Lernsoftware für fünfjährigen?

Ich würde meinen nun fünfeinhalb jährigen Neffen gerne eine Lernsoftware für PC zu Weihnachten schenken. Kann mir da jemand etwas empfehlen, womit er selbst gute Erfahrungen gemacht hat? Thematisch ist mein Neffe verrückt nach Dinosauriern, vielleicht gibt es etwas in dieser Richtung?

Vielen Dank und viele Grüße
Edith

Hallo Edith

Ich würde meinen nun fünfeinhalb jährigen Neffen gerne eine
Lernsoftware für PC zu Weihnachten schenken. Kann mir da
jemand etwas empfehlen, womit er selbst gute Erfahrungen
gemacht hat? Thematisch ist mein Neffe verrückt nach
Dinosauriern, vielleicht gibt es etwas in dieser Richtung?

Einer muss es ja sagen, also warum sollte ich das
nicht tun (und mich damit unbeliebt machen :wink:.

z.B. http://beat.doebe.li/bibliothek/t05067.html

Ich halte die Kombination von Kindern und
„Computern“, so wie das „normalerweise“ ge-
handhabt wird, (Black-Box + Softwarepäckchen/
Entertainment) für eine sehr gefährliche Sache.

Insbesondere wenn die Kinder jünger als 10 oder
11 Jahre alt sind. Imho geht damit eine ver-
heerende Veramung an Schlüsselkompetenzen
einher, weil der Kontext „Computer“ eine
eigene Welt darstellt, welche ein von der
normalen landläufigen Umwelt abgehobenes
Interaktionsmuster präferiert.

Und das ist wirkt sich iirc in den meisten
Fällen destruktiv aus. Es kann auch,
bei kompetenter und zweckdienlicher Führung
durch die Eltern, einen Gewinn darstellen.

Aber wer glaubt heute noch an sowas? :wink:

Zu Deiner Frage: ich würde ihm überhaupt keine
Software schenken. Ich würde ihm ein paar alte
Computerteile mitbringen und mit ihm das Ding
zusammenbauen, so dass man damit Musik hören
kann oder so. Mehr nicht.

Grüße

CMБ

PS.: so, und nun haut mich :wink:

Hi,

also mein Neffe war von der Software von Löwenzahn ganz begeistert ob es aber da spezielle Dinosoftware gibt weiß ich leider nicht.

Viele Grüße
Me

Völlig andere Diskussion
Hi!

z.B. http://beat.doebe.li/bibliothek/t05067.html

Insbesondere wenn die Kinder jünger als 10 oder
11 Jahre alt sind. Imho geht damit eine ver-
heerende Veramung an Schlüsselkompetenzen
einher, weil der Kontext „Computer“ eine
eigene Welt darstellt, welche ein von der
normalen landläufigen Umwelt abgehobenes
Interaktionsmuster präferiert.

So, wie das Vertiefen in ein sehr gutes Buch gleichzusetzen ist mit dem Eintauchen in eine völlig eigene Welt?

Aber wer glaubt heute noch an sowas? :wink:

Ich!

Ich gehe sogar weiter, in dem ich es eher verantwortungslos finde, einem Kind im Jahre 2005 nicht den Zugang zum Medium Computer zu ermöglichen!
Natürlich muss das Ganze im steuerbaren Rahmen (der dann auch gesteuert werden muss) bleiben, wo die Eltern gefragt sind!
Aber wenn ich mir das in meinem persönlichen Umfeld anschaue, dann wird es tatsächlich von allen Eltern so gahandhabt - wobei ich persönlich anders steuer als andere Eltern…

Aber das sehe ich genauso bei den Medien Kino, Fernsehen oder Gameboy (eine „richtige“ Konsole gibt es bei uns noch nicht).

Zu Deiner Frage: ich würde ihm überhaupt keine
Software schenken. Ich würde ihm ein paar alte
Computerteile mitbringen und mit ihm das Ding
zusammenbauen, so dass man damit Musik hören
kann oder so. Mehr nicht.

