Lernmittelfreihet?

Guten Abend zusammen,

mein Sohn geht in Baden-Württemberg auf ein „normales“ Gymnasium in die 11. Klasse.
Heute teilte er mir mit, er bräuchte 80.- € für einen Taschenrechner für Mathematik. Soll ein Super-Sonder-Teil mit graphischen Funktionen und Display sein. Und das für jemanden, der sich aus guten Gründen für den sprachlichen und nicht für den naturwissenschaftlichen Zweig entschieden hat.
Ich bin aus allen Wolken gefallen und habe mich fürchterlich aufgeregt. Zumal er mir eine Stunde vorher gesagt hat, für das Französisch-Cahier bräuchte er 10.- €.
Ich bin mit 2 Kindern alleinerziehend - da kann sich jeder vorstellen, wie gerne ich solche Mitteilungen habe.
Ist das rechtlich überhaupt zulässig? Ich denke, wir haben in BW Lernmittelfreiheit? Die Summen, die für die angeblichen kleine Teile zusammen kommen, sind schon enorm, und jetzt was für 80.- €??!!
Ich werde morgen den Rektor anrufen.

Vielleicht könnt ihr mir ja mal sagen, was ihr davon haltet. Wäre sehr nett.

Liebe Grüße

Jorge

Hallo,

ich kenn mich nur in Hessen gut aus, aber über das Kultusministerium Ba-Wü kannst du bestimmt ähnliche Informationen finden.
Für Hessen heißt es z.B.:
„Nach dem Schulgesetz sind jedoch auch einige Gegenstände, die in der Schule Verwendung finden, von der Lernmittelfreiheit ausgenommen. Sie müssen von den Schülerinnen und Schülern selbst mitgebracht werden. Dazu gehören z.B. Schreib- und Zeichenmaterial, Schreib- und Zeichengeräte, Musikinstrumente, Taschenrechner etc.“

Jedenfalls ist es an der Schule, an der ich arbeite (in Hessen) üblich im Jahr ungefähr 100 Euro zu bezahlen (das beinhaltet aber alle Hefte, alle Kunstmaterialien, alle Arbeitsbücher*, die übers Jahr benutzt werden). Auch für meine Söhne zahle ich zu Beginn des Schuljahres etliches an Papiergeld, Arbeitsbücher etc.

Gruß
Elke

* Arbeitsbücher sind diese Begleitbücher, in die direkt hineingeschrieben wird, die also für jeden Schüler nur einmal zu nutzen sind

Hallo,

eigentlich istie Sache klar: Wenn es sich um ein notwendiges Lernmittel handelt, dann muss dieses vom Schulträger beschafft und bezahlt werden.
Siehe auch hier:
http://www.gew-bw.de/Binaries/Binary5010/Lernmittel-…

Aber seien Sie beruhigt: Ich arbeite auch an einer Schule in BaWü und darf und muss mir die meisten Bücher privat kaufen und bezahlen. Natürlich auch sämtliche Büromaterialien inklusive Toner, Drucker usw. Da kommen pro Jahr regelmäßig 200 bis 300 Euro zusammen.

Was hat der nette Schulleiter bei Ihrem Anruf denn geagt? Würde mich interessieren.

Hi,

also erstma vorweg, diese Taschenrechner sind inzwischen standard und alle Aufgaben (incl Abiaufgaben) darauf ausgelegt, ohne hätte er im Abi also einen nicht aufzuholenden Nachteil (außer er kann Kurven im Kopf zeichnen und Punkte identifizieren).

