Links zur Anwaltsuche (FAQ 1375)

Hi,
da meine mails an Birgit ([email protected]), die bei den FAQ´s zu diesem Gebiet angegeben ist, zurückkommen, versuch ich es mal hier:

Habe gerade mal obigen FAQ-Eintrag angeschaut.
Die dort angegebenen Links halte ich nicht für wirklich hilfreich, sondern
für sehr problematisch: es handelt sich fast ausschließlich um gewerbliche
Anbieter, an die die dort eingetragenen Anwälte viel Geld zahlen, um dort
aufzutauchen. In diesen Maschinen taucht nur ein Bruchteil der in
Deutschland tätigen Anwälte auf, und zwar zum Großteil die, die noch nicht
lange Anwalt sind, also nicht viel Erfahrung haben und versuchen, sich über
Einträge in diesen Maschinen Mandate zu verschaffen. Zudem sind diese
Maschinen oft veraltet.

Die einzige Möglichkeit, eine objektive Information über alle ortsansässigen
Anwälte mit Fachanwaltsbezeichnung, Tätigkeits- und Interessenschwerpunkten
(wobei die letzten beiden Punkte auch nicht wirklich aussagekräftig sind) zu
erlangen, sind die örtlichen Rechtsanwaltskammern.

Am sinnvollsten ist daher folgender Link:

http://brak.de/seiten/01_03.php

Von dort (Bundesrechtsanwaltskammer) kann man sich zu den örtlichen
Anwaltskammer weiterklicken und dort suchen.

Mit freundlichen Grüßen,

Wotan

Jawoll, bravo! Sternchen!
Hallo!

Habe gerade mal obigen FAQ-Eintrag angeschaut.
Die dort angegebenen Links halte ich nicht für wirklich
hilfreich, sondern
für sehr problematisch

Wahrlich, bei fachanwalt.info würde ich mich auf keinen Fall eintragen, da es Anwälten verboten ist, an unzulässiger Werbung mitzuwirken oder diese auch nur zu dulden. Der Titel des Fachanwaltes wird nämlich nur in wenigen Rechtsgebieten verliehen und das auch nur, wenn der Anwalt eine streng geregelte Ausbildung durchlaufen und ein gewisses Maß an Erfahrung vorweisen kann. Diese Site suggeriert aber, es gäbe 350 Fachanwaltschaften und jeder, der an diesem Verwirrspiel teilnuimmt, begibt sich in fragwürdige Gewässer. Das aber nur am Rande.

es handelt sich fast ausschließlich um
gewerbliche
Anbieter, an die die dort eingetragenen Anwälte viel Geld
zahlen, um dort
aufzutauchen.

Glaube mir, verglichen mit den „Gelben Seiten“ sind das Peanuts…

In diesen Maschinen taucht nur ein Bruchteil der

in
Deutschland tätigen Anwälte auf, und zwar zum Großteil die,
die noch nicht
lange Anwalt sind, also nicht viel Erfahrung haben und
versuchen, sich über
Einträge in diesen Maschinen Mandate zu verschaffen.

„Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre lang schlecht machen“ (Tucholsky)

Bisher war Dein Beitrag ja toll, aber komm mir jetzt bloss nicht mit dem Schwachsinns-Argument, junge Anwälte hätten von nix Ahnung. Na klar, zwölf Jahre Ausbildung in Theorie und Praxis, genügend Zeit und Elan, sich in die tiefsten Tiefen einer Materie einzuarbeiten, das ist natürlich nix gegen jahrzehntelange Schema-F-Abwicklung.

Die einzige Möglichkeit, eine objektive Information über alle
ortsansässigen
Anwälte mit Fachanwaltsbezeichnung, Tätigkeits- und
Interessenschwerpunkten
(wobei die letzten beiden Punkte auch nicht wirklich
aussagekräftig sind) zu
erlangen, sind die örtlichen Rechtsanwaltskammern.

Wobei das mit der Objektivität so eine Sache ist, da sich die Anwälte samt ihrer Schwerpunkte natürlich selbst eintragen müssen. Zu sagen bliebe noch, dass anwaltauskunft.de und anwalt24.de auf den Datenbestand des Deutschen AnwaltVereins zurückgreifen und somit auch ein sehr breites Spektrum abdecken und durch die Pages der jeweiligen Arbeitsgemeinschaften (zB www.verkehrsrecht.de) ist auch für eine ordentliche Differenzierung nach Schwerpunkten gesorgt.