Dafür reicht auch ein CD-Cassettenrecorder!

Wobei ich sagen muss, dass ich im letzten Jahr, als ich mir einen neuen Rechner zusammenstellte, mit meinem Zwerg die alten Teile zu seinem Compi zusammengebaut habe…

PS.: so, und nun haut mich :wink:

Och nö - so lang sind meine Arme nicht :wink:

LG
Guido

2 „Gefällt mir“

Mit Dinos?
Hi!

Das wird schwierig (also: Für mich!)

Ich weiß nicht, wie die sind, aber von
„WAS IST WAS“ gibt es einen Dinosaurier-Teil
Da es im Tivola-Verlag erschienen ist, und ich eigentlich recht gute Erfahrungen mit diesem Verlag habe, sollte man sich das zumindest mal anschauen…

Dann gibt es noch von CUC „Abenteuer Dino 3D“

Beides kenne ich nicht!!!

Mein Zwerg (ich auch) fand die Software von Janosch immer sehr liebevoll. Vielleicht gibt es da etwas?

Evtl. wirst Du ja auch hier fündig
http://www.duesseldorf.de/kultur/buecherei/kinder/in…

LG
Guido

Hallo!

Ich würde ihm keine Software für den Pc schenken, sondern eher Legotechnik oder soetwas in der Art. Eine Studie soll jetzt nachgewiesen haben, dass fernsehen und am Pc spielen Kinder dumm macht. Google müsste da eigentlich genug zu ausspucken.
http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/904/61843/ ein Link dazu von mir.

Ich merke selbst an mir, dass meine Leistungen nachlassen, wenn ich am PC lerne oder mir Informationen beschaffe. Ich war wesentlich besser, als ich die Informationen noch aus Büchern zusammen schreiben musste und nicht einfach Copy und Paste machen konnte.

Tara

Hi,

die Kindersoftware dich ich so kenne sind eher auf spielerischer Basis. Das lernen geschiet eher unbewusst bzw. ist in spielen und lernen unterteilt. Kinder (zu mindest unser) vermag es gut selbst zu merken wann es nicht mehr geht bzw. er keine lust mehr hat und meist kommen (er ist 4 1/2) „lediglich“ 15-25 Minuten PC dabei raus.

lG
Me

Verallgemeinert doch nicht so!
Hi!

Ich würde ihm keine Software für den Pc schenken, sondern eher
Legotechnik oder soetwas in der Art. Eine Studie soll jetzt
nachgewiesen haben, dass fernsehen und am Pc spielen Kinder
dumm macht.

Das ist so pauachal in keiner Studie zu lesen!
Es gibt übrigens auch eine Studie, die angeblich belegt, LEGO sei völlig unkreativ, da ja alle Steine nur in bestimmten Positionen Halt bieten und Dinge wie Statik ausgehebelt werden!
Wenn ich mir die Kids im Kindergarten (meine Frau arbeitet dort) oder meinen Sohn und deren LEGO-Ergebnisse ansehe, kann ich nur sagen: Bullshit! (sorry)

Google müsste da eigentlich genug zu ausspucken.
http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/904/61843/ ein
Link dazu von mir.

Aus dieser Studie geht aber eindeutig hervor, dass es nicht um die Nutzung an sich geht, sondern um die Art und Menge der Nutzung sowie um das damit zusammen hängende Verantwortungsbewusstsein der Eltern!

Ich merke selbst an mir, dass meine Leistungen nachlassen,
wenn ich am PC lerne oder mir Informationen beschaffe. Ich war
wesentlich besser, als ich die Informationen noch aus Büchern
zusammen schreiben musste und nicht einfach Copy und Paste
machen konnte.

Kleiner Tipp:
Streich für’s Lernen doch einfach mal die Funktion Copy & Paste! Schreibe statt dessen doch einfach mal die Informationen zusammen!

