Hallo Wuschel,
Ich bin ein wenig durcheinander. Mein jüngster Sohn (8) ist
auf Lese-Rechtschreib-Schwäche getestet worden. Die Aussagen
des Sozialarbeiters, der diesen Test vorgenommen haben, waren
allerdings etwas konfus, weil er darauf bestand, dass mein
Sohn ein Hörproblem hat.
Bei einem Termin beim Kinderarzt konnte durch einen Hörtest
festgestellt werden, dass er einwandfrei hört.
Hmm, wieso ein Sozialarbeiter? Das hört sich so an als wenn er Probleme bei der Lautumsetzung hat. Kleines Beispiel von meinem Sohn(7 1/2) wenn er „geben“ schreiben will wird daraus „gbn“ weil beim Buchstabieren Anfangs lautiert, also ohne Mitlaute Buchstabiert wurde, und sie nun das Alphabet mit Mitlauten verwenden. Und da wird aus „g“ „g_e“, aus „b“ wird „b_e“ und aus „n“ „e_n“. Da meiner aber schon vorher Probleme beim Hören von Lauten hatten konnte ich es recht schnell zuordnen, nur leider hört er nicht auf mich beim schreiben weiterhin zu lautieren mit den Buchstabenlauten 
Allerdings hat der Kinderarzt nach Duchsicht des
Testergebnisses gesagt, dass eine Lese-Rechtschreib-Schwäche
vorliegt.
LRS deckt vielfältige Schwächen ab, auch aus dem Hör- und Sehbereich.
Es ist eine Schwäche mit der man lernen muss umzugehen, sie ist aber definitiv nicht heilbar. Was aber nicht heißt das ein Leghasteniker dumm ist !!! Im übrigen wird LRS erst verbindlich in der 3.Klasse festgestellt, vorher ist es nur eine Lernschwäche.
Ich bin total verunsichert! Ist es eine schwache, mittlere
oder stärkere Schwäche oder sogar eine Legasthenie? Könnte man
dies überhaupt genau feststellen? Ich habe eigentlich das
Gefühl, dass bei ihm der Knoten noch nicht „geplatzt“ ist,
d.h. dass er noch ein paar Monate braucht.
Du musst nur wissen wie die Schwäche sich zeigt um entsprechend gegensteuern zu können, soll heißen das du dann deinem Kind entsprechende Handlungshilfen beibringts damit die Schwäche nicht allzusehr auffällt.
Er würde nach den Sommerferien „Nachhilfe“ bekommen, bis dahin
würde ich ihn gerne mit besonderen Arbeitsheften fördern, aber
welche sind da wirklich sinnvoll?
Nun das ist abhängig davon welches Problem er denn da genau hat. Sollte im Testergebnis drin stehen.
Die Nachhilfe sollte sich auch an seiner Lernschwäche orientieren, stures Pauken hilft gar nicht. Viel lesen und schwere Wörter spielerische erarbeiten ist in diesem Alter die bessere Option.
Und schimpfen hilft auch nicht…
Schöne Grüße
Andrea