Hallo an alle!
Ich habe ein Problem, was an sich „lächerlich“ klingt, mir umzusetzen aber enorme Schwierigkeiten bereitet.
Ich beschreibe dieses Problem einmal mit festen Uhrzeiten, wobei diese jetzt nicht als extrem starr angesehen werden sollen.
Ich möchte es lernen, eine bestimmte Aufgabe (in diesem Fall das Schreiben) zu einer bestimmten Zeit anzufangen.
Und zwar genau um diese Zeit.
Sagen wir einmal, ich nehme mir vor, um 18 Uhr mit meinem Arbeitsalltag aufzuhören, von 18 - 18.30 Uhr meinen Schreibtisch aufzuräumen und von 18.30 bis 20.00 Uhr dem Schreiben nachzugehen,
Aber ich bekomme es nicht hin.
Ich schaffe es nicht, weil ich irgendwie noch am Hin- und Herwuseln bin. Sei es, dass ich noch was im Haushalt machen muß, sei es, das ich im Internet noch die eine oder andere Aufgabe erledigt wissen will, sei es, dass Verlockungen wie z.B der Fernseher mich schwach werden lassen.
Hat jemand einen Tipp, was man machen kann, um wirklich um 18 Uhr „den Bleistift fallen zu lassen“ und sich ab 18.30 Uhr dann nur noch mit der einen Sache zu beschäftigen ?
LG und dankeschön im voraus
Michael Vogl
Hallo Michael,
das Problem kenne ich. Gelöst habe ich es noch nicht. Immer noch erledige ich die viele Sachen erst auf den letzten Drücker (oder gar nicht). Das finde ich inzwischen ganz normal. Ich sage mir: Wenn ich es gar nicht schaffe, dann war es mir auch nicht wirklich wichtig. Das „Ich will“ hat nämlich verschiedene Aspekte: Wenn es „Ich sollte“ oder „Ich würde gerne“ bedeutet, ist es nicht wirklich wichtig. Da ist dann der innere Schweinehund stärker. Wenn du es schaffst, wirklich zu sagen „ICH WILL“, dann fang sofort damit an. Wenn dir etwas wirklich wirklich wichtig ist, wirst du es auch tun. Von starren Zeiten halte ich persönlich nicht viel, sie verstärken nur den Zwang. Und dem setzt man dann innerlich noch mehr Widerstand entgegen.
Für die konkrete Situation: Räum den Schreibtisch schon im Laufe des Tages auf, dann ist diese Hürde schon mal beseitigt und du kannst dich auf den guten Teil freuen. Wenn der Haushalt erledigt ist und der DVD-Rekorder programmiert ist, koch dir einen guten Tee und setze dich an den Schreibtisch, egal wie spät es ist. Achte nicht auf die Uhrzeit und schreibe so lange wie du möchtest, egal ob es 5 Minuten oder 5 Stunden sind.
Im Moment baust du dir zu viele Hürden (feste Uhrzeit, vorher Aufräumen, jeden Tag) auf, die vor deinem eigentliche Ziel stehen. Bau die Blockaden ab und sag „ICH WILL“, dann könnte es klappen. DU bist der einzige, der hier aktiv ist.
Viel Erfolg und herzliche Grüße,
Sigrid
Hallo an alle!
Ich habe ein Problem, was an sich „lächerlich“ klingt, mir
umzusetzen aber enorme Schwierigkeiten bereitet.
Ich beschreibe dieses Problem einmal mit festen Uhrzeiten,
wobei diese jetzt nicht als extrem starr angesehen werden
sollen.
Ich möchte es lernen, eine bestimmte Aufgabe (in diesem Fall
das Schreiben) zu einer bestimmten Zeit anzufangen.
Und zwar genau um diese Zeit.
Sagen wir einmal, ich nehme mir vor, um 18 Uhr mit meinem
Arbeitsalltag aufzuhören, von 18 - 18.30 Uhr meinen
Schreibtisch aufzuräumen und von 18.30 bis 20.00 Uhr dem
Schreiben nachzugehen,
Aber ich bekomme es nicht hin.
Ich schaffe es nicht, weil ich irgendwie noch am Hin- und
Herwuseln bin. Sei es, dass ich noch was im Haushalt machen
muß, sei es, das ich im Internet noch die eine oder andere
Aufgabe erledigt wissen will, sei es, dass Verlockungen wie
z.B der Fernseher mich schwach werden lassen.
Hat jemand einen Tipp, was man machen kann, um wirklich um 18
Uhr „den Bleistift fallen zu lassen“ und sich ab 18.30 Uhr
dann nur noch mit der einen Sache zu beschäftigen ?
