Life-Review oder wie oder was?

Hallo zusammen,

Eigentlich ein ziemlich planloses Thema. Aber ich frage mich, wie Ihr das so macht…

Jeder denkt doch mal so pauschal übers Leben nach. Und meiner Meinung nach ist es ziemlich vermessen, die ganze Zeit der Meinung zu sein, man mache schon alles richtig. Auch zu denken, daß das eigene ‚Grübeln‘ einen weiterführt, erscheint mir sehr kurzsichtig, denn schließlich ist man ja in eigenen Vorstellungen u.ä. „gefangen“

Also wie verfahrt ihr? Fragt Ihr Euch überhaupt ab und zu so etwas, wie „bin ich wirklich auf der richtigen Spur?“ und wenn nein, wen zieht Ihr hinzu? Die liebende Familie, vertraute Freunde??? Alles nicht gerade die neutrale Instanz…

Gehen wirklich so viele Leute deswegen zum „Psycho-Onkel“?
Ist die Suche nach Neutralität in dieser „Bewertung“ vielleicht sogar falsch und kann nur zu Unsicherheit führen?

Hallo Ecki,
bin zwar erst mitte dreissig, habe aber das alles schon hinter mir… (zumindest derzeit…) Als ich mit dem Abi fertig war und mit dem Studium anfing hab ich mich auch gefragt, ist das alles so richtig, sollte ich nicht was anderes studieren, krieg ich mein Leben mal so in den Griff wie ich es mir vorstelle?
Diese Fragen stelle ich mir zwar jetzt auch noch aber mittlerweile einige Jahre später in der Rückschau hatte alles irgendwie einen Sinn, es lief nicht alles glatt, nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte, es waren einige Umwege drin, aber in der Rückschau hatte alles irgendwie einen Sinn, ich bin mit allen Stolpersteinen einigermassen fertig geworden (ok an einigen kaue ich immer noch…) aber an den meisten bin ich gewachsen.
Solange ich von aussen keine oder in meinen Augen ungerechtfertigte Kritik bekomme, gehe ich mal davon aus alles einigermassen richtig zu machen und manchmal muss man auch seinen eigenen Kopf ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzten.
OK in der Rückschau ist alles leichter aber nach deiner Vika zu urteilen bist du ja auch nicht doof und kannst sicherlich unterscheiden zwischen Riesendummheit und einigermassen gesundem Menschenverstand. Du hast dein Leben wahrscheinlich ziemlich gut im Griff, sonst könntest du kein Studium durchziehen, was sollte also verkehrt sein? Du bist das erste drittel deinen Lebens wahrscheinlich ziemlich gut durchgekommen, warum sollte sich das in den nächsten 60 Jahren noch gross ändern? Schliesslich wird man ja mit jedem Tag ein bisschen weiser.
Hole dir ruhig mal Rat bei Freunden oder deine Familie, Entscheidungen und Bewertungen aber kannst nur du treffen. Und glaube mir, in 99 % aller Falle wird alles gut :wink:
Klingt wie ne Floskel is aber so…
grüsse dragonkidd

Hallo ecki

Also wie verfahrt ihr? Fragt Ihr Euch überhaupt ab und zu so
etwas, wie „bin ich wirklich auf der richtigen Spur?“ und wenn
nein, wen zieht Ihr hinzu? Die liebende Familie, vertraute
Freunde??? Alles nicht gerade die neutrale Instanz…

Meiner Meinung nach ist das ein typisches
Zeichen der Jugend :wink:

Irgendwann hat man dann rausbekommen,
dass alles, womit man sich befasst und
beschäftigt, im Grunde völlig ohne
jede tiefere Bedeutung ist. Es ist
entweder nettes Spiel (macht Spass)
oder doofes Spiel (man ist gezwungen),
aber es ist am Ende egal.

Was bleibt? Meiner Meinung nach, kann
man allem Tun dann einen „Sinn“ zuordnen,
sofern man damit

a) eine ästhetische Botschaft vermittelt,
b) der eigenen Fortpflanzung dient

(Übrigens halte ich „Patriotismus“ für
eine Spielart von b), da er sich immer
auf die „Fortpflanzungsgemeinschaft“
bezieht.)

Zu Deiner Frage. Es gibt keine „richtige“
Spur. Es gibt nur eine „schöne“ Spur oder
eine „häßliche“ Spur, die man aber selbst
zieht. Das ist imho der Punkt. Und da man
selber zu jeder Zeit weiss, was für einen
selbst „schön“ und „häßlich“ ist, weiss man
darüber auch (leider) meistens Bescheid.

Gehen wirklich so viele Leute deswegen zum „Psycho-Onkel“?
Ist die Suche nach Neutralität in dieser „Bewertung“
vielleicht sogar falsch und kann nur zu Unsicherheit führen?

Das ist wieder die Jugend. Jemand anders soll
beurteilen, „wie toll man ist“ oder einem
Tipps geben, wie man andere nachgerade
dazu bringen kann, einen „Toll zu finden“,
weil man das eben meint zu brauchen braucht :wink:

Die alte Frage „Selbtbewertung vs. Fremdbewertung“
bzw. die Verlagerung der „Deutungshoheit“ bezüglich
der eigenen „Bedeutung“ nach aussen, zu anderen.

Also meine Antwort: Du bist niemals auf
dem „richtigen“ Wege, weil es keine Möglich-
keit gibt, ein generelles „richtig“ zu benennen.

(war wahrscheinlich nicht sehr hilfreich :wink:

Grüße

CMБ

Meiner Meinung nach ist das ein typisches
Zeichen der Jugend :wink:

Ich dachte, das legt sich mit fast 30 … :smile:

Es ist
entweder nettes Spiel
oder doofes Spiel

ich finde diese Einstellung gar nicht einmal so schlecht. Nahezu genial …