Lernaufwand Fremdsprachen

Hi,

da meine Frage hautsächlich „Sprachen“ zum Inhalt hat, hoffe ich, hier richtig zu posten … sonst verzeiht mir bitte *g*

Also: Wie lange braucht man im Durchschnitt täglich, um eine neue Sprache (unbekannt) zu lernen (Universitätsniveau)?

a) z. B. Latein/Griechisch oder Hebräisch oder so was ähnliches

b) Französisch/Japanisch/Arabisch oder so …

Vielen Dank für eure Antwort

Chris

PS. Ich frage nur, weil mir drei Stunden am Tag zu viel vorkommen …

Also: Wie lange braucht man im Durchschnitt täglich, um eine
neue Sprache (unbekannt) zu lernen (Universitätsniveau)?

a) z. B. Latein/Griechisch oder Hebräisch oder so was
ähnliches

b) Französisch/Japanisch/Arabisch oder so …

Altsprachen sind völlig anders als lebende! Das Lernen geht anders. Du gehst vor bei bei Mathematik: Du lernst Grammatikregeln, Vokablen, Übersetzen. Drei Stunden täglich dürften da mehr als ausreichend sein. Kommt natürlich drauf an, wie schnell du welches Niveau erreichen willst!

Bei lebenden Sprachen sehe ich das aufgrund eigener Erfahrung sehr anders. Um sie wirklich zu lernen, mußt du ständig damit konfrontiert werden, und das vor allem passiv, d.h. während du andere Dinge tust wie Witze erzählen, Freunde treffen, beim Frisör sein, Arbeiten, Telefonieren, Einkaufen. D.h. es geht nur wenn du dort lebst. Simulieren kannst du das vielleicht durch Fernsehen und Radiohören. Ob du alles verstehst ist völlig egal, das kommt mit der Zeit von selbst. Unterricht in Kursen und Schulen mit Vokabelpauken und Übersetzen halte ich für sinnlos und falsch - der Lerneffekt ist nur vorübergehend (ist meine Meinung).

Gruß
datafox

Hallo Chris,

in deiner Frage hast du etwas ganz Entscheidendes vergessen!

Also: Wie lange braucht man im Durchschnitt täglich, um eine
neue Sprache (unbekannt) zu lernen (Universitätsniveau)?

Du hast nicht dazugeschrieben, wie viele Wochen/Monate/Jahre du dir dafür Zeit nehmen willst. Aber das ist doch entscheidend.

Englisch habe ich mit 4 Wochenstunden (wenn ich mich richtig erinnere) auf Universitätsniveau gelernt. Es hat aber auch so um die 10 Jahre gedauert.

Andere machen lieber mehrere Monate im Land einen Intensivkurs. Das ist mehr oder weniger Geschmackssache, finde ich. Ich lerne Sprachen lieber so schön langsam nach und nach, und irgendwann nach ein paar Jahren kann ich sie. Es geht sicher auch schneller.

Wie man den gesamten Zeitbedarf für das Erlernen einer Fremdsprache einschätzen muss, wüsste ich gerne selber mal. Ehrlich, ich wüsste auch gerne, wie viele Wörter ich eigentlich gelernt habe bzw. kann, ohne sie bewusst gelernt zu haben. Unmöglich, das zu sagen.

a) z. B. Latein/Griechisch oder Hebräisch oder so was
ähnliches

Das hier hat uns unser Hebräischlehrer letzte Woche vorgerechnet. Er nannte eine Gesamtstundenzahl, und ich habe das wieder auf die Zahl der Stunden pro Tag zurückgerechnet. Das Ergebnis war ernüchternd: Eine Stunde pro Tag! Jeden Tag! Nur einen Tag am Wochenende kannst du dir frei nehmen.