Ja - zum einen nimmst du dir das innerlich ja eh schon vor und fokussierst dich gedanklich darauf, dann beendest du um die gewünschte Uhrzeit alles andere - es braucht sicher eine gewisse Übergangszeit um die Fetsplatte im Kopf zu löschen (ca.30-60min) und das was du machen möchtest einzuspielen, und dann kann es losgehen und je mehr sich im Kopf das ausbreitet womit du dich beschäftigen willst umso mehr wird der rest ausgeblendet. Bildlich gesprochen ist das wie die Konzentration auf diese 3d Bilder die es vor geraumer zeit mal im Buchhandel gab, nur wenn man sich darauf einlässt sich konzentriert und den blick hält war man in der lage die 3 dimensionalen bilder zu sehen
viel erfolg
m.
LG und dankeschön im voraus
Michael Vogl
Hallo!
Ich möchte es lernen, eine bestimmte Aufgabe (in diesem Fall
das Schreiben) zu einer bestimmten Zeit anzufangen.
Und zwar genau um diese Zeit.
Sagen wir einmal, ich nehme mir vor, um 18 Uhr mit meinem
Arbeitsalltag aufzuhören, von 18 - 18.30 Uhr meinen
Schreibtisch aufzuräumen und von 18.30 bis 20.00 Uhr dem
Schreiben nachzugehen,
Aber ich bekomme es nicht hin.
Warum willst du dich denn auch in solch ein Korsett pressen?
Und schreiben nach Plan? Falls das ein kreatives Schreiben sein soll: Vergiss es. Das funktioniert nicht nach Terminplaner.
Ich schaffe es nicht, weil ich irgendwie noch am Hin- und
Herwuseln bin. Sei es, dass ich noch was im Haushalt machen
muß , sei es, das ich im Internet noch die eine oder andere
Aufgabe erledigt wissen will, sei es, dass Verlockungen wie
z.B der Fernseher mich schwach werden lassen.
Im Haushalt „musst“ du nicht wirklich was tun, wenn das Schreiben wichtiger ist. Und dass der Fernseher dich rumkriegt zeigt imhO, dass du vor irgendwas davonrennst.
Dann überleg doch bitte mal - und horch ganz tief in dich hinein - warum dir das eine soo wichtig erscheint, aber dein Inneres sich doch trotzdem dagegen wehrt?
Willst du irgendeinem Idealbild, z.B. von Disziplin, entsprechen? Dann frag dich, warum (oder für wen) du so sein willst, warum du so nicht bist und warum du das aber nicht akzeptieren kanns!
Ich finde, du solltest dich nicht so von einem Terminplan terrorisieren lassen, sondern mehr auf deine innere Stimme hören, die dir sagt, was gut für dich ist zu tun und zu lassen.
Alles Gute
wünscht
ChrisTine
Hi Michael,
bin kein Psychologe, aber für mich klingt Dein Text erstmal so, daß Du auf Dich selbst einen Druck ausübst, nämlich, Du „mußt“ zu einer bestimmten Zeit schreiben.
Bekannt ist ja, daß Dein „innerer Schweinehund“ sich alles mögliche einfallen lässt, um Dich (an Deinem Weiterkommen) zu behindern, mit belanglosen Dingen wie Haushalt, Internet, eben wie Du es geschrieben hast.
Versuch mal, alles „zwangloser“ anzugehen, freu Dich auf das Schreiben, bereite Deinen Schreibtisch für Dich vor, stell Dinge, die Du wirklich magst, hin, vielleicht Blumen, ein Foto, selbst ein Stofftier, egal, alles, was Dir einfällt. Stell Dir Dein Schreiben als Dein persönliches Ritual vor, daß Dir gut tut und Deine Kreativität wachsen lässt.
Mal es Dir ein paar Tage aus und dann fang an.
Viel Erfolg!
lG, cailan
Hallo,
auch ich kenne dieses Problem… bei mir helfen 2 Dinge
- Zeit einplanen die mich das machen lassen, was mich ablenken könnte (Haushalt z.B., da plane ich jeden morgen etwas Zeit ein um grob Ordnung zu machen und verschiebe den Rest auf Samstags um „Grossreinezumachen“)
- Räumliche Distanz schaffen. Also nicht im Wohnzimmer zu arbeiten, sondern im Büro (in der Wohnung, vorher überlegen was ich brauche [Essen, Trinken,Schreibzeug] und alles mitnehmen und dann Tür zu und die nächsten 2 Stunden nich rauskommen) oder in der Bibliothek (funktioniert für mich noch besser da ist nämlich nix was mich ablenkt, ausser den Leuten die man trifft, aber da konsequent Gespräche auf 10 min. in den pausen zu beschränken funktionierte auch recht schnell
)
Ausser dem „selber austricksen“ hab ich noch keine Lösung gefunden, aber so funktioniert das für mich sehr gut.
