Ein guter Kumpel will vom Ausland Grosshandeleinkäufe machen. Er hat schon einen Grosshändler gefunden der Ihm für die Bezahlung der Waren LETTER OF CREDIT L/C vorschlägt. Das Problem ist nur wir beide wissen nicht was das LETTER OF CREDIT L/C beduetet. Kann uns jemand vielleicht erklären um was es geht bei der LETTER OF CREDIT L/C.
Es handelt sich dabei um ein Wertpapier zur Exportfinanzierung. Es geht darum, dass der Exporteur sicher gehen will, dass er auch tatsächlich sein Geld bekommt. Das nennt sich auch übersetzt „Dokumenten-Akkreditiv“.
Das geht so: Dein Freund geht zu einer Bank und diese übernimmt dann im Auftrag Deines Freundes die Verpflichtung, innerhalb einer bestimmten Frist dem Geschäftspartner Deines Freundes im Ausland gegen die Übergabe bestimmter erforderlicher Dokumente den Betrag auszuzahlen, den er für seine Exportwaren haben will. Es geht dabei um die Absicherung der Exporteur-Forderung. Alles weitere erfährt man aber bei der Bank. Wenn man das in größeren Stil durchzieht, sollte man eine darauf spezialisierte Bank einschalten.
Ergänzend sollte man vielleicht noch erwähnen, dass es auch für denc Käufer die grösst mögliche sicherheit darstellt, da er die notwendigen Dokumente für die Auszahlung bestimmen kann.
Von der einfachen Rechnung über das Ursprungszeugnis bish hin zu einer Bestätigung der Reederei „keinen israelischen Hafen anzulaufen“ habe ich da früher viel gesehen…
Von der einfachen Rechnung über das Ursprungszeugnis bish hin
zu einer Bestätigung der Reederei „keinen israelischen Hafen
anzulaufen“ habe ich da früher viel gesehen…
Hm, ist nur ein bisschen problematisch, wenn man dann als Importeur zufällig in Israel sitzt … meinst Du nicht auch ?
Warum sollte ein israelischer Hafen nicht angelaufen werden ???
das L/C ist eine sichere Art der Zahlungs- und Lieferungsabwicklung. Doch gibt es beim L/C ganz viele Fallstricke die man beachten muss. Ihr solltet auf jeden Fall ohne Erfahrung das nur mit einer Bank machen, die eine L/C Abteilung hat (z.B. Commerzbank/Deutsche Bank).
Das blöde am L/C ist, das man jeglichen Anspruch verliert, wenn man auch nur eine der Bedingungen nicht, oder fehlerhaft erfüllt.
Hm, ist nur ein bisschen problematisch, wenn man dann als
Importeur zufällig in Israel sitzt … meinst Du nicht auch ?
Warum sollte ein israelischer Hafen nicht angelaufen werden
???
Wolllen wir diese Klischees mit denen man früher die Leute zur Grossbank gejagt hat weiter pflegen?
Was macht die deutsche Bank vor Ort? - Sie gibt das ganze den Kollegen in FFM.
Bei der CoBa genau so.
Und bei der Sparkasse? Die wickelt das ganze über die Landesbank ab.
Die Volksbank um die Ecke über die DZ Bank.
Alle haben diese Abteilungen.
Und wie sagte mir doch damals ein Kunde der Werbemittelausrüster für namhafte deutsche Firmen war: „Lieber komme ich zur Volksbank, bei denen jemand (die Auslandsabteilung) sitzt, der -auch wenn es in FFM abgewickelt wird- Ahnung von der Sache hat, als dass ich hier vor Ort zur DB gehe, wo nicht mal der Filialleiter Bescheid weiss und wo ich alles umständlichst über die Zentrale erfahren muss.“
Meiner Meinung nach schenken sich die (Universalbank-)Bankengruppen nur wenig.
Meiner Meinung nach schenken sich die
(Universalbank-)Bankengruppen nur wenig.
eigentlich sind gerade sogar die kleinen Handelsbanken echte Spezialisten, was das Auslandsgeschäft angeht. Da kennen die Leute nicht nur die Kunden bestens, sondern auch die Gepflogenheiten in den einzelnen Ländern, ihre Ansprechpartner bei den Korrespondenzbanken, die Leistungsfähigkeit der einzelnen Kurierdienste in den einzelnen Ländern usw.
Bei den großen Banken ist eher Massengeschäft angesagt ohne Rücksicht auf kleine Besonderheiten. Teilweise wird sogar Geschäft zurückgewiesen, das nicht den Standards entspricht, insbesondere seit das online-Geschäft auch in diesem Segment an Bedeutung gewonnen hat.
einen Grosshändler zu finden, der einem Ware schickt ist bestimmt nicht so schwer…nur wie sieht es mit der Sicherheit aus, dass er auch wirklich liefert bzw. auch das liefert was Ihr bestellt habt!
Letter of Credit L/C stellt zwar schon ein relativ sicheres Instrument da…aber mehr auf der Exporteursseite. Es handelt sich nämlich um ein von dem Warengeschäft losgelöstes Sache. Die Bank zahlt dem Exporteur nämlich „nur“ für die Papiere (z.B. Handelsrechnungen, Frachtbriefdoppel usw.)Ob dann in dem Container oder Paket wirklich das Zeug drin ist interessiert der Bank überhaupt nicht, wenn die Papiere „in Ordnung“ sind, zahlen die einfach.
L/C ist übrigens auch ganz schön teuer.
Die Hauptfrage ist also…kennt ihr den Exporteur, hat er Referenzen usw.
Viel Erfolg
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