Leuchtstoffröhre glimmt

Hallo,
in meine Dunsthaube ist eine Leuchtstoffröhre integriert. Jetzt habe ich festgestellt, daß die Röhre auch bei abgeschalteter Haube glimmt.
Es ist ganz schwach und nur bei absoluter Dunkelheit zu sehen (darum ist es mir auch jetzt nach Jahren erst aufgefallen). Es ist auch als ein Fluoriszieren zu beschreiben.
Was kann der Grund sein und schlägt sich das auf meiner Stromrechnung nieder?
Danke,Vera


Hallo Vera,
ähnliche Fragen sind schon oft gestellt worden, aber bevor ich dich auf die Texte verweise, schreibe ich lieber nochmal die Erklärung.
Der Schalter Deiner Leuchtstoffröhre schaltet nur einpolig (soweit normal) allerdings sollte die Stromzuführung so angeschlossen sein, dass die Phase und nicht der N-Leiter geschaltet wird (ist nicht normal, aber im allgemeinen ungefährlich).
Jedes im Standby laufende Gerät braucht mehr Strom als das Glimmen der Röhre.
Gruß, Edi

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Hallo, Vera.

Das ist normal. Es stecken folgende Zusammenhänge hinter dem Phänomen: Elektrische Gerätschaften, sei es ein Abspielgerät oder Unterhaltungselektronik-Gerät, oder sei es etwas motorbetriebenes und die Aufzählung zieht sich bis hin zu Lampen oder allem, was eine Lampe enthält, werden mit Wechselspannung betrieben 50Hz (Hertz). Würde man die Leistung, die der Stromversorger an den Apparat weitergibt, nach der Zeit aufgelöst messen, würde eine Kurve mit (in zahlreichen, oder fast allen Fällen) 100 Spitzen in der Sekunde auf dem Ergebnis stehen. Daraus resultiert eine Aussage über die Verhaltensweisen der Spannung, die zum Betrieb gedacht ist. Sie hat 50Hz-50 Spitzen in der Sekunde (und auch 50 Täler :smile:). Die Halbierung kommt durch die Art der Interpretationsweise der rechnerischen, elektrotechnischen Begriffe zustande. Ist in dem Zusammenhang relativ uninteressant.

Wechselspannung hat eine interessante Eigenschaft: Ein Kondensator (Zwei gegenüberliegende Metallkörper) leitet sie geringfügig. Nun ist leider die Leitung zu dem Schalter ja gewissermaßen „Zwei Metallkörper“. Da die Leuchtstoffröhre einen sehr guten Wirkungsgrad hat, macht sich die in dem Außer-Betriebs-geschaltet-Zustand des Schalters geringe Restleistung als schwaches Leuchten bemerkbar. Diese Erklärung ist allerdings nicht so besonders gut bzw. wahrscheinlich, wenn der Motor der Abzugshaube auch an dem selben Schalter hängt. Er läßt einen recht erheblichen Teil zusammenbrechen im Regelfall.

Aber es kommt noch etwas anderes ins Spiel: Hinter der Leuchtschicht der Röhre/Lampe, nahe an der Lampe also, befindet sich das mechanische Konstrukt, das Kabel, Befestigungen und an beiden Seiten das zur Aufnahme der Stifte gedachte elektromechanische Teil zusammenfügt. Da man ja mit Sicherheit davon ausgehen kann, daß hier auch Metall und mit Kabeln durchsetzte Dinge ins Spiel kommen, führt das auch wieder zu dem oben erwähnten Phänomen.

Das ist also wie gesagt, ganz normal. Der Verbrauch wird 350-2200µW betragen. Ich erlaube mir mal, diese Zahl mir aus dem Finger zu saugen. Es kommt wohl etwa hin.

Also am Tag 7360-51000µWh, im Jahr 2687-19000mWh oder 2,687-19Wh oder 0,0027-0,02 kWh.

Eine kWh liegt bei 24-30€-Cent.

Gruß, Michael

Hi Vera,

wenn es dich sehr stört und die Abzugshaube mit einem Schukostecker angeschlossen ist, einfach den Stecker herrausziehen und um 180° drehen und wieder einstecken. Dann hört diese Erscheinung auf.

Gruss, Bernd

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Hallo Vera,

Ich schließe mich da meinem Vorredner an.

ähnliche Fragen sind schon oft gestellt worden, aber bevor ich dich auf die Texte verweise, schreibe ich lieber nochmal die Erklärung.
Der Schalter Deiner Leuchtstoffröhre schaltet nur einpolig (soweit normal) allerdings sollte die Stromzuführung so angeschlossen sein, dass die Phase und nicht der N-Leiter geschaltet wird (ist nicht normal, aber im Allgemeinen ungefährlich).

Dem kann ich nicht unbedingt zustimmen (der Ungefährlichkeit schon).

Es gibt für ein zeitlich begrenztes Nachleuchten (bis 10 Minuten) bei Leuchtstoffröhren nämlich noch eine andere wahrscheinliche Ursache:

Eine Leuchtstoffröhre leuchtet, weil sich in ihr Quecksilberdampf befindet, der durch den Stromdurchfluss (Stichwort Stoßionisation) dazu angeregt wird, Licht auszusenden.

