Lichtquelle mit konstantem Spektrum

Hallo Leute,

Im Rahmen einer Studienarbeit suche ich im Moment eine technische Lichtquelle, die über das gesamte sichtbare Spektrum eine möglichst konstante Strahlungsleistung hat.
Bis jetzt habe ich nur Xenon-Kurzbogenlampen gefunden, welche diese Spezifikation recht weitgehend erfüllen. Leider sind diese Teile erstens sehr teuer und zweitens in der Handhabung nicht ganz ungefährlich, da sie nach meinen Informationen unter bis zu 100 bar Überdruck stehen und deswegen nur mit umfangreicher Schutzausrüstung mit diesen Teilen gearbeitet werden darf.
Deswegen hoffe ich, daß vielleicht hier im Forum Jemandem etwas dazu einfällt, welche Leuchtmittel man zur Erzeugung eines so konstanten Spektrums benutzen könnte. Ich wäre natürlich auch an kombinierten Lösungen wie z.B. Lichtquelle mit Spezialfilter interessiert, wenn diese das gesuchte Lichtspektrum emittieren.

Im Voraus danke an Alle, welche sich die Mühe machen, sich den Kopf über meine Probleme zu zerbrechen.

Gruss,
Jürgen

Hallo Jürgen,

darf ich fragen, für welchen Zweck du so eine Lichtquelle brauchst? Vielleicht kann ich einige konkrete Vorschläge machen, wenn ich weiß, wie du die Lampe einsetzen willst.

Bei uns im Labor verwenden wir für spektrale Untersuchungen an optoelektronischen Halbleiterbauelementen hauptsächlich Halogenlampen als Lichtquelle, in Verbindung mit einem Monochromator. Im Gegensatz zu Xenon-Bogenlampen, die ein weitgehend konstantes Spektrum im sichtbaren (aber nicht völlig konstant - Linien bei ca. 500 nm) haben, ist das Spektrum unseres Aufbaus eine Kombination aus dem Schwarzer-Strahler-Spektrum der Lampe und den Transmissionseigentschaften des Monochromators.

Daher müssen wir auch alle Messungen (z.B. Photostrom, Transmission, Reflexion etc) mit dem gemessenen Lampenspektrum korrigieren - sozusagen die Eigenschaften der Halogenlampe + Monochromator herausrechnen. In der Praxis funktioniert das sehr gut. Vielleicht kann das eine Lösung für dich sein?

Der große Vorteil der Halogenlampe ist halt, daß sie im sichtbaren und im nahem IR (ca. 450-1700 nm) sehr breitbandig leuchtet.

Markus

Im Rahmen einer Studienarbeit suche ich im Moment eine
technische Lichtquelle, die über das gesamte sichtbare
Spektrum eine möglichst konstante Strahlungsleistung hat.

Vielleicht hilft der Hinweis weiter, daß die Bremsstrahlung von Elektronen ein kontinuierliches und weitgehend konstantes Spektrum aufweist. Ob es allerdings Lichtquellen gibt, die auf diesem prinzip beruhen weiß ich nich, zumal die Leuchtstärke sehr gering ist.

Hallo Markus,

Klar darfst Du fragen :smile:)

Da wir für ein Entwicklungsprojekt das Empfindlichkeitsprofil eines CCD-Sensors über die Sensorfläche bei verschiedenen Beleuchtungsdichten bestimmen müssen, habe ich das Problem, eine definierte Beleuchtung für diesen CCD-Sensor aufzubauen. Diese Beleuchtung soll für eine sog. „Flatfield“-Aufnahme dienen. Deshalb ist höchste Priorität, daß die resultierende Beleuchtung so homogen als möglich über die Fläche des CCD-Elementes ist. Zusätzlich wäre für mich von Vorteil, wenn die Beleuchtungsquelle eine möglichst konstante Lichtleistung über das gesamte Spektrum abgibt. Hierbei ist - aufgrund der vorgesehenen Anwendung der CCD-Kamera - nur das für das menschliche Auge sichtbare Spektrum maßgeblich.
Also habe ich 3 Möglichkeiten :
1.) Ich finde eine Lichtquelle, welche weitestgehend das gesuchte Spektrum ausstrahlt und passe das Leuchtstärkenniveau mithilfe von Graufiltern an
2.) Ich benutze eine Lichtquelle, welche dem Ideal nicht ganz entspricht und verwende geeignete Filter, um das emittierte Lichtspektrum dem benötigten Ideal soweit als möglich anzupassen
3.) Ich verwende eine Lichtquelle, die dem Ideal NICHT entspricht, die jedoch ein analytisch mit vetretbarem Aufwand beschreibbares Spektrum besitzt - beispielsweise linear/exponentiell oder ansonsten eben analytisch approximierbar - und benutze dieses analytisch angebbare Spektrum zusammen mit der optischen Übertragungsfunktion der Filter und sonstigen optisch relevanten Komponenten um die entstehende Abweichung im Versuchsaufbau zu kompensieren.

