Hi Dieter,
du hast da eine wirklich gute Grundidee für einen „ländlichen“ Raum.
Du kannst und musst sie aber noch weiter ausbauen.
Komme selbst aus kleinem Dorf und sehe wenn ich hin und wieder zu Besuch bin, wie die Region überaltert und entvölkert wird.
OK. Als ich deine Frage las, entwickelte sich folgendes Bild:
Ortschaft mit mind. 2000 EW (kleiner bringt dich schnell ins aus)…
Großzügiges Lokal, Einrichtung dem Zielpublikum entsprechend.
Hauptumsatzbereich:
Kaffee & Kuchen, Schnäpschen&Likörchen für die lieben alten Damen
Ausstattung wie ein gemütliches Wohnzimmer.
Die Leute sollen möglichst lange bleiben. Dein Café muss zum allgemeinen Treffpunkt werden, damit du leben kannst.
PC-Bereich:
Nüchterne Einrichtung. Bewirtung sorgt für längeres Verweilen.
Umsatz wirst du gerade am Anfang nicht machen… alles zu neu.
Aktionen, di dein Geschäft ins Gespräch bringen:
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Altennachmittag einmal im Monat (Zusammenarbeit mit Frauenvereinen u.a. suchen.
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Tanznachmittag einmal im Monat (vielleicht im Zusammenhang mit Altennachmittag = Seniorentag mit Kaffee, Kuchen & Tanz)
… als Musiker wirst du immer Alleinunterrhalter finden, die gerne mal für andere spielen möchten… keine CD-Aufleger… notfalls örtlicher Musikverein.
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Kostenloser Computerkurs für den Einstieg ins Internet
… große Gruppe… geht nur drum wie man das Ding anmacht und ins nternet geht… du musst dir deine Kunden erst noch heranziehen.
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E-Bay Aktionen: Du stellst wie E-Bay-Power-Seller Waren der Leute ins Netz… Provision nach beliben wenn verkauft.
Wenn nun einige Leute interessiert sind kann dein I-Net-Café-Beereich endlich Gewinne abwerfen.
Sonderangebote wie z.B. 1 Stunde 1 € … 2 Stunden 1,50€ + Tass’ Kaff’
Dann als Nächstes (sobakld genügend Interesse da ist) bietest du die geplanten Kurse an.
Dir wird wahrschweinlich schon einiges mehr vorschweben oder du kannst meine Grundideen vervollkommnen.
Überlebenswichtig ist, dass du immer daran denken musst:
Deine Haupt-Kundschaft wird dir automatisch wegsterben. Ist kein Sarkassmus, sondern einfach Realität.
Du musst also versuchen, in einer späteren Phase auch die jünghere Kundschaft zu gewinnen…
Hintergrund:
Du benötigst eine Konzenssion , die dir erlaubt, bis zur „Sperrstunde“ zu öffnen. Mach dich in dieser Hinsicht erst kundig, bevor du annmeldest.
Schankerlaubnis und entsprechenden Hintergrund für Ausstattung des „Ladens“…
Zusammenarbeit mit Bierverlag bringt dir Ausstattung, Werbeschilder usw…
Bedenke: Das I-Net-Café wird sich auf Dauer nicht halten können.
Unsere Geneation wird im Rentenalter nicht wegen PC in einen Laden gehen zum Surfen… die Geselligkeit machts und der Service.
Ich selbst habe jahrelang Internet-Cafés besucht, weil es Bedienung gab und Leute zum Klönen.
Ich habe aber z.B. im Raum Paderborn (260.00 EW) gesehen, dass die Cafés immer nur ca. ein Jahr überstanden haben. Nur Spielotheken mit Café haben überlebt.
Der Umsatz kam also nicht über die PCs.
Damit es dir nicht auch so geht und du evtl. im Schuldenberg steckst, sehe zu, dass dein Laden ein „kulturelles Zentrum“ für den Ort/Region wird.
Sorge dafür, dass der Bewirtungsbereich immer „voll“ ist. DER bringt Umsatz. Von den 1€/Stunde für PC kannst du nicht überleben.
Wenn du deine PC-Ausstattung einrichtest… sieh zu, dass die PCs folgende Punkte erfüllen:
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Datenspeicherung nicht auf den einzelnen Rechnern. Heruntergeladene Daten können nur auf einem Hauptrechner gespeichert werden. Von dort aus können sich die User die Daten auf Sticks und CD/DVD überspielen. Das hält deine Kisten einigermaßen sauber.
Für Ausdrucke bekommst du natürlich Geld und für gebrannte CDs auch. Eigene CDs werden nicht akzeptiert.
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Die PC müssen so abgesichert sein, dass keiner die Einstellungen verändern kann. Wartung nur über Fernwartung von deinem Hauptrechner.
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Uploads von Daten: Kunde kann maximal xx MB hochladen (für E-Mails)
Die Daten werden kurz auf dem Haupterechner abgelegt und können dann vom Einzelrechner her abgerufen und versendet werden.
Denk dran, dass du bei rechtlich nicht einwandfereien Internetseiten zur Verantweortung gezogen werden sollst, weil deine IPs dort eingeloggt sind. Verhindere deshalb Uploads größeren Ausmaßes (kweine Garantie aber vielleicht Abschreckung)
Speichern und Uploads:
Richte einen PC als Sever ein. Jeder rechner bekommt einen eigenen Downloadbereich (CD/DVD-Größe) und einen Uploadbereich (5 MB ?)
Der eigene Bereich kann nur von der bestimmten PC-IP angesteuert werden. Der Kunde kann selbst die Daten löschen. Er kann aber im Uploadbereich nichts hinzufügen.
/Alles technisch ohne viel Aufwand machbar… bißchen Nachdeneken und schon findest du einige Bordmittel die es ermöglichen 
AGB für die PC-Nutzung erstellen (Datenschutzerklärung etc…)
Bedienungsanleitung für PC-Nutzung erstellen.
Gibt noch einiges mehr, was man machen kann und sollte…
Rechne immer mit User, die dein System mal testen wollen und evtl. ein bißchen „aufpolieren“. Dieses sollte versucht werden zu verhindern.
Noch Fragen ? Gerne per Mail: mailto:[email protected]
Gruß
BJ