Hallo.
Beim Vergleich verschiedener - jeweils nur einbändiger - Lexika sind mir grundlegende Unterschiede aufgefallen:
In einem wurden die bedeutenden, auch zeitgenössische, Schrifsteller, Wissenschaftler, Personen aus dem Bereich Kunst und Theater, aus dem Sport und natürlich auch der Politik aufgenommen; Musiker und Filmschauspieler dagegen kaum, allenfalls solche, die schon vor vielen Jahrzehnten unter den Bekanntesten waren und in der Regel schon tot sind (etwa John Wayne).
In einem anderen dagegen wurden auch viele aktuelle Musiker und Schaupieler aufgeführt.
In einem werden Städte und Gemeinden, sofern aufgeführt, nüchtern sachlich und mit entsprechender Postleitzahl verzeichnet, in einem anderen mit wertender Beschreibung ,z. B. Stichwort Wolfenbüttel fing an: „Schöne, alte Stadt in Niedersachsen“.
Gibt es keine Übereinkunft, welche Sachgebiete in ein Lexikon gehören und wie eine tatsachenvermittelnde Instanz, die ein seriöses Lexikon ja sein soll, diese wiedergibt?
Grüße
Ostlandreiter
Hallo Ostlandreiter,
Gibt es keine Übereinkunft, welche Sachgebiete in ein Lexikon
gehören und wie eine tatsachenvermittelnde Instanz, die ein
seriöses Lexikon ja sein soll, diese wiedergibt?
natürlich nicht, ansonsten gäb es schließlich eine Zensur.
EIn Lexikon sucht eine Zielgruppe.
Werden eher ältere jahrgänge angesprochen, werden ‚unseriöse‘ Personen eher am Rande behandelt oder gar nicht, sollen eher junge Menschen angesprochen werden, eher umgekehrt.
Es liegt also im Ermessen der Redaktion, wie die Schwerpunkte gelegt werden.
Solange die dargebrachten Tatsachen auch vertrauenswürdig sind, halte ich das auch für in Ordnung.
Gandalf
EIn Lexikon sucht eine Zielgruppe.
Werden eher ältere jahrgänge angesprochen, werden ‚unseriöse‘
Personen eher am Rande behandelt oder gar nicht, sollen eher
junge Menschen angesprochen werden, eher umgekehrt.
Es liegt also im Ermessen der Redaktion, wie die Schwerpunkte
gelegt werden.
Solange die dargebrachten Tatsachen auch vertrauenswürdig
sind, halte ich das auch für in Ordnung.
Ja, aber was ist seriös und was nicht? Daß Musiker, die schnell auftauchen und wieder fort sind, nicht augenommen werden, ist für mich nachvollziehbar. Bei Schauspielern ist es so ähnlich. Wieso aber sind Leute aus dem Sport vergleichsweise so wichtig, auch wenn sie noch nicht lang aktiv sind?