Lichtgeschwindigkeit

Hallo!

Wozu die unnötige Einführung eines ausgezeichnten
Bezugssystems? Kann es sein, dass Du an dieser Stelle bereits
von der Nichtexistenz eines Lichtäthers ausgehst?

Nicht ich gehe davon aus, sondern Einstein. Wie ich darzulegen versuchte, ist es vollkommen gleichbedeutend, ob man einen Äther annimmt und den Ätherwind betrachtet, oder ob man die Maxwellschen Gleichungen auf ein bestimmtes Koordinatensystem formuliert und dann die Galilei-Transformation darauf anwendet.

Einsteins Paper beginnt mit dem Satz: „Daß die Elektrodynamik Maxwells - wie dieselbe gegenwärtig aufgefaßt zu werden pflegt - zu Asymmetrien führt, welche den Phänomenen nicht anzuhaften scheine, ist bekannt.“ Schwülstiger geht es zwar fast nicht, aber was er damit meint ist klar: Ein Bruch der Theorie mit dem Relativitätsprinzip, der in der Natur nicht zu beobachten war.

Und am besten ist es, wenn man einfach das postuliert, was man
beobachtet - „daß sich das Licht im leeren Raume stets mit
einer bestimmten […] Geschwindigkeit V fortpflanze“. Genau
das hat Einstein dann auch getan.

Nur verschweigst Du halt so gerne zwei Dinge beim Zitieren:
Erstens stehen die drei Punkte für die Unabhängigkeit vom Bewegungszustand des Senders (Warum wird eigentlich der Sender ausdrücklich erwähnt, der Empfänger aber nicht?).
Zweitens spricht Einstein ausdrücklich von dem „ruhenden Bezugssystem“.

Damit ist klar, dass er von einem Weltbild ausging, in dem der Äther durch ein absolut ruhendes Koordinatensystem ausgedrückt wird, und nicht durch die Anwesenheit eines besonderen Mediums.

Und wenn dem so ist, dann beinhaltet das zweite Postulat noch nicht die Invarianz.

Viele Grüße und bis bald in anderen Threads!
Michael

Hallo!

Wozu die unnötige Einführung eines ausgezeichnten
Bezugssystems? Kann es sein, dass Du an dieser Stelle bereits
von der Nichtexistenz eines Lichtäthers ausgehst?

Nicht ich gehe davon aus, sondern Einstein.

Es ging hier um Deine Vorstellung von einer klassischen Theorie der Lichtausbreitung. Und die kommt ja wohl von Dir und nicht von Einstein.

Wie ich darzulegen
versuchte, ist es vollkommen gleichbedeutend, ob man einen
Äther annimmt und den Ätherwind betrachtet, oder ob man die
Maxwellschen Gleichungen auf ein bestimmtes Koordinatensystem
formuliert und dann die Galilei-Transformation darauf
anwendet.

Das ist zwar gleichbedeutend, aber irrelevant, weil die Maxwellschen Gleichungen nie „auf ein bestimmtes Koordinatensystem formuliert“ wurden. Wie ich nun schon zum ungezählten Male sage, galt das Relativitätsprinzip auch schon in der klassichen Mechanik und Maxwell hat sich selbstverständlich daran gehalten.

Einsteins Paper beginnt mit dem Satz: "Daß die Elektrodynamik
Maxwells - wie dieselbe gegenwärtig aufgefaßt zu werden pflegt

  • zu Asymmetrien führt, welche den Phänomenen nicht anzuhaften
    scheine, ist bekannt." Schwülstiger geht es zwar fast nicht,
    aber was er damit meint ist klar: Ein Bruch der Theorie mit
    dem Relativitätsprinzip, der in der Natur nicht zu beobachten
    war.

Was macht Dich so sicher, dass mit den „Asymmetrien“ nicht der Ätherwind gemeint ist, der scheinbar aus der Elektrodynamik folgt, aber im Experiment nicht beobachtet wird?

Und am besten ist es, wenn man einfach das postuliert, was man
beobachtet - „daß sich das Licht im leeren Raume stets mit
einer bestimmten […] Geschwindigkeit V fortpflanze“. Genau
das hat Einstein dann auch getan.

Nur verschweigst Du halt so gerne zwei Dinge beim Zitieren:
Erstens stehen die drei Punkte für die Unabhängigkeit vom
Bewegungszustand des Senders

auch, aber nicht nur

(Warum wird eigentlich der Sender
ausdrücklich erwähnt, der Empfänger aber nicht?).

Warum sollte Die Lichtgeschwindigkeit von der Geschwindigkeit des Epmfängers abhängen?
Viel interessanter ist die Frage, warum die Richtungsunabhängigkeit nicht erwähnt wird. Zumindest das sollte Dich an Deiner Interpretation zweifeln lassen.

Zweitens spricht Einstein ausdrücklich von dem „ruhenden
Bezugssystem“.

Und er setzt es ausdrücklich in Anführungsstriche.

Damit ist klar, dass er von einem Weltbild ausging, in dem der
Äther durch ein absolut ruhendes Koordinatensystem ausgedrückt
wird, und nicht durch die Anwesenheit eines besonderen
Mediums.

Ein solches Weltbild gab es nie. Warum sollte er es erfinden, nur um es dann gleich wieder aufzugeben?

Und wenn dem so ist, dann beinhaltet das zweite Postulat noch
nicht die Invarianz.

Wenn dem so wäre.

Wenn man das ignoriert und stur relativistisch
rechnet, kommt c heraus.

Ganz genau. Das habe ich vorhin schon mal geschrieben:
Galilei:

\Large
v_{ges.}=v_1+v_2

Völlig überholt!

Lorentz:

\Large
v_{ges.}=\frac{v_1+v_2}{1+\frac{v_1*v_2}{c^2}}

Setzen wir für eine der Geschwindigkeiten c ein, so erhält man
c und nicht 2xc oder Sonstiges…

Schön, daß Du Dir dies angelernt hast.
Ignorieren und einfach schön stur weitermachen, das erklärt
alles.
Typisch SRT-Gläubigkeit.

Sag doch einfach was Du willst. Wie wärs mit der Bitte
„Leite mir doch bitte die Lorentz-Transformation her.“

Ich weiß, daß man eine Formel irgendwie ableiten kann.
Doch die Vorgabe ist hier doch c=constant, zu jedem Bezug.
Dann braucht Du die Formel zur Relativierung.
Etas (schwer Verständliches !) beweisen oder ableiten geht nicht wenn
man dies schon voraussetzt.Nicht mit einer Formel.
Gruß VIKTOR