Hallo Matthias
also will ich die Frage mal mathematisch analytisch angehen
eine 60cm Leuchtstoffröhre hat eine Leistungsaufnahme von 18W
Am Ende wird sich herausstellen, das sich der Energieverbrauch beim
Starten niemals der von 3 Stunden Betrieb sein kann
(das Vorschaltgerät lasse ich mal zu UNgunsten dieser Aussage außen vor)
Energie ist Leistung mal Zeit W = P x t
Leistung ist Spannung x Strom P = U x I
Energie
3 Stunden Betrieb macht 18W x 3h = 54 Wh
jetzt nehmen wir an der Startvorgang dauert 30 Sekunden
dann müßte beim Startvorgang, um diesselbe Energiemenge von 54Wh in dreißig Sekunden zu
verbraten ein riesengroßer Strom fließen
30 Sekunden = 30 / 3600 = 0,00833 h
54Wh / 220V = 0,245 Ah
0,245Ah / 0,008333h = 29,4 A
bei 16 A fliegt die Sicherung raus
Eine Energiemenge die 3 Stunden Betrieb entspricht kann also gar nicht sein
Schließlich fliegt die Sicherung noch nicht einmal bei 20 parallel eingeschalteten Leuchtstofflampen raus
andersherum die Sicherung veträgt 16A
man kann wenigstens 20 18W-Leuchtstofflampen parallel an eine Sicherung hängen
macht 0,8A pro Röhre
angenommen der Einschaltvorgang dauert 30 Sekunden (was ja immer noch viel zu lange ist)
dann werden in 30 Sekunden maximal
30 / 3600 * 0,8A * 220V = 14,67 Wh verbraucht
Eine Energiemenge von 14,67 Wh entspricht einem Betrieb von 14,67 Wh / 18W = 0,8 h
das waren jetzt alles Maximalabschätzungen bei denen zu hohe „Betriebszeiten“ rauskamen
so und jetzt mal realistisch:
man kann bestimmt auch 20 120cm Leuchtstoffröhren à 36W an einer Sicherung betreiben
außerdem wird ein Uralt-Drosselspulen-Vorschaltgerät dann auch nochmal locker 20W pro Röhre verbraten
macht 56W pro Röhre
der Schaltvorgang dauert in der Regel weniger als 5 Sekunden
macht eine Energiemenge von
5 / 3600 x 0,8A X 220V = 0,244 Wh
0,244Wh entspricht einer Betriebsdauer von
0,244Wh / 56W = 0,00436h = 15,7 Sekunden
wenn man jetzt nochmal die 18W annimmt dann sind’s halt
0,244Wh / 18W = 48,8 Sekunden.
Und wohlgemerkt diese Berechnung geht davon aus das ein Strom von 0,8A fließt
und das ohne Unterbrechung. Das ist das dreifache einer 36W-Röhre+20W-Drosselspule
In Wirklichkeit ist die Startzeit noch kürzer, weil ja der Bimetallkontakt im Starter schließt und öffnet
um in der Drosselspule beim Öffnen des Kontaktes die Zündspannung zu erzeugen
so und jetzt geh’ ich mal mit dem Oszilloskop nachmessen…
also eine 0815 13W Energiesparlampe Marke ANKA-LIGHT einschalten und am Speicheroszilloskop
den Stromverlauf aufzeichnen…
Ergebnis: für schlappe 200ms war die Stromaufname beim Startvorgang ca. 50% höher als im Normalbetrieb danach
so ich hoffe das reicht jetzt um mit diesem Vorurteil aufzuräumen
viele Grüße
Stefan Ludwig
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