Leuchstoffröhre leuchtet 'von alleine'

Liebe Wissenden,

vielleicht kann mir jemand das folgende Phänomen erklären, das mich gestern vorm Schlafengehen etwas erschreckt hat: Als ich vom Balkon in die dunkle Wohnung kam, warfen die beiden Leuchtstoffröhren in der Küche ein schwaches bläuliches Licht. Sah irgendwie gruslig aus. Geflackert hat es nicht. Die Schalter standen auf „aus“. Ich habe den Stecker rausgezogen. Als ich ihn heute morgen wieder reinsteckte, leuchtete (in „aus“-Stellung) nichts mehr. War das gestern was Gefährliches? Hatte es was mit der Hitze zu tun (32 Grad in der Wohnung!!!)? Oder ist das was ganz Alltägliches, und nur ich weiß nichts davon? Es wäre schön, wenn mir jemand von euch etwas dazu erklären könnte.

Danke!
Gruß
Chris

Das Phenomen ist ganz einfach erklärbar. Die in der Röhre befindliche Leuchtschicht ( enthält Phosphor und andere lichtemittierende Substanzen ) leuchtet noch lange nach, wenn sie zuvor einem Ladungsträgerbeschuss ausgesetzt war. Ist übrigens auch beim Fernsehgerät beobachtbar.
Weiterhin ist es möglich, dass ein starkes elektrisches Feld in der Nähe die Röhren zum Aufleuchten animiert, aber dazu müssest du schon 3m unter einer Hochspannungsleitung wohnen. Wohl bekomm´s !

HM

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Hi,

Als ich
vom Balkon in die dunkle Wohnung kam, warfen die beiden
Leuchtstoffröhren in der Küche ein schwaches bläuliches Licht.

Frage: Sind das Deckenleuchten, die über einen Wandschalter geschaltet werden oder sind das Leuchten, die mit Kabel in einer Steckdose stecken und einen eigenen Schalter an der Leuchte haben?

Wenn letzteres der Fall ist: einfach mal den Stecker um 180° drehen.

Gruß
Stefan

Liebe Wissenden,

vielleicht kann mir jemand das folgende Phänomen erklären, das
mich gestern vorm Schlafengehen etwas erschreckt hat: Als ich
vom Balkon in die dunkle Wohnung kam, warfen die beiden
Leuchtstoffröhren in der Küche ein schwaches bläuliches Licht.
Sah irgendwie gruslig aus. Geflackert hat es nicht. Die
Schalter standen auf „aus“. Ich habe den Stecker rausgezogen.
Als ich ihn heute morgen wieder reinsteckte, leuchtete (in
„aus“-Stellung) nichts mehr.
Danke!
Gruß
Chris

Hallo,SH hat schon die richtige Antwort gegeben.Bei einem Schalter wird immer der Ausenleiter abgeschaltet.Daher tritt hier dieser Efekt nicht auf.Beim Stecker ist das anders,den kann man so,oder so rum einstecken.In dem Fall,dass der Stecker eben „so“ rum eigesteckt ist,wird der Null-Leiter mit dem Schalter abgeschaltet und der Ausenleiter (Strom) bleibt an der Lampe.An sich keine Ursache zur Besorgniss,aber es kann stören.Also Stecker richtig herum einstecken.
Gruss Gerhard.

kleine Korrektur
Hallo HM,

Das Phenomen ist ganz einfach erklärbar. Die in der Röhre
befindliche Leuchtschicht ( enthält Phosphor und andere
lichtemittierende Substanzen ) leuchtet noch lange nach, wenn
sie zuvor einem Ladungsträgerbeschuss ausgesetzt war.

Die Leuchtstoffschicht selbst emittiert kein Licht. Vielmehr verwandelt sie die im Entladungsrohr entstehende unsichtbare UV-Strahlung von ca.253nm in sichtbares Licht durch Änderung der Wellenlänge.

Ansonsten hast Du Recht.
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,

Das Phenomen ist ganz einfach erklärbar. Die in der Röhre
befindliche Leuchtschicht ( enthält Phosphor und andere
lichtemittierende Substanzen ) leuchtet noch lange nach, wenn
sie zuvor einem Ladungsträgerbeschuss ausgesetzt war.

Die Leuchtstoffschicht selbst emittiert kein Licht. Vielmehr
verwandelt sie die im Entladungsrohr entstehende unsichtbare
UV-Strahlung von ca.253nm in sichtbares Licht durch Änderung
der Wellenlänge.

Natürlich emittiert die Leuchtstoffschicht Licht, denn sonnst würde die Umwandlung der Wällenlänge gar nicht funktionieren !

Funktionsweise (vereinfacht):
Ein Atom absorbiert die Energie eines Photons (hier UV). Diese Energie bewirkt, dass ein oder mehrere Elektronen in ein höheres Energieniveau gehoben werden. Dieser, instabile, Zustand wird beendet, wenn das Elektron wieder auf sein normales Energieniveau zurückfällt. Die Energie-Differenz wird in Form eines Photons mit der entsprechenden Energie abgegeben.