Na gut, momentan klappt’s sogar :wink: Liegt aber mehr daran, dass ich in der Arbeit keinen Spaß mehr daran habe, ins Internet zu gehen. Da fühle ich mich so beobachtet. Ein paar Blätter sind da unauffälliger, denn manchmal hat man eben doch Leerlauf.

b) Französisch/Japanisch/Arabisch oder so …

Ich habe mal einen Japaner gefragt, wie lange es denn dauert, bis man als Kind lesen gelernt hat. Er meinte, irgendwann in der 7. oder 8. Klasse kann man dann langsam Zeitung lesen. Soviel dazu.

Französisch ist einfacher. :wink:

Bei lebenden Sprachen sehe ich das aufgrund eigener Erfahrung
sehr anders. Um sie wirklich zu lernen, mußt du ständig damit
konfrontiert werden, und das vor allem passiv, d.h. während du
andere Dinge tust wie Witze erzählen, Freunde treffen, beim
Frisör sein, Arbeiten, Telefonieren, Einkaufen. D.h. es geht
nur wenn du dort lebst.

Das sehe ich anders. Natürlich sollte man für eine Zeitlang auch in dem entsprechenden Land leben, aber man kann schon sehr viel Vorarbeit leisten. Vokabeln muss man einfach irgendwann lernen. Ob man sie sich merkt, weil man sie mit einem bestimmten Erlebnis verknüpft, oder ob man sie sich einfach in sein Gedächtnis eingetrichtert hat, kommt letzten Endes aufs Gleiche raus. Nachher weiß man das Wort. Nur: Lernen geht schneller als wenn man immer erst auf eine entsprechende Situation wartet, in der man das Wort praktisch anwenden kann.

Ich denke mir halt immer: Mit Englisch hat es ja auch so geklappt. Ich habe einfach die Vokabeln gelernt, immer die Hausaufgaben gemacht, und irgendwann konnte ich die Sprache.

Unterricht in
Kursen und Schulen mit Vokabelpauken und Übersetzen halte ich
für sinnlos und falsch - der Lerneffekt ist nur vorübergehend
(ist meine Meinung).

Das mag von Person zu Person verschieden sein. Man hört das oft, dass man „alles wieder vergisst“. Ich habe diese Erfahrung nicht gemacht. Ich habe zwar das Gefühl, alles vergessen zu haben. So habe ich z.B. für mein Französisch wirklich seit Jahren nichts mehr getan. Hier und da habe ich mal ein paar Minuten TV5 geguckt oder es war mal ein Buch auf Französisch. Aber weiter habe ich nichts gemacht. Trotzdem, als man nun meinte, mir ein französisches Band diktieren zu müssen, habe ich festgestellt, dass ich zu meiner großen Überraschung damit überhaupt keine Schwierigkeiten hatte.

Übrigens: Übersetzt haben wir im Unterricht nie. Ob das richtig oder falsch ist, kann ich daher nicht beurteilen. … Auf alle Fälle halte ich es ab einem gewissen Sprachniveau für gut, nur noch in der Fremdsprache zu sprechen.

Schöne Grüße

Petra

Ich denke mir halt immer: Mit Englisch hat es ja auch so
geklappt. Ich habe einfach die Vokabeln gelernt, immer die
Hausaufgaben gemacht, und irgendwann konnte ich die Sprache.

WOW da muß ich echt sagen: Hut ab! Anscheinend bist du einfach begabt oder sehr sehr fleißig oder eher beides! Kannst du einen niveauvollen Text schreiben? Und Filme sehen?

Bei mir klappte es nicht! Ich habe 8 jahre Französisch gehabt und kann keinen einzigen Satz sagen und auch nicht viel verstehen zb. im Fernsehen. Weil ich es einfach nie brauche, nie höre, nie lese.

Was witzig ist:

Nach diesem Wortschatztest…

http://owad.de/owad-wordpower.php4

… soll ich angeblich „in einem englischen Land gelebt“ haben oder „viel mit Angelsachsen zu tun haben“ - beides trifft nicht zu!

