Abgesehen von der irrgeleiteten veganen Theorie, dass der Mensch ein reiner Vegetarier sei, steht fest, dass Fisch und Fleisch unbedingt in der Ernährung eine Rolle spielen müssen. Tatsächlich ist der Mensch von seiner Natur her ein Allesfresser, tierisches Protein ist für seine Entwicklung und seinen Erhalt essenziell.
In Zeiten von Tofu und chemischen Nahrungsergänzungsmitteln scheinen das einige vergessen zu haben, aber diese Nahrungsmittel sind eben synthetisch, selbst wenn sie zu einem erheblichen Teil aus pflanzlichen Stoffen bestehen mögen.
Anbetracht der Tatsache, dass wir auf tierische Nahrungsmittel zurückgreifen müssen, wie es der Mensch und seine Ahnen seit Jahrtausenden taten, muss die Nahrung irgendwie beschaffen werden. Somit gibt es immer mehr Massentierhaltungen, so auch beim Seefisch. Es gibt riesige Anlagen, wo Fisch und Meeresfrüchte in einer Art Käfighaltung nur zu dem einen Zweck herangezüchtet werden.
Der industriell gezüchtete Fisch mag in seiner Qualität dem wilden Tier oft unterlegen sein, man kann ihn dennoch mit einem ruhigen Gewissen verzehren.
Dann gibt es noch den Wildfang. Der Wildfang ist nicht das Problem, so lange nicht mit überdimensionalen Netzen gefischt wird. Denn insbesondere die Jagd mit riesigen Netzen führt zur gnadenlosen Überfischung. Viele der Fische werden bereits tot an Bord der Fangflotten gehievt, es wird auch keine Rücksicht auf Arten und Alter der Tiere genommen. Somit werden riesige Schwärme komplett ausgerottet. Die Jungfische, die nicht einmal die Chance hatten, sich zu vermehren, enden ebenso tragisch, wie die älteren Tiere. Das ist wie ein Genozid!
Es gibt alternative Fangmethoden für den Wildfang. Es müssten weltweit einheitliche Fangvorschriften erstellt werden, zum Beispiel dürfen Fangnetze eine bestimmte Größe nicht überschreiten, und die Fangquote pro Kopf müsste festgelegt werden. Damit würden die schwimmenden Fischfabriken, die riesigen Fangflotten unrentabel, damit würde es wieder mehr kleine Fischer geben, die trotz großer Anzahl keinen so argen Raubbau betreiben können.
Der Fischer mit dem kleinen Netz sortiert im Regelfall zu kleine Tiere aus und setzt sie zurück in die Freiheit. Somit besteht für Schwärme und Jungfische eine große Überlebenschance.
Gut, das Angebot an Meeresfrüchten würde damit schrumpfen und damit die Preise steigen, damit würde dem personenbezogenen übermäßigen Verzehr an Fisch Einhalt geboten.
Was die Umweltgifte und Umweltschäden angeht, so kann die Qualität der Fische nicht pauschalisiert werden. Überwiegend ist die Qualität sehr hoch, doch gibt es überall auf der Welt Fanggründe, wo man lieber nicht hinterfragt, was das Tier für Schadstoffe aufgenommen hat.