Logik als Grundlage von Sprache
Hallo Fragezeichen,
man oft intuitiv entscheiden muss was in dem speziellen
Zusammenhang wirklich das Richtige ist.
Wie ich schrieb.
Wenn du jemandem nur
perfekt alle Grammatikregeln und alle Wörter die’s gibt
beibringst, wird derjenige die Sprache trotzdem nicht so „gut“
sprechen wie ein Muttersprachler bzw. irgendjemand anders der
die Sprache gut sprechen gelernt hat.
Doch, denn dann beherrscht er die Sprache ja.
Bei den verschiedenen Zeiten im Englischen (…)
ohne dass es dafür eine spezielle Grammatikregel gibt.
Im Englischen gibt es auch die verschiedenen Zeiten und eine Grammatik dafür. Ich glaube Du meinst, man wählt „intuitiv“ für dasjenige, das man ausdrücken möchte, den richtigen Begriff bzw. die richtige Zeit, nicht wahr? Du verwendest dabei aber dennoch eine logische Grundlage, auch wenn Du nicht lange überlegen oder suchen musst, die richtigen Worte/Grammatik zu verwenden. Was Du Intuition nennst sind die erlernten sprachlichen Muster, die Du in der Kommunikation anwendest. Wenn Du die Logik der Sprachproduktion, also die Regeln, wie wann welche Worte in welchen Formen für die Bezeichnung eines Sachverhaltes verwendet werden, missachtest, dann kann Dich keiner verstehen, weil Du nicht logisch sprichst.
Ein gutes Beispiel dafür ist ja z.B. die maschinelle
Übersetzung bzw. die computerlinguistische Forschung mit dem
Ziel PCs, dass freie kommunizieren mit einem Menschen
beizubringen. Die PCs werden zwar mit allerhand
Grammatikregeln und Wörtern versorgt, aber können trotzdem
nocht nicht so sprechen, dass es sich tatsächlich wie aus dem
Mund eines Menschen anhört (maschinelle Übersetzung weicht da
vll. ein bisschen vom Thema ab, aber zumindestens die
computerlinguistische/Künstliche Intelligenz-Forschung triffts
find ich ziemlich gut).
Bei der Computerübersetzung gibt es mittlerweile recht gute Fortschritte. Die Grundlage von Schwierigkeiten sind allerdings weder die fehlenden Worte, noch eine mangelnde Grammatik, sondern die Verwendung der richtigen Idiome. Bei einem Idiom erschlißt sich der transportierte Inhalt nicht aus den Einzelelementen, den Worten des Satzes, sondern aus dem Gesamtzusammenhang. Wenn Du z.B. ein deutsches Sprichwort ins Englische übersetzt, indem Du jedes Wort direkt in das Englische bringst, dann geht Dir Deine Aussage verloren - eine idiomatische Übersetzung würde völlig andere Worte wählen. Du würdest, um Dich klar auszudrücken, eine „intuitive“ Lösung wählen und andere Worte benutzen als die, die Du in der Muttersprache wähltest - aber auch diese Verwendung anderer Worte für den Ausdruck, den Du im Sinn hast, wird bei Erlernen der Sprache berücksichtigt. Eine maschinelle Übersetzung kann hingegen nicht entscheiden, ob Du nun einen Satz übersetzt haben möchtest, oder ein Sprichwort (Idiom), das wür den Transport eines seantischen Inhalts in der Fremdsprache andere Worte benötigt als die von Dir in der Muttersprache vorgegebenen.
Wenn Du mit dem Begriff der Intuition genau dieses sprachliche Auswählen der richtigen Begriffe in der Fremdsprache meintest, die von den Übersetzungen der Worte aus der Muttersprache abweichten, dann meinst Du den Abruf von Fremdworten abhängig vom (sprachlichen) Kontext. Und diese Verwendung wird erlernt und benötigt in der richtigen Anwendung das logische Grundmuster „in der Situation xyz möchte ich etwas ausdrücken, bei dem die direkte Übersetzung meiner Muttersprachenworte nicht verständlich ist, sondern nur die Wahl anderer Begriffe der Fremdsprache, die genau in dieser Situation das dem Fremden verständlich ausdrücken, was ich meine“. Eine maschinelle Übersetzung kann diese Unterschiede (noch) nicht vollständig bewältigen.
Ich fand, es war eine interessante Diskussion.
Viele Grüße