LG
Guido

2 „Gefällt mir“

Hallo,

schau mal, die gefallen uns ganz gut, leider kaum mit Dinos:

Pingu und seine Freunde:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896272195/302…

Addy buschu:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/2842264274/302…

Bob der Baumeister II (Da ist auch was mit Dinos dabei):
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00006LRVL/qid…

Die kleinen Gespenster:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3464900754/qid…

Duden Zählen und Ordnen:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3411703415/qid…

Aber auch die Sendung mit der Maus CDs sind ganz gut
http://www.amazon.de/exec/obidos/search-handle-form/…

Es gibt so viele Lernspiele dass Du dabei schier den Überblick verlierst.

Hab Ihr eine Bücherei in der Nähe? Viele Bibliotheken verleihen inzwischen auch PC Lernsoftware/Spiele für Kinder. Schaut doch mal dort vorbei meldet Euch an und testet die Spiele, bevor Ihr sie kauft. Die Leihgebühr ist in der Regel nicht teuer.

Gruß
Maja

Hi,

Du bist selbst Bibliothekarin? Na dann müsstest Du doch an der Quelle sitzen, oder?

Gruß
Maja

Hi!

Das ist so pauachal in keiner Studie zu lesen!
Es gibt übrigens auch eine Studie, die angeblich belegt, LEGO
sei völlig unkreativ, da ja alle Steine nur in bestimmten
Positionen Halt bieten und Dinge wie Statik ausgehebelt
werden!
Wenn ich mir die Kids im Kindergarten (meine Frau arbeitet
dort) oder meinen Sohn und deren LEGO-Ergebnisse ansehe, kann
ich nur sagen: Bullshit! (sorry)

Naja, eine Studie gibt es dazu schon http://www.medizinauskunft.de/webEdition/we_cmd.php?..
http://www.cesifo-group.de/portal/page?_pageid=36,31…

Aber lass uns deswegen jetzt nicht in Haarespalterei ausarten.

Bye
Tara

Ich WILL aber Haare spalten :wink:
Hi!

Abgesehen davon, dass ich Studien (wenn ich es schon mache) gerne im Original und ungekürzt lese, zitiere ich mal aus Deinem zweiten Link:

_Die Schüler, die das Internet gar nicht oder wenig nutzen, weisen unterdurchschnittliche Leistungen auf. Aber auch jene, die besonders lange im Netz sind, sind schlechter als der Durchschnitt. Es gebe wohl , so Fuchs und Wößmann, so etwas wie eine optimale Nutzungsdauer _

Das ist eigentlich genau das, was ich sage (allerdings beschränke ich das nicht auf die Internetnutzung)!

LG
Guido

1 „Gefällt mir“

OT: Ich hasse aber Spliss :frowning:
Hi!

An der Frage werden sich wohl noch unsere Enkel die Zähne ausbeißen.

Tara

PS: Ich will auch keine Zahnlücken :frowning:

Hallo,

ja, ich bin nun Dipl. Bibliothekarin (arbeite allerdings nicht in einer Bibliothek sondern in einer Serviceeinrichtung für wiss. Bibliotheken), von 1988 bis 1992 habe ich als staatl. anerk. Erzieherin gearbeitet (Kinderheim und Kinderkrippe) und momentan mache ich eine Ausbildung (nebenberuflich) zur Multimediadesignerin.
Die Frage war nicht, ob es sinnvoll ist, Kindern Software zu schenken oder nicht. Ich beobachte, dass bei meinem Neffen das Interesse am PC vorhanden ist und ich möchte ihm etwas Sinnvolles dafür schenken, um ihn zu fördern und auf seine Interessen einzugehen (PC und Dino). Mein Bruder und meine Schwägerin haben keine Neigung dafür. Ich halte es für verantwortungslos, Kinder von den neuen Medien fernzuhalten, da der korrekte Umgang damit heutzutage zu den Schlüsselkompetenzen gehört, wie Lesen, Schreiben, Rechnen und man es durchaus früh mit geeigneter Software und Begleitung durch einen Erwachsenen unterstützen kann. Da ich selbst keine Kinder habe und mich bei der Auswahl nicht darauf verlassen wollte, die Entscheidung nach dem Text auf der Rückseite der Software zu treffen, habe ich die Frage hier eingestellt, um von erfahrenen Eltern Tipps zu erhalten, für die ich mich nun auch bedanken möchte.