Ich kann verstehen, dass das ein Haufen Geld ist. Aber mal ein nützlicher Vorschlag: versuch einen gebrauchten Taschenrechner von einem älteren Schüler (die selben Rechner gibt es in Bayern auch an Realschulen, und die brauchen sie nach dem Abschluss auch nicht mehr) oder bei Ebay günstiger zu bekommen. Ausserdem muss es meist nicht exakt das selbe Modell sein (wenn er Mathe nicht vertieft hat) ein Vorjahres Modell reicht locker aus. Ich kenne Eltern, die über mehrere Schulen hinweg, mit den Abschlussschülern eine art Flohmarkt für solche sachen veranstalten, z. B. auch mit Kunstutensilien, Formelsammlungen, Atlanten und was man halt noch so alles braucht. Wenn man in den entsprächenden Fächern kein vertieftes Abi machen will reichen die 2-3 Jahre alten Sachen auch.

Ausreden wirst du das dem Direktor kaum, weil es wie gesagt so im Lehrplan vorgesehen ist und auch alles darauf abgestimmt wird, und mal eben 20 Klassensätze davon anschaffen kann er ja schließlich auch nicht. (zumindest bei uns, BW weiß ich nicht, aber ich denke das wird nicht anders sein)

Die wirkliche Lehrmittelfreiheit gibt es doch eh nicht mehr, wenn ich da an das Büchergeld denke…

Babel
PS: ich weiß das ich nichts zur grundsätzlichen Problematik beigetragen habe, aber vielleicht findest du meinen Vorschlag ja praktisch

hallo

zur lernmittelfreiheit in deinem bundesland und ob der taschenrechner auch darunter fällt, kann ich dir leider nichts sagen. ich war nur auch mal in der situation mir einen damals 130 mark teuren taschenrechner anzuschaffen (bzw. meine eltern waren das). erstmal ganz richtig, wie mein vorposter schon geschrieben hat, ein gebrauchter tuts auch. und ob das ding beim abi dann 5 oder 6 jahre alt ist, ist nicht so schlimm, aber er wird den taschenrechner brauchen und zwar möglichst auch den gleichen, denn an dem wird das arbeiten erklärt. und das erschöpft sich nicht bei " 5 + 3 = 8", sondern es hilft ungemein den taschenrechner für eine kurvendiskussion zur hand zu haben um sich wenigstens mal einen eindruck von der funktion zu verschaffen, und ergebnisse zu haben, die immerhin 1 pkt. bringen, auch wenn man den rechenweg vielleicht nicht rausbekommt. ich nutz meinen heute noch.

gruß
yvi

sondern es hilft
ungemein den taschenrechner für eine kurvendiskussion zur hand
zu haben um sich wenigstens mal einen eindruck von der
funktion zu verschaffen, und ergebnisse zu haben, die immerhin
1 pkt. bringen, auch wenn man den rechenweg vielleicht nicht
rausbekommt. ich nutz meinen heute noch.

Kann es sein, dass „normale“ Abiturienten leichter haben als Leute wie ich, die Fachoberschule besucht haben? Dort gab es selbstverständlich Kurvendiskussionen, Extremwertaufgaben usw…aber das wurde quasi alles von „hand“ gerechnet. Ohne Grafikschnickschnacktaschenrechner. Da hat das Modell für 10€ gereicht.

Hallo,

Kann es sein, dass „normale“ Abiturienten leichter haben als
Leute wie ich, die Fachoberschule besucht haben? Dort gab es
selbstverständlich Kurvendiskussionen, Extremwertaufgaben
usw…aber das wurde quasi alles von „hand“ gerechnet. Ohne
Grafikschnickschnacktaschenrechner. Da hat das Modell für 10€
gereicht.

ich glaube, das ist bundeslandabhängig. Bei uns (Bayern) waren auch Taschenrechner verboten, die sowas wie Kurvendiskussion konnten…

Ehrlich gesagt erschließt sich mir der Zweck solcher Taschenrechner auch nicht ganz. Meiner Meinung nach wird damit weder Rechenfähigkeit noch sonst etwas trainiert. Für Wurzelziehen etc. ist es schon ganz nett, auch dass man Logarithmen nicht in Tabellen nachschauen muss, aber ich denke, dass die frühe Verwendung eines Taschenrechners das Rechnen abtrainiert- und Leute im Supermarkt dann hilflos sind, wenn sie von 100€ 15% ausrechnen sollen.

