wir waren gestern zum bowlen mit eine größeren Gruppe, eine Bekannte von mir lag am Anfang (neben einem der Herren) ganz vorne, als dann der Punkteschreiber darauf aufmerksam wurde und sie in den Mittelpunkt rückte, konnte man sehen wie die Leistung schlagartig zurückging, als ich fragte sagte sie, dass sie danach plötzlich kein Interesse mehr hatte und der Spass weg war.
Gibt es dafür aus psychologischer Sicht eine plausible Erklärung oder einen Fachbegriff ?
Hallo ich würde da eher an Sozialpsychologie denken, Festingers sozialer Vergleich etwa, oder auch Theorien zur Gruppenleistung (manchmal nimmt Leistung in einer Gruppe ab, wenn man sich sehen/Vergleichen kann, bzw. im Wettbewerb steht. hängt auch irgendwie mit Festinger zusammmen, aber auch mit einem Gefühl von Wieso soll ich mich noch anstrengen, wenn die anderen es nicht tun?)
Es gab da auch solch Sommercamp-Experimente zur Gruppenleistung, Gruppenwettbewerb etc.
Es kommt ein bisschen drauf an, wie der Punktschreiber sie in den mittelpunkt rückte? Sagte er, „ey du bist ja genauso gut wie der KerlX“, womöglich noch mit der Steigerung „obwohl du einen Frau bist“
oder nur „du bist ja ganz oben, supi“
Ersteres kann auch zu einem sozial angepassten Verhalten führen, eben nur noch so gut wie eine Frau zu sein. Dann kann natürlich dass innere Gefühl, „boah, bin ich gut“ weg sein.
Vielleicht hab ich dir ein paar Googlebegriffe geliefert. Oder es meldet sich noch ein Sozialpsychospezi, ich bin schon etwas eingerostet.
Gruß Susanne
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vielen Dank für die Antwort und die doch recht nützlichen Anmerkungen,
also die Leistung (hier eine 9 o 10 beim bowlen) war inkognito, also unbeobachtet leichter zu erreichen, als dann das Augenmerk, die Aufmerksamkeit auf ihr lag, die Erwartungshaltung zu spüren war, sowie die Reaktion wenn es nur eine 2,3,4 war
Viele Grüße
Miss
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Als sie so gut im Bowlen war, war sie im „Doing-Modus“ (Tun-Modus), bzw. in einem Flow, einem Zustand, in dem man nicht über sich selbst nachdenkt, sondern in einer Aufgabe oder Tätigkeit aufgeht. Durch die Ansage ist sie aus diesem Modus herausgebracht worden, in den „Being-Modus“, und in die Situation, über sich selbst reflektieren zu müssen, in ihrer neuen Rolle als Bowling-Champion, sowie die gruppendynamischen Konsequenzen, Neid, Rangordnungsprobleme etc., die sich daraus ergeben könnten. Nennt man das auch Lampenfieber? Da war es natürlich aus mit dem Flow und der Konzentration.