Nun geht meine Frage in die Richtung, ob Jemand mit solchen Anwendungen vielleicht Erfahrungen hat oder Jemandem eine weitere Möglichkeit in den Sinn kommt, die ich vielleicht noch nicht bedacht habe.

Gruss,
Jürgen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich werde mich mal in dieser Richtung weiter schlau machen.
Vielen Dank zunächst mal für den Tip

Gruss,
Jürgen

hab dazu ne Frage

Da wir für ein Entwicklungsprojekt das Empfindlichkeitsprofil
eines CCD-Sensors über die Sensorfläche bei verschiedenen
Beleuchtungsdichten bestimmen müssen, habe ich das Problem,
eine definierte Beleuchtung für diesen CCD-Sensor aufzubauen.
Diese Beleuchtung soll für eine sog. „Flatfield“-Aufnahme
dienen. Deshalb ist höchste Priorität, daß die resultierende
Beleuchtung so homogen als möglich über die Fläche des
CCD-Elementes ist.

Das ist sicher kein Problem, wenn Glühlampen ohne jegliche Optik
in gewissen Abstand verwendet werden. Dann sollte
die Homogenität auf der kleinen Chipfläche nur im Promille-
Bereich schwanken.

Zusätzlich wäre für mich von Vorteil, wenn
die Beleuchtungsquelle eine möglichst konstante Lichtleistung
über das gesamte Spektrum abgibt. Hierbei ist - aufgrund der
vorgesehenen Anwendung der CCD-Kamera - nur das für das
menschliche Auge sichtbare Spektrum maßgeblich.

Damit habe ich ein Verständnisproblem. Der Chip ist ja auch
im Infrarotbereich empfindlich (sicher mehr als im sichtbaren).
Um Filter, die zumindest den IR-Bereich abschneiden kommt man
also sicher nicht herum. Damit wäre sowieso das Gesamtsystem
Lampe + Filter zu betrachten. Dann ist sicher auch zu beachten,
daß die Filter im Durchlaßbereichnicht über den gesamten
Spectralbereich nicht gleichmäßige Transmission haben. Das
gilt prinzipiell auch für Neutralfilter(Graufilter).

Also habe ich 3 Möglichkeiten :
1.) Ich finde eine Lichtquelle, welche weitestgehend das
gesuchte Spektrum ausstrahlt und passe das Leuchtstärkenniveau
mithilfe von Graufiltern an
2.) Ich benutze eine Lichtquelle, welche dem Ideal nicht ganz
entspricht und verwende geeignete Filter, um das emittierte
Lichtspektrum dem benötigten Ideal soweit als möglich
anzupassen
3.) Ich verwende eine Lichtquelle, die dem Ideal NICHT
entspricht, die jedoch ein analytisch mit vetretbarem Aufwand
beschreibbares Spektrum besitzt - beispielsweise
linear/exponentiell oder ansonsten eben analytisch
approximierbar - und benutze dieses analytisch angebbare
Spektrum zusammen mit der optischen Übertragungsfunktion der
Filter und sonstigen optisch relevanten Komponenten um die
entstehende Abweichung im Versuchsaufbau zu kompensieren.

Viel anders wirds wohl mit vertretbaren Aufwand nicht zu
realisieren sein.

Nun geht meine Frage in die Richtung, ob Jemand mit solchen
Anwendungen vielleicht Erfahrungen hat oder Jemandem eine
weitere Möglichkeit in den Sinn kommt, die ich vielleicht noch
nicht bedacht habe.