Aber bevor ich jetzt OT werde, verabschiede ich mich mit einem Gruß.

Kati

Huhu

Also ich war auf nem „normalen“ Gymnasium in Niedersachsen und wir haben solche Aufgaben auch noch per Hand gerechnet und gezeichnet :smile:
Ich finds erschreckend, daß die heutigen Schüler das scheinbar gar nicht mehr lernen sondern die Aufgaben nur noch in den Rechner tippen.

Bei uns gabs für die LKler für speziellere Sachen Klassensätze mit Grafikrechnern, die dann jeweils für ein paar Tage ausgeliehen wurden.

Gruß
diemaus

Abi 2000

Uff, gerettet,

Also ich war auf nem „normalen“ Gymnasium in Niedersachsen und
wir haben solche Aufgaben auch noch per Hand gerechnet und
gezeichnet :smile:

ich hab schon gedacht, jetzt muss ich zum Probeliegen gehen…

Dass ich die Logarithmentafeln, Rechenschieber usw. vor über 35 Jahren noch kennengelernt habe ist ja wirklich eine Alterserscheinung, aber das:

Ich finds erschreckend, daß die heutigen Schüler das scheinbar
gar nicht mehr lernen sondern die Aufgaben nur noch in den
Rechner tippen.

habe ich mir auch gedacht (nur dass ich statt „scheinbar“ das Wort „anscheinend“ verwendet habe, weil ich fast nicht an die Rechenfähigkeit glaube).

Bei uns gabs für die LKler für speziellere Sachen Klassensätze
mit Grafikrechnern, die dann jeweils für ein paar Tage
ausgeliehen wurden.

Naja, Rechner waren zu meiner Schulzeit sowieso ganze zimmerfüllende Schränke und dem allgemeinen Schüler nicht zugänglich :smile:

Gruß, Karin

Hallo,

also erstma vorweg, diese Taschenrechner sind inzwischen
standard und alle Aufgaben (incl Abiaufgaben) darauf
ausgelegt, ohne hätte er im Abi also einen nicht aufzuholenden
Nachteil (außer er kann Kurven im Kopf zeichnen und Punkte
identifizieren).

Zwischen diesen lächerlichen „Grafikrechnern“ und „im Kopf zeichnen“ gibt es ja noch ein paar Stufen. Und wie hat man sich das überhaupt praktisch vorzustellen? Zeigen dann die Schüler in den Klausuren den Rechner vor und das wird dann vermerkt? Oder haben die auch schon kleine Drucker eingebaut? Ansonsten ist doch wieder von Hand zeichnen angesagt. Und ob die Punkte da auf einem 150x200 Klötzchendisplay oder als Zahlenwerte angezeigt werden dürfte da keinen großen Unterschied machen.

Ein Schüler, der mit einem Casio FX-82 aus Großvaters Schreibtischschublade gut umgehen kann, steht im Abitur allemal besser da, als ein Depp mit Grafikrechner, der keine Ahnung hat, was er da eigentlich macht.

Wenn es ein Mathe-LK ist, dann kaufe ihm lieber gleich einen Laptop nebst Mathematica, Maple oder dergleichen. Da hat er mehr von.

Im übrigen ist der Vorschlag mit den gebrauchten Rechnern aber eine gute Idee, wenn das Geld knapp ist. Ich würde gebrauchten Kram aber eher nicht online kaufen, da wird man nur über’s Ohr gehauen.