Auf alle Fälle halte ich es ab einem gewissen Sprachniveau für
gut, nur noch in der Fremdsprache zu sprechen.

Ich finde, grade am Anfang soll man nichts anderes hören. Und niemand soll eine andere Sprache können bzw. es verweigern. Das ist „ideal“ (geht aber nicht immer - Faulheit!)

Gruß
datafox

Hi Chris,

Also: Wie lange braucht man im Durchschnitt täglich, um eine
neue Sprache (unbekannt) zu lernen (Universitätsniveau)?

es hängt zu einem nicht geringen Teil vom Talent ab.
Ich kenne Menschen, die setzen sich hin und lernen eine Sprache innerhalb eines halben Jahres, daß sie sich problemlos mit Muttersprachlern unterhalten können.
Ich für meinen Teil hab dieses Talent leider nicht.

Ein Durchschnittlich begabter Mensch sollte in zwei Jahren mit täglich ca. 2 h Training eine Sprache gut erlernen können.

Gandalf

N’Abend Chris,

ich erinnere mich an meinen Hebräischkurs - alttestamentliches Hebräisch über drei Monate. Da haben wir sechs bis sieben Stunden am Tag gepaukt, und manche Nacht hat auch dran glauben müssen.

Danach konnten wir einfache Texte so übersetzen, schwierigere mit Lexikon.

Gruß - Rolf

Bei lebenden Sprachen sehe ich das aufgrund eigener Erfahrung
sehr anders. Um sie wirklich zu lernen, mußt du ständig damit
konfrontiert werden, und das vor allem passiv, d.h. während du
andere Dinge tust wie Witze erzählen, Freunde treffen, beim
Frisör sein, Arbeiten, Telefonieren, Einkaufen. D.h. es geht
nur wenn du dort lebst. Simulieren kannst du das vielleicht
durch Fernsehen und Radiohören. Ob du alles verstehst ist
völlig egal, das kommt mit der Zeit von selbst. Unterricht in
Kursen und Schulen mit Vokabelpauken und Übersetzen halte ich
für sinnlos und falsch - der Lerneffekt ist nur vorübergehend
(ist meine Meinung).

Hallo datafox,

ich denke nicht, dass man systematischen Unterricht allein durch die Fisch-ins-Wasser-Methode ersetzen kann. Seit vierzig Jahren haben in Deutschland lebende Gastarbeiter Kontakt mit Deutschen, werden täglich mit deutschem Fernsehen berieselt und von ihren Kindern auf Deutsch angesprochen. Das Ergebnis ist fragwürdig. Darum jetzt auch die große Initiative, diese ganzen Leute in staatlich geförderte Kurse zu stecken usw. Ich habe erlebt, dass jemand nach einem Monat Intensivkurs etwa so gut deutsch sprechen konnte wie ein seit Jahrzehnten hier lebender Gastarbeiter, der viel Umgang mit Deutschen hatte.

Ich gebe Dir allerdings Recht für den Fall, dass man noch unter zwölf Jahre alt ist und in so ein „Becken“ geworfen wird - da ist das Sprachlernvermögen so groß, dass man auf systematischen Unterricht weitgehend verzichten kann.

Schöne Grüße,

Mohamed.

2 „Gefällt mir“

Ich denke mir halt immer: Mit Englisch hat es ja auch so
geklappt. Ich habe einfach die Vokabeln gelernt, immer die
Hausaufgaben gemacht, und irgendwann konnte ich die Sprache.

WOW da muß ich echt sagen: Hut ab! Anscheinend bist du einfach
begabt oder sehr sehr fleißig oder eher beides! Kannst du
einen niveauvollen Text schreiben? Und Filme sehen?

