Hallo Simon,
ich finde es eine ganz nette Idee, mir mein Lieblingsbuch -
Klassiker, frühes 19. JH - in Originalsprache und in einer
alten Ausgabe zu kaufen.
seufz. Über welches Buch redest Du???
Autor - Titel???
Manche Bücher des 19. Jh. wurden in winzigen Auflagen gedruckt, andere waren so erfolgreich, dass sie sofort in Massen auf den Markt kamen.
Damit fängt es schon mal an.
Ich habe sonst mit alten Büchern
nichts am Hut und wäre für eine kurze Einschätzung dankbar,
worauf man achten sollte.
- auf den Zustand = wie schäbig darf es denn sein?
- wieviel bist Du maximal bereit, dafür auszugeben?
Das sind die einzig realistischen Kriterien
Ich habe über ZVAB schon ein interessantes Angebot gefunden,
bin aber doch noch etwas skeptisch: Erscheinungsjahr zwei
Jahre nach Erstausgabe (die gut erhalten für einen mittleren
fünfstelligen Betrag angeboten wird);
aber vermutlich nicht vom selben Anbieter?
außerdem, aus meiner Erfahrung: es kommt stark darauf an, ob das Antiquariat in Berlin sitzt oder in Kleinkleckersdorf.
In der Hauptstadt hat man höhere Ladenkosten, dafür aber mehr und zahlungskräftigere Kundschaft als irgendwo in der Provinz. Das beeinflusst natürlich die Preise.
wohl kein perfekter
Zustand aber auch nicht allzu schlecht („Rücken gebleicht
Kanten leicht berieb.“);
… beschreibt nur den äußeren, sofort sichtbaren Zustand. Du weißt nicht, ob und wie locker die Bindung ist (Buchblock wackelt), nicht, ob die Seiten gebräunt sind, das Papier brüchig.
das ganze für knapp 50 €.
wenn Du meinst, das es Dir das wert ist, kaufe es.
Mir kommt das doch etwas sehr günstig vor. Wie groß ist da die
Wahrscheinlichkeit, dass man doch übers Ohr gehauen wird?
womit denn? Du willst ein altes Buch und kriegst ein altes Buch.
Spätere Ausgaben werden teilweise deutlich teurer angeboten.
auch hier wieder - es ist absolut nicht unerheblich, welcher Verlag das Buch herausgebracht hat. Womöglich ist die Druckerei bekannt für ihre wertvolle graphische Typen-Gestaltung. Womöglich wurde das Buch in späteren Ausgaben in irgend einer Form durch Illustrationen aufgewertet, hat der Autor ein neues Nachwort geschrieben, was weiß ich.
Anbieter ist immerhin kein ganz kleiner Laden.
woraus man schließen kann, dass sie vielleicht wissen, was sie tun und warum sie es tun
Misstrauen ist gut, zuviel Misstrauen hilft aber auch nicht
viele Grüße
Geli