Gruß

Fritze

hallo

da müssten wir erstmal übers bundesland diskutiern :wink:
nein, leicht wars deshalb trotzdem nicht. man hat uns beigebracht, den taschenrechner effektiv zu nutzen und mit ihm umzugehen zu wissen. hätte ich ebendie beispiele, die du da anbringst nur aus dem taschenrechner gezogen, dann wär ich auch durch kein matheabi gekommen. bei uns waren die aufgaben eben so gestellt, dass es nicht reichte, in den taschenrechner zu gucken („berechne…“), damit war das hinfällig. es war nur 1. ne kontrollmöglichkeit und 2. eben ab und zu doch ne zeitersparnis, wenn das bestimmen eines punktes zum weiterrechnen nötig war, aber nicht das zustandekommen des punktes essentiell war. im abi war eh fast alles parameterbehaftet und von daher der taschenrechner eh nur noch begrenzt zum „mal anschaun“ nutzbar.

gruß
yvi

Moin,

Kann es sein, dass „normale“ Abiturienten leichter haben als
Leute wie ich, die Fachoberschule besucht haben? Dort gab es

Du sagst „haben“ mit Betonung auf Vergangenheit. Vor 10 Jahren hat
noch ein ganz normaler TR für besagte 10…15€ oder damals etwa 30DM
gereicht, der keine Funktionen plotten kann sondern nur die
„üblichen“ Sachen wie +,-,*,/,sin,cos,tan,sqrt,exp,ln…

Ehrlich gesagt: Der ist mir auch in meinem jeztigen Berufsleben noch
deutlich leiber als jeder verbugte, grafische TR.

selbstverständlich Kurvendiskussionen, Extremwertaufgaben
usw…aber das wurde quasi alles von „hand“ gerechnet. Ohne
Grafikschnickschnacktaschenrechner. Da hat das Modell für 10€

Mmn ist das auch durchaus hilfreich, wenn man sich das damals selbst
überlegen mußte. Zur Not zeichnete man die Kurve eben anhand ein paar
ausgerechneter Punkte. Mit etwas Übung „sah“ man auch den
interessanten Bereich.

Wenn ich jetzt aber sehe, daß 'ne gute Bekannte von mir, die Abi
nachmacht, auch auf dem Kolleg solch riesen Monster braucht, wurde
mir gleich anders…

Gruß,
Ingo

Hallo Olaf,

Kann es sein, dass „normale“ Abiturienten leichter haben als
Leute wie ich, die Fachoberschule besucht haben? Dort gab es
selbstverständlich Kurvendiskussionen, Extremwertaufgaben
usw…aber das wurde quasi alles von „hand“ gerechnet. Ohne
Grafikschnickschnacktaschenrechner. Da hat das Modell für 10€
gereicht.

Das glaube ich kaum. Diese Diskussion taucht immer auf, wenn es einen Sprung in der Technik gibt. Schau Dir mal die Diskussion um die Taschenrechner als Ersatz für den Rechenschieber an.

Schau Dir mal heutige Aufgaben an und versuche sie mit der Logarithmen-Tafel zu lösen, Du wirst es in der vorgegebenen Zeit vermutlich nicht schaffen.

Die Belastung der Schüler bleibt gleich, aber die Schwerpunkte verschieben sich.

Beim Arbeiten mit Log-Tafel/Rechenschieber war sehr viel mehr Handwerk gefordert als beim Arbeiten mit TR.

Mit dem graphischen TR geht es noch einen Schritt weiter und Du kannst nochmals komplexere Aufgaben lösen.

Deshalb ist es wichtig einen GTR zu haben, der dem empfohlenen entspricht, vielleicht nicht das neueste Modell, aber alle wichtigen Fkt. sollten gleich dargestellt und eingegeben werden.

Der Lehrer wird weder Zeit noch Lust haben, sich auf 10 verschiedene Rechner „einzuschießen“, das kann man auch schlicht nicht erwarten.

Das Problem der Lehrmittelfreiheit ist damit nicht gelöst.

Bei „langlebigen“ Lernmitteln halte ich den Eigenkauf für gerechtfertigt, z.B. Atlanten, TR; in Grenzen auch bei „Einmalwerken“, die also durch Ausfüllen von Lückentexten o.ä. nur einmal verwendet werden können, hier wird aber m.M.n. von den Schulen zu starker Gebrauch gemacht.