Bei Herstellern optischer Meßgeräte und diversen Instituten
wird die spektrale Empfindlichkeit von Fotosensoren ausgemessen.
Die haben also auch die Meßtechnik um sowas zu messen.

Warum nicht verschiedene schmalbandige Lichtquellen nehmen
(z.B. LED unterschiedlicher Farbe).
Diese Quellen sind ziehmlich langzeitstabil und haben bei
konst. Temp. auch gleichbleibende spektrale Eigenschaften.
Monitoring der Helligkeit ist mit Siliziumsensoren leicht
realisierbar.
Aus den Einzelempfindlichkeiten sollte sich die gesamtempfindl.
berechnen lassen.
Gruß Uwi

1 „Gefällt mir“

Hallo ,
so wie ich das verstanden habe , möchtest Du die Eigenschaften eines CCD-Sensors mit Hilfe weißen Lichtes bestimmen , und zwar mit einem möglichst homogenem , eventuell natürlichem Spektrum .
Wie ist es mit der Sonne ?
Sonnenstrahlen in einer weißgestrichenen Kiste , mit Blende oder verstellbaren Gittern ?
Die allermeisten künstlichen Strahler sind eben nicht homogen , mit Ausnahme termischer Strahler , und die geben zumeist viel Infrarot ab , beispielsweise Kohlelichtbogen .
Aber auch da gibt es UV-Licht usw…
Wenn man optische Gitter hätte , dann könnte man damit reflektieren und filtern , so das man einen Bereich optischer Wellenlängen herausbekommt . Aber da weiß ich nicht , was man bekommen kann .

MfG
Matthias
Hobbyist

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Da wir für ein Entwicklungsprojekt das Empfindlichkeitsprofil
eines CCD-Sensors über die Sensorfläche bei verschiedenen
Beleuchtungsdichten bestimmen müssen, habe ich das Problem,
eine definierte Beleuchtung für diesen CCD-Sensor aufzubauen.
Diese Beleuchtung soll für eine sog. „Flatfield“-Aufnahme
dienen. Deshalb ist höchste Priorität, daß die resultierende
Beleuchtung so homogen als möglich über die Fläche des
CCD-Elementes ist.

Das ist sicher kein Problem, wenn Glühlampen ohne jegliche
Optik
in gewissen Abstand verwendet werden. Dann sollte
die Homogenität auf der kleinen Chipfläche nur im Promille-
Bereich schwanken.

Ich hatte daran gedacht, eine opake Mattscheibe von hinten indirekt zu beleuchten und das Ganze ( Lichtquelle, Mattscheibe und CCD-Sensor ) in eine Lichtbox zu stecken, damit kein Fremdlicht stört.

Zusätzlich wäre für mich von Vorteil, wenn
die Beleuchtungsquelle eine möglichst konstante Lichtleistung
über das gesamte Spektrum abgibt. Hierbei ist - aufgrund der
vorgesehenen Anwendung der CCD-Kamera - nur das für das
menschliche Auge sichtbare Spektrum maßgeblich.

Damit habe ich ein Verständnisproblem. Der Chip ist ja auch
im Infrarotbereich empfindlich (sicher mehr als im
sichtbaren).
Um Filter, die zumindest den IR-Bereich abschneiden kommt man
also sicher nicht herum. Damit wäre sowieso das Gesamtsystem
Lampe + Filter zu betrachten. Dann ist sicher auch zu
beachten,
daß die Filter im Durchlaßbereichnicht über den gesamten
Spectralbereich nicht gleichmäßige Transmission haben. Das
gilt prinzipiell auch für Neutralfilter(Graufilter).