Gruss Backs
Guten Morgen Sigrid!
Vielen lieben Dank für die Antwort (und gleichzeitig eine Entschuldigung, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich war Wochenende außer Haus und bin erst am Sonntag spät wiedergekommen)
Das „Problem“ mit der festen Uhrzeit ist, dass mir gesagt wurde, dass man bei festen Uhrzeiten eine Routine bekommt, die wichtig ist für jene Arbeit, die man dann machen will.
LG und nochmal dankeschön
Michael Vogl
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Guten Morgen Mut!
Vielen lieben Dank für die Antwort (und gleichzeitig eine Entschuldigung, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich war Wochenende außer Haus und bin erst am Sonntag spät wiedergekommen)
Die 3-D-Bilder kenne ich sogar noch
Wurden damals gekauft wie geschnitten Brot.
Jedenfalls: wenn ich Sie richtig verstehe, dann sollte ich mir zwar eine Uhrzeit vornehmen, davor aber eine Stunde Pause lassen, richtig ?
Ich werde es ausprobieren.
LG und nochmal ein dickes Dankeschön
Michael Vogl
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Guten Morgen ChrisTine!
Vielen lieben Dank für die Antwort (und gleichzeitig eine Entschuldigung, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich war Wochenende außer Haus und bin erst am Sonntag spät wiedergekommen)
Warum ich in diesen Zeiten denke, weiß ich: das habe ich einem Familienmitglied zu verdanken, dass mich dahingehend erzogen hat (mach sofort, mach schnell, sei immer 2 Stunden vor einem Termin da als 1 Minute zu spät).
Was das Korsett angeht: ich glaube, man wird von vornherein in ein solches gezwängt (Ich erinnere mich an meine Schulzeit: da hatte ein Schüler um 7.15 Uhr „zu funktionieren“)
Ich räume allerdings ein: ich bin seltsam, ich „funktioniere“ anderes…
LG und nochmal ein dickes Dankeschön
Michael Vogl
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Guten Morgen cailan!
Vielen lieben Dank für die Antwort (und gleichzeitig eine Entschuldigung, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich war Wochenende außer Haus und bin erst am Sonntag spät wiedergekommen)
Das klingt so einfach. Aber prinzipiell haben Sie recht: Nur wer anfängt, kann etwas schaffen.
LG und nochmal ein dickes Dankeschön
Michael Vogl
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Guten Morgen Backs
Vielen lieben Dank für die Antwort (und gleichzeitig eine Entschuldigung, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich war Wochenende außer Haus und bin erst am Sonntag spät wiedergekommen)
Das mit dem woanders arbeiten kenne ich auch, nur aufgrund meiner räumlichen Situation klappt das nicht. Prinzipiell bräuchte ich dann jemanden, der mich einschließt, aber den habe ich nicht 
Trotzdem versuche ich es einmal.
LG und nochmal vielen lieben Dank
Michael Vogl
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irrtum
hi,
Warum willst du dich denn auch in solch ein Korsett pressen?
Und schreiben nach Plan? Falls das ein kreatives Schreiben
sein soll: Vergiss es. Das funktioniert nicht nach
Terminplaner.
sorry, NUR SO funktioniert es!
wer glaubt, dass schreiben sozusagen „passiert“ wenn dem autor danach ist, der irrt gewaltig. nichts ist beim schreiben so wichtig wie disziplin. das heißt ja nicht, dass jedesmal, wenn etwas diszipliniert geschrieben wird, auch was brauchbares dabei rauskommt. aber OHNE disziplin kommt gar nix.
die vorstellung, dass es kreativität ist, wenn man ohne regeln und vorgaben etwas zu papier bringt, ist schlichtweg falsch.
Dann überleg doch bitte mal - und horch ganz tief in dich
hinein - warum dir das eine soo wichtig erscheint, aber dein
Inneres sich doch trotzdem dagegen wehrt?
DAS ist schon eher ein ansatz.
Willst du irgendeinem Idealbild, z.B. von Disziplin,
entsprechen?
hat damit nix zu tun, sondern einfach von der simplen erkenntnis, dass von nix nix kommt.
Dann frag dich, warum (oder für wen) du so sein
willst, warum du so nicht bist und warum du das aber nicht
akzeptieren kanns!
sorry, das ist gutmenschgeschwafel.
