Linux, für mich noch fremd

Hallo,
Wer kann mir mal in wenigen Worten ein paar Fragen zu Linux beantworten ? Ich habe davon noch überhaupt keine Ahnung, würde es aber gerne lernen und auf meinem Rechner neben W98 installieren. Irgendwie so, daß ich am Anfang entscheiden kann, ob der Rechner mit Linux oder mit W98 bootet.
Also:

  1. Muß ich Linux kaufen ?
  2. Welche Versionen gibt es ?
  3. welche Firmen verkaufen es ?
  4. Was ist „Suse“ ?
  5. Was brauche ich mindestens, was gibts zusätzlich ?
  6. Kann ich meine Programme (z.b. Corel Draw) weiterhin benutzen ?
  7. Gibt es auch schon Windows-ähnliche grafische Oberflächen ?
  8. Ich hörte, daß es ein kleines Linux zum Üben gibt, das direkt von der Diskette aus gestartet werden kann - stimmt das ?

Vielen Dank,
Gruß, Ray

Hallo,
Wer kann mir mal in wenigen Worten ein paar Fragen zu Linux
beantworten ? Ich habe davon noch überhaupt keine Ahnung,
würde es aber gerne lernen und auf meinem Rechner neben W98
installieren. Irgendwie so, daß ich am Anfang entscheiden
kann, ob der Rechner mit Linux oder mit W98 bootet.

Das ist gut möglich. Der LILO, das Bootprogramm von Linux kann auch Windows starten und gür alle, die nicht am MBR (Master Boot Record) ihrer Festplatte herumspielen möchten gibt es loadlin, in DOS-Programm, was Linux startet

Also:

  1. Muß ich Linux kaufen ?

Nein, Du kannst „Linux“ legal aus dem Internet herunterladen. Da kann aber schnell eine große Datenmenge zustandekommen so daß sich adas in vielen Fällen kaum lohnt. Insbesondere für Anfänger ist die beigefügte Dokumentation bei gekauften Versionen ein Muß!

  1. Welche Versionen gibt es ?

„Linux“ ist der Betriebssystemkern. Mit dem alleine kann man kaum was anfangen. zur Zeit ist da die Version 2.2.17 (oder 16?) die stabile und 2.4.11 die noch zu testende (also potenziell instabile) Version.

  1. welche Firmen verkaufen es ?

Grundsätzlich ist Linux kostenlos. Es gibt einige Firmen, die Das Betriebssystem und einen ganzen Haufen Programme zusammenstellen und auf einigen CDs gebündelt verkaufen, oft mit einem sehr guten Handbuch in gedruckter Form. Diese Zusammenstellungen nennt man Distributionen.

  1. Was ist „Suse“ ?

Das ist eien Firma, die Linux-Distributionen (und auch anderes verkauft, im deutchprachigen Raum recht verbreitet,

Weitere Distributionen: RedHat, Mandrake, Debian, CorelLinux und viele mehr.

Welche sollte man nehmen? Das ist eine heiß umstrittene Glaubensfrage. Wenn Du jemanden kennst, der Linux hat, nimm die gleiche, die er hat, dann könnt ihr Euch gegenseitig am besten mit Erfahrungen versorgen.

Ich nutze SuSE-Linux in einer älteren Version (6.2, aktuell ist 7.0 wobei diese Nummern nicht mit der Kernelversion 2.2.10 bzw. 2.2.16 zu verwechseln ist!)

  1. Was brauche ich mindestens, was gibts zusätzlich ?

Man kann Linux auf echt alten Rechnern laufen lassen. Auf die Gefahr hin, daß ansdere dies anders sehen, meine ich, daß für Deinen Kenntnisstand etwa folgende Mindestanforderungen gelten.:

Pentium / AMD mit 166 MHz, 32 MB RAM, Festplattenspeicher 1 GB als unpartitionierter Plattenplatz.

Mehr ist natürlich immer gut :smile:)

  1. Kann ich meine Programme (z.b. Corel Draw) weiterhin
    benutzen ?

Prinzipiell laufen Windows-Programme nicht auf Linux, es gibt einige auch zum Teil sehr erfolgreiche Ansätze, dies zu umgehen, aber Du solltest nicht drauf bauen.

