Linux-Netzwerk (evtl USB?)

Ich nutze unter Windows ein USB-Netzwerkkabel, das über einen Treiber ein normales TCP/IP-Netzwerk simuliert.
Jetzt würde ich dieses gerne unter Linux nutzen!
Geht das???
Ich habe die Suse 6.3 Distribution und der Netzwerk-Treiber lautet für Win98:
PL-2303 USB-Serial

Ich wäre furchtbar dankbar für alle Tipps in diese Richtung, da ich schnellstens ans Sichern gehen muss (Windows-Absturz). Nur Linux hält die Treue…

Übrigens: Weiss vielleicht zufällig woher der plötzliche Zustand kommt: Platte C: ist komplett verwurschtelt. Linux erkennt nur Datei-Hyroglyphen und es ist keine Spur von Boot-barem mehr darauf!?

Thanx4all
Alexander

Ich nutze unter Windows ein USB-Netzwerkkabel, das über einen
Treiber ein normales TCP/IP-Netzwerk simuliert.
Jetzt würde ich dieses gerne unter Linux nutzen!
Geht das???

Der USB ist im Kernel 2.4 drin und im 2.2er wird er mehr oder
weniger rückwirkend unterstützt, also notfalls auch von der SuSE 6.3

Da kannst du dann bei den Optionen mal reinschauen, ob dein
Adapter unterstützt wird, ich meine mich zu erinnern, dass ich da
neulich im 2.4.2/3er Kernel so was in der Richtung gesehen habe.
Einzelne, unterstützte Adapter gibt es also schon…
Allerdings sind die Dinger nicht unbedingt Standard und ob das
dann gerade mit deinem Adapter funktioniert, kann ich dir jetzt
nicht sagen…

Kannst ja mal schauen.

Übrigens ist die USB-Unterstützung für den 2.2er (die übrigens
von SuSE protiert wird) nicht unbedingt auf dem Stand der 2.4er
Version, da offiziell natürlich für diese entwickelt wird.

Also: Kernel(-Patch) saugen und einen Blick in die
Menükonfiguration werfen…

Gruß,
Stefan :smile:

Da kannst du dann bei den Optionen mal reinschauen, ob dein
Adapter unterstützt wird, ich meine mich zu erinnern, dass ich
da
neulich im 2.4.2/3er Kernel so was in der Richtung gesehen
habe.

Wie schaue ich wo???

Einzelne, unterstützte Adapter gibt es also schon…
Allerdings sind die Dinger nicht unbedingt Standard und ob das
dann gerade mit deinem Adapter funktioniert, kann ich dir
jetzt
nicht sagen…

Kannst ja mal schauen.

Übrigens ist die USB-Unterstützung für den 2.2er (die übrigens
von SuSE protiert wird) nicht unbedingt auf dem Stand der
2.4er
Version, da offiziell natürlich für diese entwickelt wird.

Also: Kernel(-Patch) saugen und einen Blick in die
Menükonfiguration werfen…

Hm, und wie installiere ich so einen Kernel? Macht der dann nicht alles bestehende kaputt?? Und wo sind die Menükonfigurationen???

Gruß,
Stefan :smile:

Thanx4your help (bin nicht so Linux-Erfahren!!)

Hallo,

hatte gleich Zweifel, ob dir der Tipp von Stefan wirklich weiterhelfen würde…

Wie schaue ich wo???

Er meinte, dass du bei der Kernelkonfiguration schauen sollst, ob dieser USB Unterstützung für deinen Adapter bietet.
Dazu musst du (soweit noch nicht geschehen) zunächst die Kernel Sourcen von deinen Installations-CD’s installieren, oder dir unter http://www.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.4/ runterladen (habe mal den aktuellen 2.4er ausgewählt). Wie und in welcher Version auch immer, müssen diese im Verzeichnis /usr/src/linux liegen. In der Bash tippst du dann in diesem Verzeichnis einfach ein „make menuconfig“ ein und kommst zu der Kernelkonfiguration.
Hier sollte in einem Untermenü idealerweise auch irgendwo dein Adapter stehen.

Hm, und wie installiere ich so einen Kernel? Macht der dann
nicht alles bestehende kaputt?? Und wo sind die
Menükonfigurationen???

Ein Wort der Warnung ist tatsächlich angebracht: Bei der Kernelkonfiguration ist es ungeheuer wichtig, dass du genau weisst was du brauchst und was nicht. Unter Umständen bootet ansonsten dein System nicht mehr!

Noch zwei Literatur Tipps:

  1. Solltest du das original Suse benutzen, müsste meiner Erinnerung nach im Suse Handbuch die Kernelkonfiguration beschrieben sein.

  2. Unter http://www.linuxdoc.org/HOWTO/Kernel-HOWTO.html findest du nochmal die obige Anleitung im Detail.

Viele Grüße und viel Erfolg,
Andreas

Und noch ein paar kleine Erläuterungen…

hatte gleich Zweifel, ob dir der Tipp von Stefan wirklich
weiterhelfen würde…

Na ja, hab mich da vielleicht ein bisschen kurz gefasst… :wink:

Ein schneller Mirror des Kernel-Servers ist übrigens
ftp://ftp1.de.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.4
im Uni-Bereich, oder
ftp://ftp2.de.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.4
im kommerziellen Bereich (so ziemlich alle Einwahlanbieter).

