Andere Gelder, losgelöst vom Arbeitsamt und von der ARGE ist
mir nicht bekannt, dass man diese benaspruchen könnte. Es wird
einem immer gesagt, man muss den ALGI -Status haben.
Hi Lara,
lies dir doch bitte noch euinmal meinen ersten Link durch.
Di KfW und andere Förderbanken unterstützen auch Existenzgründer. Kredite und Förderungen müssen oft bei der normalen Hausbank beantragt werden, die den Antrag dann weiter leitet.
Es gibt auch örtliche Wirtschaftsfödervereine, die Kredite erteilen oder vermitteln.
Die Förderung durch die Agentur gibts noch gar nicht sooo lange.
Deren Zuschüsse sind abhängig davon, dass noch Anspruch auf ALG1/2 besteht. Die Höhe richtet sich nach der Restzeit und der Art des ALG.
Dafür gibts aber auch Auflagen, die nicht immer von Vorteil sind (Pflichtversicherung in den Kassen etc.) Diese Auflagen sind eigentlich (NOCH) nicht gesetzlich vorgeschrieben… halt nur für die , die Geld vom Amt haben wollen.
Die gesetzliche Regelung soll sich aber in Kürze ändern. Dann müssen sich auch Einzelunternehmer zwangsversichern… mal sehen wann es gültig wird.
Wenn ich könnte, würde ich das Geld , das ich monatlich an Rentenversicherung „abdrücken“ muss, in einen Sparstrumpf stecken.
Dann hätte ich im „Rentenalter“ garantiert mehr als bei der gesetzlichen „Vorsorge“.
Und ich müsste dann wohl nicht als „alter Opi“ mit über 70 immer noch „malochen“ gehen.
Länger gibt es schon die private Förderung und Vermittlung von zinsgünstigen Krediten.
Während aber die Förderung durch die Agentur von kaum Gegenleistungen abhängig ist, wollen „die anderen“ natürlich „mehr“ sehen.
Business-Plan, genaue Kalkulationen, Marktforschung usw…
Die wollen natürlich auch sehen, dass du nicht blauäugig einfach deren Geld in den Sand setzen wirst, sondern, dass du alles Mögliche schon vorher kalkuliert hast.
Manchmal wollen sie auch Sicherheiten. Die müssen aber nicht immer aus materiellen Werten bestehen. Manchmal ist es schon eine erfolgversprechende Geschäftsidee, die das Geld bringen kann.
Das war damals auch der Grund, weshalb die IT-Branche sprungartig neue Firmen und Geschäftsideen verzeichnen konnte… was leider nicht lange anhielt.
Es gab zu dieser Zeit schon Geld für die „gute Idee“ an und für sich.
Lang ists her.
Du hast in jedem Fall einiges an Vorarbeit zu leisten… und die kann ganz schön dauern.
Beantworte dir selbst einmal folgende Fragen. Diese Antworten fließen nachher auch in deinen Geschäftsplan ein:
Grundsätzliche Fragen
- Wie groß sind die Marktchancen am gewählten Standort ?
- Gibt es schon die gleiche Idee ?
- Wie viel Potential ist noch vorhanden ?
- Wie ziehe ich die Firma auf und wie will ich sie in welcher Zeit erweitern ?
Finanzielle Fragen
- Wie hoch muss die Anfangsinvestition sein ? (Einzelposten)
- Wie sind die fixen Kosten Monat/Jahr ?
- Wie sind die Produktabhängigen Kosten ?
- Wie hoch sind Konkurrenzprodukte im Preis?
- Wie hoch ist der monatliche Absatz Stück/Volunmen ?
- Wie hoch ist der Roherlös ?
- Wieviel Geld brauche ich zum Leben ?
- Wie hoch sind die Zusatzbelastungen durch Versicherung etc.?
- Wenn ich expandiere. Wie hoch werden die Lohnkosten sein ?
- In wieweit expandiert der Umsatz mit der Anzahl der Mitarbeiter ?
Firmenziele
- Wie lange brauche ich, um aus den roten Zahlen zu kommen ?
- Ab wann kann ich den Betrieb investieren und erweitern?
- Was sind meine Expansionsziele ?
