Lind? Lindgrün, Lindwurm, woher?

Hallo,

im Betreff steht schon alles: Woher kommt das Wort „Lind“, das wir in den o.g. Worten wiederfinden?

Gruß und danke,

Christian

Hi Christian,
vielleicht hilft dir das hier weiter:
http://www.dielinde-ev.de/material.htm

Gruß.Timo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

in der Tat hat die Linde ihren Namen = „die Biegsame“ von demselben Wortstamm her erhalten.
Und das Biegsame an ihr war und ist vermutlich ihr Bast.

Und „lindgrün“ ist das zarte Gelbgrün der geflügelten Samen.

Gruß Fritz

Auch hierzu ein - nun aber musikalischer - Tipp:

„Ich atmet’ einen Lindenduft“ von Friedrich Rückert vertont von Gustav Mahler

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Hallo, Christian,

das Adjektiv „lind“ geht auf einen Wortstamm zurück, der wohl ursprünglich „weich, biegsam“, aber auch „zäh, beweglich“ bedeutete, dann auch die Bedeutung „milde, nicht wild, nicht stark“ annahm.

Zu Lindwurm ist zu sagen, dass es eigentlich ein Hendiadyoin ist, da „Wurm“ in früheren Zeiten auch „Schlange und Drache“ bedeutete.

Das „Lind-“ aber wird mit einem anord. „linnr = Schlange, Drache“ in Verbindung gebracht, hieß also wohl zuerst „Linnrwurm“ also Wurmwurm oder Schlangenschlange oder Drachendrachen oder Drachenschlange oder Schlangenwurm oder usw.

Dann wurde das „linnr“ an „lind“ mit der Bedeutung „biegsam, beweglich (wie eine Schlange)“ angeglichen.

Beleg dazu finden sich bei Kluge, Etymologischens Wörterbuch und anderen.

Gruß Fritz

Kleine Lektureempfehlung: Michael Ende, Der Lindwurm und der Schmetterling.

linde Linden
Hallo

in der Tat hat die Linde ihren Namen = „die
Biegsame“ von demselben Wortstamm her erhalten.
Und das Biegsame an ihr war und ist vermutlich
ihr Bast.

Als Bildhauer kann ich ergänzen, dass das
Lindenholz wunderbar weich zum Schnitzen ist!
(Wenigstens, solange es frisch ist.)
Z.B. der Breisacher Altar ist aus 22
Lindenstämmen geschnitzt worden.

Als Heiler kann ich aber auch sagen, dass die
Linde ein Baum von sanfter Energie und
Ausstrahlung ist. Nicht umsonst finden sich
grosse Linden als traditioneller
Versammlungsort, oder laden Linden zuweilen mit
einem Bänklein rund um den Stamm zum Verweilen
und Auftanken ein.
Im süddeutschen Hotzenwald gibt es einen
«Predigtplatz»: eine Wiese, umsäumt von mehr als
100 Linden!

Und „lindgrün“ ist das zarte Gelbgrün der
geflügelten Samen.

Darum sagt man in der Schweiz eher «lindengrün»,
was doch etwas weniger Unklarheit verbreitet.

Gruss
Rolf