Für Linux gibt es viele hervorragende kostenlose Programme, eine ganze Menge sind meist bei der Distribution dabei.

CorelDraw gibt es - zur Zeit nur in Amerika - auch als Linux-Version. Gegen Geld.

  1. Gibt es auch schon Windows-ähnliche grafische Oberflächen ?

Ja. Linux bietet Dir ein ganzes Bündel grafischer Oberflächen zur Auswahl. Einige davon sehen Windows täuschend ähnlich, andere sehen ganz anders aus. Probier was Dir gefällt und nutze Ddie, die Deiner momentanen Laune entspricht. Ach das ist Linux.

  1. Ich hörte, daß es ein kleines Linux zum Üben gibt, das
    direkt von der Diskette aus gestartet werden kann - stimmt das
    ?

Ja. Aber das ist was für Experten. Du wirst da sicherlich keine Fraude dran haben. Für den Anfang solltest Du eine Distribution kaufen, das Handbuch mehrfach lesen und dann hinein ins Vergnügen.

Bei Linux sollte man sich gleich angewöhnen viel zu Lesen. Das macht das Arbeiten nocheinmal so schön!

Sebastian

hallo!

  1. Muß ich Linux kaufen ?

jein, wenn du alle funtionen haben willst ja, ca 100.-dm

  1. Welche Versionen gibt es ?

Debian GNU-Easy Linux-Suse Linux-Caldera Open Linux-Mandrake- Red Hat Linux… alles deutsche distributionen

  1. welche Firmen verkaufen es ?

siehe 2.

  1. Was ist „Suse“ ?

die bekannteste linuxversion

  1. Was brauche ich mindestens, was gibts zusätzlich ?

im prinzip freien speicherplatz auf der festplatte…

  1. Kann ich meine Programme (z.b. Corel Draw) weiterhin
    benutzen ?

nein, nur die die für linux geschrieben sind, du kannst unter linux keine win programme starten, ausser mit emulatoren…

  1. Gibt es auch schon Windows-ähnliche grafische Oberflächen ?

ja, KDE, ist fast so änlich wie das win desktop…

  1. Ich hörte, daß es ein kleines Linux zum Üben gibt, das
    direkt von der Diskette aus gestartet werden kann - stimmt das
    ?

vergiss es…
… schau dir diese seite an, dort werden alle deine fragen ausführlich beantwortet…
eines muss dir klar sein, um linux zu verstehen musst du lesen, lesen und nochmals lesen…
gruss Franz

http://www.linux.de/

Hallo Franz,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort !
Jetzt habe ich natürlich noch ein paar naive Anfängerfragen:

  1. Was gibt es denn für Programme, die unter Linux laufen ?
  2. Wieso erlebt Linux denn einen solchen Boom ? Seit Ihr Linux-Freaks alles Leute, denen es in erster Linie um Technisches geht - wie wird optimiert? Betriebssysteme waren bisher für mich Dinge, deren Möglichkeiten ich nutzte, soweit sie mir bekannt waren (Dateibearbeitung und Installation von Hard und Software)um mir das Leben zu erleichtern, um Programme, die ich gerne nutze, möglichst stabil laufen zu lassen.
    Sonst waren mir Betriebssystem herzlich egal - bisher.
    Gibt es also, und das ist jetzt 3., gibt es Programme oder Anwendungen, wo Ihr sagt „Gott sei Dank gibt es Linux, ohne Linux könnten wir das und jenes jetzt nicht tun“, oder beschäftigt man sich in der Freizeit mit Linux um des Linux Willen ? Im Job wäre ja vielleicht noch ne SAP-Anwendung denkbar, aber zu Hause ? Aber, das werdet Ihr mir alles erklären können, oder ? Die Frage geht nicht nur an Franz, sondern an alle. Ich bin dankbar für jede Erkenntnis !
    Gruß, Ray

hallo!