Edith

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

2 „Gefällt mir“

Hallo,

ich hoffe Du hast Deinen Rechtfertigungsversuch nicht an mich persönlich gerichtet, denn ich habe mich gar nicht abfällig zum Thema geäussert, sondern Dir einige selbst ausprobierte Spiele genannt und den Tipp mit der Bibliothek gegeben.

Gruß
Maja

Hallo Edith,

da wir nun unbezweifelbar diese Diskussion
begonnen haben, möchte ich mal anknüpfen …

Die Frage war nicht, ob es sinnvoll ist, Kindern Software zu
schenken oder nicht. Ich beobachte, dass bei meinem Neffen das
Interesse am PC vorhanden ist und ich möchte ihm etwas
Sinnvolles dafür schenken, um ihn zu fördern und auf seine
Interessen einzugehen (PC und Dino). Mein Bruder und meine
Schwägerin haben keine Neigung dafür.

OK.

Ich halte es für verantwortungslos, Kinder von den neuen
Medien fernzuhalten, da der korrekte Umgang damit heutzutage
zu den Schlüsselkompetenzen gehört, wie Lesen, Schreiben,
Rechnen und man es durchaus früh mit geeigneter Software
und Begleitung durch einen Erwachsenen unterstützen kann.

OK, ich will mal offen reden. Bei uns drüben darf ja jeder
seine Meinung haben :wink:

Deine Ansicht halte ich für falsch, ja sogar für absurd.
Was Du als „neue Medien“ beschönigst ist nicht mehr als
ein ordinäres Konsumprodukt, das den Erwerb weiterer or-
dinärer Konsumprodukte nach sich ziehen soll.

Der „korrekte Umgang“ mit dem Computer sollte vor allem
im „Nichtumgang“ bestehen, es sei denn, man verwendet
diesen als eingewöhnliches Werkzeug. Und da ist bei
Kindern nichts zu finden, was sie ohne dieses Werkzeug
nicht besser (mit anderen Werkzeugen) machen könnten.

Welche „Schlüsselkompetenzen“ soll denn eine
„Computerbedienung“, die ja im wesentlichen eine
„Maschinenbedienung“ ist, benötigen?

Was ich gut verstehe: Wenn der Vater oder die Mutter,
die sehr oft verschiedenste Dinge mit ihrer „Computer-
maschine“ machen, ihren Sprößling auch mal diese
Rolle spielen lassen – so wie wir ja als kleine
Kinder gerne mal auf der Schreibmaschine herum-
getippt haben :wink:

… um von erfahrenen Eltern Tipps zu erhalten,

Was aber, wenn ich mich hier als „erfahrene Eltern“
in „Computersachen“ verstehe? Wäre das denn so
abwegig? Liege ich völlig verkehrt?

Nicht zu vergessen: Wir reden von Kindern, insbesondere
von kleinen Kindern im Vorschul- und frühen Schulalter.

Grüße

CMБ

1 „Gefällt mir“

Hi!

Ich halte es für
verantwortungslos, Kinder von den neuen Medien fernzuhalten,
da der korrekte Umgang damit heutzutage zu den
Schlüsselkompetenzen gehört, wie Lesen, Schreiben, Rechnen und
man es durchaus früh mit geeigneter Software und Begleitung
durch einen Erwachsenen unterstützen kann.

