ich bin nun seit heute hier und habe eine Frage, die mich schon länger beschäftigt.
Da ich von meiner ärztin keine zufriedenstellende antwort bekomme, wende ich mich jetzt an Sie.
ich hatte nach der geburt meines ersten kindes 2008 eine schwere depressive episode in der ich auch extrem mit medis überschüttet wurde…d. h. ich nahm zyprexa, Trevilor und TAVOR!!
nun bin ich seit Anfang Mai 2010 auf 75 mg venlafaxin(Trevilor) heruntergesetzt worden und seitdem hatte ich eine starke wesensveränderung, die mir selbst nicht bewusst wurde, weil es mir ja so überfliegermäßig gut ging und die mein freund bemerkte und ansprach,
so setzte meine ärztin das venlafaxin beim nächsten termin von 75mg komplett ab, da sie der meinung war, dass ich durch mein gesteigertes kaufverhalten, meine schlafstörungen und meine hochstimmung richtung manie(HYPOMANIE) tendierte,und verabreichte mir Seroquel…
kurze zeit später bekam ich restless legs, DURCHFALL, sehr starke innere unruhe, aber auch meine Frigidität, die in den letzten 2 jahren meistens durch das AD gegeben war, ließ nach.
ich wurde bis auf 800 mg/Tag heraufgestuft bis ich tagsüber nur noch wie falschgeld rumlief,
ziel war: meinen antrieb und die innere unruhe zu zügeln.
meine frage ist folgende: sollte es möglich sein, dass sich beschriebene symptomatik auch aus dem plötzlichen absetzen des AD ergeben hat und dies gar keine Hypomanische Episode darstellt??
vielen lieben dank für die hilfe im voraus grüße sandra
Falscher Arzt?
Hallo, da ich mich mit den Mitteln nicht so auskenne, kann ich da leider keine Antwort geben, so gern ich dies würde.
Aber, ich denke du bist einer Neurologin oder eine direkte Psychologin gegangen bist, oder?
Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass diese dich gern mit Tabletten und Pillchen heimschicken und man immernoch die gleichen Fragen hat, die man eigentlich beantwortet haben wollte.
Ausserdem find ich die vielen unterschiedlichen Wirkstoffe sehr seltsam.
Hallo? Also Experimente mit Antidepressivums machen halte ich für hoch gefährlich.
Kleiner Tip, suche doch mal spezifisch nach einem PsychoTHERAPEUTEN-Dieser ist auch dafür da, das Problem via Sitzungen zu ermitteln und mit dir gemeinsam rauszufinden, wie du damit umgehen kannst oder eben ändern kannst.
Ich hoffe, du findest trotzdem noch eine kompetentere Antwort, aber vllt konnt ich dir wenigstens etwas helfen
Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass diese dich gern mit Tabletten und Pillchen heimschicken und man immernoch die gleichen Fragen hat, die man eigentlich beantwortet haben wollte.
Kein Therapeut - egal welcher Ausbildungsrichtung - ist dazu da, Fragen zu beantworten. Er hilft bestenfalls dabei, Antworten zu finden. Manche Stöungsbilder sind so geartet, dass ohne eine medikamentöse Unterstützung gar keine weitere Therapie möglich ist. Ich halte es für gefährlich, die Medikamentengabe grundsätzlich zu verurteilen.
Hallo? Also Experimente mit Antidepressivums machen halte ich für hoch gefährlich.
Es ist eher ein Glücksfall, wenn ein Antidepressivum auf Anhieb wirkt und die Nebenwirkungen in vertretbarem Rahmen hält. Oft muss man diverse Mittel ausprobieren, um das optimal Wirksame für einen Patienten zu finden. Im beschriebenen Fall wurden aber nicht nur Antidepressiva eingesetzt, was auf ein komplexes Störungsbild hinweist. Über die medizinische Berechtigung dieser Medikamente können allerdings nur Fachleute urteilen.
Kleiner Tip, suche doch mal spezifisch nach einem PsychoTHERAPEUTEN-
Im Fall der UP aber bitte nach einem ärztlichen Psychotherapeuten, der auch im Umgang mit Medikamenten erfahren ist.