Jetzt habe ich natürlich noch ein paar naive Anfängerfragen:

  1. Was gibt es denn für Programme, die unter Linux laufen ?

zb StarOffice (kostenlos), vergleichbar mit MS Office, es gib hunderte programme…

  1. Wieso erlebt Linux denn einen solchen Boom ?

es ist eigentlich die herasuforderung etwas anderes als win zu verwenden, als home- und spiele system ist linux noch nicht so ideal, aber als server in einem netzwerk oder zum programmieren von technischen abläufen ist linux optimal…

Seit Ihr Linux-Freaks alles Leute, denen es in erster Linie um
Technisches geht - wie wird optimiert? Betriebssysteme waren
bisher für mich Dinge, deren Möglichkeiten ich nutzte, soweit
sie mir bekannt waren (Dateibearbeitung und Installation von
Hard und Software)um mir das Leben zu erleichtern, um
Programme, die ich gerne nutze, möglichst stabil laufen zu
lassen.

wenn du ohne viel nachzudenken einen brief schreiben willst dann vergiss linux, linux ist natürlich, bei einhaltung von gewissen dingen, extrem stabil, auch die virus gefahr ist sehr klein da es sich fast nicht auszahlt einen virus dafür zu programmieren…

3.gibt es Programme oder Anwendungen,
wo Ihr sagt „Gott sei Dank gibt es Linux, ohne Linux könnten
wir das und jenes jetzt nicht tun“, oder
beschäftigt man sich in der Freizeit mit Linux um des Linux
Willen ?

ja sicher gibt es programme, aber es kommt auf die verwendung von linux an, wenn du nur linux verwendest wirst bald merken wie „schön“ oft die win zeit war wo du nicht nachgedacht hast wie öffne ich jetzt diese datei oder läuft meine hdd im DMA modus, linux sagt es dir nicht, du musst selber darauf kommen…

Im Job wäre ja vielleicht noch ne SAP-Anwendung
denkbar, aber zu Hause ?

du hast folgende möglichkeiten:

  1. linux kennenlernen und experimentieren
  2. linux verstehen und beherrschen, dann gibt`s nur lernen…
  3. linux alleine kann ich mir fast nicht vorstellen…

… wie im alltag, fährst du mit dem bus wenn du eine fahrkarte hast, oder gehst ohne schirm im regen zu fuss nach hause…
gruss Franz

… und nun noch meine Meinung :smile:

  1. Muß ich Linux kaufen ?

Definitiv nein. Du kannst Dir Linux und alle Programme, die auf den Distributionen enthalten sind, auch aus dem Internet runterladen. Allerdings ist das vermutlich teurer, als eine Distribution zu kaufen. Ausserdem ist eine Linux-Installation „from scratch“ alles andere als trivial.

  1. Welche Versionen gibt es ?

Du meinst vermutlich eher Distributionen als Linux selbst. Das ist nämlich bei allen mehr oder weniger das gleiche. Im Deutschsprachigen Raum hat sich SuSE wohl durchgesetzt. RedHat ist weltweit am größten, Debian gefällt mir persönlich am besten. Es gibt noch dutzende weitere Varianten. Geh’ mal in eine Uni-Buchhandlung. Dort findest Du mindestens fünf davon.

  1. welche Firmen verkaufen es ?

Die Distributoren direkt, aber auch der Buchhandel und der Computerfachhandel.

  1. Was ist „Suse“ ?

Ein Distributor.

  1. Was brauche ich mindestens, was gibts zusätzlich ?

Du brauchst a) einen Rechner nebst ca. 1 GB Plattenplatz b) eine Linux-Distribution Deiner Wahl und c) jede Menge Zeit

  1. Kann ich meine Programme (z.b. Corel Draw) weiterhin
    benutzen ?

Nein, nicht direkt. Du kannst aber wie geplant Windows und Linux parallel auf Deiner Platte haben.

  1. Gibt es auch schon Windows-ähnliche grafische Oberflächen ?

Jede Menge … vor allem KDE hat sich durchgesetzt. Es gibt aber auch da midestens ein gutes Dutzend Alternativen.

  1. Ich hörte, daß es ein kleines Linux zum Üben gibt, das
    direkt von der Diskette aus gestartet werden kann - stimmt das
    ?

