Liegestütze

Vorgestern betitelte die FAZ im Sportteil einen Artikel über die deutsche Davis-Cup-Mannschaft mit der Überschrift „Zwanzig Liegestützen gegen die Platz-Angst“. Meines Wissens lautet der Singular ´Liegestütz und der Plural ´Liegestütze. Darf so etwas einem FAZ-Redakteur passieren? Oder kann es sein, dass es einfach ein Tippfehler war? Müsste nicht zumindest der Lektor/Korrektor darauf aufmerksam werden, zumal der Fehler in der Überschrift steckt? Und: Kann mir jemand sagen, wie weit dieser Fehler verbreitet ist, dass man Liegestützen statt Liegestütze sagt? Ich habe bislang nocht nicht darauf geachtet. Vielen Dank.

Hallo Omnisapiens,

Da stellst Du aber biele Fragen auf einmal:

Meines Wissens lautet der Singular ´Liegestütz und der Plural :Liegestütze.

So kenne ich das auch, aber das besagt noch nicht unbedingt etwas.

Darf so etwas einem FAZ-Redakteur passieren?

Natürlich darf es das. Oder was willst Du dagegen machen, daß so etwas passiert? Auspeitschen, Kriegsgericht, standrechtliche Erschießung?

Oder kann es sein, dass es einfach ein Tippfehler war?

Natürlich kann das sein; aber wer weiß das schon? Wir wissen alle viel zuwenig.

Müsste nicht zumindest der Lektor/Korrektor darauf aufmerksam werden, :zumal der Fehler in der Überschrift steckt?

Es gibt immer weniger Lektoren oder Korrektoren bei den Zeitungen. Offensichtlich verlassen die Journalisten sich auf die Rechtschreibkorrekturen ihrer Programme. Es mag aber auch sein, daß sie ihre Texte gar nicht mehr durch deren Kontrolle laufen lassen.

Und: Kann mir jemand sagen, wie weit dieser Fehler verbreitet ist, :dass man Liegestützen statt Liegestütze sagt?

Ich kann Dir diese letzte Frage wahrlich nicht beantworten, muß Dir aber auch gestehen, daß sie mich nicht wirklich und wirklich nicht interessiert.

Gruß - Rolf

PS: Deine Sorgen möchte ich haben.

Hallo, Allweiser!

„Zwanzig Liegestützen gegen die Platz-Angst“.

Da sind dem Schreiber vermutlich die Stützen zwischen die Beine oder Finger geraten.

Das kann passieren. Selbsr mir! Und dir auch! (s.u.)
Auch Homer schlief bisweilen.:etwas einem FAZ-Redakteur passieren?

Müsste nicht zumindest der Lektor/Korrektor darauf aufmerksam werden, zumal der Fehler in der Überschrift steckt?

Hat die FAZ noch solche Leute? Die meisten Zeitungen haben diese aus Kostengründen gestrichen.

Und: Kann mir jemand sagen, wie weit dieser Fehler verbreitet ist, dass man Liegestützen statt Liegestütze sagt?

Gib den Plural bei google ein und schau wieviele Treffer du findest.

Ich habe bislang nocht nicht darauf geachtet.

Soviel zu Tippfehlern!

Gruß Fritz

Siehst du, Omnisapiens?

Da stellst Du aber biele Fragen auf einmal:

Auch Rolf!

Sorry, Rolf! :wink:

Gruß Fritz

Hallo Omnisapiens,

Darf so etwas einem FAZ-Redakteur passieren?

Natürlich darf es das. Oder was willst Du dagegen machen, daß
so etwas passiert? Auspeitschen, Kriegsgericht,
standrechtliche Erschießung?

??? Wie kann man bei einer so harmlosen Frage so martialisch und zynisch werden. Wenn es kein Tippfehler, sondern ein Fehler aus Unwissenheit war, ist das für meinen Geschmack schon etwas peinlich. Ein Tippfehler kann natürlich mal passieren. Vor der Veröffentlichung sollte zumindest aber die Überschrift noch mal überprüft werden. Das ist nicht unzumutbar. Was ich dagegen machen will? Einen Korrektor/Lektor einstellen.

Und: Kann mir jemand sagen, wie weit dieser Fehler verbreitet ist, :dass man Liegestützen statt Liegestütze sagt?

