Lernsoftware für fünfjährigen?

Uff!
Hi!

Nur ganz kurz: Computer ist auf der einen Seite
vom ‚Prestige des Modernen und Wirklichen‘ um-
geben, dass gesichert ist, dass Du auf Deine
Beiträge zu diesem Thema immer viele Sternchen
bekommen wirst :wink:

Nur kurz: Wären mir Sternchen wichtig, würde ich billig polemisieren, persönlich werden, Sachlichkeit vermissen lassen und den Versuch einer ernsthaften Argumentation unterlassen - das gibt erfahrungsgemäß die meisten Sternchen :wink:

Denn: die Existenz der Maschine, die alles leichter
schöner und besser machen soll und dabei mit bunten
Päckchen der „vertrauten“ Konsumwelt verknüpft ist,
erscheint so real und unabdingbar, dass ein bloßes
Hinterfragen bereits „ketzerisch“ erscheinen muß.

STOPP! (doppeltes P sieht doof aus - ich bleibe dabei!)
Drücke ich mich selbst so undeutlich aus, dass mein „Hinterfragen“ nicht rüber kommt?!
Wäre mir die ganze Situation egal, würde ich mein Kind völlig unbeaufsichtigt den ganzen Tag vor der Kiste hängen lassen (was er vermutlich selbst nicht wollte)!

Nur: Für mich gibt es da nicht nur schwarz/weiß, sondern zumindest ein paar Graustufen!

Allerdings: warum geben wir dann nicht unser ganzes
Geld dafür aus, um im Urlaub uns gänzlich von diesen
neuartigen Maschinen umgeben zu lassen? Wäre das
nicht logisch? Aber nein - wur tun genau das
Gegenteil. Wir bezahlen Geld dafür, um die Mühe
zu haben, nichts „leichtes“ und „vorgefertigtes“
vorzufinden und dieses sogar selbst zu bewältigen,
zu erarbeiten.

Ich denke, da gibt es verschiedene Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung!
Da Du sagtest:
nichts „leichtes“ und „vorgefertigtes“ vorzufinden und dieses sogar selbst zu bewältigen, zu erarbeiten.

wie erklärst Du Dir den zuwachs an All-Inclusive-Tourismus?

Warum? Weil es schöner ist. Ganz einfach.

Ich fahre im Urlaub normalerweise auch kein Auto - ich liebe das Autofahren!
Ich laufe im Urlaub sehr viel - ich hasse das Laufen!
Ich trinke im Urlaub meist Wein - ich bin passionierter Biertrinker!
Ich arbeite im Urlaub nicht - ich gehe sehr gerne arbeiten!

Das Alles ist sicher auch mal SCHÖN! Aber jeden Tag würde ich es nicht haben wollen!!

Die bunte Computerwelt mit ihren Schächtelchen,
Klängen, CD’s, DVD’s und sonstigen Attributen
ist gar nicht so schön, wie wir gewohnt sind
uns einreden zu lassen. Sie erfordert nämlich
die völlige Hingabe an ihre beschränkte Di-
mension im Zeitraum ihrer Benutzung. Sie er-
fordert, dass der Mensch sich „so verändert“,
dass er den Erfordernissen der Maschine ent-
spricht. Die Maschine zieht den Menschen voll-
ständig aus dem sozialen Umfeld heraus und
gibt einen sehr engen und beschränkten Ver-
haltensmodus vor. Mehr nicht.

Deine Sicht der Dinge!
Ich sehe es eher so, dass der Mensch sich de N (nicht de M!) Computer anpasst! Und zwar an seine (die, des Menschen)Bedürfnisse.
Auch die völlige Hingabe halte ich für stark übertrieben! Ich bin durchaus in der Lage, persönliche Gespräche zu führen oder zu telefonieren (nur mal 2 Beispiele), während ich vor der Kiste hocke (selbst beim Spiel!).
Dagegen bin ich völlig weg, wenn ich ein Buch lese oder auch schon mal, wenn ich Musik höre (ohne, dass dies eine Wertung geben soll!)…

Die psychopathologische Kompensation dessen ist
sehr klar und deutlich zu sehen. Die Maschine
selbst stillt das Bedürfnis nach Sozialverhalten,
in dem sie eine quasi-Sozialität bereitstellt.
Sozialität wird ein Modus der Maschine. „Normales“
Sozialverhalten, wie wir es kannten, wird un-
gewöhnlich und selten.

Das sehe ich nicht!
Ähm… OK - ich sehe schon, wenn ich mir nicht wenige Jugendliche anschaue!
Ich sehe es halt in meinem persönlichen Umfeld nicht - auch nicht bei den Jugendlichen!