Na, ich glaube wenn man mir ein bisschen hilft, kann ich das vielleicht. *GG*

Du bist ja gut! :wink: Natürlich kann ich das, zumindest würde ich selber von meinen Texten behaupten wollen, dass sie niveauvoll sind. Wie das der Leser sieht, ist eine andere Sache.

Ich bin doch Übersetzerin, nur leider für die Sprachkombination E-D, D-E (wenn man mir das zutraut … ich finde D-E leichter, aber die Kunden sehen das oft anders).

Filme sehen könnte ich also durchaus, wenn ich denn immer welche hätte. Das Fernsehen hat ja den Vorteil, dass es umsonst und immer verfügbar ist, aber es hat auch einen entscheidenden Nachteil: Die senden hier alles auf Deutsch. :frowning:

Übrigens, mein allererster Satz auf Englisch im Ausland war „I lost it.“ Was ich da verloren hatte, war die Einreisebestätigung, die man unter allen Umständen gut aufheben sollte. Das hatte uns die Reiseleiterin extra eingeschärft. Und ich stand gerade mit meinen Eltern in Moskau am Zoll, und zwar im Jahr 1988. Wir wollten nun gerne wieder ausreisen.

Mich hat man zum Glück durch gelassen, aber den armen Kerl hinter mir haben sie dann genau gefilzt. Ich hoffe nur, er hatte seine Bestätigung nicht auch verloren …

Bei mir klappte es nicht! Ich habe 8 jahre Französisch gehabt
und kann keinen einzigen Satz sagen und auch nicht viel
verstehen zb. im Fernsehen. Weil ich es einfach nie brauche,
nie höre, nie lese.

Aha. Das ist ja interessant. … Na dann: Ab nach Frankreich :wink:

http://owad.de/owad-wordpower.php4

Den werde ich mir später mal zu Gemüte führen.

Auf alle Fälle halte ich es ab einem gewissen Sprachniveau für
gut, nur noch in der Fremdsprache zu sprechen.

Ich finde, grade am Anfang soll man nichts anderes hören. Und
niemand soll eine andere Sprache können bzw. es verweigern.
Das ist „ideal“ (geht aber nicht immer - Faulheit!)

Na ich weiß ja nicht. Uns haben die auch ein einsprachiges Lehrbuch verordnet, dass sie extra aus Israel importiert haben. Nicht nur, dass das Teil keine Vokabeln enthält - die Wörter sind noch nicht einmal punktiert. (Auch nicht, wenn sie einem zum ersten Mal begegnen.)

Wir hatten Hausaufgaben auf - oje, bis ich überhaupt mal kapiert hatte, was ich machen sollte! Eine Aufgabe hatten wir nicht auf. Das war auch gut so, denn aus der wäre ich nicht schlau geworden.

Wenn von den anderen Schülern jemand mitten während der Stunde grundlos Deutsch spricht (und vor allem, wenn der Lehrer das durchgehen lässt), nervt es mich aber sehr. Wir hatten da eine in unserem Spanischkurs, von der kam regelmäßig der Satz „das ist so kompliziert, das kann ich nicht auf Spanisch erklären“. *seufz* Nachdem unser Lehrer aus privaten Gründen die Gruppe aufgegeben hat, war ich auch recht schnell weg, denn die Frau ging mir mittlerweile sehr auf die Nerven. … Hm. … Ich muss mir wohl eine neue Gruppe suchen, damit ich in Form bleibe.

Übrigens, kann sein dass ich dir noch eine Mail schreibe.

Schöne Grüße

Petra

Hallo Chris

Was nützen dir Durchschnittswerte? Das Individuum weicht gerade beim Sprachenlernen mitunter weit vom Durchschnitt ab.