Ich finde, du solltest dich nicht so von einem Terminplan
terrorisieren lassen, sondern mehr auf deine innere Stimme
hören, die dir sagt, was gut für dich ist zu tun und zu
lassen.
wie gesagt, disziplin hat durchaus einen sinn, wenn man ergebnisorientiert arbeiten will. gerade für sich selbst.
gruß
ann
hallo an dich,
ich kenne dein problem und finde es gar nicht lächerlich. auch ich kämpfe damit sehr.
noch schlimmer: weil ich lange zeit nur als hobby bzw. nebenberuflich geschrieben habe, bringe ich jetzt, da es mein broterwerb ist, nichts vor spätabends zu papier, wenn ich früher normalerweise feierabend hatte.
Hat jemand einen Tipp, was man machen kann, um wirklich um 18
Uhr „den Bleistift fallen zu lassen“ und sich ab 18.30 Uhr
dann nur noch mit der einen Sache zu beschäftigen ?
es hilft wirklich nur die strenge einhaltung von selbstauferlegter disziplin.
mache dir täglich eine liste mit dem, was du tun willst. möglichst mit zeitangaben.
kaufe dir eine kurzzeituhr und stelle sie genau entsprechend der augenblicklichen tätigkeit ein.
kein internet! ziehe den stecker aus dem modem oder router. bis die uhr piept, machst du bitte nichts anders, als du dir vorgenommen hat - komme, was da wolle! (einzige ausnahmen: briefträger mit einschreiben - was aber so spät nicht mehr kommen wird - und haus brennt.)
übe das immer wieder. es wird jeden tag besser gehen. weiche auch an dem tag nicht von deiner liste ab. wenn sich der ablauf nicht als optimal herausstellen sollte, kannst du es ja für den nächsten tag korrigieren.
voraussetzung dafür ist natürlich, dass deine familie, so du eine hast, das auch respektiert. verschaffe dir diese freiräume, wenn du sie noch nicht hast.
wenn dein problem aber (oder auch) die berühmte angst vor dem weißen papier ist, dann gibt es zusätzlich noch andere tricks, z.b. niemals am abend mit einem ganzen satz enden, niemals mit einer kompletten seite/einem kompletten kapitel (so muss man am nächsten tag neu überlegen, wie es weitergehen soll und kommt meist zu besseren ergebnissen als zuvor).
und: kein tag ohne zeile - komme da, was wolle!
viel erfolg
ann
übrigens, michael
du brauchst nicht immer den ganzen vorgehenden text zu zitieren.
Hey du,
mir gehts krass genauso, und zu arbeiten fange ich echt nur dann wenn ich mir ehrlich gegenüber mir selbt klarmache, dass es kein Problem ist die Sache jetzt zu erledigen, und ich jederzeit aufhören kann wenn die Motivation oder Konzentration schwindet.
Wenn du eine überdimensionale Disziplin entwickelt setzt du ja nur noch mehr Zwang auf deine Schultern und das ist genau das wovor dein Freiheitsgeist ständig zu fliehen versucht! Es hat ja schon seinen Grund dass es dich vor geplanten Aufgaben abstöst - Du entfremdest dich vor dir selber weil dein einer Teil eine Art „Chefposition“ entwickelt hat, während der Arbeiterteil vor diesem „Chef“ flüchtet. Dh zu zerstückelst dich selber (nicht zu wortwörtlich nehmen
)
´Geh wirklich lieber mit einer positiveren Einstellung an deine Aufgaben ran, mach dir klar dass es dir Spaß macht und ein Teil deiner Selbstverwirklichung ist und du jederzeit eine Pause machen kannst (bis dahin hast du hoffentlich schon genug Ehrgeiz entwickelt dass du garkeine Pause mehr machen willst
)
Motivierende Grüße
Helga
so isses
Hi,
sorry, NUR SO funktioniert es!
wer glaubt, dass schreiben sozusagen „passiert“ wenn dem autor
danach ist, der irrt gewaltig. nichts ist beim schreiben so
wichtig wie disziplin. das heißt ja nicht, dass jedesmal, wenn
etwas diszipliniert geschrieben wird, auch was brauchbares
dabei rauskommt. aber OHNE disziplin kommt gar nix.
Das kann ich dreifach unterstreichen… Und es geht nicht nur der schreibenden Zunft so - das gilt für alle „kreativen“ Prozesse.