- Wie lange brauche ich, um das erste Expansionsziel zu erreichen ?
- Wie stehe ich in 3, 5, 10 Jahren mit meiner Firma da?
Unterstützende Aktionen
- Wie gedenke ich , meine Firma bekannt zu machen ?
- Welche Zielgruppen habe ich ?
- Wie werbe ich ?
- Welche Kooperationen werde ich mit anderen eingehen wollen ?
Das war jetzt aus dem Stehgreif hingeschrieben. Es gibt noch viele andere Punkte.
Für den Businessplan sollte man sich erst schon einmal eine Gliederung machen, die sich logisch fortsetzt.
Z.B. Grund der Gründung - Firmenziele - Zielverwirklichung etc…
Mit Grafiken und Branchenerfahungen anderer Mitbewerber werden die ergebnisse untermauert.
Das bedeutet viel Recherche… sowohl bei Kammern als auch im internet.
Je besser und anschaulicher du es darstellen kannst, desto näher bist du deinem Ziel.
Dein Vorteil bei Erstellung des Plan ist:
Du musst plötzlich Gesichtspunkte berücksichtigen, an die du vorher nicht gedacht hast.
Während der Ausarbeitung wirst du deine Ansichten Revidieren und am Ende alles aus einer anderen, objektiveren, Warte sehen können.
Vor 3 Jahren hatte ich auch einmal eine neue Geschäftsidee. Nach 3 Monaten Rechnen und Recherchieren kam ich dazu, diese Idee zurück zu stellen. Es hätte zu lange gedauert, die Ziele zu realisieren. Der „Neuheit“-Vorteil wäre dadurch nicht richtig nutzbar gewesen. „Größere“ Mitbewerber hätten die Idee schnell aufgreifen und mich vom Markt drängen können.
Es gibt zur Zeit eine Firma, die eine ähnliche Idee hatte.
Diese Firma hat aber leider nicht lange genug gerechnet.
Man hat zwar durch eine Ltd. alle Verantwortung und Haftung versucht von sich zu weisen… aber… gegründet April 2006 steht sie jetzt schon kurz vorm Konkurs.
Es ist genau das eingetreten, was ich damals schon befürchtet und errechnet hatte: Sie haben zu lange zum „Großwerden“ gebraucht und
gerade im Bereich Werbung nicht vernünftig gearbeitet.
Jedesmal wenn die Werbung Erfolg hatte, haben sie sie eingestellt… bis zur nächsten Flaute.
Wenn man einmal angefangen hat, muss man durchhalten. Lieber Auftragsüberhang als Flaute.
Das hat dieser Firma auch das Genick gebrochen.
Meine Frau arbeitet in dieser Firma und deshlab hat es mich auch sehr interessiert, WAS man alles falsch machen könnte (was ich eventuell übersehen hatte) *g*
Obwohl das Konzept ähnlich meiner Idee ist, besteht noch immer eine Möglichkeit mit meiner Firma auf den Markt zu kommen.
Ich kann in Ruhe abwarten , die Idee ausbauen und neu durchrechnen.
Ich stehe jetzt nicht vor einer Firmenpleite, weil ich mit dem Kopf durch die Wand wollte und nicht weiter rechnen „konnte“.
Allgemeiner Tipp für dich:
Sieh zu, dass du alles auch von der negativen Seite betrachtest.
Wie lange kannst du durchhalten, bis deine Idee „läuft“?
Auch wenn deine Idee „sensationell“ ist, musst du immer mit einer längeren Anlaufphase rechnen. Du darfst nicht von Auftrag zu Auftrag leben müssen/dürfen.
Jedes Ausbleiben von Aufträgen könnte dich sonst in den Ruin treiben.
Nutze übrigens Vorteile, die dir aus anderen Firmen entstehen könnten:
Wenn eine Firma umzieht, die ähnlich deiner Idee ist:
Miete deren alten Räume. Du glaubst garnicht, wieviele Leute aus Gewohnheit zum gleichen Geschäft laufen. Denen fällt es manchmal nicht einmal auf (oder interessiert sie nicht), wenn da eine neue Firma ist. Hauptsache, sie bekonmmen da was Ähnliches. 
Gruß
BJ