Als damals noch ungeübter Sprachenlerner habe ich ein Jahr lang Italienisch eine halbe bis 3/4 Stunde jeden Tag (7 pro Woche) gelernt und alles Neues auf Karteikarten geschrieben und auswendig gelernt. Alles ganz autodidaktisch mit Sprachkursen für Bücher und CD und mit einem Kurs für den Computer.
Nach einem Jahr war ich dann in der Lage, leichte Lektüre ohne Wörterbuch zu lesen und in Italien kam ich zurecht, ohne auf Englisch Zuflucht nehmen zu müssen. Der Aufenthalt in Italien half mir, flüssiger sprechen zu können, d.h. das vorhandene Wissen ohne lange Nachzudenken reproduzieren zu können.
Durch kontinuierliches Üben und Lesen und noch einige Kurse und Aufenthalte in Italien beherrsche ich heute, nach 5 Jahren, Italienisch auf Universitätsniveau, d.h. ich konnte an Seminaren fürs Hauptstudium locker meine Einsen kassieren.
Unterwegs habe ich aber auch noch andere Sprachen gelernt und beherrsche sie mittlerweile ganz gut.

Soweit meine Geschichte. Deine wird vermutlich ganz anders aussehen.
Das hängt davon ab, wie talentiert du bist, wie viel Spaß du beim Lernen hast, und wie kontinuierlich du lernst.

Gerade letzteres ist immens wichtig. Ich habe festgestellt, dass mein Gehirn nach einer halben Stunde Beschäftigung mit einer neuen Sprache aussteigt - d.h. die Datenmenge ist dann schon so groß, dass ich sie erstmal lernen, d.h. abspeichern muss, bis ich weitermachen kann.
Daher finde ich sowas wie 3h am Tag pauken auch Unsinn - aber das soll jeder selbst für sich herausfinden.

Und natürlich hängt es auch sehr von der Sprache ab.

Gruß, Tychi

was ist denn universitaetsniveau?

das kommt ganz auf die effektivitaet an, auf die sprache, auf das, was du von der sprache alles wissen moechtest.

selbst fliessende sprechen hat mehrere level.

wenn du taeglich 3 h mit einem muttersprachler lernst, kannst du’s nach nem halben jahr ausreichend, um die zu verstaendigen, nach einem jahr fliessend.

mfg:smile:
rene

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ich denke nicht, dass man systematischen Unterricht allein
durch die Fisch-ins-Wasser-Methode ersetzen kann.

Ich auch nicht! Ich entschuldige mich dafür, daß ich schlampig geschrieben habe! Es hätte heißen sollen: NUR mit systematischem Unterricht lernt man keine Sprache. Ich bin sehr wohl der Meinung, daß Unterricht gut und wichtig ist, aber erst, wenn man schon sprechen kann.

Seit vierzig
Jahren haben in Deutschland lebende Gastarbeiter Kontakt mit
Deutschen, werden täglich mit deutschem Fernsehen berieselt
und von ihren Kindern auf Deutsch angesprochen.

Ich habe da andere Erfahrungen gemacht, nämlich daß diese Gruppe Menschen ihre eigenen Medien etabliert bzw. Satellitenschüsseln benutzt, um ihren Kindern eine Umgebung zu bieten, die „ganz wie Zuhause“ ist. Logisch daß man dann nichts lernt. Familien sind ohnehin problematisch, wo BEIDE ELTERN nicht die Landessprache sprechen. Integration der Eltern halte ich in so einem Fall für ausgeschlossen, und die der Kinder für sehr erschwert.

Gruß
datafox

1 „Gefällt mir“

wenn du taeglich 3 h mit einem muttersprachler lernst, kannst
du’s nach nem halben jahr ausreichend, um die zu
verstaendigen, nach einem jahr fliessend.

Das wuerde ich lieber nicht so verallgemeinern. Das ist vieleicht bei Spanisch so oder English aber nicht bei Sprachen wie Japanisch, Chinesisch etc.

