Liebe mitarbeiterinnen und mitarbeiter oder liebe

muss man bei einer versammlung eigentlich immer „liebe mitarbeiterinnen und liebe mitarbeier“ sagen, damit man die weiblichen und männlichen Personen unterscheidet bzw. berücksichtigt? Wäre es eine ausgrenzung, wenn man mit „liebe mitarbeiter“ einfach beide geschlechter meint?

Hallo,

Es hat sich als „politically correct“ etabliert, Begriffe, die nicht automatisch beide Geschlechter meinen, eben mit den entsprechenden Endungen versehen zu verwenden.
Die Anrede „Liebe Mitabeiterinnen und Mitarbeiter“ oder gleichartig ist korrekterweise nur dem Firmenleiter zugeordnet, andere allgemeine Anreden für die sonstigen Ebenen angemessen.

Gruss von Julius

kleiner Scherz
Werte Gästinnen und Gäste, liebe Kinderinnen und Kinder,

es ist mir ein Vergnügen, Ihnen heute die BürgerInnenmeisterInnenkandidatInnen der Stadt Mann/Frauheim vorstellen zu dürfen.

MFG Cleaner

MitgliederInnen…
…hattest DuIn noch vergessen.

palma

MännerInnen und Männer
fiel mir auch gerade noch ein.

Und was ist mit den Buhmnännern und Buhfrauen?

Gruß - Rolf

.

Hallo,

Es hat sich als „politically correct“ etabliert, Begriffe, die
nicht automatisch beide Geschlechter meinen, eben mit den
entsprechenden Endungen versehen zu verwenden.

da bleibt noch viel nachzuholen. Seit Jahren warte ich schon darauf, dass die Medien - speziell auch solche aus dem linksliberalen Meinungsspektrum - endlich genderneutral formulieren. Dass man also politisch korrekt über TerroristInnen, AusbeuterInnen, SozialschmarotzerInnen, KinderschänderInnen usw. usf. informiert wird.

Freundliche Grüße,
Ralf

Achtung Autofahrerinnen und Autofahrer: auf der A1 kommt Ihnen eine Geisterfahrerin oder ein Geisterfahrer entgegen.

Die Forderung, nun auch weibliche Formen auf alle Nomen anzuwenden, greift natürlich viel zu kurz!

Ich als Mann möchte künftig keine Person, sondern ein Personer sein, ebenso ein Geiseler, ein Opferer und ein Leidenschafter meiner Frau. Sie ist dafür meine Steckenpferdin, eine tolle Kerlin und eine echte Typin. Kein Wunder, dass sie meine Vorbildin ist, ich hingegen ihr Vorbilder.

Wenn es nicht nur Kaufmänner und Zimmermänner, sondern auch Kauffrauen und Zimmerfrauen gibt, dann soll mein Sohn auch Hebammer und Krankenschwesterer werden dürfen.

Beste GrüßInnen
Hahu

Computer und Computeusen!

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Die Forderung, nun auch weibliche Formen auf alle Nomen
anzuwenden, greift natürlich viel zu kurz!

[…]:Wenn es nicht nur Kaufmänner und Zimmermänner, sondern auch

Kauffrauen und Zimmerfrauen gibt, dann soll mein Sohn auch
Hebammer und Krankenschwesterer werden dürfen.

Hi,

Hahu!

Alles gut und schön. Aber ich wüsste gern, warum es trotz des zu beobachtenden Reinigungsfimmels/Putzzwangs nur Straßenkehrer und keine Straßenkehrerinnen gibt. Als ob EMMA & Co nicht ständig die Öffnung der Männerdomänen für Frauen forderten.
Gruß!
H.

sogar wieder ernsthaft
Hallo,

das ist m.E. in der Tat nicht unbedenklich.

Schauen wir beispielswiese einmal ins Strafgesetzbuch oder ins BGB, so finden wir dort tatsächlich nur männliche Bezeichnungen.

STGB
§ 211 Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
§ 212 Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.
§ 250 Auf Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter oder ein anderer Beteiligter am Raub

BGB
§ 812 Wer durch die Leistung eines anderen oder in sonstiger Weise auf dessen Kosten etwas ohne rechtlichen Grund erlangt, ist ihm zur Herausgabe verpflichtet.
§ 985 Der Eigentümer kann von dem Besitzer die Herausgabe der Sache verlangen.

Insbesondere den BGB 985 finde ich gut. Streng genommen dürfte nämlich kein Gericht einen Herausgabeanspruch einer Frau bejahen :smile:

MFG Cleaner

isten und istinnen
In der DDR sagte man offiziell (wenn das doch kein Witz war…) „Traktoristen und Traktoristinnen“.

Ganz falsch und sexistisch
Wenn schon denn schon: es kommt ihnen eine Geisterinfahrerin oder Geisterfahrerin oder ein Geisterinfahrer oder Geisterfahrer entgegen.

pp

… fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
oder Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker.

Leider auch ganz falsch
hi,

da müßte es schon Geisterinnenfahrerinnen etc. heißen, ist ja schlließlich die Mehrzahl …

*wink*
Barney

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und für die Tirolerinnen und Tiroler:
„Mander und Mandarinen“

*wink*
Barney

muss man bei einer versammlung eigentlich immer „liebe
mitarbeiterinnen und liebe mitarbeier“ sagen,

Man kann - nach dem Muster „Studierende“ statt „Studenten und Studentinnen“ - auf das bisher eher gemiedene Partizip Präsens ausweichen: Liebe Mitarbeitende!
Und ebenso dann:
Lehrende, Backende, Schaffnernde usw.
Also: Das Partizip ist dem Substantiv sein Tod.

Hallo,

prinzipiell stimme ich dir durchaus zu. Dennoch möchte ich eingie „Gefahren“ zu bedenken geben, die aus verschieden Konnotationen oder eingeübten Gebrauchsformen herrühren können.

Beispiele:
Ein Lehrender muß nicht notwendigerweise ein Lehrer sein, denn der Begriff Lehrende wird gemeinhin für Leute verwendet, die an einer Hochschule tätig sind. Lehrer ist derjenige, der irgend etwas unterrichtet; meist aber jemand mit Staatsexamen im Schuldienst.

Ein Backender backt vielleicht gerade im Augenblick einen steinharten Marmorkuchen für seine Freundin, wohingegen ein Bäcker jemand ist, der einen Meisterbrief in seiner Backstube hängen hat.

MFG Cleaner