„Im linksresignativen Milieu
Helene Hegemanns Filmdebüt „Torpedo“ ist gleichermaßen autobiografisches Fragment wie Milieustudie. Gerade läuft der Film der erst Sechzehnjährigen in drei Berliner Kinos […] In anderen Szenen sieht man Mia, gespielt von einer bewundernswert ausdruckslosen Alice Dwyer, in der Wohnung ihrer hysterischen, sich von einem Nervenzusammenbruch zum nächsten hangelnden Schauspielerinnen-Tante. Man folgt ihr in die Schule, ins Theater. In Interviews bezeichnet Helene Hegemann das in „Torpedo“ gezeigte Milieu als linksresignativ, was die Sache ziemlich genau auf den Punkt bringt.“
Das wäre dann wohl politisch links, aber ohne den Glauben, dass die Ziele, die mit dieser politischen Einstellung einhergehen, realisierbar sind. Wenn man z. B. für eine gerechtere Verteilung der Finanzmittel oder Recourcen ist, aber keine Möglichkeit sieht, diese Ziele gegen das vorherrschende kapitalistische System durchzusetzen.
Das Wort kommt zustande, weil im Deutschen solche Wortkonstruktionen möglich sind, aber oft unmöglich wirken. Das ist um Originalität bemühtes Journalistengesabbel.