Hi allerseits,
ich hab ein Problem in der Nachbarschaft:
junge Mutter, 1 Baby 6 Monate und 1 Tochter ca. 7-8 Jahre.
Diese Mutter ist durchaus sympathisch, kümmert sich liebevoll um ihr Baby, leider weniger liebevoll um ihre Tochter. Sobald die Tochter mittags von der Schule kommt, geht das „Gekeife“ los. Ich habe die junge Mutter noch nie nett oder lieb mit dieser Tochter reden hören. Im besten Fall ist der Ton neutral.
Sie schreit ihre Tochter wegen der Hausaufgaben an (nichts wird erklärt, nur geschimpft, wie sie denn so blöd sein könne), wegen „dummen“ Fragen, wegen des Essens, wegen des Spielens, …
Und das täglich.
Mir tut es in der Seele weh, mir das mitanzuschauen und anzuhören. Jedes Kind hat Liebe verdient und dieses Kind schreit förmlich danach, geliebt zu werden.
Und deshalb würde ich es gerne ansprechen, weiß aber nicht wie. Denn der Plausch von Mutter zu Mutter ist mir verwehr, ich habe nämlich keine Kinder.
Wie spreche ich es an, ohne dass mir die Mutter Einmischung in ihre Erziehung vorwirft und ohne dass es für die Tochter noch schlimmer wird. Wie erreiche ich, dass die Mutter es einfach als Hinweis sieht.
Eine Überlegung von mir war schon, Hilfe bei der Hausaufgabenerledigung anzubieten.
Warum die Situation so ist, dazu habe ich nur eine Vermutung: der kleine Sohn (Baby) ist von ihrem jetztigen Lebenspartner, die Tochter hingegen von ihrem Ex, so vermute ich.
Wäre das ein Ansatzpunkt, einfach zu fragen, ob die Tochter auch von Ihrem jetztigen Mann ist, wegen des Altersunterschieds und weil sie auch nicht verheiratet ist. Klingt blöd und spießig, aber vielleicht funktioniert’s.
Mir geht es nicht um Erklärungen ihres Verhaltens, sondern um konkrete Hilfe für die Tochter.
Sonnige Grüsse, Gabi
Da wirfst Du was durcheinander. Im Job ist es gerade meine Aufgabe, mich NICHT in den Konflikt der Klienten einzumischen! Das fällt mir - gerade wenn Kinder betroffen sind - schon manchmal ziemlich schwer, aber meist geht es.
und zudem fühle ich mich nicht wirklich dazu berufen, hier seelische Feuerwehr zu spielen. Ich will eine für mich und meine Familie unangenehme Situation beenden. That’s all. Da ist deutlich weniger Altruismus in meiner Frage, als viele meinen.