MfG Volker

Guten Abend zusammen,

mein Sohn geht in Baden-Württemberg auf ein „normales“
Gymnasium in die 11. Klasse.
Heute teilte er mir mit, er bräuchte 80.- € für einen
Taschenrechner für Mathematik. Soll ein Super-Sonder-Teil mit
graphischen Funktionen

Hallo Jorge
ich habe vor 2 Jahren in BaWü Abi gemacht und ich musste mir diesen Taschenrechner auch kaufen. Dieser Taschenrechner ist leider wirklich wichtig fürs Abi.

Meine Schule (JPRS Weinheim) hatte es so gehandhabt, das die Hälfte des Geldes dazugegeben wurde… -> musste also 40€ bezahlen
an der Nachbarschule wurden den Schülern dieser Taschenrechner (gegen Pfand) ausgeliehen.

Lg Julia

Hallo Volker,

Das glaube ich kaum. Diese Diskussion taucht immer auf, wenn
es einen Sprung in der Technik gibt. Schau Dir mal die
Diskussion um die Taschenrechner als Ersatz für den
Rechenschieber an.

darf ich Dir zu dieser Platitüde eine schöne Geschichte erzählen:

Ich habe mein Studium der Elektrotechnik zehn Jahre nach meinem Abitur im Jahr 1982 angefangen. Damals war gerade der Sprung vom „von Hand rechnen“ zum Taschenrechner durch.

Wir hatten die erste Physik-Übungsstunde, eine einfache Geschwindigkeitsaufgabe: Flugzeug, Start-/Landemanöver vernachlässigen, Strecke von A nach B und zurück sei 640 km. Wie lange braucht das Flugzeug bei einer Eigengeschwindigkeit von 320 km/h?

Du darfst mir glauben, dass ich das Ergebnis schneller hatte, als meine Kommilitonen, die ganz brav technikgläubig die Aufgabe in ihre Rechner tippten…

Ich glaube schon, dass Fähigkeiten wie schätzen (interpolieren in der Logarithmentafel hat was vom Schätzen), einfache Aufgaben im Kopf rechnen und dergl. durch zu intensiven Rechnergebrauch verkümmern.

Gruß, Karin

Hallo,

Zwischen diesen lächerlichen „Grafikrechnern“ und „im Kopf
zeichnen“ gibt es ja noch ein paar Stufen. Und wie hat man
sich das überhaupt praktisch vorzustellen? Zeigen dann die
Schüler in den Klausuren den Rechner vor und das wird dann
vermerkt? Oder haben die auch schon kleine Drucker eingebaut?

Man KANN die z.B. mit dem Lehrer Rechner verkabeln oder auch mit Druckern, wird aber wohl kaum gemacht. In den Aufgaben die ich kenne, muss man sich z.B. eine Kurve anzeigen lassen (5 sec. eintippen) und dann „besondere Punkte“ ablesen. Diese mit Hand zu zeichnen oder durch vorstellen die Punkte zu finden, dauert selbst wenn mans perfekt kann garantiert um einiges länger.

Ansonsten ist doch wieder von Hand zeichnen angesagt. Und ob
die Punkte da auf einem 150x200 Klötzchendisplay oder als
Zahlenwerte angezeigt werden dürfte da keinen großen
Unterschied machen.

Naja der reine Zeitliche Unterschied macht schon was aus zwischen HOP berechnen oder HOP einfach nur ablesen. Klar das die intelektuelle herausforderung dabei kleiner ist…

Ein Schüler, der mit einem Casio FX-82 aus Großvaters
Schreibtischschublade gut umgehen kann, steht im Abitur
allemal besser da, als ein Depp mit Grafikrechner, der keine
Ahnung hat, was er da eigentlich macht.

Aber zwei gleich-begabte werden den Unterschied deutlich sehen

Wenn es ein Mathe-LK ist, dann kaufe ihm lieber gleich einen
Laptop nebst Mathematica, Maple oder dergleichen. Da hat er
mehr von.