Auf der einen Seite spielerisch: „Massive Multi
User Dungeons“ bzw. on-line Adventures etc.

Uff! Was sind „Massive Multi User Dungeons“?
So Fantasyspiele mit mehreren Leuten im (Inter)net(z)?

Auf der anderen Seite:
Chats,

Ich kenne kaum Leute, die sich oft in Chats rumtreiben - kann deshalb dazu nichts sagen!

Mail,

Was unterscheidet die elektronische Post von einem Brief, außer, dass es schneller geht?

SMS

Da stimme ich Dir zu! Das ist mir auch ein Rätsel!
Ich könnte mich immer über meine Frau amüsieren, die abends mit ihrer Schwester 10 SM austauscht, statt zum Telefonhörer zu greifen! Wir haben eine Telefonflatrate…

und Foren :wink:

Ach nun - ist das nicht eine nette Art, seine Langeweile zu vertreiben, ohne ständige Präsenz zeigen zu müssen, wie bspw. im Chat?

Ganz kurze Anmerkung, da es hier um die Kinder geht: Es gibt bei uns nur einen Internetzugang an MEINEM Computer - noch…

Diese Erscheinungen der Maschinenwelt zeigen ganz
deutlich, wohin die Entwicklung geht.

Ich denke nach wie vor, dass es an uns ist, eine Entwicklung zu beeinflussen. Ich denke allerdings nicht, dass man sich einer Entwicklung völlig verschließen sollte!

Glücklich der, der keinen „Internet“-Anschluss

Musst Du da nicht selbst grinsen?

und kein „handy“ besitzt.

Ich denke nicht, dass ich nicht ohne könnte. Aber praktisch ist so ein Teil schon, wenn man den Bus verpasst und statt 60 Minuten Wartezeit in Kauf nehmen zu müssen, sich schnell ein Taxi rufen kann :wink:
Da wir kaum noch Telefonzellen haben…

Meine Meinung daher: Kindersoftware ist das Marihuana
der Maschinenwelt :wink:

Danke, dass Du ein Smiley dranhängst!

Die neue Definiton von elité ist schon beinahe
„Geringschätzung von Computerkenntnissen“. :wink:

DEINE Definition? :wink:

(Obwohl man dies in ausreichendem Masse besitzt,
wie z.B, Autofahrkenntnisse)

Naja - wenn ich mir viele Autofahrer so anschaue *scnr*

Das war bestimmt etwas zu weitschweifig, aber ich wollte
versuchen, meinen Punkt darzulegen.

Das war in der Tat wirklich sehr weitschweifig!

Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass Du ein wenig zu sehr schwarz/weiß denkst (Achtung: Mein durch meine Meinung geprägtes Empfinden!) - das ist nicht böse gemeint, aber bessere Worte fallen mir da nicht ein!

LG
Guido

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Hallo Guido

Ich kenne Menschen, die seit Jahren ihren Computer richtig
benutzen, ohne die geringsten Kenntnisse in Word oder Excel zu
haben! Sie benutzen das Teil für ihre Musik- oder
Filmbearbeitung.

Ich befürchte, Du redest von der guten alten Zeit,
in der noch ‚normal aufgewachsene‘ Leute sich einen
„Computer“ als Arbeitswerkzeug hingestellt haben,
damit rumgefuhrwerkt haben – aber sonst sich in
keiner Weise um diese „Schlüsselkompetenzen“ be-
müht haben und es auch überhaupt nicht brauchten.

Das erscheint selbst Dir als bemerkenswert?

Ja, und genau diese Zeit ist eben vorbei. IMHO
hast Du Taras Posting bestätigt :wink:

Vielleicht habe ich deshalb ein anderes Verständnis von
Schlüsselkompetenzen!

Hast Du nicht! Und das wird Dir nun langsam klar ;->>

Grüße

CMБ

Ähm - nö!
HuhU!

Ich befürchte, Du redest von der guten alten Zeit,
in der noch ‚normal aufgewachsene‘ Leute sich einen
„Computer“ als Arbeitswerkzeug hingestellt haben,
damit rumgefuhrwerkt haben – aber sonst sich in
keiner Weise um diese „Schlüsselkompetenzen“ be-
müht haben und es auch überhaupt nicht brauchten.

Nein! Einige Bekannte von mir sind Musiker. Sie benutzen ihren Rechner für die Musik, surfen im Netz, spielen, haben aber von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation keine Ahnung!

Ebenso ein Ex-Kollege, der seine Urlaubsfilme seit einigen Jahren digital bearbeitet - gut, der ist in der „alten Zeit“ geblieben :wink:

Aber gerade bei den Musikern handelt es sich um „jüngere“ Menschen, die im „Hier und Jetzt“ leben.