Viele Gruesse

Matti

mfg:smile:
rene

Hi,

da meine Frage hautsächlich „Sprachen“ zum Inhalt hat, hoffe
ich, hier richtig zu posten … sonst verzeiht mir bitte *g*

Also: Wie lange braucht man im Durchschnitt täglich, um eine
neue Sprache (unbekannt) zu lernen (Universitätsniveau)?

a) z. B. Latein/Griechisch oder Hebräisch oder so was
ähnliches

b) Französisch/Japanisch/Arabisch oder so …

Vielen Dank für eure Antwort

Chris

PS. Ich frage nur, weil mir drei Stunden am Tag zu viel
vorkommen …

was ist denn universitaetsniveau?

Diese Frage habe ich mir auch gestellt.
Im ersten Semester ist Uni-Niveau u.U. Anfänger-Stufe.
Aber auch am Ende eines Uni-Studiums, sagen wir der Spanischen Sprache, sind die Fähigkeiten oft niedriger als die eines aufgeweckten Bürschchens, das ein Jahr in Spanien gelebt hat. Es werden an der Uni spezielle Aspekte der Sprachbeherrschung geschult, die eher im Literarischen und Sprachwissenschaftlichen liegen als in der praktischen Sprachbeherrschung.

Gruß, Tychi

wenn du taeglich 3 h mit einem muttersprachler lernst, kannst
du’s nach nem halben jahr ausreichend, um die zu
verstaendigen, nach einem jahr fliessend.

Das wuerde ich lieber nicht so verallgemeinern. Das ist
vieleicht bei Spanisch so oder English aber nicht bei
Sprachen wie Japanisch, Chinesisch etc.

ja, da hast du recht. das schreibenlernen dauert da laenger.
das sprechen aber aufgrund der fehlenden grammmatik geht sogar schneller. keine endungen - keine konjugationen, keine deklinationen, keine zeitformen, keine faelle und demzufolge praepositionen.

mfg:smile:
rene

ja, da hast du recht. das schreibenlernen dauert da laenger.
das sprechen aber aufgrund der fehlenden grammmatik geht sogar
schneller. keine endungen - keine konjugationen, keine
deklinationen, keine zeitformen, keine faelle und demzufolge
praepositionen.

Wenn japanisch so einfach ist wie du schreibst, dann sind die ganzen Auslaender die hier Jahre wohnen und pauken und trotzdem noch Schwierigkeiten mit der Sprache haben einfach bloed nicht? Ich gehoere da uebrigens dazu, denn ich wohne schon vier Jahre hier und habe immernoch einige Schwierigkeiten. Sehr viele Leute geben ab einem bestimmten Level auf und viele dieser Leute sind hochintelligent.
Da bin ich ja froh, dass es in Deutschland Leute gibt die so schlau sind, die Sprache in einem halben Jahr fliessend sprechen zu wollen und sich so gut ueber nichtvorhandene Zeitformen und Endungen auskennen. An deiner Stelle wuerde ich hierherkommen. Du kannst dann innerhalb kuerzester Zeit einen Haufen Geld als Dolmetscher verdiehnen und wirst hier als Talent in jeder TV show auftreten!

Gruss Matti

mfg:smile:
rene

ja, da hast du recht. das schreibenlernen dauert da laenger.
das sprechen aber aufgrund der fehlenden grammmatik geht sogar
schneller. keine endungen - keine konjugationen, keine
deklinationen, keine zeitformen, keine faelle und demzufolge
praepositionen.

Wenn japanisch so einfach ist wie du schreibst, dann sind die
ganzen Auslaender die hier Jahre wohnen und pauken und
trotzdem noch Schwierigkeiten mit der Sprache haben einfach
bloed nicht? Ich gehoere da uebrigens dazu, denn ich wohne
schon vier Jahre hier und habe immernoch einige
Schwierigkeiten. Sehr viele Leute geben ab einem bestimmten
Level auf und viele dieser Leute sind hochintelligent.
Da bin ich ja froh, dass es in Deutschland Leute gibt die so
schlau sind, die Sprache in einem halben Jahr fliessend
sprechen zu wollen und sich so gut ueber nichtvorhandene
Zeitformen und Endungen auskennen. An deiner Stelle wuerde ich
hierherkommen. Du kannst dann innerhalb kuerzester Zeit einen
Haufen Geld als Dolmetscher verdiehnen und wirst hier als
Talent in jeder TV show auftreten!