Naja, „zum üben“ würde ich das nicht unbedingt einsetzen. Es kann allerdings sehr gute Dienste bei der Fehlerdiagnose von Computern leisten. Auch oder gerade wenn dort sonst nur Windows läuft.

Ich bin ganz anderer Meinung, als Xantia. Je mehr Du Dich mit Linux beschäftigst, desto mehr merkst Du, wie scheisse Windows wirklich ist. Gerade bei den von Dir bereits genannten wichtigen Eigenschaften eines Betriebssystems.

Was die Anwendungen betrifft, so gibt es keinen Grund, warum ein Brief mit Star Office unter Linux weniger schnell geschrieben sein sollte, als einer mit MS Office unter Windows.

Es gibt für so ziehmlich jeden Zweck eine genau passende Anwendung. Zugegeben nicht so viele, wie unter Windows, aber es werden täglich mehr.

Auch die Spielesituation wird immer besser. Es werden bereits neue Spiele gleichzeitig für Windows und Linux herausgebracht. Die wichtigsten sind portiert worden. In ein paar Jahren dürfte auch das kein Thema mehr sein.

Im Gegensatz zu Windows sagt Dir Linux übrigens recht wohl, in welchem Zustand Deine Hardware und das System generell ist. Du musst allerdings explizit „nachfragen“. Es gibt in der Tat seltener ungefragt Meldungen der Art „Ich glaube, es ist gerade ein Fehler aufgetreten. Wo weiss ich nicht genau. Starte besser mal neu“ von sich. Aber die wirst Du innerhalb kürzester Zeit auch gar nicht mehr vermissen.

Am besten aber, Du findest all das selbst heraus. So teuer ist eine Linuxdistribution nicht, dass man das Experiment scheuen müsste. Vergiss aber nicht, vorher Deiner wichtigsten Daten zu sichern.

Also: Nur Mut!

Gruss

Jens

Hallo Franz,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort !
Jetzt habe ich natürlich noch ein paar naive Anfängerfragen:

  1. Was gibt es denn für Programme, die unter Linux laufen ?

tausende. wirklich, es gibt unwahrscheinlich viele. Anders als unter Windows sind sie oft sehr spazialisiert und machen diese Aufgabe genau so, wie man es möchte.

  1. Wieso erlebt Linux denn einen solchen Boom ?

Es wird einfacher zu installieren und die Geschäftsgebaren gewisser Softwarehäuser sorgen nicht nur für Sympathien

Seit Ihr
Linux-Freaks alles Leute, denen es in erster Linie um
Technisches geht - wie wird optimiert? Betriebssysteme waren
bisher für mich Dinge, deren Möglichkeiten ich nutzte, soweit
sie mir bekannt waren (Dateibearbeitung und Installation von
Hard und Software)um mir das Leben zu erleichtern, um
Programme, die ich gerne nutze, möglichst stabil laufen zu
lassen.

Naju, ein technisches Interesse war schon da bei mir. Als ich mir meinen neuen Rechner damals gekauft habe, habe ich gleich eine Partition für Linux freigelassen und war dann erstaunt, wie glatt die Installation ging.

Da meine Programme aud der anderen Partition mir vom Lizenz-Gesichtspunkt mir teilweise etwas Bauchschmerzen machten und ich sah, daß Linux gut und stabil arbeitet, stieg ich immer mehr um. Seit meinem Plattencrash im Sommer dieses Jahres haba ich ein Linux-Only Rechner.

Klar, es gibt Dinge, die konfiguriert man allmählich, da wird optimiert und gebastelt. Aber so komfortabel wei ich jetzt arbeiten kann, ging es unter Win nicht. Mit Grausen denke ich an die Installation einer neuen Festplatte, unter Windows ein Alptraum, da sie vollig automatisch den Rechner crashte.

