürlich auch auf das spätere
Essverhalten aus,

Er wirkt sich auf das Lernen von Essverhalten aus. Aber er muß
keine Pathologie auslösen, warum auch?

Ist eine „Störung“ nicht schon irgendetwas in der
pathologischen Nomenklatur? Was „lernt man“ denn
an „Essverhalten“, wenn man frühkindlich zum Essen
gezwungen wird?

Euer CMБ

Hallo Heike,

Dann wollte sie
nur noch bei uns Eltern mitessen. Ich weiß, dass die
offizielle Empfehlung eigentlich lautet, Kindern bis 1 Jahr
möglichst keine/kaum Gewürze zu geben. Meiner Tochter war die
Empfehlung egal.

Das kenn ich auch. Unser Sohn war 9 Monate als er bei uns mit
am Tisch sass und bruellte, weil er von unserem Essen wollte.
Wir hatten Chili con carne (nicht total scharf, aber immerhin).
Irgendwann war mir die Bruellerei zuviel und ich hab ihm eine
Bohne auf seinen Teller gelegt und gedacht: okay, sieh selbst,
dass das nichts fuer dich ist. Er hat die Bohne verdrueckt und
nach mehr verlangt. Das war der letzte Glaeschen-Breichen-Puerier-
Tag in unserer Familie. Danach haben wir immer alles das
gleiche gegessen.
Heute, mit 11, hat er immer noch keinen ‚sweet tooth‘, zum Frueh-
stueck isst er am liebsten aufgewaermte Reste vom Abendessen.

Gruesse, Elke

Hi,

Ich kann doch nicht
sozial-kompetenter tun als ich bin :wink:

ok, das verstehe ich :smile:.

Ist eine „Störung“ nicht schon irgendetwas in der
pathologischen Nomenklatur? Was „lernt man“ denn
an „Essverhalten“, wenn man frühkindlich zum Essen
gezwungen wird?

Ich habe von Lernen gesprochen, nicht von Störung. Lernen kann man z.B. Impulskontrolle. In der Psychiatrie spricht man eigentlich nur noch von Störungen („Deseases“), nicht mehr von Krankheiten.

Im übrigen habe ich nicht empfohlen, Kinder mit Zwang zum Essen vom Löffel zu erziehen, ich habe nur darauf hingewiesen, daß man nicht sagen kann, es führe zu einer Essstörung.

Gruß

Yoyi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Hallo Upe,

ich kann Dir wärmstens das Buch „Mein Kind will nicht essen“ von Carlos Gonzales empfehlen. Gibts bei http://www.mamamilch.de oder http://lalecheliga.de oder gebraucht hier:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3932022122/qid…

Gruß
Cea