Mich würde interessieren, wie man mit Liebeskummer umgeht?
Was gibt es für Methoden?
Wie soll man sich dem verlorenen Partner gegenüber verhalten?
Kann man davon je geheilt werden?
Wäre schön, wenn ihr ein paar passende Antworten bzw Tipps habt. Ich selbst leide nicht mehr unter Liebeskummer (evtl. noch ein wenig), es interessiert mich jedoch, wenn ich die nächste zukünftige Ex Miss Krüger verabschieden muss
es ist sooo einfach
mit liebeskummer geht man so um:
weinen, trauern, den schmerz fühlen!
so lange, bis es besser geht, dafür sorgt der körper selbst.
eine grundregel für den richtigen umgang mit gefühlen ist (analog der obigen empfehlung) diese:
gefühle veranlassen uns zu handlungen. diese handlungen lösen das gefühl wieder auf. trauer-weinen, wut-schreien, angst-flüchten, liebe-streicheln, usw.
…einfach machen! klingt mega-banal, ist aber gar nicht so einfach!
eine grundregel für den richtigen umgang mit gefühlen ist
(analog der obigen empfehlung) diese:
gefühle veranlassen uns zu handlungen. diese handlungen lösen
das gefühl wieder auf. trauer-weinen, wut-schreien,
angst-flüchten, liebe-streicheln, usw.
Ist es wirklich so, dass sich die Trauer beim Weinenden schneller verflüchtigt als bei dem, der sich ablenkt und die Tränen unterdrückt?
Verfliegt Wut nicht einfach mit der Zeit, ganz gleich ob man diese nun schweigend oder schreiend verbringt?
Richtig ist, dass Angst verschwindet, wenn man sich flüchtend aus der vermeintlichen Gefahr bringt, aber soll man sich bei festsitzenden Ängsten nicht eher mit diesen konfrontieren? Zumindest gilt doch aus therapeutischer Sicht, dass man Ängste und spezieller Phobien nicht loswird, wenn man vor ihnen davonläuft.
Trauer, Wut und Angst sollen abklingen, wenn man den Handlungsimpulsen folgt, die sie geben. Klingt dann auch die Liebe ab, wenn man ihren Handlungsimpulsen folgt oder wird sie dadurch nicht eher stärker? Wie kommt es zu diesem Unterschied?
man kann keine Regeln aufstellen. Wie man sich dem verlorenen Partner gegenüber verhalten soll, ist sehr verschieden, das hängt ja von der Trennung ab… Meist musst man durch den Schmerz alleine durch.
Mein „Rezept“ ist zwar schon älter, hat sich aber schon vielfach bewährt:
Emotionen sind eine Art von Spannungen, die Handlungsimpulse sollen zur Lösung dieser Spannungen führen.
Z. B. Ärger, Zorn, Wut: (Thema Störung)
Es kommt zu einer Störung, die mein momentanes Tun, meine Absichten behindert. Nun muß ich die Störung irgendwie beseitigen.
Ärger entsteht, und diese Emotion versetzt meinen Körper in eine Handlungsbereitschaft, um diese Störung zu beseitigen (via Sympathicus-Aktivierung, Stresshormone werden ausgeschüttet).
Ich folge dem Handlungsimpuls, wenn es klappt mit der Beseitigung der Störung, kann ich weitermachen wie vorher, der Ärger wird nicht mehr gebraucht und verschwindet so am schnellsten.
Man kann auch versuchen, zu schreien, um die Symathicusaktivierung abzubauen, aber wenn die Störung bestehenbleibt, vergeht der Ärger oder die Wut nicht so schnell, sondern erst dann, wenn man es schafft, sich mit der Störung abzufinden.
Oder die Angst: da muß man unterscheiden zwischen realen Ängsten (z. B. vor einem großen, bissigen Hund), für die der Fluchtimpuls eigentlich sinnvoll ist, und solchen, die nicht real begründet sind (z. B. Phobien). Das therapeutische Argument (sich den Ängsten stellen) bezieht sich nur auf die letzteren.
Liebe: Verliebtheit ist die emotionale Spannung. Der Handlungsimpuls führt zum Versuch einer Annäherung. Wenn der Versuch erfolgreich ist, die Annäherung also stattfindet, kommt es zu gemeinsamen Erlebnissen, und es entsteht Bindung, oder Liebe, wenn man das so sagen möchte. Die Liebe ist als ein Zustand zu verstehen, und damit etwas grundsätzlich anderes wie die Verliebtheit (Spannung).
Trauer: der gegenteilige Prozeß, durch den eine Bindung wieder aufgelöst wird. Der Verlust ist real eingetreten, und muß noch innerlich, in der Psyche, im Gehirn nachvollzogen werden. Wie das genau funktioniert, und warum Weinen das erleichtern soll, weiß ich nicht.