Die Schlüsselkompetenzen beim Umgang mit dem Computer liegen darin einen Text in Word verfassen zu können mit Formatierungen, eine Tabelle in Excel mit ein paar Formeln bauen zu können, eine Email verschicken zu können, sich selbstständig im Internet Informationen holen können, Programme installieren zu können, auch mal eine Festplatte wechseln zu können und zu verstehen, was in einem Computer vor sich geht. Wie soll das ein 5 jähriges Kind lernen? Das kann es auch noch mit 13 oder 14. Schulen bieten auch Informatik als Wahlpflichtkurse an. Durch das bisschen klicken mit der Maus, lernt das KInd nicht den richtigen Umgang mit dem PC! Wie oft höre ich von Mitauszubildenden ( lerne Programmiererin ): „Ja, ich wollte was mitm PC machen, weil ich Zuhause auch immer Spiele spiele.“ Toll, mehr können sie dann auch nicht.

Möchte dich nicht kritisieren, aber ich würde überlegen, ob das Geld nicht bei anderen Sachen besser angelegt wäre ( schönes buntes Lesebuch als Beispiel, oder einen neuen Fußball ( falls er Fußball spielt ) oder ein Bastelset , wo man einen Dino selbst zusammenbauen kann ).

Bye

Tara

1 „Gefällt mir“

Andere Meinung!
Hi!

Die Schlüsselkompetenzen beim Umgang mit dem Computer liegen
darin einen Text in Word verfassen zu können mit
Formatierungen, eine Tabelle in Excel mit ein paar Formeln
bauen zu können, eine Email verschicken zu können, sich
selbstständig im Internet Informationen holen können,
Programme installieren zu können, auch mal eine Festplatte
wechseln zu können und zu verstehen, was in einem Computer vor
sich geht. Wie soll das ein 5 jähriges Kind lernen?

Ich sehe die Schlüsselkompetenzen (bei einem 5-jährigen Kind) eher darin,
zu wissen, wo der Rechner „angeht“,
was passiert, wenn man das Ding mit den mindestens 2 Knöpfen über Tisch schiebt
was passiert, wenn man mal einen oder beide Knöpfe darauf drückt,
wie der Rechner vernünftig „ausgeht“
oder wie man etwas drucken kann!

Ich kenne Menschen, die seit Jahren ihren Computer richtig benutzen, ohne die geringsten Kenntnisse in Word oder Excel zu haben! Sie benutzen das Teil für ihre Musik- oder Filmbearbeitung. Zumindest von Musikbearbeitung am Rechner habe ich keinen Schimmer, und ich bin nicht wirklich unerfahren!

Ein früherer Kollege von mir hat sich seinen Internetzugang ursprünglich nur angeschafft, damit er sein Windows updaten kann…

LG
Guido

P.S. Ich habe mal ein kleines Seminar gegeben, in dem ein Geschäftsführer saß, der keine Ahnung hatte, wie eine Maus funktioniert! Er bewegte sie durch die Luft und wunderte sich, dass auf dem Bildschirm nichts passierte!! Das ist gerade mal 4 Jahre her!!!
Vielleicht habe ich deshalb ein anderes Verständnis von Schlüsselkompetenzen!

2 „Gefällt mir“

Ich will auch noch mal :wink:

Hallo Edith,

Huhu!
Bin zwar nicht Edith, aber egal :wink:

OK, ich will mal offen reden. Bei uns drüben darf ja jeder
seine Meinung haben :wink:

Würde ich Russisch können, könnte ich vielleicht was mit dieser Äußerung anfangen, aber so bleibt mir Deine ViKa ein Rätsel.

Was Du als „neue Medien“ beschönigst ist nicht mehr als
ein ordinäres Konsumprodukt, das den Erwerb weiterer or-
dinärer Konsumprodukte nach sich ziehen soll.