Ein Wort der Warnung ist tatsächlich angebracht: Bei der
Kernelkonfiguration ist es ungeheuer wichtig, dass du genau
weisst was du brauchst und was nicht. Unter Umständen bootet
ansonsten dein System nicht mehr!

Richtig. Also: Vorher ein wenig Doku lesen ist sicherlich nicht
schlecht. Außerdem wirst du in /usr/src/linux eben i.A. den
aktuell benutzten Kernel finden, da kannst du dann notfalls
nachschauen, was dort benutzt wird. Ist aber dann nicht unbedingt
sonderlich gut an dein System angepasst, da das ein sehr
allgemein gahaltener Kernel der Distribution sein wird…

Im Zweifelsfall ist der Kernel inzwischen sehr gut dokumentiert
und die Hilfe zu den einzelnen Optionen wird dir meistens auch
sagen, ob sie im Zweifelsfall notwendig, praktisch oder eher
unwichtig sind.

  1. Solltest du das original Suse benutzen, müsste meiner
    Erinnerung nach im Suse Handbuch die Kernelkonfiguration
    beschrieben sein.

Ja, sollte sie. Basiert auch auf der Dokumentation des Kernels
selbst und auf einigen erläuternden Hinweisen. Wenn du das
Handbuch hast, ANSEHEN, wird dir helfen.

  1. Unter http://www.linuxdoc.org/HOWTO/Kernel-HOWTO.html
    findest du nochmal die obige Anleitung im Detail.

Noch was, dass du hier den Kernel kompilieren musst, das liegt
einfach daran, dass die Unterstützung von USB noch relativ neu
ist. Gerade spezielle Treiber, wie solche für Direktverbindungen,
kommen erst so nach und nach in den Kernel hinein und sind daher
noch nicht in den Distributionen enthalten.

Wenn du dann bestimmte Funktionen benötigst, dann benötigst du
eben einen aktuellen Kernel und musst du diese dann in der
Kernelkonfiguration zusätzlich anwählen.

Wenn du dich erstmal ein wenig in den Kerneloptionen umgesehen
und zusätzlich ein bisschen Doku dazu gelesen hast (z.B. das oben
angegebene HOWTO), dann ist das alles nicht mehr so arg wild.

Für Anfänger klingt das nur immer so furchbar, sich plötzlich
genötigt zu sehen, sein Betriebssystem selbst (also fast von
Hand) zu übersetzten… Ist aber halb so wild, und sorgt unter
anderem auch dafür, dass dein System dann ein bisschen
performanter sein dürfte, weil der Kernel nicht mehr so viele
unbenutzte Funktionen beinhaltet. Hat also auch Vorteile, das
irgendwann mal gemacht zu haben…

Nicht verzweifeln, haben schon andere vor dir hinbekommen…

Stefan :smile:

http://www.linux-usb.org

Wie schaue ich wo???

Na ja, erstmal kannst du auch auf
http://www.linux-usb.org
nachsehen, ob du da was an Infos auftreiben kannst. Es werden
zumindest zwei Direktverbindungsbausteine unterstützt, vielleicht
hast du GlÛck und einer der beiden findet sich in deinem Adapter?

Stefan :smile:

Zu Euren Antworten…
also, ich finds genial, dass ihr mir so gut aushelft. ich glaube allerdings trotzdem, dass die usb-netzwerk-verbindung vielleicht etwas zu kompliziert für mich als anfänger ist!
ich würde mich allerdings gerne mit dem kernel beschäftigen…

hm, beispielsweise funktioniert der mixer bei mir überhaupt nicht (kmix), d.h. ich kann keinen sound nutzen. auch kwintv nicht, allerdings vielleicht wegen den mixereinstellungen!?

wie kann ich das hinbekommen?? ich hab gar keine ahnung wie der kernel funktioniert, wie ich diesen compiliere, und und und…

ist es theoretisch möglich, dass ich meine systemdaten jemandem notiere und dieser mir einen kernel mit diesen konfigurationen zusammenstellt, damit ich mal einen anfang habe…??

naja, würde mich freuen von euch zu hören,…

gruß
alexander, der linux-profi werden will :wink:

[…]

wie kann ich das hinbekommen?? ich hab gar keine ahnung wie
der kernel funktioniert, wie ich diesen compiliere, und und
und…

http://www.linuxdoc.org/HOWTO/Kernel-HOWTO.html

sowie die mitgelieferte Dokumentation im /usr/src/linux/Documentation Verzeichnis sollten die meisten Fragen abdecken.

Vorausgesetzt Du hast die Kernel-Pakete installiert, kannst Du im Verzeichnis /usr/src/linux ja mal als root ein „make menuconfig“ ausprobieren. Kaputt geht davon zunächst einmal nichts, denn Du musst den neuen Kernel auch installieren. Wie das geht, kannst Du in dem HOWTO nachlesen.

Gruss

Jens