Ich hatte mal ne Töpferin, die in meinen Keller eingezogen ist, um dort zu arbeiten. Nach dem Einzug passierte gar nichts. Nach drei Monaten fragte ich dann mal nach, was denn mit dem Schaffen sei und sie meinte: Naja, Kreativität kann man nicht erzwingen!
Und man kann doch!
Das, was Du hier schreibst, Michael:
Warum ich in diesen Zeiten denke, weiß ich: das habe ich einem Familienmitglied zu verdanken, dass mich dahingehend erzogen hat (mach sofort, mach schnell, sei immer 2 Stunden vor einem Termin da als 1 Minute zu spät).
ist nix als ne faule Ausrede. entweder man empfindet das als einen guten Rat - und dann folgt man dem - oder man hakt ihn als unwirksam oder gar kontraproduktiv ab - Du bist doch erwachsen, oder?
Ich als Bildhauerin kenne das Phänomen sehr gut. Und meine Lösung ist:
Ich gehe Punkt 10 Uhr ins Atelier. Egal, ob mich nun eine tolle Idee treibt oder ich in totaler Leere erstarrt bin. Und meine „Arbeitszeit“ geht dann bis zwei. Arbeitszeit deshalb in Anführungszeichen, da ich mich einfach zwinge, dort zu bleiben. Und wenn ich nicht arbeite, weil ich keinen Anfang finde oder nicht voran komme, dann tue ich nichts. NICHTS! Und meine Erfahrung ist: Es dauert nicht lange, da startet der Schaffensprozess von allein (meistens *g). Für den Nachmittag habe ich eine weitere Arbeitszeit eingeplant - die ist aber optional. Und wenn es am Vormittag gut lief, läuft es am Nachmittag meistens automatisch weiter.
Frohes Schaffen
wünscht
Anja
die wegen eines Arzttermins heute mal nicht ins Atelier geht - die absolute Ausnahme!
Moinsen! 
Äh…kenne ich Sie nicht auch von lettern ?
Die Tricks und Tipps mit der Uhr finde ich gut und versuche, ihn auch umzusetzen.
Vielen lieben Dank für die superlange Antwort 
LG
Michael
du brauchst nicht immer den ganzen vorgehenden text zu
zitieren.
Sorry, habe einfach nur auf Antwort schreiben geklickt und dann losgetippt. Ans Löschen habe ich nciht gedacht. *Schäm*
Hallo Frau Schneider!
Ich finde, da haben Sie sehr viel Wahres geschrieben. Mein Kompliment.
Auch wenn das ganze nicht so einfach umzusetzen ist, so werde ich es auf jeden Fall versuchen.
Vielen lieben Dank für die ganze Mühe.
LG
Michael Vogl
Hi Michael,
ich gehöre leider auch nicht zu den top-disziplinierten Menschen…das vorne weg gesagt.
Ich versuche, so fern es möglich ist, mich nicht mehr in dieses künstliche Korsett zu quetschen.
Ich meine das wie folgt:
Wenn ich weiß, ich muss verschiedenen Amtskram erledigen, dann nutze ich einen Tag, an dem ich nicht Arbeiten gehen muss (meistens also das Wochenende). Da schlafe ich ein bischen länger als zur Arbeitszeit und setze mich mit 'ner Tasse Kaffee hin, ohne erst lange darüber nachzudenken, ob ich zu dem Amtskram (oder dem Lernen, dem Hauskram oder was auch immer) Lust habe oder nicht, und mache es einfach. Da schaffe ich meistens eine große Menge, oft mehr als ich mir vorgenommen hatte.
Sollte ich das gleiche abends nach der Arbeit machen, könnte ich mich zwar dazu zwingen, aber ich bräuchte dreimal so lange und hätte wahrscheinlich auch noch Fehler u.d m. darin. Also völlig uneffektiv. Für mich zumindest.
Ansonsten versuche ich mir bestimmte Aufgabenkomplexe, die so anstehen, in virtuelle Päckchen zu packen und wirklich nur eins zu einer bestimmten Zeit aufzumachen, damit ich mich nicht wieder mit mehreren Sachen verzettele.
Und von außen vorgegeben Termine einzuhalten ist etwas anderes, als wenn ich mir selbst Zeiten vorschreibe. Auf erstere würde ich quasi ferngesteuert eingehen und meine jetzige Tätigkeit unterbrechen, um rechtzeitig einen Termin wahrnehmen zu können.
Sage ich mir jedoch selbst, 18 Uhr ist stop, ohne gewichtigen Grund, und ich bin gerade so im „flow“ drin - wozu?
Um sich zu drillen?
Hm.
Ja ich weiß, mit der Uhrzeit meintest du es nicht so streng.
Gruß Sulamith