Ist das nicht in vielen Medien so? In Zeitungen und Zeitschriften wimmelt es von Werbung, Kinderbücher (ich ziehe mal H. Potter als Beispiel ran) werden mit Merchandising zugekippt.
Und auch bei LEGO, Playmobil, HABO (heißen die Holzeisenbahnen so?) ist in jedem Paket ein Flyer oder Prospekt beigefügt…

Der „korrekte Umgang“ mit dem Computer sollte vor allem
im „Nichtumgang“ bestehen, es sei denn, man verwendet
diesen als eingewöhnliches Werkzeug.

Deine Meinung! Warum sollten Kinder z.B. an regnerischen Tagen nicht auch mal zusammen ein Computerspiel zocken (bei uns war in der vorletzten Woche - mein Zwerg durfte wegen seine Mandel-OP noch nicht raus - 1, 2 oder 3 angesagt)? Computer sind nun mal nicht nur Arbeitsgeräte (halt meine Meinung *g*)!

Und da ist bei
Kindern nichts zu finden, was sie ohne dieses Werkzeug
nicht besser (mit anderen Werkzeugen) machen könnten.

Ich denke, hier sind wir gar nicht so weit auseinander! Wir hatten in besagter Woche die Hütte eigentlich dauernd mit 3 bis 5 Kindern gefüllt. Die haben super viel gespielt, das eher selten am Computer. Aber halt AUCH.

Welche „Schlüsselkompetenzen“ soll denn eine
„Computerbedienung“, die ja im wesentlichen eine
„Maschinenbedienung“ ist, benötigen?

Das habe ich in einer anderen Antwort auf Tara schon geschrieben.

Was ich gut verstehe: Wenn der Vater oder die Mutter,
die sehr oft verschiedenste Dinge mit ihrer „Computer-
maschine“ machen, ihren Sprößling auch mal diese
Rolle spielen lassen – so wie wir ja als kleine
Kinder gerne mal auf der Schreibmaschine herum-
getippt haben :wink:

Eine Schreibmaschine bietet aber nun mal nicht im Geringsten die Möglichkeiten.
Zu meiner Kinderzeit gab es keine Computer in Haushalten. Mittlerweile ist es aber doch nun mal so, dass in fast allen Berufsfeldern (nur, um mal einen Bereich zu nennen) Computer zum Werkzeug gehören, wie vor 50 Jahren noch Papier und Stift.
Und damals hat sich bestimmt niemand empört, wenn Kinder mit Papier und Stiften gespielt haben…

Was aber, wenn ich mich hier als „erfahrene Eltern“
in „Computersachen“ verstehe? Wäre das denn so
abwegig? Liege ich völlig verkehrt?

Ich habe auch ein Problem mit Eltern, die ihren Kids im Alter von 5 Jahren (oder NOCH früher) ein TV-Gerät, einen Compi, eine Plastation, etc. ins Zimmer stellen und dann (noch schlimmer) nicht beaufsichtigen, was dort im Zimmer passiert!
Mein Sohn (7) hat einen Compi und einen Gameboy in seinem Zimmer. Er bekommt seine Flimmerkistenration von max. 1 Std. am Tag, wobei sich diese Stunde auf alle Flimmerkisten (Compi, Gameboy, TV [die nächsten Jahre nur im Wohnzimmer]) aufteilt.
Mittlerweile weiß er, wie er einfache Programme selbst installiert, oder wie er eine CD brennen kann. Das Installieren hat er selbst „erfahren“, das Brennen musste ich ihm kurz zeigen. Ich kann da nichts erkennen, was ich verteufeln soll, sorry! Und schulische oder soziale Probleme hat er nun wirklich nicht…

Nicht zu vergessen: Wir reden von Kindern, insbesondere
von kleinen Kindern im Vorschul- und frühen Schulalter.

Ich muss gestehen, dass meiner erst seit nem knappen Jahr Interesse am Computer entwickelt hat. Ziemlich genau bis er 6 wurde hat er zwischendurch mal auf meinem Rechner rumgehackt, dort aber nie länger als 10 Minuten - trotz Kindersoftware, die wir ihm noch nicht einmal selbst gekauft haben…

LG
Guido, dessen Frau noch nicht einmal weiß, wie man einen Computer einschaltet!