Der Chip ist sicherlich empfindlich bis hin zu 1000nm und mehr. Aber es macht nix, wenn ich diese Empfindlichkeit mit erfassen kann. Wenn ich sie erstmal kenne und meßtechnisch erfaßt habe, dann kann ich sie später im Einsatz des CCD-Sensors berücksichtigen.
Mein eigentliches Problem ist : Ich baue mit der Mattscheibe und den Graufiltern ein Übetragungssystem und will mit dem CCD-Sensor feststellen, was er vom Ausgangssignal „mitkriegt“. Um diese Messung bewerten zu können, muß ich jedoch nicht nur wissen, was der Sensor „mitkriegt“ sondern auch, was tatsächlich nach dem Übertragungssystem ankommt. Die Übertragungsfunktionen von Filtern kann man mit etwas Aufwand bestimmen, so daß ich das Ausgangssignal bei bekanntem Eingangssignal berechnen kann. Jetzt suche ich nur noch ein geeignetes Eingangssignal, welches mit diese Berechnung erleichtert, denn ein Eingangssignal, dessen spektrale Vertielung aussieht wie „Kraut und Rüben“ läßt sich analytisch nur sehr schwer approxomieren und als Eingangsfunktion verwenden. Deshalb meine Überlegungen.

Bei Herstellern optischer Meßgeräte und diversen Instituten
wird die spektrale Empfindlichkeit von Fotosensoren
ausgemessen.
Die haben also auch die Meßtechnik um sowas zu messen.

Warum nicht verschiedene schmalbandige Lichtquellen nehmen
(z.B. LED unterschiedlicher Farbe).
Diese Quellen sind ziehmlich langzeitstabil und haben bei
konst. Temp. auch gleichbleibende spektrale Eigenschaften.
Monitoring der Helligkeit ist mit Siliziumsensoren leicht
realisierbar.
Aus den Einzelempfindlichkeiten sollte sich die
gesamtempfindl.
berechnen lassen.
Gruß Uwi

Das wäre allerding eine Möglichkeit, die ich noch nicht bedacht hatte : Möglichst viele Linienstrahler verwenden und die Messung jeweils mit diesen durchführen und danach aus den „Meßpunkten“ den Verlauf der spektralen Empfindlichkeit des CCD-Sensors interpolieren…

Muss ich mal noch drüber nachdenken.
Danke für die Anregung.

Gruß,
Jürgen

Hallo ,
so wie ich das verstanden habe , möchtest Du die Eigenschaften
eines CCD-Sensors mit Hilfe weißen Lichtes bestimmen , und
zwar mit einem möglichst homogenem , eventuell natürlichem
Spektrum .

Und konstant über dem sichtbaren Bereich.

Wie ist es mit der Sonne ?

Die ist soviel ich weiss homogen, aber in der spektralen Strahlungsleistung nicht konstant. War auch mein erster Gedanke… geht aber nicht…

Sonnenstrahlen in einer weißgestrichenen Kiste , mit Blende
oder verstellbaren Gittern ?
Die allermeisten künstlichen Strahler sind eben nicht homogen
, mit Ausnahme termischer Strahler , und die geben zumeist
viel Infrarot ab , beispielsweise Kohlelichtbogen .
Aber auch da gibt es UV-Licht usw…
Wenn man optische Gitter hätte , dann könnte man damit
reflektieren und filtern , so das man einen Bereich optischer
Wellenlängen herausbekommt . Aber da weiß ich nicht , was man
bekommen kann .

MfG
Matthias
Hobbyist

THX,
Jürgen

noch ne Frage
Der Chip ist sicherlich empfindlich bis hin zu 1000nm und

mehr. Aber es macht nix, wenn ich diese Empfindlichkeit mit
erfassen kann. Wenn ich sie erstmal kenne und meßtechnisch
erfaßt habe, dann kann ich sie später im Einsatz des
CCD-Sensors berücksichtigen.

Das ist mir nach wie vor unklar. Gesucht wird doch wohl die
Empfindlichkeit im sichtbaren Bereich oder? Wenn das so sein
soll, dann wird doch das Meßergebnis durch IR stark verfalscht,
weil es Empfindlichkeit vortäuscht, die das Auge nicht sehen
kann (-> auch falsche Farben). Soweit ich weiß, ist bei Kameras
für Anwendung im sichtbaren Bereich (VideoCam) sowieso ein
IR-Filter vorgeschaltet.

