Linux Neuling!

Hallo an alle,
habe mir Linux 7.0 gekauft und habe mir durch verschiedene Aussagen in Newsgroups über die Partitionierung einer Hd leider kein Bild machen können. Ich möchte Linux als Server für meine 3 Win2k Pc´s ( Tochter, Sohn und ich ) betreiben. Mein 4ter Pc war ein Win2k Server. Nur da ich jetzt in der Fa. vermehrt auf Unix arbeite räumte ich den Schrott von der Platte ( 2k Server ) und stehe jetzt eben beim partitionieren. Der eine schreibt man soll als Linux-Server noch mehr part. machen. Wer kann ( will ) mir eine kompetente Aussage über eine sinvolle Partitionierung geben.
Standard ist bei mir eine 9Gb Scsi Hd. Ich habe auch noch eine
Ide-9Gb die ich per Wechselrahmen unter Win. tauschen konnte. Was
kann ich mit dieser anfangen und kann das Dateisystem unter Samba
auf eine von Linux formatierte Partition zugreifen ??

Kann ich mit Ghost genauso wie bei Win. die Daten sichern ??? Wenn nicht wie partitioniere ich, um nur das Linux neu zu installieren ??
Yast1 oder 2 nehmen ???.

Es ist echt traumhaft was es alles über Linux zu lesen gibt und erst diese Online-Bücher. Aber leider bin ich jetzt auch schon schwindelig. Ich lese erst und frage danach, aber bei dem System muss ich mich schön warm anziehen aber ich werde es schaffen schon um Billy eins auszuwischen.
DANKE euch allen im vorraus.
Frity
frity

Hallo an alle,

hiho Fritz :wink:

habe mir Linux 7.0 gekauft und habe mir durch verschiedene
Aussagen in Newsgroups über die Partitionierung einer Hd
leider kein Bild machen können. Ich möchte Linux als Server
für meine 3 Win2k Pc´s ( Tochter, Sohn und ich ) betreiben.
Mein 4ter Pc war ein Win2k Server. Nur da ich jetzt in der Fa.
vermehrt auf Unix arbeite räumte ich den Schrott von der
Platte ( 2k Server ) und stehe jetzt eben beim partitionieren.

eine weise Entscheidung :wink:

Der eine schreibt man soll als Linux-Server noch mehr part.
machen. Wer kann ( will ) mir eine kompetente Aussage über
eine sinvolle Partitionierung geben.

ok … im Prinzip ist das Geschmackssache und zum Teil kommt es auf das Einsatzgebiet drauf an (zbs. mögen gewisse webserverowner ne eigene partition für /usr, weil dort oft die pages lagern … etc.)

ich würd an deiner stelle folgendes tun:

mach drei partitionen:

  1. eine boot-partition ext2 … so klein wie möglich (dürfte so um die 8 mb gross sein … ) lass diese vom setup nach /boot mounten
  2. eine swap-partition … im prinzip doppelt so gross wie ram … aber grösser als 128 mb macht sie keinen sinnn
  3. eine root-partition aus dem rest (mounte diese nach /) (mach reiserfs drauf …)

zweite möglichkeit … du willst soviel speicher wie möglich ans netz hängen … sprich du willst nen fileserver basteln (ich geh mal davon aus mit beiden 9 gb platten …)

1.) wiederum kleine boot
2.) wiederum swap wie oben
3.) mach etwa eine 3-4 gb root partition (format wie oben)
4.) nach der installation (frag bei bedarf hier noch nach) formatierst du den rest der 1. scsi platte (etwa 5 gb) und die ide platte und mountest sie zbs. nach /net/disk1 und /net/disk2 (auch geschmackssache …) … kannst sie zbs. auch mit lvm zu einer grossen virtuellen platte zusammen basteln … (spielerei am rande, muss dich nicht weiter kümmern)

Standard ist bei mir eine 9Gb Scsi Hd. Ich habe auch noch eine
Ide-9Gb die ich per Wechselrahmen unter Win. tauschen konnte.
Was
kann ich mit dieser anfangen und kann das Dateisystem unter
Samba
auf eine von Linux formatierte Partition zugreifen ??

jup, das geht ohne problem … smb (server message block) ist ein komunikationsprotokoll, das dies ähnlich wie nfs gut erlaubt … alle dateisysteme die du von linux aus zugreifen kannst (zbs. auch mac … etc.) kannst du per samba auch an windows-hosts weitergeben … no problem also im klartext

Kann ich mit Ghost genauso wie bei Win. die Daten sichern ???
Wenn nicht wie partitioniere ich, um nur das Linux neu zu
installieren ??

das sollte im prinzip gehen … meines wissen zerschiessen die älteren versionen (evtl. ists eben bei den neueren anders …) den mbr … d.h. du musst nach dem zurück-clonen, wenn zbs. mal was kaput gegangen ist einfach lilo neu installieren …

Yast1 oder 2 nehmen ???.

tja … ich bevorzuge yast1 … yast2 ist sicherlich ganz nett … aber kommt an die funktionalität von yast1 meines erachtens nicht heran …

yast2= graphisch + schön erklärt
yast1= funktional + gut zu bedienen

jeh nachdem, was du mit linux machen willst, kommst du wohl um yast1 eh nicht herum … oder du gehst direkt in die config-files … (aber das ist eine andere geschichte …)

Es ist echt traumhaft was es alles über Linux zu lesen gibt
und erst diese Online-Bücher. Aber leider bin ich jetzt auch
schon schwindelig. Ich lese erst und frage danach, aber bei
dem System muss ich mich schön warm anziehen aber ich werde es
schaffen schon um Billy eins auszuwischen.
DANKE euch allen im vorraus.

tja … gern geschehen … ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen … wenn du noch fragen hast, her damit :wink:

gruss

berni

Hallo Fritz,

Du kennst http://www.linuxdoc.org schon? Insbesondere

http://www.linuxdoc.org/HOWTO/mini/Partition/index.html

dürfte von Interesse sein. Dort wird ganz genau beschrieben, wie und warum man Partitionen für Linux auslegt.