1 „Gefällt mir“

Hallo Guido,

Der „korrekte Umgang“ mit dem Computer sollte vor allem
im „Nichtumgang“ bestehen, es sei denn, man verwendet
diesen als eingewöhnliches Werkzeug.

Deine Meinung! Warum sollten Kinder z.B. an regnerischen Tagen
nicht auch mal zusammen ein Computerspiel zocken (bei uns war
in der vorletzten Woche - mein Zwerg durfte wegen seine
Mandel-OP noch nicht raus - 1, 2 oder 3 angesagt)? Computer
sind nun mal nicht nur Arbeitsgeräte (halt meine Meinung *g*)!

Nur ganz kurz: Computer ist auf der einen Seite
vom ‚Prestige des Modernen und Wirklichen‘ um-
geben, dass gesichert ist, dass Du auf Deine
Beiträge zu diesem Thema immer viele Sternchen
bekommen wirst :wink:

Denn: die Existenz der Maschine, die alles leichter
schöner und besser machen soll und dabei mit bunten
Päckchen der „vertrauten“ Konsumwelt verknüpft ist,
erscheint so real und unabdingbar, dass ein bloßes
Hinterfragen bereits „ketzerisch“ erscheinen muß.

Allerdings: warum geben wir dann nicht unser ganzes
Geld dafür aus, um im Urlaub uns gänzlich von diesen
neuartigen Maschinen umgeben zu lassen? Wäre das
nicht logisch? Aber nein - wur tun genau das
Gegenteil. Wir bezahlen Geld dafür, um die Mühe
zu haben, nichts „leichtes“ und „vorgefertigtes“
vorzufinden und dieses sogar selbst zu bewältigen,
zu erarbeiten.

Warum? Weil es schöner ist. Ganz einfach.

Die bunte Computerwelt mit ihren Schächtelchen,
Klängen, CD’s, DVD’s und sonstigen Attributen
ist gar nicht so schön, wie wir gewohnt sind
uns einreden zu lassen. Sie erfordert nämlich
die völlige Hingabe an ihre beschränkte Di-
mension im Zeitraum ihrer Benutzung. Sie er-
fordert, dass der Mensch sich „so verändert“,
dass er den Erfordernissen der Maschine ent-
spricht. Die Maschine zieht den Menschen voll-
ständig aus dem sozialen Umfeld heraus und
gibt einen sehr engen und beschränkten Ver-
haltensmodus vor. Mehr nicht.

Die psychopathologische Kompensation dessen ist
sehr klar und deutlich zu sehen. Die Maschine
selbst stillt das Bedürfnis nach Sozialverhalten,
in dem sie eine quasi-Sozialität bereitstellt.
Sozialität wird ein Modus der Maschine. „Normales“
Sozialverhalten, wie wir es kannten, wird un-
gewöhnlich und selten.

Auf der einen Seite spielerisch: „Massive Multi
User Dungeons“ bzw. on-line Adventures etc.

Auf der anderen Seite: Chats, Mail, SMS und Foren :wink:
Diese Erscheinungen der Maschinenwelt zeigen ganz
deutlich, wohin die Entwicklung geht.

Glücklich der, der keinen „Internet“-Anschluss
und kein „handy“ besitzt. Hier kann die Maschine
nicht kompensieren :wink:

Meine Meinung daher: Kindersoftware ist das Marihuana
der Maschinenwelt :wink:

Die neue Definiton von elité ist schon beinahe
„Geringschätzung von Computerkenntnissen“. :wink:
(Obwohl man dies in ausreichendem Masse besitzt,
wie z.B, Autofahrkenntnisse)

Das war bestimmt etwas zu weitschweifig, aber ich wollte
versuchen, meinen Punkt darzulegen.

Grüße und Danke

CMБ