Das wäre aber wieder nicht im Abi zugelassen…

Im übrigen ist der Vorschlag mit den gebrauchten Rechnern aber
eine gute Idee, wenn das Geld knapp ist. Ich würde gebrauchten
Kram aber eher nicht online kaufen, da wird man nur über’s Ohr
gehauen.

Ich find die Rechner ja ganz witztig, aber die zur Pflicht zu machen ist denk ich ein schritt in die falsche Richtung, aber andererseits, ham das die Leute „damals“ als der Taschenrechner den Rechenschieber ablöste wohl auch gesagt…

Babel

Liebe Antwortenden,

leider hats mit dem Kontakt zum Rektor noch nicht geklappt. Er ist viel beschäftigt und ich in den letzten Tagen auch.
Aber es hat sich was getan. Plötzlich war es doch möglich, den Rechner auszuleihen. Der Mathe-Lehrer hat die Schüler aufgefordert sich zu melden, wer den Rechner kaufen will und wer ihn leihen will. So war dann klar, wer Geld hat und wer nicht. Perfide.
Mein Sohn wurde von einem Mitschüler aufgefordert, den Rechner doch zu kaufen und er hat geantwortet:" Es können nicht alle so Geldscheißer-Eltern haben wie du." Der Vater empfindet einen gewissen Stolz.
Mir ging es ja nur darum, wie locker die Schule mit dem vorhandenen oder eben nicht so üppig vorhandenen Geld der Eltern umgeht ( den in der 5. Klasse gekauften Atlas hat er „mindestens“ 5 mal benutzt).
Der Link zur GEW Lernmittelfreiheit ist hilfreich. Ich werds dem Rektor mal ausdrucken.
Die Idee, das Teil übers Internet zu besorgen bzw. eine Tauschbörse einzurichten auch.

Jetzt noch ein Beitrag zum Thema Kopf versus Rechner.
Meine Tochter, 9. Klasse Realschule, kommt gestern zu mir, sie hätte in Mathe ewas nicht gecheckt. Wie schreibt man 2400 als 10er Potenz. Ist doch ganz einfach: 0er zählen usw.
Nächste Aufgabe: was gibt 9 mal 10 hoch 5. Bevor ich ihr was erklären konnte, sagt sie, das sollen wir mit dem Rechner rechnen. Ich: aber das geht doch im Kopf viel schneller. Sie: ist mir egal, die Lehrerin hat gesagt, wir sollen das mit dem Rechner rechnen. Der ergraute Vater wendet sich kopfschüttelnd ab.

Für eure Beiträge vielen Dank, hat Spaß gemacht, sie zu lesen. Ist ja auch eine angeregte Diskussion.

Liebe Grüße

Jorge

Benimm…
Hallo Jorge,

Plötzlich war es doch möglich, den
Rechner auszuleihen. Der Mathe-Lehrer hat die Schüler
aufgefordert sich zu melden, wer den Rechner kaufen will und
wer ihn leihen will. So war dann klar, wer Geld hat und wer
nicht. Perfide.

Warum soll das perfide sein? Es gibt tatsächlich Leute, die sich einen guten Taschenrechner kaufen, z. B. weil sie davon ausgehen, ihn später im Beruf auch brauchen zu können. Und der Lehrer wird die Information gebraucht haben, um zu wissen, wieviel Leihrechner er für seine Klasse reservieren muß. Alles ganz normal und nicht perfide…

Mein Sohn wurde von einem Mitschüler aufgefordert, den Rechner
doch zu kaufen und er hat geantwortet:" Es können nicht alle
so Geldscheißer-Eltern haben wie du." Der Vater empfindet
einen gewissen Stolz.

Der Vater hier würde seinem Sprößling erst einmal eine Unterrichtseinheit zu sozialen Umgangsformen geben.

Gruß

Kubi

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