Mein eigentliches Problem ist : Ich baue mit der Mattscheibe
und den Graufiltern ein Übetragungssystem und will mit dem
CCD-Sensor feststellen, was er vom Ausgangssignal „mitkriegt“.
Um diese Messung bewerten zu können, muß ich jedoch nicht nur
wissen, was der Sensor „mitkriegt“ sondern auch, was
tatsächlich nach dem Übertragungssystem ankommt. Die
Übertragungsfunktionen von Filtern kann man mit etwas Aufwand
bestimmen, so daß ich das Ausgangssignal bei bekanntem
Eingangssignal berechnen kann. Jetzt suche ich nur noch ein
geeignetes Eingangssignal, welches mit diese Berechnung
erleichtert, denn ein Eingangssignal, dessen spektrale
Vertielung aussieht wie „Kraut und Rüben“ läßt sich analytisch
nur sehr schwer approxomieren und als Eingangsfunktion
verwenden. Deshalb meine Überlegungen.

Eine ideale Lichtquelle wird sicher kaum zu real.sein, aber
Lampen als "Weislichtquellen sind sicher ganz gutmütig
-> keine Linienspektrum, sondern mehr glattes kontinuierl.
Spektrum

Warum nicht verschiedene schmalbandige Lichtquellen nehmen
(z.B. LED unterschiedlicher Farbe).
Diese Quellen sind ziehmlich langzeitstabil und haben bei
konst. Temp. auch gleichbleibende spektrale Eigenschaften.
Monitoring der Helligkeit ist mit Siliziumsensoren leicht
realisierbar.
Aus den Einzelempfindlichkeiten sollte sich die
gesamtempfindl.
berechnen lassen.
Gruß Uwi

Das wäre allerding eine Möglichkeit, die ich noch nicht
bedacht hatte : Möglichst viele Linienstrahler verwenden und
die Messung jeweils mit diesen durchführen und danach aus den
„Meßpunkten“ den Verlauf der spektralen Empfindlichkeit des
CCD-Sensors interpolieren…

Muss ich mal noch drüber nachdenken.
Danke für die Anregung.

Na dann geht auch noch was anderes:
-> Weislichtquelle + beliebige schmalbandige Filter zur Erzeugung
des Lichts mit def. Wellenlänge.
-> Als Monitor (neben dem auszumessenden Sensor) ein kalibriertes
Fotoelement (Si-Fotodiode)
Gruß Uwi

Der Chip ist sicherlich empfindlich bis hin zu 1000nm und

mehr. Aber es macht nix, wenn ich diese Empfindlichkeit mit
erfassen kann. Wenn ich sie erstmal kenne und meßtechnisch
erfaßt habe, dann kann ich sie später im Einsatz des
CCD-Sensors berücksichtigen.

Das ist mir nach wie vor unklar. Gesucht wird doch wohl die
Empfindlichkeit im sichtbaren Bereich oder? Wenn das so sein
soll, dann wird doch das Meßergebnis durch IR stark
verfalscht,
weil es Empfindlichkeit vortäuscht, die das Auge nicht sehen
kann (-> auch falsche Farben). Soweit ich weiß, ist bei
Kameras
für Anwendung im sichtbaren Bereich (VideoCam) sowieso ein
IR-Filter vorgeschaltet.

Der Kernpunkt ist : Ich kann ein Übertragungssystem aufbauen mit Filtern, einer Mattscheibe etc. Das heißt : wenn ich weiß, was ich vorne reinschicke, dann kann ich mir auch berechnen, was nach dem Übertragungssystem wirklich ankommt. Kenne ich die Eingangsfunktion nicht, dann kenne ich auch nicht aus Ausgangsfunktion. Die Übertragungsfunktionen der Filter auszuklügeln ist wieder eine weitere Aufgabe, aber zunächst wäre eine große Hilfe, eine Lichtquelle zu finden, deren spektrale Verteilung so leicht und so genau als möglich analytisch darstellbar ist. Das macht das Ganze leichter berechenbar.

