Lieferzeit von Laptop

Hallo,

Ich habe folgendes Problem (was sicher 100-fach auftritt, aber dennoch):

Ich habe mir ca. 2 Wochen vor Weihnachten über eine Vertriebsfirma einen Laptop von IBM bestellt, mündlich waren 2-3 Wochen Lieferzeit ausgemacht. Wenn ich also Weihnachten nicht mitrechne, wäre das die 1. Januarwoche.

Getan hat sich nichts, auf Rückruf von mir geben sie nun Lieferschwierigkeiten von IBM zu. Nun muss ich am 15.2. einen von langer Hand geplanten Vortrag halten (im Rahmen eines Abituriententages vor vollem Hörsaal, die Einladungen an die Schulen sind längst verschickt, die Plakate gedruckt) und müsste jetzt allmählich dringend anfangen, ihn vorzubereiten. Dazu bin ich auf den Laptop angewiesen. (Natürlich kann man in einem solchen Fall improvisieren, die Vorbereitung auf einem anderen Gerät machen, etc., aber so richtig sehe ich das nicht ein.) Zum Stornieren und woanders kaufen ist es inzwischen auch zu spät.

Ich habe also schnellstens ein Ersatzgerät verlangt, aber auch das kommt sehr schleppend in Gang. Deshalb meine Fragen:

  • Habe ich Anspruch auf ein Ersatzgerät oder ist das Kulanz der Lieferfirma?
  • Gibt es irgendwelche verbindlichen Lieferfristen (unabhängig von dem, was am Telefon mündlich ausgemacht war).
  • Gibt es irgendwelche Druckmittel meinerseits, z.B. Schadensersatzforderungen für Arbeitsausfall? (Nicht, dass ich die unbedingt durchsetzen will, aber zumindest würde ich, wenn es denn realistisch ist, gerne damit drohen.

Last not least: Hat jemand eigene Erfahrungen mit diesem Problem? Und was ist eigentlich bei Computern so kompliziert mit der Lieferung? Können die nicht bei der Bestellung wissen, ob sie die Dinger auf Lager haben?

Mit vielen Grüßen, Stefanie

Hi,

ich bin immer mehr überrascht, bei was für Dingen schon direkt nach der harten Keule gegriffen wird.

  • Habe ich Anspruch auf ein Ersatzgerät oder ist das Kulanz
    der Lieferfirma?
  • Gibt es irgendwelche verbindlichen Lieferfristen (unabhängig
    von dem, was am Telefon mündlich ausgemacht war).
  • Gibt es irgendwelche Druckmittel meinerseits, z.B.
    Schadensersatzforderungen für Arbeitsausfall? (Nicht, dass ich
    die unbedingt durchsetzen will, aber zumindest würde ich, wenn
    es denn realistisch ist, gerne damit drohen.

Wenn Du keinen schriftlich fixierten Liefertermin vorweisen kannst, hast Du keinen rechtlichen Anspruch auf rechtzeitige Lieferung und entsprechend auch keinen auf ein Ersatzgerät oder Schadenersatz.

Last not least: Hat jemand eigene Erfahrungen mit diesem
Problem? Und was ist eigentlich bei Computern so kompliziert
mit der Lieferung? Können die nicht bei der Bestellung wissen,
ob sie die Dinger auf Lager haben?

Tja, in deren Warenwirtschaft steckt man nicht drin. Lager kann man sich in dieser Branche schlicht nicht in einem größeren Umfang leisten (Wertverlust). Vielmehr herrscht da just-in-time-Wirtschaft vor und wenn nur eine Komponente fehlt, wird das Teil logischerweise nicht ausgeliefert. Hinzu kommt, daß gerade über den Jahreswechsel die Bestände runtergefahren werden, um zum Bilanzstichtag möglichst wenig auf Lager zu haben, was dann einerseits die Bilanz verlänget (schlechtere Eigenkaptialquote) und andererseits zu Abschreibungen führt.

Und auch hier wieder der Kommentar: IBM geht in dem Segment nach eigenen wirtschaftlichen Interessen vor. Kundenbindung spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Das wäre so beim Fachhändler mit einiger Sicherheit nicht passiert.

Gruß
Christian