Lesen oder anhören?

Und das mit Abstand schlechteste:
Illuminati von Dan Brown
Mein Mann und ich waren auf der Rückfahrt von Neapel nach
Hause, „Illuminati“ war das einzige, das wir noch nicht
kannten - ich hab irgendwann gesagt: „Wenn der jetzt noch EIN
EINZIGES MAL ‚seine Muskeln brannten wie Feuer‘ sagt, schmeiß
ich den ganzen Packen aus dem Fenster!“
Tja, manchmal muß man stark sein :wink:

wann kommt denn so oft ‚seine Muskeln brannten wie Feuer‘ vor?

Hat dir eigentlich die Story (also DAN BROWN) oder Art und Weise, wie sie vorgelesen wurde (also WOLFGANG PAMPEL) nicht gefallen?

Wie auch immer, ich fand Illuminati super!

lg, Juli

Salü

Für mich kommt’s ganz drauf an, was man gerade tun möchte und wie man drauf ist.
Das Hörbuch hat den klaren Vorteil, dass es viel weniger anstrengend ist und wenn man vor lauter Müdigkeit die Augen nicht aufbringt, ist es die beste Lösung.
Hingegen sollte man das Hörbuch nicht wählen, wenn man unkonzentriert ist, denn man büsst für Unaufmerksamkeit an wichtigen Stellen. Bei Büchern hat man den Vorteil, dass man einfach den letzten Satz nochmals lesen kann, bei Hörbüchern ist das Zurückspulen viel aufwändiger.
Dazu brauchen Bücher keine Batterien und „funktionieren“ immer.

Was ist letztlich also besser?
Diese Frage kann ich wohl nicht beantworten :wink:

Kalsan

hallo,

beim hörbuch hören was anders nebenher tun oder chillen mag für eine gattung der literatur zutreffen, die das auch zulässt. bücher, deren inhalt sich erst beim lesen erschließt, kann man so nicht aufnehmen. charlotte link rosengeschwängerte guernsey- romane oder gut gesprochene krimis - warum nicht?

allerdings muss ich zugeben, dass ich mich faust I + II, schillers bürgschaft, glocke, handschuh usw. zuerst über das hörbuch genähert habe. und zwar ganz einfach, weil ich eine zeitlang jeden morgen mit dem auto ewig im stau stand. (wäre ich mit der u-bahn gefahren, hätte ich aber ein buch vorgezogen.)

bei einem buch sehe ich folgende vorteile:
1.) es funktioniert ohne strom
2.) liest sicher wunderbar auch in der badewanne oder im bett
3.) lässt mir raum für eigene bilder (die ja nicht unwesentlich durch die stimme mitbestimmt werden)
4.) das gleiche ist es mit interpretationen, die ja auch mehrdeutig können. ein hörbuch kann nur eine darstellen.
5.) überdauern bücher oft jahrhunderte oder mehr. von PDFs, CDs oder anderen datenträgern habe ich das noch nicht gehört :wink:

im übrigen: jedem tierchen sein plaisierchen.

schöne grüße
ann

Hallo Bücherfreunde,

lange Autofahrten geniessen wir, meine Frau und ich, wenn wir durch ein flott geschriebenes und gelesenes Buch unterhalten werden. Beim Zuhören im Bett oder auf der Couch neige ich zum Einschlafen durch die Berieselung, im Auto dagegen bin ich hellwach. Wir bevorzugen allerdings leichte und spannende Geschichten, Krimis z.B., auch als Hörspiel. Schwierigere Stoffe, wie z.B. Thomas Manns Romane u.ä., höre ich gerne für mich an, u.U. mit häufigem Zurückspulen, wenn man eine Stelle nicht so ganz kapiert hat - und dann lese ich das Buch. Literatur dieser Art sollte man ohnehin 2 oder mehrmals lesen, um die Feinheiten und Zusammenhänge zu erfassen. Die 1. Lesung ersetze ich daher gern durch eine Anhörung, das kann während eines Spaziergangs oder einer Wanderung sein und ist nicht so strapaziös wie das Lesen. Danach kenne ich den Stoff und kann mich beim Lesen besser auf die Feinheiten konzentrieren bzw. auf die Fragen, die entstanden beim Anhören.

Wolfgang D.

bei einem buch sehe ich folgende vorteile:
1.) es funktioniert ohne strom

Das ist wohl das geringste Problem, mp3 player einfach zB über Nacht anschließen

2.) liest sicher wunderbar auch in der badewanne oder im bett

erfüllt die Sterioanlage auch

3.) lässt mir raum für eigene bilder (die ja nicht
unwesentlich durch die stimme mitbestimmt werden)

4.) das gleiche ist es mit interpretationen, die ja auch
mehrdeutig können. ein hörbuch kann nur eine darstellen.

ein Hörbuch lässt meines Achtens nicht nur eine Interpretation zu. Es gibt nur einen Anstoß für die Fantasie, würde ich sagen.

