Bei unseren Nachbarn haben wir gestern selbstgemachtes „Likörchen“ probiert! Nun fände ich so etwas zB auch als kleines Weihnachtspräsent ganz ausgefallen, und da laut meinem Nachbar die ganze Sache 4-5 Monate braucht, wollte ich nun schon anfangen. Nur ist mir sein: 1/3 Frucht,1/3 Zucker,1 l Doppelkorn zu ungenau!
Habt ihr leckere Rezepte?
Was ist generell bei der Herstellung zu beachten?
Toll stelle ich mir was mit Himbeer-Vanille und Pfirsich vor oder Pflaumen, bin aber auch gerne für alles andere offen!
Hallo Ju,
ich verarbeite regelmässig einen Teil der Sauerkirschenernte meiner Elltern zu „Likörchen“. Da mir das aber zu süss ist, lass ich den Zucker weg. Also ich entsteine die Kirschen (ganz wichtig, weil sonst vom Alkohol aus dem Stein Giftstoffe ausgelöst werden) fülle sie in Flaschen, und fülle mit möglichst geschmacksneutralen mind. 40 % Alkohol auf (also Wodka oder Korn). Dann im Dunkeln für mind. 6 Wochen stehen lassen. Ergibt einen sehr süffigen leicht herben „Kirschlikör“.
Grüße Almut
Hä - entsteinen???
Mir haben alle gesagt: Blos nicht entsteinen - sonst wird das Aroma nicht so! Hast Du Quellen für die Storry mit den Giftstoffen?
Ein anderes lecker Stöffchen:
Schwarzer-Johannisbeer-Schnaps
-Ein 2-Liter-Gefäß zu 1/3 mit Beeren füllen.
-Eine Flasche Primasprit drauf.
-Zucker nach belieben
-Den Rest mit einfachen Klarem auffüllen.
Ein paar Wochen stehen lassen. Wenn er richtig dunkel ist er fertig.
Das ganze zählt als „Medizin“ und darf und getrunken werden wenn’s einem mal „schlecht“ geht
Es ist schon so, dass bei Pfirsichen und Aprikosen im Kern Cyanide vorhanden sind. Außerdem neigen die dazu, am Kern zu faulen. Aber die tut man ja auch nicht mit in die Flasche. Bei Kirschen halte ich das für unproblematisch. Daher jeder, wie er es mag!
Am liebsten machen wir Himbeer-, Brombeer- und Schlehenlikör. Immer nach dem gleichen Rezept:
1/3 der Flasche mit Frucht
1/3 der Flasche mit Kandiszucker
dann mit Korn oder Doppelkorn auffüllen. Den Korn sollte man vorher mal testen. Manche haben einen unangenehmen Eigengeschmack, der dann auch später noch durchkommt.
Nach etwa 3 Monaten mal vorsichtig auf Süffigkeit testen (nicht gleich alles trinken *g*) und dann durch ein Tuch abfiltrieren.
Längeres stehen lassen mit den Früchten führt zu einem seifigen Geschamck, empfiehlt sich also nicht.
im Allgemeinen setzt man die Früchte mit hochprozentigem Sprit an, tut
Zucker(sirup) dazu und füllt zum Schluss mit destilliertem Wasser zur Trinkstärke
auf.
Ich bin die letzten Jahre einen anderem Weg zu einer Super-Qualität gegangen: Ich
nehme einen guten Fruchtbrand, der aus der gleichen oder einer passenden Frucht
ist, zum Ansetzen (also Kirschen mit Kirschwasser, Himbeeren mit Himbeergeist,
auch für Hagebutten nahm ich Kirschgeist, für schwarze Johannisbeeren z. B. einen
Grappa aus reinrassigem Rotweintrauben-Trester). Da braucht’s danach kein Wasser
mehr und auch kaum Süße!
Eine ganz einfache Art ist übrigens, schon fertigen Fruchtsaft zu nehmen, dann
braucht man die Früchte nicht erst anzusetzen. Der Heschmack ist aber nicht das
Gleiche.
Viel Erfolg!
Bolo2L