Suche Erklärung oder Informationen zu dem Thema „Leonberger Accord“!
Könnte im Zusammenhang mit kirchlicher Geschichte stehen…
Bin für jeden Hinweis dankbar!
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Könnte im Zusammenhang mit kirchlicher Geschichte stehen…
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‚Leonberger Vertrag‘ und ‚Restitutionsedikt‘
Hallo Simone,
sach mal, paukst Du gerade den Dreißigjährigen Krieg oder wat? *g*
Aaaaalso (oh Gott, ich hoffe, ich bringe da jetzt nix durcheinander und mache mich damit zum Klops…):
Restitutionsedikt (nicht Delikt): vom 09. März 1629 war die Forderung Kaisers Ferdinand II. und besagte, daß sämtliche kirchlichen (katholischen) Güter, die nach 1552 von den Protestanten eingezogen wurden oder an die weltliche Hand übergegangen sind (Säkularisierung) wieder an die Katholische Kirche fallen sollten. Gleichzeitig verbot es den Protestanten, ihre Religion auszuüben; sie wurden auch aus öffentlichen Ämtern abgesetzt. Das Späßchen ging so noch bis 1648 - also bis zum Westfälischen Frieden - weiter, denn mit diesem wurde dieses Papier außer Kraft gesetzt.
Der Leonberger Vertrag stammt von 1634 und betraf eigentlich nur Augsburg, und sollte die Zustände von 1629 wiederherstellen. Augsburg wurde ja am 20. April 1632 von den Schweden besetzt; wobei der schwedische König schon zwei Tage später die protestantischen Ratsmitglieder im Amt bestätigte, was den Katholiken natürlich ganz und gar nicht paßte. Mit dem Leonberger Vertrag wurde Augsburg - nach dem Tod von Gustav Adolf - wieder an den Kaiser übergeben.
Beste Grüße
Tessa