Hallo Tierfreunde,
bei meinem Kater (ca. 8 Jahre alt) wurde letzte Woche „echte“ Leukämie festgestellt, also keine Leukose (Viren), sondern die mit stark erhöhten Leukozyten. Er bekommt jetzt täglich eine Kortisontablette. Seitdem frisst und trinkt er wenigstens wieder und ist auch nicht mehr ganz so apathisch. Allerdings so richtig aktiv ist er auch nicht. Außerdem hat er jetzt ein paar Macken. So geht er z.B. nicht mehr über unseren Teppichboen (der liegt da seit vielen Jahren). Wenn ich ihn auf dem Arm habe und auf den Boden setzen will, krallt er sich an mir fest. Und wenn er sich in der Wohnung bewegt, so versucht er, den Teppichboden so weit wie möglich zu umgehen (also geht er über Tische und Schränke etc). Kann das etwas mit seiner Krankheit zu tun haben? Sein Katzenklo benutzt er auch nur noch sehr unregelmäßig (außer für’s große Geschäft). Wir haben jetzt das 2. Klo ins Wohnzimmer ganz in die Nähe seines Hauptliegeplatzes auf der Fensterbank gestellt. Das klappt meist ganz gut (er hat allerdings auch schon auf die Fensterbank und Decken/Kissen darauf gepinkelt). Schmerzen scheint er nicht zu haben. Er trinkt im Moment sehr viel (ca. 0,2 l pro Tag). Das kann aber noch sein Nachholbedarf sein; er war nämlich total dehydriert.
Gibt es irgendwas, was wir für ihn tun können? Heilbar ist die Krankheit nicht, das wissen wir. Kennt jemand die Nebensymptome der Kranheit? Er hat jetzt auf dem Kopf ein paar Stellen. Außerdem hat er in den letzten Tage büschelweise Haare verloren (das scheint jetzt etwas besser zu sein). Bei der Tierärztin sind wir Ende nächster Woche wieder zur Blutuntersuchung. Da werde ich das alles natürlich auch ansprechen. Aber vielleicht hat der eine oder andere von euch ja noch einen Tipp, was ich für unseren Kater tun kann, damit er zum einen noch recht lange lebt und zum anderen sich auch nicht quält.
Danke,
Saskia
Hallo Saskia
Viele Tips kann ich dir leider nicht geben. Aber wir haben einen Hund, bei dem vor mehr als einem Jahr Leukaemie festgestellt wurde. Er bekam vom Tierarzt ebenfalls Kortison. Eine Folge von diesen Tabletten war, dass er, vor allem zu Beginn sehr viel trank. Und dementsprechend passierte es ihm oefter, dass er seinen Urin nicht mehr halten konnte. Dagegen bekommt er nun ein blasenstaerkendes Mittel.
Wie gesagt, das begann vor mehr als einem Jahr. Am Anfang hat er sich absolut nicht wohlgefuehl, aber nach ca. 1,5 Monaten Behandlung ging es ihm merklich besser. Zwischendurch hat er mal 1-2 schlechte Tage, aber im grossen und ganzenn sind wir doch recht zufrieden.
Wichtig ist, dass der Tierarzt das gut unter Kontrolle hat, um eventuell auch die Dosierung des Kortisons anzupassen.
Viel Glueck mit deinem Kater und noch eine lange gute Zeit zusammen.
Gruss
Sonja
Hallo Sonja,
vielen Dank für deine Antwort. Schön zu lesen, dass dein Hund auch mit Leukämie noch nach über einem Jahr lebt und in guter Verfassung ist. Das hoffe natürlich von unserem Kater auch. Allerdings habe ich bei ihm nicht das Gefühl, dass er auf den Teppich pinkelt, weil er es nicht bis zum Klo schafft (das stand nämlich genau daneben), sondern das scheint mir eher ein Protestpinkeln zu sein. Tja, nur gegen was protestiert er? Zuwendung bekommt er reichlich, Schmerzen scheint er keine zu haben und auch sonst sehe ich keinen Grund. Ich hoffe nur, dass er sich das ganz schnell wieder abgewöhnt, denn mit dieser „Macke“ kann ich mich längerfristig nicht anfreunden…
Hallo Saskia,
es tut mir sehr leid das dein Kater Leukämie hat. Leider gibt es kaum etwas, was du jetzt für deinen Kater tun kannst. Immer warm halten, da er bestimmt mit der Zeit immer mehr abnehmen wird und nicht mehr so tobt wie früher. Gebt ihm alles was er verlangt um ihm noch schöne Tage/Wochen/Monate zu bereiten. Leukämie äußert sich durch weiße, blasse Schleimhäute, eingefallene Augen, Haarausfall, Abmagerung, Apettitlosigkeit, Apathie, evtl. Erbrechen und Durchfall, Austrocknung des Körpers, Zurückziehen aus dem normalen Familienleben. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist ,das es schlimmer wird würde ich es in einer Tierklinik noch mit Intensivbehandlung versuchen, d. h. Infusion und regelmäßiger Medikamentengabe. Aber sobald Sie als Besitzerin merken er will nicht mehr lassen Sie den Tierarzt den kleinen Tiger ruhig, sanft und ohne Schmerzen einschlafen.
Alles Gute Ihnen und Ihrem Kater
Wenn Sie noch Fragen haben wie Sie ihn mit Tips und Tricks zum essen kriegen, dann schreiben Sie mir ruhig nochmal eine Mail!