Das erscheint selbst Dir als bemerkenswert?

Bemerkenswert (im Sinne von: Es ist Wert, angemerkt zu werden) insofern, als dass Tara die Schlüsselkompetenz in Word und Excel sieht, ja!

Das ist es, was ich im Posting weiter unten meinte, als ich schrieb: Den Computer seinen eigenen persönlichen Bedürfnissen anzupassen!

Ja, und genau diese Zeit ist eben vorbei.

Oops - da muss ich doch gleich mal drei Leuten sagen, dass sie in der Vergangenheit leben! :wink:
(Sorry, das war jetzt wirklich ein wenig polemisch)

IMHO
hast Du Taras Posting bestätigt :wink:

OK - in YOUR honest opinion!

Ich habe allerdings ein größeres Problem damit, eine Bestätigung zu sehen, in dem ich zum Thema „Schlüsselkompetenzen“ eine völlig andere Ansicht habe…

Vielleicht ist es auch einfach eine Frage der Persönlichkeit, ob man sich von einem Computer etwas aufzwingen lässt, oder ob man dem Computer etwas aufzwingt!

Zugegeben ist zur zweiten Alternative (die ich bevorzuge) etwas mehr nötig als das, was ich „Schlüsselkompetenz“ nenne. Allerdings kann ich meinem Kind da aushelfen, was er auch in Anspruch nimmt… Das muss er noch lange nicht lernen!

Hast Du nicht! Und das wird Dir nun langsam klar ;->>

Och bitte! Versuche nicht, mich virtuell zu analysieren! :wink:

LG
Guido

Hallo Guido,

um es abzuschliessen. Es geht ja um kleine
Kinder und das aus unserer Sicht wünschens-
werte Verhalten gegenüber Technik und Konsum in
der Form von Computern und deren Folgeprodukten.

Du sagst: OK, es ist schon nicht ohne, aber ich
ALS VATER KANN DAS SCHON REGELN bei meinem Kind.

Ich sage: Eine verhängnissvolle Entwicklung
ist in Gang gekommen, an deren Ende wahr-
scheinlich ein „computerartiges“ Gerät als
Lebensmittelpunkt und Weltbildvermittler
auftritt, bei dem tatsächliche wesentliche
(hintergründige) Kenntnisse

  • nicht mehr benötigt, dann
  • nicht mehr möglich, dann
  • nicht mehr erwünscht sind.
    Möglicherweise. Die „Realität“ ist eben
    dann vor allem das, was auf dem Computer-
    bildschirm gerade erscheint. Die „reale Welt
    draussen“ wird nur dann „wirklich“, wenn man
    sie in eine Relation zu dem auf dem Bildschirm
    gesehenen Dingen setzen kann. Sonst nicht.

Das aber nur als Extrapolation.

Mein Punkt ist: es erscheint mir albern, diese
Entwicklung noch bei seinen eigenen Kindern
durch „Investitionen“ zu beschleunigen :wink:

Sicher habe ich das überzogen und rigide
ausgedrückt, aber durch dieses „Über“ will
ich versuchen, den Sachverhalt auf meine
Weise zu beleuchten.

Hast Du nicht! Und das wird Dir nun langsam klar ;->>

Och bitte! Versuche nicht, mich virtuell zu analysieren! :wink:

Dich zähen Hund bekomm’ ich schon noch weich :wink:

Grüße

CMБ

Abschließend - noch ein ‚wenig‘ off topic
Huhu!

Ich sage: Eine verhängnissvolle Entwicklung
ist in Gang gekommen,

Da sind wir ja einer Meinung!

an deren Ende wahr-
scheinlich ein „computerartiges“ Gerät als
Lebensmittelpunkt und Weltbildvermittler
auftritt, bei dem tatsächliche wesentliche
(hintergründige) Kenntnisse

  • nicht mehr benötigt, dann
  • nicht mehr möglich, dann
  • nicht mehr erwünscht sind.
    Möglicherweise.

Eben! Und mir ist es lieber, mein Kind dazu zu erziehen, diese Entwicklung positiv zu beeinflussen :wink:

Dich zähen Hund bekomm’ ich schon noch weich :wink:

Das hat schon meine Mutter vergeblich versucht! Dann ist meine Frau an mir verzweifelt!! Der einzige Mensch, der das wirklich geschafft hat, ist mein Sohn :wink:!!!

LG
Guido

P.S. Was steht eigentlich in Deiner ViKa?

P.P.S. Das (mir ja völlig „egale“) Sternchen ist von mir - endlich mal wieder jemand, mit dem eine „fruchtbare“ Diskussion möglich ist *g*