Unter Linux: kein Problem. Linux ist nicht schwerer als Windows, nur berechenbarer. Neuinstallationen lösen da nicht wirklich Probleme

Sonst waren mir Betriebssystem herzlich egal - bisher.
Gibt es also, und das ist jetzt 3., gibt es Programme oder
Anwendungen, wo Ihr sagt „Gott sei Dank gibt es Linux, ohne
Linux könnten wir das und jenes jetzt nicht tun“,

Wenn Du mit Wndows zufrieden bist, sehe ich keinen Grund zu wechseln. (außer vielleicht aus Interesse). Wenn es Dich nervt, daß Deine Kiste instabil läuft, daß Du Programme nicht so konfiguriert bekommst wie Du willst, wenn Du wissen willst, was ein Programm wirklich tut (Daten an werbetreibende senden?) dann bist Du bei Linux / Open Source ganz gut aufgehoben.

Wie gesagt. Ich bin mit meiner Konfiguration hier sehr zufrieden, sicherlich wäre das auch unter Windows irgendwie möglich (mit einem schnelleren Rechner…), sicher nicht so flexibel und stabil.

Sebastian

Hallo Ray
die Anderen habe Dir ja schon gute Tips gegeben, sinnvoll wäre vielleicht, erst mal abzuklären, ob Deine Hardware geeignet ist.
Schau mal in die Datenbank:

http://cdb.suse.de/cgi-bin/scdb?HTML=DEUTSCH/cdb_lis…

Wenn Deine Hardware dabei ist, kannst Du loslegen.
Viel Spaß
Rainer

Hallo Ray
die Anderen habe Dir ja schon gute Tips gegeben, sinnvoll wäre
vielleicht, erst mal abzuklären, ob Deine Hardware geeignet
ist.
Schau mal in die Datenbank:

http://cdb.suse.de/cgi-bin/scdb?HTML=DEUTSCH/cdb_lis…

Wenn Deine Hardware dabei ist, kannst Du loslegen.

Gute Idee das! :smile:

Aber mit der meisten Hardware kommt Linux sehr gut klar. Insbesondere, wenn’s nicht gerade der letzte Schrei ist.

Ausserdem ist die Datenbank bei SuSE alles andere als aktuell. Wenn Hardware dort nicht aufgelistet ist, dann muss es nicht heissen, sie funktioniert nicht. Ich habe auch schon Erweiterungen bei SuSE vorgeschlagen, doch nie wieder von denen gehört. Es scheint kein Grosses Interesse an der Aktualität der DB zu bestehen :frowning:

Gruss

Jens

Ausserdem ist die Datenbank bei SuSE alles andere als aktuell.
Wenn Hardware dort nicht aufgelistet ist, dann muss es nicht
heissen, sie funktioniert nicht. Ich habe auch schon
Erweiterungen bei SuSE vorgeschlagen, doch nie wieder von
denen gehört. Es scheint kein Grosses Interesse an der
Aktualität der DB zu bestehen :frowning:

Hi Jens
da hab ich andere Erfahrungen, ich hatte das Problem mit dem Absturz von SaX2, hab das dem SuSE-Support geschildert, nach einem Tag war das in der Datenbank, bin ganz zufrieden mit SuSE.
Gruß
Rainer

Hi Ray,

ich bin seit 1 Monat auf dem Trip.
Hab mir SuSE 7.0 Professional geholt, weil hier im Vergleich zur Personal Edt. ein 650 Seiten Handbuch dabei ist; für nen Einsteiger extrem nützlich. Ich hab mir in relativ kurzer Zeit die Kiste hochgezogen; das Samba ans laufen gebracht und sogar T-DSL ist auf Anhieb gelaufen (die Unterstützung ist bei der Prof. Ausgabe dabei).
Das tolle an Linux:
Wenn die Anmeldemaske da ist, rödelt er nicht noch zwei Minuten rum, bis endlich als gestartet ist.
Die Dienste werden sichtbar beim Booten gestarten und sind dann WIRKLICH da.
Ween du z.B. nen Share auf der Linux-Kiste freigibst; steht das in einer ASCII-Datei und kann editiert werden; es ist nicht wie bei Windoof in einer unübersichtlichen registry eingegraben.
Natürlich empfehle ich die erste Bekanntschaft zum testen auf einer getrennten Platte; alte abklemmen oder ein ordentliches Image.
Wenn du dann verstanden hast, was bei der inst. abgeht; kannst Du den Dual-Boot angehen.

