Likör mit grünen Nüssen?

Moin zusammen,

mir hat kürzlich mal jemand erzählt, dass er irgendwo einen Likör mit grünen (also noch unreifen) Walnüssen probiert hat, der sehr lecker war.

Hat da jemand ein Rezept?

Danke im Voraus

Holger

Hallo Holger,dieser "Jemand " hat vollkommen Recht.
Liebe Grüße
AGNES

1 kg gruene Walnuesse
1 Zimtstange
5 Gewuerznelken
1 ungespritzte Zitrone, duenn

  • abgeschaelte Schale davon
    1 pn Muskatbluete
    1 1/2 l Kornschnaps
    800 g Zucker
    1 l abgekochtes Wasser

Fuer die Zubereitung von Walnusslikoer ist Mitte Juli der richtige Zeitpunkt.

Nuesse halbieren, mit den Geschmackszutaten in ein grosses Einmachglas geben
und mit Kornschnaps auffuellen. Das Glas gut verschliessen und vier bis sechs
Wochen an einen sonnigen Platz stellen.

Nun die Nuesse herausnehmen und den Nussextrakt filtern. Den Zucker in
erwaermtem, abgekochtem Wasser aufloesen und unter Ruehren kurz aufkochen. Den
Nussauszug mit der Zuckerloesung mischen, in Flaschen fuellen und gut
verschliessen. Der Likoer soll an einem dunklen Ort aufbewahrt werden und wird
mit fortschreitendem Alter immer besser und schoener. Er hat eine leicht
oelige Konsistenz. In meinem Bestand gibt es noch eine versiegelte Flasche
aus dem Jahr 1983.

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Hallo Holger,dieser "Jemand " hat vollkommen Recht.
Liebe Grüße
AGNES

1 kg gruene Walnuesse
1 Zimtstange
5 Gewuerznelken
1 ungespritzte Zitrone, duenn

  • abgeschaelte Schale davon
    1 pn Muskatbluete
    1 1/2 l Kornschnaps
    800 g Zucker
    1 l abgekochtes Wasser

Fuer die Zubereitung von Walnusslikoer ist Mitte Juli der
richtige Zeitpunkt.

Hallo Agnes
das hört sich aber lecker an, probier ich mal aus, wieso ist Mitte Juli der richtige Zeitpunkt?
Geht vielleicht auch ein Obstbrand statt Korn?
Gruss
Rainer

Hallo Agnes,

Fuer die Zubereitung von Walnusslikoer ist Mitte Juli der
richtige Zeitpunkt.

Das ist nicht RICHTIG.
Oder zumindest sollten die Nüsse VOR dem Johannistag gepflügt werden und mit einer Nadel durchstochen werden.
Ich kenne da eine Rezeptur die es genau nach Großmutters Art beschreibt. Nur nicht als Likör sondern als Beilage zu einer Ochsenbrust.X Gespräche in die die Schweiz haben das belegt. Warum aber am Johannistag konnte mir keiner sagen. Meine Schwester und andere behaupten das die Nüsse danach ein Gift produziern. Frag mich bitte nicht warum. Hier könnte doch RD als Spezialist was sagen. Das Rezept ist ist OK.
Hatte vor Monaten das Rezept mal gepostet, wer hat das noch? Meins ist weg.
Claude
PS: nun Rauchen wieder die Köpfe.

Obstbrand?
Hallo Rainer,

Obstbrand paßt nicht zu Nuß, deshalb nimmt man Korn. Aber gehen tut das schon, wie gesagt paßt nur geschmacklich nicht so gut.

Viele Grüße von Ulrike (die auch ab und zu Liköre ansetzt)

Hab jetzt das Rezept nicht parat, aber in Süddeutschland macht man das mit Obstbrand, in Italien mit Grappa, ist wohl wegen der Prozente, 40%iger Alkohol extrahiert die Geschmacksstoffe besser.
Gruss
Rainer

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Hallo Rainer,
angeblich sollen in der noch grünen Schale,also bevor sie verholzt,besimmte Stoffe sein,die für Gescmack und auch für Medizin zustädig ist.
Nicht lachen,aber wenn ich schon als Kind Bauchschmerzen hatte bekam ich meistens einen Walnusslikör. Und der half,ob das nun der berühmte Placeboeffekt war, oder ob er wirklich geholfen hatte weiss ich leider nicht mehr.Schon zu lange her!Zu der Frage im Juli wäre der beste Zeitpunkt,kann ich auch nur vermuten,wahrscheilich fängt dann schon langsam die Verholztung an. Bitte nimm zum ansetzen einen Korn,er ist es wert!

MfG
Agnes

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Aaalso
der Zeitpunkt ist eigentlich egal.
Das wichtigste ist, daß die Nüsse nicht reif sein dürfen. Man muß sie bereits im Juni, spätestens im Juli ernten. Der Kern (das ist das was wir als Nuß kennen) darf noch nicht richtig ausgebildet sein und die Schale darf noch nicht hart sein (deshalb sticht man mit der Nadel rein, zum Test). Was man da hat, sieht noch nicht aus wie man sich eine Walnuß vorstellt. Sie ist rund und grün und hat einen Fruchtfleischmantel um den Kern.
St. Johanni ist wohl eine Tradition aus den Klöstern, die Mönche waren ja ausgesprochen erfinderisch in der Herstellung von alkoholischen Getränken.

