Du hast seit unserem Kennenlernen jedes Jahr von Mai bis November wunderschöne, aprikotfarbene Blüten und erfreust mich damit sehr. Alle zwei Jahre wirfst Du im Winter sämtliche Blätter ab und siehst erbärmlich aus, daran habe ich mich gewöhnt.
Nun hast Du aber in dem feuchtwarmen Klima meines Bades, Deiner Winterherberge, einer unsäglichen Population von Drosophila melanogaster (Fruchtfliegen) und Tausendfüßlern in Deiner Erde Unterschlupf gewährt. Ich habe nichts gegen ein funktionierendes Biosystem, aber es nimmt Überhand!!!
Lieber Hibiskus, kann ich Dich in ein weniger insektenfreundliches Pflanzgranulat umtopfen? Und wenn, dann wann? Jetzt schon, oder sollen wir beide den Frühling abwarten?
Oder würde es schon reichen, neue Erde zu besorgen?
In der Hoffnung auf fachkundige Antwort, liebe Grüße
Hallo Lea,
ich glaube eher, dass es sich bei den Fruchtfliegen um Trauermücken handelt, denn die Fruchtfliegen sitzen eigentlich an Früchten und sind „fett“. Handelt sich um „zarte“ Fliegen, dann sind es Trauermücken.
Leider noch keine befriedigende Antwort
Ihr beiden, die Ihr mir geantwortet habt, vielen Dank, aber ich weiss immer noch nicht, ob ich meinen Hibiskus in Granulat umtopfen kann und wenn ja dann wann???
du kannst deinen Hibiskus in Granulat umtopfen oder es mit frischer Erde versuchen. Falls es noch mal richtig kalt wird in diesem Winter, solltst du die Erde mal durchfrieren lassen.
Die beste Zeit zum Umtopfen ist nach meiner Erfahrung (habe halben Blumenladen zu Hause) von Februar bis März und im Oktober/November).
Ich hoffe, du bist nun nicht mehr so ratlos.
Viele Grüsse, Kathrin
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Umtopfen ist sicherlich eine gute Idee. Aber es besteht die Gefahr, dass die Schädlinge „mitwandern“ - besonders die kleinen schwarzen Fliegen sind da sehr hartnäckig. Also erst mal in den Kampf ziehen (mit dem Umtopfen müsstest Du eh noch bis Anfang/Mitte März warten.
Die Trauermücken wirst Du am besten mit sog. Gelb-Stickern los (gibts in größeren Pflanzenabteilungen in Baumärkten). Das sind klebrige Plastikdreiecke, die in den Erdboden gesteckt werden (der klebrige Teil guckt natürlich raus ).
Die Viecher stehen wohl auf die Farbe - bei meinen „Grünlingen“ haben die Teile wirklich gut funktioniert. Das Ziel ist, die jungen Tiere zu fangen, bevor sie sich vermehren. In der ersten Zeit muss man die Teile evtl. öfter austauschen. Wenn mehrere Töpfe befallen sind, solltest Du mehrere Sticker in der Wohnung aufstellen.
Wie man Tausendfüßler los wird, weiß ich leider nicht. Aber vielleicht bleiben die ja auch „kleben“. Wenn nicht könnte neue Erde oder ein Pflanzgranulat helfen. Dann darf aber nicht zuviel alte Erde am Wurzelballen bleiben, sonst werden die Tierchen mit „verpflanzt“.
Ich drück’ Dir und Deinem Hibiscus jedenfalls die Daumen.
ich würde eher zu neuer Erde raten als zu Granulat, denn letzteres sollte immer
ganz frei von Erde sein, und beim Umpflanzen ist das kaum hinzukriegen.
Auch beim Umpflanzen in neue Erde sollte die alte möglichst vollständig entfernt
werden. Dazu zunächst grob mit den Fingern aus dem Wurzelballen ausbröseln. Dann
dürfen ruhig die feineren Wurzelspitzen mit einem scharfen Messer gekürzt werden
(die Anwesenheit von diversen Viechern deutet ja auch auf angefaulte Wurzeln
hin), dann über der Badewanne mit scharfem Duschstrahl weiter der Erde zwischen
den Wurzeln zu Leibe rücken.
In frische Blumenerde einpflanzen, unten im Topf für guten Abzug sorgen
(Tonschreben, Blähton oder Kies), das Ganze gut angießen, austropfen lassen und
dann in der Folge nicht zu sehr gießen, aber auch nicht austrocknen lassen. So
sollte es klappen!
Viel Erfolg wünscht
Bolo2L