5.) überdauern bücher oft jahrhunderte oder mehr. von PDFs,
CDs oder anderen datenträgern habe ich das noch nicht gehört

Das liegt wohl daran, dass es das einfach noch nicht so lange gibt! Warte doch mal 200 Jahre, dann wird auch irgendwann mal ein Vater zu seinem Kind sagen: „schau mal, eine CD, mit sowas altmodischen ist der Vater meines Opas groß geworden“ „Was?! Wie konnte er das nur überstehen…?“

im übrigen: jedem tierchen sein plaisierchen.

wenn das soviel wie ‚jedem das seine‘ heißen soll: ja.

Vielleicht is einfach eine Mischung zwischen Buch und Hörbuch das richtige:wink:

schöne grüße

gleichfalls!

Juli

Hi,

zur Haltbarkeit von CDs und ähnlichen elektronischen DAtenträgern siehe hier http://www.pc-professionell.de/praxis/2007/06/25/200…
Mal abgesehen davon, dass sich die elektronischen Medien so schnell weiterentwickeln. Krieg heute mal noch n Computer mit Diskettenlaufwerk … meine Staatsexamensarbeit ist auf eines solchen gespeichert … von vor 7 Jahren. Aber das mit der Geschwindigkeit der technischen weiterentwicklung hast Du selbst angesprochen. Ich benutze ein Kochbuch meiner Uroma und habe als Kind ein Märchenbuch meiner Oma gelesen. Du kannst deinen Enkeln und Urenkeln dann mal Dein Hörbuch zeigen, welches du ihnen vorgespielt hättest, wenn sich ein passendes Abspielgerät fände, … falls die Daten überhaupt erhalten geblieben sind.
Abgesehen davon ist dir mit 16 oder 17 (laut ViKa) der Wert von Erinnerungsstücken wahrscheinlich noch ziemlich fremd. und ich möchte sagen, hofffentlich bleibt das lange so. Ironiefrei.

Die Franzi

bei einem buch sehe ich folgende vorteile:
1.) es funktioniert ohne strom

Das ist wohl das geringste Problem, mp3 player einfach zB über
Nacht anschließen

2.) liest sicher wunderbar auch in der badewanne oder im bett

erfüllt die Sterioanlage auch

ach ja, ich vergaß: strom kommt aus der steckdose, richtig?

Warte doch mal 200 Jahre, […]

vielleicht erweitert du deinen aktionsradius ja schon früher über die grenzen der häuslichen stromversorgung hinaus.

Vielleicht is einfach eine Mischung zwischen Buch und Hörbuch
das richtige:wink:

eben. da können wir uns treffen :smile:

schöne grüße
ann

Hallo Juli,

Jetzt wollte ich euch hier mal fragen, wie ihr dazu steht:
Buch oder Hörbuch? Lesen oder Vorlesen lassen?

es gibt sicherlich genügend Gründe, die sowohl für das eine als auch das andere sprechen, doch manche vergessen einfach noch etwas:

Was sie für ein bevorzugter Sinnestyp sind?!?!

Jeder Mensch hat einen Sinn, den er bevozugt nutzt und entsprechend gut ist dieser ausgeprägt - oder anders formuliert, entsprechend schwächer sind die anderen. Das macht sich sogar bei den verwendeten Wörtern in der Sprache bemerkbar oder bei der Art, wie wir am besten etwas neues lernen.

Bei mir selbst z.B.: Ich bin ein sehr starker visueller Mensch und ich bin auch eine leidenschaftliche Leserin. In den letzten Jahren hab ich öfters auch Hörbücher ausprobiert, die ich mir in weiser Voraussicht von Freunden ausgeliehen hatte. Es gab Bücher, die ich vorher noch nicht kannte, u.a. „Hape Kerkeling - Ich bin dann mal weg“ und Bücher, die ich bereits kannte, u.a. die Harry Potter-Bücher auf Englisch.

Und jedes Mal war es schlichtweg eine Katastrophe! Ich konnte mich nicht richtig auf das Gehörte konzentrieren, hab die Hälfte nicht mitbekommen und schon nach kurzer Zeit verlor ich die Lust zum Zuhören, es war mir schlichtweg zu langweilig und ich suchte mir andere Aufgaben nebenher. Was dann erst recht nicht geklappt hat, weil jetzt meine Aufmerksamkeit ganz woanders lag…

…hingegen wenn ich selber lese, desöfteren schon völlig die Zeit vergessen und ich mich stundenlang in ein Buch vertiefen konnte.

Langer Rede, kurzer Sinn: Für mich als „auditiven Legastheniker“ sind Hörbücher rein gar nichts! Ich bleib dann doch lieber beim selber lesen! :smile:

Schöne Grüße

Karin

Lesen
Hallo Juli!