Mein eigentliches Problem ist : Ich baue mit der Mattscheibe
und den Graufiltern ein Übetragungssystem und will mit dem
CCD-Sensor feststellen, was er vom Ausgangssignal „mitkriegt“.
Um diese Messung bewerten zu können, muß ich jedoch nicht nur
wissen, was der Sensor „mitkriegt“ sondern auch, was
tatsächlich nach dem Übertragungssystem ankommt. Die
Übertragungsfunktionen von Filtern kann man mit etwas Aufwand
bestimmen, so daß ich das Ausgangssignal bei bekanntem
Eingangssignal berechnen kann. Jetzt suche ich nur noch ein
geeignetes Eingangssignal, welches mit diese Berechnung
erleichtert, denn ein Eingangssignal, dessen spektrale
Vertielung aussieht wie „Kraut und Rüben“ läßt sich analytisch
nur sehr schwer approxomieren und als Eingangsfunktion
verwenden. Deshalb meine Überlegungen.

Eine ideale Lichtquelle wird sicher kaum zu real.sein, aber
Lampen als "Weislichtquellen sind sicher ganz gutmütig
-> keine Linienspektrum, sondern mehr glattes kontinuierl.
Spektrum

Es würde im Zweifelsfall auch reichen, eine Lichtquelle mit einer möglichst einfach analytisch darstellbaren spektralen Kennlinie zu finden.

Warum nicht verschiedene schmalbandige Lichtquellen nehmen
(z.B. LED unterschiedlicher Farbe).
Diese Quellen sind ziehmlich langzeitstabil und haben bei
konst. Temp. auch gleichbleibende spektrale Eigenschaften.
Monitoring der Helligkeit ist mit Siliziumsensoren leicht
realisierbar.
Aus den Einzelempfindlichkeiten sollte sich die
gesamtempfindl.
berechnen lassen.
Gruß Uwi

Das wäre allerding eine Möglichkeit, die ich noch nicht
bedacht hatte : Möglichst viele Linienstrahler verwenden und
die Messung jeweils mit diesen durchführen und danach aus den
„Meßpunkten“ den Verlauf der spektralen Empfindlichkeit des
CCD-Sensors interpolieren…

Muss ich mal noch drüber nachdenken.
Danke für die Anregung.

Na dann geht auch noch was anderes:
-> Weislichtquelle + beliebige schmalbandige Filter zur
Erzeugung
des Lichts mit def. Wellenlänge.
-> Als Monitor (neben dem auszumessenden Sensor) ein
kalibriertes
Fotoelement (Si-Fotodiode)
Gruß Uwi

Ist ebenfalls eine Überlegung wert…
Danke für alle (auch weiteren) Tips.

Gruss,
Jürgen

Hallo Jürgen,

klingt ja alles recht theoretisch, was bisher hier geantwortet wurde, da mische ich mich jetzt mit einer recht pragmatischen Antwort dazu.

In der Farbabmusterung benutzt man normalerweise eine Lichtquelle die der SPezifikation D65 entspricht.
Das sind Leuchtstofflampen, die ein sehr kontinuierliches Spektrum haben, das dem Tageslicht in etwa entspricht.

In der Praxis gibt es da inzwischen sehr hochwertige Lampen, die in Abmusterungskabinen eingebaut werden und sehr engen optischen Spezifikationen entsprechen, ich kann mir vorstellen, daß das eine geeignete Lichtquelle währe.

Gruss

Mike

Hallo Mike,

Ich habe mich inzwischen weiter versucht schlau zu machen und habe leider einsehen müssen, daß eine Lichtquelle mit kontinuierlichem und konstantem Spektrum wohl nicht mit vetretbarem Aufwand zu realisieren sein wird. Da müßte ich bei fast jeder Lichtquelle ein Paket mit zwei Dutzend Spezialfiltern in den Strahlengang setzen, um auch nur in etwa dahin zu kommen wo ich hin wollte.
Deswegen werde ich wohl entweder eine solche Lichtquelle D65 benutzen, wie Du sie vorgeschlagen hast, oder vielleicht eine Xe-Kurzbogenlampe ( die hat ungefähr eine Farbtemperatur von 5000K, was für meine Anforderungen sogar noch besser wäre, aber viel mehr kostet ) oder eine stinknormale Halogen-Kaltlichtspiegel-Leuchte, welche zwar bei weitem keine konstante spektrale Verteilung besitzt, aber dafür eine Verteilung, welche sich sehr gut als eine einfache mathematische Funktion darstellen läßt. Damit kann ich dann wenigstens recht gut weiterrechnen…

Vielen Dank für Deinen Tip.

Gruß,
Jürgen

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