Das Ganze hat nur den Haken, dass

  1. das Farbspektrum des ausgesendeten Lichts im kurzwelligen Blau sowie im ultravioletten Bereich angesiedelt ist und
  2. die Stärke dieses Lichtes analog der Netzfrequenz schwankt, was zu einem starken Flimmern mit doppelter Netzfrequenz führt.

UV-Licht ist nicht besonders gesund für Haut und Augen, die Lichtausbeute im sichtbaren Bereich ist sehr gering, die Lichtfarbe ist scheußlich und das Flimmern ist entsetzlich. Deshalb musste da etwas getan werden, um Leuchtstoffröhren für Beleuchtungszwecke anwendbar zu machen.

Die Lösung ist eine Beschichtung der Innenwand der Leuchtstoffröhre mit den namengebenden Leuchtstoffen. Es wird ein ganzer Cocktail von Leuchtstoffen eingesetzt, von denen jeder das UV-Licht in sichtbares Fluoreszenzlicht einer bestimmten Farbe umwandelt. Durch die Mischung der Leuchtstoffe – und damit der Farben - kann man weißes Licht erzeugen. Gleichzeitig kann man durch den Nachleuchteffekt der Leuchtstoffe das Flimmern auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Man benutzt zwar Leuchtstoffe mit einem Nachleuchteffekt von weniger als einer Sekunde, aber es ist ja nicht so, dass das Nachleuchten eine Sekunde anhält und dann schlagartig erlischt, sondern es klingt nach einer „e-Funktion“ (Mathematik) ab, so dass ein schwaches Leuchten in einem verdunkelten Raum noch längere Zeit wahrnehmbar ist, auch wenn die Leuchtstoffröhre zum Abschalten allpolig (Stecker) vom Netz getrennt wird, also kein Strom mehr fließen kann (eigene Experimente vor Jahrzehnten). Hier könnte auch die Ursache für das von Dir beobachtete Nachleuchten liegen.

Jedes im Standby laufende Gerät braucht mehr Strom als das Glimmen der Röhre.

Da schließe ich mich wieder meinem Vorredner an, aber in dem von mir geschilderten Fall fließt gar kein Strom

Gruß, Edi

und merimies

Hallo Michael

Deine Aussagen sind hoch intressant und geistig so anspruchsvoll, dass ich zum Beispiel nicht in der Lage bin, Deinen Ausführungen zu folgen. Ich bin tief beeindruckt.

Gruß
Merimies

Hi Vera,

wenn es dich sehr stört und die Abzugshaube mit einem Schukostecker angeschlossen ist, einfach den Stecker herrausziehen und um 180° drehen und wieder einstecken. Dann hört diese Erscheinung auf.

Ebenso hi

wenn es Dir möglich ist, mach das - und berichte uns hier von dem Ergebnis.

Danke im Voraus
merimies

Hallo Bernd,
vielen Dank - Stecker umgedreht und gut war´s!
Danke auch den anderen. Ihr habt euch sehr viel Mühe gegeben.
LG Vera

Hallo Michael

Hallo Merimies

Deine Aussagen sind hoch intressant und geistig so
anspruchsvoll,
dass ich zum Beispiel nicht
in der Lage bin,
Deinen Ausführungen zu folgen. Ich bin tief beeindruckt.

Zum Bekommen eines Eindrucks ist aber auf der anderen Seite eine Betrachtung des Inhalts nötig:

  1. Aus der „ViKa“ v. Vera war nicht erkennbar, daß es scih bei dem User vera … um einen Experten auf dem Gebiet handelt. Da war es naheliegend, zwecks des Verständnisses der ganz grob (ungefähr und allgemein) vorliegenden Zusammenhänge mal bei den Erklärungen bei „Null“ anzufaangen und dem Fragesteller(in) das mal so zurückzuposten, daß auch Leute, denen Elektrogeräte ein Buch mit 7 Siegeln sind, ein paar (Erklärungs-)Ansätze sich vorstellen.

  2. Ich weiß nicht, was daran schwer verständlich ist.

Gruß, Michael

Hallo Michael,

Deine Aussagen sind hoch intressant und geistig so
anspruchsvoll,
dass ich zum Beispiel nicht
in der Lage bin,
Deinen Ausführungen zu folgen. Ich bin tief beeindruckt.

Zum Bekommen eines Eindrucks ist aber auf der anderen Seite
eine Betrachtung des Inhalts nötig:

  1. Ich weiß nicht, was daran schwer verständlich ist.

der will dich doch nur vera…, guck seine Vika an

Gruß
Otto

Hallo Otto

  1. Ich weiß nicht, was daran schwer verständlich ist.

der will dich doch nur vera…, guck
seine Vika an

Gruß

Otto

kennst Du das in meiner Vika???) :smile:

Also, allmählich ist es ein nicht nur „langsames“ Glauben an Gespenster…

Gruß, Michael