Ich kann Dir diese letzte Frage wahrlich nicht beantworten,
muß Dir aber auch gestehen, daß sie mich nicht wirklich und
wirklich nicht interessiert.

Schön, dass du trotzdem geantwortet hast.

Gruß - Rolf

PS: Deine Sorgen möchte ich haben.

Es sind keine Sorgen, eher ein augenblickliches Interesse. Wenn du meine Fragen für überflüssig hältst, kannst du mit deinem post scriptum einen Großteil aller Artikel/Fragen versehen. Gruß omnisapiens.

Hi Ralf,

und Korrektoren gibt es schon lange nicht mehr.

Das werde ich mal einem meiner Freunde berichten, der ist einer von mehreren Korrektoren bei der FAZ und wird sogar richtig gut bezahlt!

Gruß,

Anja

Moin, Anja,

Das werde ich mal einem meiner Freunde berichten, der ist
einer von mehreren Korrektoren bei der FAZ und wird sogar
richtig gut bezahlt!

im Bayerischen Rundfunk läuft eine Sendereihe „Der Letzte seines Standes“, dafür werde ich ihn vorschlagen :smile:))

Ich will ja nicht ausschließen, dass es noch den einen oder anderen Korektor gibt. Bei den Regionalzeitungen jedenfalls weiß man schon gar nicht mehr, wie man Korrektor schreibt.

Gruß Ralf

Kurze Wege
Moin!

bei den Regionalzeitungen jedenfalls weiß man schon gar nicht mehr, wie man Korrektor schreibt.

Soweit ich es gehört habe, kann auf Grund der modernen Datenverarbeitung ein Reporter oder Redaktör seinen Artikel - wie hier im Forum auch - direkt von seinem PC aus zum Druckkompjuter schicken.

Ihr seht ja selbst, was das für Folgen hat.

Gruß Fritz

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Moin, Fritz,

Ihr seht ja selbst, was das für Folgen hat.

ich - ICH - ICH wollte das nicht. Ich war auch nie dafür, dass jeder, der den Doppelklick beherrscht, sich als Layouter geriert.

Gruß Ralf

Servas!

Aus langjähriger Redaktionserfahrung nehme ich an, dass da ursprünglich „Mit 20 Liegestützen“ gestanden ist, bis der Layouter befand, der Titel ist zu lang. Dann sagt der Redakteur am Telefon „na, nimm halt das ‚mit‘ raus.“ Und der grammatikalisch ahnungslose, weil nur grafisch begabte Layouter nahm diese Anweisung wörtlich.
Da das alles 10 Minuten vor Drucktermin stattfand, übersah auch der im Wust der in den letzten 10 Minuten eintrudelnden Seiten überforderte Korrektor den Fehler - und schon wurde er gedruckt.

So oder so ähnlich entstehen die meisten derartigen Fehler.

Livia

(Die einmal einen Tobsuchtsanfall bekam, weil der Layouter aus dem zu langen Titel ausgerechnet das Wörtchen „nicht“ strich.)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo, Rolf!

Es gibt immer weniger Lektoren oder Korrektoren bei den
Zeitungen. Offensichtlich verlassen die Journalisten sich auf
die Rechtschreibkorrekturen ihrer Programme. Es mag aber auch
sein, daß sie ihre Texte gar nicht mehr durch deren Kontrolle
laufen lassen.

Bitte, bitte schieb den Abbau der Korrektoren nicht den Journalisten in die Schuhe. Die sind die letzten, die daran Interesse haben, für das gleiche Geld jetzt auch noch die eigenen Sachen Korrekturlesen zu müssen, noch dazu, wo man die eigenen Fehler von allen eh am leichtesten übersieht. Die Rechtschreibkorrekturen sind ganz nett, aber ich z.B. schreib vorwiegend für medizinische Fachmedien. Da ist sowieso jedes dritte Wort unterwellt, weil das Programm es nicht kennt. Wenn’s dann auch noch hektisch ist (und das ist es bei mir zwar nicht immer, aber bei Tageszeitungen wie der FAZ meistens), dann rutschen halt die Fehler durch und mangels Korrektor bis in den Druck.

Dass es keine Korrektoren mehr gibt, ist der Gier der Unternehmensführer und Aktieninhaber zu verdanken. Journalisten sind hier unschuldig.

Livia

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