Hier ein Auszug aus Roberto Galizzi: Ticino in Cucina

Nocino (Ratafia)
Zutaten
300 g Grüne Walnüsse
1 l Grappa
Macis
Nelke
Zimt
Vanille
Muskat
Zucker

Zubereitung
Der Ursprung dieser Likör liegt einige Jahrhunderte zurück in Sassuolo bei Modena.
Die folgende Beschreibung stammt von Fra Roberto aus dem Kapuzinerkloster Santa Maria in Bigorio, oberhalb Lugano.
Sankt Johanni, der 24. Juni, ist ein Tag im Kalender, den keiner übersehen darf, der sich der Produktion des Nussschnapses, des bekannten Ratafia oder Nocino verschrieben hat. Es ist genau der Tag, an dem die Nüsse von den Bauemen gepflückt werden müssen, so ist der Brauch.
Grüne, noch weiche Nüsse bilden eine wesentliche Zutat für den Digestif, der dann zwei Monate später fertig sein wird. Die Nüsse müssen so weich sein, dass sie sich mit einer Nadel durchstossen lassen.
Die ungeschälte Baumnüsse werden geviertelt und in Grappa aufgeweicht, so etwa 300 g Baumnüsse pro Liter Grappa.
Der Gärprozess dauert 40 Tage und vollzieht sich am besten an einem warmen, sonnigen Ort; denn Wärme begünstigt die Fermentation.
Nach 40 Tagen werden die Nüsse herausgenommen; man presst ihnen einen grünlichen bitteren Saft ab, dem man Aromastoffe zugibt: im allgemeinen Macis, Nelke, Zimt, Vanille und Muskat, je nach dem persönlichen Geschmack.
Schliesslich noch Zucker - etwa 240 g pro Liter. Mit dem Zucker keinesfalls übertreiben. Man lässt das Gebräu noch 20 Tage ziehen.
Nach insgesamt zwei Monaten filtert man den Nussschnaps und füllt ihn in Flaschen.
Der Schnaps hat jetzt die Farbe dunklen, kräftigen Kaffees und ein warmes, würziges Bouquet.

Gruss
Rainer

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Hallo Rainer,
angeblich sollen in der noch grünen Schale,also bevor sie
verholzt,besimmte Stoffe sein,die für Gescmack und auch für
Medizin zustädig ist.
Nicht lachen,aber wenn ich schon als Kind Bauchschmerzen hatte
bekam ich meistens einen Walnusslikör. Und der half,ob das nun
der berühmte Placeboeffekt war, oder ob er wirklich geholfen
hatte weiss ich leider nicht mehr.Schon zu lange her!Zu der
Frage im Juli wäre der beste Zeitpunkt,kann ich auch nur
vermuten,wahrscheilich fängt dann schon langsam die
Verholztung an. Bitte nimm zum ansetzen einen Korn,er ist es
wert!

MfG
Agnes

Hi Agnes
hab gerade etwas höher ein Grappa-Rezept gepostet, Du weisst doch, das bisschen, was wir essen müssen, können wir auch trinken *g*
Prost
Rainer

Oder zumindest sollten die Nüsse VOR dem Johannistag gepflügt
werden und mit einer Nadel durchstochen u nach Großmutters Art
beschreibt. Nur nicht als Likör sondern als Beilage zu einer
Ochsenbrust.X Gespräche in die die Schweiz haben das belegt.
Warum aber am Johannistag konnte mir keiner sagen. Meine
Schwester und andere behaupten das die Nüsse danach ein Gift
produziern. Frag mich bitte nicht warum. Hier könnte doch RD
als Spezialist was sagen. Das Rezept ist OK.
Hatte vor Monaten das Rezept mal gepostet, wer hat das noch?
Meins ist weg.
Claude
PS: nun Rauchen wieder die Köpfe.

Aaalso
der Zeitpunkt ist eigentlich egal.

Für die Nüsse als Beilage eigentlich nicht. Ist die Schale hart, wie soll ich da diese noch essen können?

(deshalb sticht man mit der Nadel rein, zum Test).

Also das mit der Nadel ist eigentlich anders gedacht. Die Löscher sollen vom Sirup (Alkohol) auch einen Geschmack an die Nuß geben. Was Nützt es wenn die Hülle das Aroma hat und der Kern nach xx schmeckt?

Was man da hat, sieht noch nicht aus wie man sich eine Walnuß vorstellt.
Sie ist rund und grün und hat einen Fruchtfleischmantel um den
Kern.

Richtig, sieht eher Ekelhaft aus. Ich mochte diese es Beilage zur Ochsenbrust nie. Andere Familien Mitglieder hatten jedoch das Bedürfniss schon vor dem Haupgang alles zu Vernichten, worüber andere nicht froh waren, aber ich.

St. Johanni ist wohl eine Tradition aus den Klöstern, die
Mönche waren ja ausgesprochen erfinderisch in der Herstellung
von alkoholischen Getränken.

Also meine Schwester ist keine Nonne, aber auch die ALTEN sprechen immer von diesem Tag. Mir ist das egal.

Hier ein Auszug aus Roberto Galizzi: Ticino in Cucina

Genau diese Rezeptur fand ich im Gesellenbuch. Sollte öfter da reinsehen.
Claude