wahrscheinlich bin ich im falschen Brett, aber nicht, weil mir die Geographie fremd wäre, sondern weil die Frage wohl ebenso gut in Dialekt, wenn nicht sogar Fremdsprachen passt. Da schreibt ein Forumsmitglied aus Wien(!): „Mein Hamster dreht am Rücken“. Mein erster Gedanke, dass der Hamster einen Schlüssel zum Aufziehen im Rücken steckt, war falsch, er dreht sich auf den Rücken (wohl, weil’s ihn juckt). Und nun törööö! die Frage: Ist die Formulierung am Rücken typisch für Wien? In Gelsenkirchen spricht man so, ist ja auch in Ordnung. Aber in Wien? Wer weiß was?
gut in Dialekt, wenn nicht sogar Fremdsprachen
passt. Da schreibt ein Forumsmitglied aus Wien(!): „Mein
Hamster dreht am Rücken“.
joo - Wiener sitzen auch am Pferd (ich habe den Sonnenaufgang am Pferd erlebt…hä ?!? am = auf ) - daran erkennt man Wiener bzw. Österreicher sofort, genauso wie es bei ihnen auch hackt statt hakt etc. :o) und vieles anderes …
Daran erkennt man sie, wie man die Einwohner der neuen Bundesländer an den Mehrraumwohnungen und den Fahrerlaubnissen erkennt und die Schwaben an „das Teller“ und „der Butter“ (leg mir bitte den Butter auf das Teller *aufheul* )
Hier werden wieder einmal zwei verschiedene „am“ vermischt.
Einerseits das hochsprachlich falsche „am“ für „auf deN“ wie im ersten Beispiel „dreht sich am Rücken“ oder bei „Stell das Brot am Tisch“.
Andrerseits das zumidest in Österreich (laut ÖW) korrekte „am“ für „auf deM“, wie im Beispiel hier „ich sitze am Pferd“ oder auch bei der „Butter am Brot“.
besternten Dank! Die Sprache unserer Nachbarn ist ja noch reicher, was sage ich, tiefgründiger, als ich vermutet habe. Da werde ich beim nächsten Besuch in der Wachau meine Gastgeber verblüffen ))
Daran erkennt man sie, wie man die Einwohner der neuen
Bundesländer an den Mehrraumwohnungen und den Fahrerlaubnissen erkennt und die Schwaben an „das
Teller“ und „der Butter“ (leg mir bitte den Butter auf das
Teller *aufheul* )
Also, warum wir Schwaben „das Teller“ sagen, dafür hab ich auch keine einleuchtende Erklärung, aber „der Butter“ kommt laut meinem Französisch-Lehrer aus ebendieser Sprache, wo „le beurre“ maskulin ist, welches die Schwaben als Lehnwort übernommen haben. Hierzu empfehle ich Dir die Lektüre von Wolf-Henning Petershagen: „Schwäbisch für Besserwisser“ und „Schwäbisch für Durchblicker“; soeben habe ich gesehen, daß es nun auch einen dritten Band gibt, den ich noch nicht kenne: „Schwäbisch für Superschlaue“.
In diesem Sinne: immer schön am Pferd bleiben!!
Der gute Reiter soll ja auch „im Pferd sitzen“, nicht nur an selbigem.