erstens habe ich geschrieben, dass es viele nuancen des fliessend sprechen gibt.
fliessend sprechen heisst nicht, dass du alle vokabeln kannst.wenn du dich im alltag sehr gut zurechtfinden kannst, dich mit auslaendische freunden, lehrern usw. gut unterhalten kannst, sprichst du fliessend-selbst wenn dir vokabeln fehlen.

zweitens ging es darum, dass der fragesteller 3h am tag uebt. ich moechte den menschen sehen, der das konsequent tut…das ist verdammt viel und auf das jahr gerechnet sind das 1195 stunden. [so viel rede ich nicht mal deutsch]
danach kannst du fliessend sprechen, wenn du mit muttersprachlern[3stunden taeglich] zusammen bist[und natuerlich du der mittelpunkt ihrer aufmerksamkeit bist!!!].

die auslaender, die ich kenne, versammeln sich in kleinen auslaendergruppen, in denen sie ihre heimatssprache sprechen. das ist der totfeind des sprachelernens.

alles andere haengt natuerlich von deiner definition von fliessend ab. wenn du makelloses sprechen in jeder situation meinst, brauchst du locker 10 jahre.

DAS gilt aber genauso fuer franzoesisch oder spanisch usw. da ist keine sprache einfach, denn das, was in europa konjugation/deklination ist, ist dort die betonung.

von redewendungen mal abgesehen.

du musst auch einen unterschied zwischen schreiben und sprechen machen - beim asiatischesprachenlernen. beim europaeischesprachelernen brauchst du es nicht, denn du kannst schon schreiben.

mfg:smile:
rene

Sprache im TV; Radio hören, Internet…

Ich ich finde schon, daß das sehr viel bringt, wenn man wirklich interessiert und motiviert ist.
Gastarbeitet haben eben genrell wenig Motivation und auch ihr heimländischen Mendiesn präsent.

Sicherlich kann man eine Sprache nicht nur dadurch lernen, in dem man TV sowie Radio schaut, aber ich finde schon, daß einem dies einen imensen Bonus beim Sprachenlernen verschafft. Zumindest kann es nichs schaden.
Beispielsweise kann man sich ja aktiv mit dem Medien auseinandersetzen. Es ist doch eigentlich mal ganz interessant zu wissen, was Madonna und andere Superstars so singen… Da kann man dann ja gleich mal an interessanten Texten das Übersetzen üben…

Ich jedenfalls habe das Gefühl, durch die permenente Beschallung der Spanischen Sprache habe ich die Vokabeln irgedwie schneller lernen können, da sie mir schon irgendwie bekannt vorkamen bzw. zumindest nich mehr so unbekannt… Außerdem finde ich haben sich bestimme Grammatikstukturen in mein Hirn gebrannt. Da weiss ich eben so, daß es so ist, daß man das nun so sagt, weil man es eben oftmals so sagt usw… und brauche keine Regel.

Meiner Meinung macht die Kombination aller verfügbaren Medien die perfekte Mischung aus.
Ich lasse mich aber auch sehr gerne noch Tipps geben.
Bin ja schließlich noch Anfänger im Spanischen.

Was mir auch aufgefallen ist, ist daß ich nun genauer egal um welche Sprache es sich handelt, zuhören kann.
Ich lerne seit 5 Jahren kein aktives Englisch mehr, aber durch das Spanische hat sich das passive Englisch, sprich wenn ich Texte höre, eigentlich ehr verbessert, das viel Sprachen gleiche Wörter haben, die man eben nur minimal anders ausspricht…