Stefan

Antworten gab es schon viele, hier meine
Vorschlaege (sicher kann ein reiches Angebot nicht schaden):

  1. Muß ich Linux kaufen ?

Du musst es nicht kaufen. Es ist frei erhaeltliche
Software und kann ohne Bezahlung genutzt werden. Man
kann sich also irgendeine Linux-Distribution aus dem
Netz sauen und damit CDs brennen. Mit einer Modem-
Anbindung ist das jedoch keine Option. Man erhaelt
diverse Linux-Distributionen bereits auf CDs in
Zeitschriften. I.a. sind das abgespeckte Versionen,
die sich fuer einen ersten Blick sehr eignen.

  1. Welche Versionen gibt es ?

Hier muss man unterscheiden zwischen verschiedenen
Distributionen und verschiedenen Linux-(Kernel)-Versionen.
Distributionen sind z.B. SuSE, RedHat, Debian, Slackware.
Natuerlich gibt es noch unzaehlige mehr. Fuer den Einstieg
koennte ich SuSE oder easy-Linux empfehlen, mit RedHat
habe ich keine Erfahrung, Debian und Slackware sind fuer
Einsteiger nicht das wahre.

  1. welche Firmen verkaufen es ?

Z.B.
SuSE: www.suse.de
RedHat: www.redhat.de/.com
und viele andere mehr…

  1. Was ist „Suse“ ?

Wie oben gesagt, eine Firma, die eine gleichnamige Linux-
Distribution entwickelt und verkauft.

  1. Was brauche ich mindestens, was gibts zusätzlich ?

Nur eine Distribution deiner Wahl.
Die meisten enthalten so viel Software, dass man sich kaum
noch etwas zusaetzlich besorgen muss.

  1. Kann ich meine Programme (z.b. Corel Draw) weiterhin
    benutzen ?

Ohne weiteres nein.
Win-Programme laufen erst einmal nicht unter Linux.
Die Binaerformate sind nicht kompatibel.
Es gibt jedoch Programme, sogenannte Emulatoren, die das
Laufen von Programmen, die fuer andere Betriebssysteme und
Maschinen vorgesehen sind, ermoeglichen. Fuer Win-Programme
eignen sich (eingeschraenkt) die Emulatoren „wine“ und
„vmware“. „vmware“ ist kostenplichtig. Ich persoenlich
arbeite nicht mit Emulatoren sondern bevorzuge zwei Systeme
auf einem Rechner. Habe ich etwas zu tun, dass nur mit Win
moeglich ist, wechsle ich das System.

  1. Gibt es auch schon Windows-ähnliche grafische Oberflächen ?

Ja.
KDE und GNOME.
Jedoch, die Unterschiede zu Win sind mitunter sehr gross.
Beide lassen sich staerker konfigurieren (aendern) als Win,
befinden sich aber in heftiger Entwicklung.

  1. Ich hörte, daß es ein kleines Linux zum Üben gibt, das
    direkt von der Diskette aus gestartet werden kann - stimmt das
    ?

Disketten-Linuxe beinhalten i.a. keine graphischen Oberflaechen.
Du wirst also nur eine Art DOS vorfinden, also eine Kommando-
zeile, die geduldig auf Deine Befehle wartet. Ich merke an, dass
Linux, auch wenn es so aussieht, absolut nicht mit DOS gemein
hat.
Es gibt sogenannte Live-Filesysteme, also Linux-Systeme auf
einer CD. Meines Erachtens kann man damit das System aus-
probieren. SuSE hatte immer eine solche CD beiliegen. Ob das
jetzt noch so ist, weiss ich nicht.

Hoffe, das hilft.
MEB

off topic…
hi jens,

Linux unterstuetzt die HW allerdings nur, wenn der hersteller die Protokolle/schnittstellen seiner HW offen legt…hab da eine Eumex 404 PC, die laufen musz…da suchst du dir nen wolf nach passenden treibern…voll krass die telekomiker…

cu micha

mein senf dazu…

  1. Welche Versionen gibt es ?

„Linux“ ist der Betriebssystemkern. Mit dem alleine kann man
kaum was anfangen. zur Zeit ist da die Version 2.2.17 (oder
16?) die stabile und 2.4.11 die noch zu testende (also
potenziell instabile) Version.

