Linux Mint Systemfestplatte duplizieren

Hallo
Ich gebs gleich mal zu: Ich benutze zwar Linux Mint, aber bin froh wenn alles läuft. Wenn es komplizierter wird, bin ich ratlos. Das wäre bei bei Windows aber genauso :slight_smile:
Zur eigentlichen Frage: Ich möchte bei meinem Laptop die Festplatte durch eine größere Ersetzen. Allerdings hoffe ich mir die Arbeit der Neuinstallation ersparen zu können. Würde ich zwar hin kriegen, hab den so wie er ist auch selbst installiert und eingestellt. aber das dauert eben.
Wie kann ich die Festplatte so duplizieren, daß ich dann einfach die neue Platte einsetzen kann, und alles weiter läuft wie vorher? Mit welcher Software geht das? Mache ich das am besten im Laptop selbst, also neue Platte mit Adapter am USB Port anschließen, und loslegen, oder besser die Festplatte ausbauen, und beide Platten (alt und neu) an einem anderen PC anschließen, und dort duplizieren. Technisch wäre beides möglich, solche Adapter habe ich hier, das wäre kein Problem. Ich weiss nur nicht, was ich an Software brauche, und wie ich am besten vorgehe.

Laptop und auch PC laufen mit Linux Mint 22.3 Laptop mit Cinnamon, PC mit XFCE.

Danke schonmal.

Dazu brauchst du keine extra Software. Der Linux-Befehl dd (Disk Dupe) kann das:

Der Linux-Befehl dd erstellt bitgenaue 1:1-Kopien von Datenträgern (Klone) oder Images, indem er Daten von einer Quelle (if=) zu einem Ziel (of=) schreibt. Der Basisbefehl lautet sudo dd if=/dev/quelle of=/dev/ziel bs=4M status=progress, wobei Quell- und Zielgeräte (z.B. /dev/sda, /dev/sdb) exakt bestimmt werden müssen, um Datenverlust zu vermeiden.

Wichtige Hinweise und Syntax:

  • Syntax: if (input file/Quelle) und of (output file/Ziel).

  • Achtung: dd fragt nicht nach; falsche of-Angaben überschreiben Daten sofort.

  • Gerätenamen: Verwenden Sie ganze Gerätenamen (z.B. /dev/sdb), keine Partitionsnummern (z.B. /dev/sdb1), wenn das gesamte Laufwerk kopiert werden soll.

  • Blockgröße (bs): bs=4M oder bs=64K beschleunigt den Vorgang oft.

  • Statusanzeige: status=progress zeigt den Fortschritt an.

  • Fehlertoleranz: conv=noerror,sync (oft genutzt bei defekten Platten) liest trotz Fehlern weiter.

    Tobias ScheibleTobias Scheible +4

Beispiele:

  • Festplatte klonen: sudo dd if=/dev/sda of=/dev/sdb bs=64K conv=noerror,sync

  • Image erstellen: sudo dd if=/dev/sda of=/pfad/zu/image.img

  • ISO auf USB-Stick schreiben: sudo dd if=image.iso of=/dev/sdy bs=4M

Hinweis: Quell- und Zielmedien dürfen während des Vorgangs nicht gemountet sein, um Datenkorruption zu vermeiden.

Hallo,

ich glaube das geht in die Richtung festplatte klonen. Am besten mit Clonzilla von clonezilla.org herunterladen. Dann mit Rufus oder Balena Etcher oder einem anderen Tool einen bootfähige USB Stick mit Clonzilla drauf erstellen. die neue Platte am besten per USB (externes gehäuse oder ähnliches) anchließen. Alternativ wenn im Gerät noch ein Anschluß ist die Platte einbauen (Aber VORSICHT das man später die richtige Rehenfolge auswählt!) Von dem Clonzilla Stick booten. Im Menu disc-to-disc clone dann als Quell Laufwerk die alte interne Platte auswählen und als Ziellaufwerk die neue. Kopiervorgang durchlaufen lassen. Rechner wieder ausschalten, USB Stick und die nun neu geklonte Platte abziehen und die alte durch die neue Platte ersetzen. Rechner sollte danach von der neuen Platte starten.
Wenn etwas unklar ist gibt es da sicher auch genug Tutorials auf youtube die das dann Schritt für Schritt zeigen. Viel Spaß.

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Ich habe das mal mit dem Programm pv gemacht:

pv < /dev/sda > /dev/sdc

Das funktioniert auch, wenn die Zielplatte (hier sdc) größer als die Quellplatte ist. Danach sollte man mit gparted ggf. die Partitionstabelle korrigieren.

Normalerweise mache ich so einen Umzug aber anders:

  1. Neuinstallation des Systems. So was ist eine gute Gelegenheit, das System nach längerer Zeit mal wieder sauber auf zu setzen. Auch wenn alles problemlos läuft, sammelt sich mit der Zeit der eine oder andere Schrott an, den man gar nicht braucht.
  2. Im Rahmen der Installation werden auch die anderen Partitionen (/home, /swap,…) angelegt.
  3. Das Home-Verzeichnis und ggf. andere Partitionen kopiere ich mit rsync auf die neue Platte. auch das ist eine Gelegenheit, sich von nicht mehr benötigtem Ballast zu trennen.

Ich habe in der Vergangenheit auch gute Erfahrungen gemacht mit Clonezilla. Sogar bei Dual-Boot Systemen mit Linux und Windows.