Anmerkungen:

  1. Die Wellenlänge (Farbe, bei sichtbarem Licht) entspricht der Energie eines Photons (Kürzere Wellenlänge = höhere Energie).
  2. Die Elektronen können nur zwischen bestimmeten Energieniveaus wechseln. Die möglichen Energieniveaus und somit die Energie (Farbe) des abgegebenen Photons sind vom Material abhängig.

MfG Peter(TOO)

sagte ich nicht …

„Ich erklärs mal ganz einfach“

???

HM :smile:

Ein dickes Danke an euch alle!
Liebe Wissenden,
also, ich will ja nicht behaupten, dass ich euch bei eurer Diskussion folgen konnte. Macht aber auch nix. Tatsache ist, dass ich den Stecker ungläubig rumgedreht habe und dass jetzt nichts mehr leuchtet, wenn nichts eingeschaltet ist. Ich habe mich natürlich auch im Freundes- und Kollegenkreis umgehört und festgestellt, dass es doch einigen Leute schon wie mir ergangen ist und sie mit ungutem Gefühl ihre Geisterleuchte anstarrten, unsicher, ob da gleich etwas Schlimmeres passieren könnte. Jetzt gebe ich den Stecker-Tipp gerne weiter. Und wenn einer wissen will, warum es daran liegt, kann ich immer noch sagen, ich habe es mal toll erklärt bekommen, ich schau mal nach …

Noch einmal: vielen Dank!
Chris

Hallo Peter,
naja, wie man´s nimmt. Die Leuchtstoffschicht selbst emittiert zunächst mal nichts (zumindest nicht ohne Energiezufuhr).
Nach Deiner Beschreibung könnte man auch meinen, mit einer Bildröhre allein könnte man fernsehen :wink:
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,

naja, wie man´s nimmt. Die Leuchtstoffschicht selbst emittiert
zunächst mal nichts (zumindest nicht ohne Energiezufuhr).

Nenn mit bitte ein einziges System, welches ohne Energiezufuhr Licht abgeben kann !!

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,
eben genau darum ging es mir. Der Fragesteller fragte, warum trotz abgeschaltete Strom bei Dunkelheit noch ein wenig Licht sichtbar war. Daraufhin zu antworten, das läge daran, dass die Leuchtstoffschicht Licht emittiert, halte ich als Aussage gegenüber dem Fragesteller schlichtweg für falsch. Denn ohne Strom emittiert die Leuchtstoffschicht eben kein Licht. Ausnahme ist eben das beschriebene Phänomen, das bei geschaltetem Nullleiter (statt Aussenleiter)ein bei Dunkelheit sichtbares „glimmen“ entsteht.
Wenn ich eine Lichtquelle wüsste, die ohne Energiezufuhr funktioniert,
würde ich wohl was anderes machen, als jeden Tag ins Büro zu fahren :wink:
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,

eben genau darum ging es mir. Der Fragesteller fragte, warum
trotz abgeschaltete Strom bei Dunkelheit noch ein wenig
Licht sichtbar war. Daraufhin zu antworten, das läge daran,
dass die Leuchtstoffschicht Licht emittiert, halte ich als
Aussage gegenüber dem Fragesteller schlichtweg für falsch.
Denn ohne Strom emittiert die Leuchtstoffschicht eben
kein Licht.

Also hier liegt dein Denkfehler.
Phosphoreszierende und Flureszierende Stoffe haben Halbwertszeiten von millionstel Sekunden bis zu Stunden!
Bei Fernseh-Bildröhren werden Stoffe verwendet welche Halbwertszeiten von 10tel Sekunden haben, früher wurden für Kardiographen Nachleuchtzeiten im Sekunden bis Minuten verwendet (wird heute meist elektronisch gemacht) und für Kinderspielzeug und „selbstleuchtende“ Notausgang-Markierungen werden Stoffe verwendet welche noch nach Stunden leuchten.

Muss ich jetzt den Begriff Halbwertszeit noch detailliert erklären ?

Ausnahme ist eben das beschriebene
Phänomen, das bei geschaltetem Nullleiter (statt
Aussenleiter)ein bei Dunkelheit sichtbares „glimmen“ entsteht.
Wenn ich eine Lichtquelle wüsste, die ohne Energiezufuhr
funktioniert,
würde ich wohl was anderes machen, als jeden Tag ins Büro zu
fahren :wink:

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

Muss ich jetzt den Begriff Halbwertszeit noch detailliert
erklären ?

Nein. Aber Du scheinst bei Deiner Betrachtung um einige Jahre zurück zu liegen. Informier Dich mal über moderne Leuchtstofflampen und deren Vorschaltgeräte. Mir ist es auch langsam wurscht. Im Gegensatz zu Dir habe ich jeden Tag damit zu tun. Eine moderne T5-Leuchtstofflampe mit EVG betrieben leuchtet nicht nach.
Behalt also Deine Arroganz für Dich.
Sebastian