2.2.17 ist der letzte stabile Kernel. 2.4test11 ist entgegen der geraden 2. ziffer der aktuellste entwicklerkernel (*densichdermichagesternabendmakomplettruntergeladenhat*)

  1. Was brauche ich mindestens, was gibts zusätzlich ?

Man kann Linux auf echt alten Rechnern laufen lassen. Auf die
Gefahr hin, daß ansdere dies anders sehen, meine ich, daß für
Deinen Kenntnisstand etwa folgende Mindestanforderungen
gelten.:

Pentium / AMD mit 166 MHz, 32 MB RAM, Festplattenspeicher 1 GB
als unpartitionierter Plattenplatz.

also, ich hab es geschafft, auf nem 486sx25 mit 8MB ram und 150 MB Platte ein karges 7.0 draufzutueteln…ueber den sinn laeszt sich natuerlich streiten…es geht halt alles seeehr zaeh…

Mehr ist natürlich immer gut :smile:)

stimmt, vor allem Ram, viel Ram, das liebt dein linux…

  1. Kann ich meine Programme (z.b. Corel Draw) weiterhin
    benutzen ?

Prinzipiell laufen Windows-Programme nicht auf Linux, es gibt
einige auch zum Teil sehr erfolgreiche Ansätze, dies zu
umgehen, aber Du solltest nicht drauf bauen.

hm, wine, VMware…hab leider noch keine erfahrungen mit, aba sollte grundsaetzlich funktionieren…bevor du dir das allerdings gibst, schau mal in Gimp rein… (spez. bzgl. Corel Draw… :wink: )

  1. Ich hörte, daß es ein kleines Linux zum Üben gibt, das
    direkt von der Diskette aus gestartet werden kann - stimmt das
    ?

Ja. Aber das ist was für Experten. Du wirst da sicherlich
keine Fraude dran haben.

sebastian, da wuerde ich dir gern wiedersprechen wollen… schau dir mal folgende seite an: http://sunsite.dk/mulinux/ und jenes tutorial: http://home.germany.net/101-61706/unix-tutorial/inde…

Bei Linux sollte man sich gleich angewöhnen viel zu Lesen. Das
macht das Arbeiten nocheinmal so schön!

jepp, das ist wohl wahr, man mutiert regelrecht zum buecherwurm *g*

micha

gruende…
hi ray,

  1. Was gibt es denn für Programme, die unter Linux laufen ?

http://www.freashmeat.net da sind viele schoen aufgelistet

  1. Wieso erlebt Linux denn einen solchen Boom ? Seit Ihr
    Linux-Freaks alles Leute, denen es in erster Linie um
    Technisches geht - wie wird optimiert?

naja, man hat neue ideen, was man ma brauchen koennte, oda man hat neue hardware…dann setzt man sich an die kiste, und legt los: suchen, lesen, lesen, lesen, downloaden, kompilieren, lesen, lesen…damit arbeiten, freuen…

3., gibt es Programme oder
Anwendungen, wo Ihr sagt „Gott sei Dank gibt es Linux, ohne
Linux könnten wir das und jenes jetzt nicht tun“, oder
beschäftigt man sich in der Freizeit mit Linux um des Linux
Willen ?

hm, ohne linux haette ich jetzt wohl noch meine freundin :wink:

c yeah micha

Hi Jens

Hi :smile:

da hab ich andere Erfahrungen, ich hatte das Problem mit dem
Absturz von SaX2, hab das dem SuSE-Support geschildert, nach
einem Tag war das in der Datenbank, bin ganz zufrieden mit
SuSE.

Das betrifft die Support-Datenbank. Die ist klasse und meistens „up-to-date“. Keine Frage. Es ging mir um die Hardware-Datenbank. Die ist alles andere als aktuell.

SuSE ist sicher keine schlechte Distribution.

Gruss

Jens