Aber solche Sachen wie www.anwaltsuchenundfinden.de, also bitte, wer sucht denn da? www.alle-guten-domains-waren-weg.de kann ich da nur sagen. Und was war das noch? Mitteldeutscher Wirtschaftskompass? Nunja, da kann ich auch www.bielefeld.de angeben, da findet man auch sieben Kanzleien im Branchenverzeichnis…

Hallo!
Wahrlich, bei fachanwalt.info würde ich mich auf keinen Fall
eintragen, da es Anwälten verboten ist, an unzulässiger
Werbung mitzuwirken oder diese auch nur zu dulden. Der Titel
des Fachanwaltes wird nämlich nur in wenigen Rechtsgebieten
verliehen und das auch nur, wenn der Anwalt eine streng
geregelte Ausbildung durchlaufen und ein gewisses Maß an
Erfahrung vorweisen kann. Diese Site suggeriert aber, es gäbe
350 Fachanwaltschaften und jeder, der an diesem Verwirrspiel
teilnuimmt, begibt sich in fragwürdige Gewässer. Das aber nur
am Rande.

Tag, Herr Kollege! Jaja, was da mit fragwürdigen „Qualifizierungsbezeichnungen“ bei Rechtssuchenden angesprochen und an Erwartungen ausgelöst wird, ist schon eine wahre Freude…

Glaube mir, verglichen mit den „Gelben Seiten“ sind das
Peanuts…

Ich weiß, aber das ist ein anderes Thema.

„Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre
lang schlecht machen“ (Tucholsky)

Hihi, sehr schön, den kannte ich noch nicht.

Bisher war Dein Beitrag ja toll, aber komm mir jetzt bloss
nicht mit dem Schwachsinns-Argument, junge Anwälte hätten von
nix Ahnung. Na klar, zwölf Jahre Ausbildung in Theorie und
Praxis, genügend Zeit und Elan, sich in die tiefsten Tiefen
einer Materie einzuarbeiten, das ist natürlich nix gegen
jahrzehntelange Schema-F-Abwicklung.

Du wirst mir aber vielleicht zustimmen, daß es im Anwaltsbereich nicht schadet, auf drei bis fünf Jahre Erfahrung zurückblicken zu können und nicht gerade erst eine Ausbildung hinter sich zu haben, die einen auf den Anwaltsberuf höchstens am Rande vorbereitet!?
Es kann aber zugegebenermaßen auch von Vorteil sein, eines von nur zwei Mandanten eines jungen Kollegen zu sein, weil sich noch nicht mehr Leute in dessen Wohnzimmer verirrt haben, und dieser sich der Mietsache dann mit einer Akribie widmen kann, die es ihm ermöglicht, die Schriftsätze in der Angelegenheit später als Doktorarbeit einzureichen.

Wobei das mit der Objektivität so eine Sache ist, da sich die
Anwälte samt ihrer Schwerpunkte natürlich selbst eintragen
müssen.

Was die reine „Eintragung“ angeht: nein, da wir da Zwangsmitglied sind.
Was die Schwerpunkte angeht, hatte ich das ja eingeschränkt, aber nicht ausgeführt, da dies den Rahmen gesprengt hätte. Aber wir wissen ja, daß ein Kollege, der mal einen Leistungswasserschaden in seinem Haus der Versicherung gemeldet hat, sich mit „Tätigkeitsschwerpunkt: Versicherungsrecht“ eintragen läßt und, weil er mal gelesen hat, daß es da um hohe Schmerzensgeldbeträge geht, als Interessenschwerpunkt sicherheitshalber mal „Arzthaftungsrecht“ angibt; von beiden Gebieten hat er natürlich keine Ahnung (man kann sich ja alles anlesen, wenn mal einer mit so was kommt…)

Zu sagen bliebe noch, dass anwaltauskunft.de und
anwalt24.de auf den Datenbestand des Deutschen AnwaltVereins
zurückgreifen und somit auch ein sehr breites Spektrum
abdecken und durch die Pages der jeweiligen
Arbeitsgemeinschaften (zB www.verkehrsrecht.de) ist auch für
eine ordentliche Differenzierung nach Schwerpunkten gesorgt.

Ja, aber in der Online-Suche des DAV tauchst Du auch nur auf, wenn die Mitglied bist, ebenso bei den ARGEs.

Mir freundlichen kollegialen Grüßen…