Für mich ist die Antwort ganz klar: selbst lesen!
Ich habe bislang nur 2Bücher als Hörbuch gehört(habe es selbst meinem Freund geschenkt, weil er nicht die Zeit dafür hat, ein Buch über 1000Seiten zu lesen), die ich zuvor aber selbst gelesen habe und war enttäuscht! Vieles wurde gekürzt oder ganz ausgelassen, die Stimme übertrug gar keine Charaktere, alles so monoton vorgelesen… Dabei war der Sprecher nicht unbekannt und das Buch auch ein Bestseller.
Außerdem trägt das Lesen dazu bei, dass man so auch Gramatik lernen/verbessern kann :smile:

Grüsse, Seltsam

Außerdem trägt das Lesen dazu bei, dass man so auch Gramatik lernen/verbessern kann :smile:

Oder Rechtschreibung :o)
Entschuldige bitte…
… konnte einfach nicht widerstehen :wink:
Gruß von Finjen

Genauso geht es mir!

Beatrix

Hallo Finjen!

Außerdem trägt das Lesen dazu bei, dass man so auch Gramatik lernen/verbessern kann :smile:

Oder Rechtschreibung :o)

Oder so. Und wenn man überlegt, dass ich „Ausländerin“ bin und mir Deutsch selbst beigebracht habe(hauptsächlich durch lesen), dann musst du zugeben, dass es gut funktioniert! :smile:

Grüsse, Seltsam

Also dann bin ich wohl einer, der lieber was hört, als sieht:stuck_out_tongue:

Und jedes Mal war es schlichtweg eine Katastrophe! Ich konnte
mich nicht richtig auf das Gehörte konzentrieren, hab die
Hälfte nicht mitbekommen und schon nach kurzer Zeit verlor ich
die Lust zum Zuhören, es war mir schlichtweg zu langweilig und
ich suchte mir andere Aufgaben nebenher. Was dann erst recht
nicht geklappt hat, weil jetzt meine Aufmerksamkeit ganz
woanders lag…

…hingegen wenn ich selber lese, desöfteren schon völlig die
Zeit vergessen und ich mich stundenlang in ein Buch vertiefen
konnte.

Also ich könnte stundenlag daliegen und ein Buch anhören:smiley:

Aber ich werde doch auch noch mal probieren ein Buch zu lesen. Es braucht bei mir aber ich sehr, sehr, sehr viel Überwindung, bis ich einmal im Buch ‚drin‘ bin. Und sowas geht meistens nur im Urlaub am Strand, wenn ich nix besseres zu tun habe.

lg Juli

Hallo Finjen!

Außerdem trägt das Lesen dazu bei, dass man so auch Gramatik lernen/verbessern kann :smile:

Oder Rechtschreibung :o)

Oder so. Und wenn man überlegt, dass ich „Ausländerin“ bin und
mir Deutsch selbst beigebracht habe(hauptsächlich durch
lesen), dann musst du zugeben, dass es gut funktioniert! :smile:

Das ist ja seltsam, hätte ich gar nicht gedacht:wink:

Hi

Jetzt wollte ich euch hier mal fragen, wie ihr dazu steht:
Buch oder Hörbuch? Lesen oder Vorlesen lassen?

Ich bevorzuge beide Varianten. Je nach Stimmung, Lust und Laune.
Bücher, die ich schon lange wieder mal lesen wollte, kaufe ich bevorzugt als Hörbuch um mich am Abend vor dem Schlafen gehen berieseln zu lassen. Da ich die Bücher da schon kenne, kann mir die Vorlesestimmer auch meine Kopfbilder nicht mehr zerstören. Die sind nämlich mächtiger :wink:

Hat auch einen großen Vorteil: Wenn ich einschlafen sollte, werde ich nicht von einem Buch erschlagen *g*, schlimmstenfalls läuft der mp3-Player bis der Akku leer ist. Wenn ich merke, daß ich müde werde, setze ich mir ein Lesezeichen und fange halt am nächsten Tag dort wieder an.

Aber ein echtes Buch ist ein echtes Buch. Das kann ein Hörbuch nicht ersetzen. So schnell lesen wie ich will, herumblättern wie ich will. Das kann mir ein Hörbuch nicht bieten.

Gruß
Edith

Entschuldigung
Hallo Seltsam,

Außerdem trägt das Lesen dazu bei, dass man so auch Gramatik lernen/verbessern kann :smile:

Oder Rechtschreibung :o)

Oder so. Und wenn man überlegt, dass ich „Ausländerin“ bin und
mir Deutsch selbst beigebracht habe(hauptsächlich durch
lesen), dann musst du zugeben, dass es gut funktioniert! :smile:

Da hast Du mehr als recht,
es funktioniert sehr gut.
…besser als jeglicher meiner kläglichen Versuche auf „ausländerisch“…
:wink:
Tut mir leid, ich konnte gestern nicht widerstehen, fand es einfach zu niedlich… :o)
…entschuldige bitte…
Grüße von Finjen