Gruss

Jens

DANKE Berni,
hoffe du schreibst mir zurück.
Ps: Partition sind gemacht nun, gehts morgen an´s lvm.
Ping auf beide funkt auch schon.
Gute Nacht Fritz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke Dir Jens,
aber ich wollte eigentlich eure Meinung hören. Ihr habt sicher schon X-Mal herumgedocktert und seit auf was supertolles draufgekommen. Schmöckern ( Papier ist geduldig ) kann ich viel aber die Erfahrung findet man nur direkt beim Menschen.
mfg Fritz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Leider habe ich mit Servern noch keine Erfahrung,
aber Linux-Workstations habe ich schon reichlich
eingerichtet. Ich halte es in der Tat fuer sinnvoll,
die Platte aufzuteilen.

Zunaechst einmal braucht man einen Swap-Bereich.
Was unter Win eine Auslagerungsdatei ist, bewerkstelligt
Linux ueber eine eigene Partition. Die max. Groesse eines
Swap-Bereiches betraegt 128MB. Wenn mehrere Platten im
System vorhanden sind, laesst sich auf jeder Platte ein
Swap-Bereich anlegen (steigert die Performance beim
Auslagern).

Eine weitere Partition sollte fuer das /var Verzeichnis
angelegt werden. Unter SuSE 6.0 (Gesamtplatte 4GB) haben
dafuer 80MB gereicht. Ich weiss, dass z.B. die Distribution
Debian einigen Platz mehr fuer die Paketverwaltung benoetigt.
Das duerfte beim RPM-Paketverwaltungssystem nicht anders
sein, also, je mehr Software man installieren will, umso
mehr /var benoetigt man. Bei 10GB, wurde ich es mit 512MB probieren. Aber wie gesagt, ich habe keine Erfahrung, wie
intensiv /var bei Servern verwendet wird; das haengt sicher
auch von den Diensten ab, die der Rechner bereitstellen soll.
Z.B. ein Druckdienst muss leicht mal sehr grosse Dateien
auf /var/spool zwischenspeichern. Hiere muss man kalkulieren,
was die groesste anzunehmende Druckerdatei sein koennte und
wieviele Nutzer gleichzeitig solche Daten abschicken koennten.

/tmp ist auch so ein Verzeichnis, in dem temporaere Daten
abgelegt werden. Auch das koennte eine eigene Partition sein,
ich bin bisher immer recht gut damit gefahren, /tmp -> /var/tmp
umzuleiten (Befehl ln).

Auch der /home Bereich (private Daten) sollte einer eigenen
Partition zugewiesen sein. Wie gross der ist, haengt ganz stark
davon ab, ob und wie stark die Netzbenutzer dort Daten ablegen
wollen, sollen oder koennen. Manch ein Server stellt den Nutzern
zusaetzlich Plattenplatz zur Verfuegung, dann sollte /home
gross sein (mehrere GB). Anderenfalls wird /home ja nur fuer
die Sammlung von Nutzern verwendet und kann klein gehalten
werden.

Programme installiert SuSE wahlweise nach /usr und /opt. KDE
und netscape z.B. landen in /opt, Standardsoftware in /usr.
Bei Servern, denke ich, ist es guenstig, beide in separate
Partitionen unterzubringen. Vorschlagen wuerde ich eine
Aufteilung 1:2 zugunsten von /usr.

Manchmal ist es sinnvoll, /boot in eine eigene kleine Partition
(10MB) zu bringen. Haengt damit zusammen, dass LILO nur innerhalb
der ersten 1024 Zylinder booten kann, d.h. der Kernel muss unter-
halb dieser Grenze liegen. Je nach Geometrie der Platte ist es
dann sinnvoll, eine solche kleine /boot Partition am Anfang der
Platte anzulegen.

Die / (root Verzeichnis) enthaelt vor allem die Verzeichnisse
/bin /sbin /etc /dev und diverse mount Points. Alle die sollten
auf einer Partition bleiben. I.a. benoetigen die nicht allzu
viel Platz (solange /usr und /opt in anderen Partitionen sind).
Mit 128MB sollte man eigentlich auf der sicheren Seite sein.

Also zusammen (als Vorschlag):
swap - 128MB 1. primaere Partition
/boot - 10MB 2. primaere Partition
/ - 128MB 3. primaere Partition
Rest: erweiterte Partition
Logische Laufwerke dann /usr /opt /var und /home

Ich bin mir sicher, dass die Meinungen ueber das Aufteilen
von Platten und Setzen von Links (/tmp -> /var/tmp) stark
auseinander gehen. Oben habe ich eigene Erfahrungen an
Workstations dargelegt.

MEB

Moin,

habe mir Linux 7.0 gekauft

Es gibt mindestens vier Distributionen mit 7.0 Versionen, aber kein Linux 7.0.

Wer kann ( will ) mir eine kompetente Aussage über eine
sinvolle Partitionierung geben.

Leg an den Anfang der Platte eien Swappartition, so daß Du insgesamt 256MB Speicher hast. Das brauchst Du für Deinen Zweck zwar nicht, aber Festplatten sind billig.
Dann leg eine Systempartition von 2GB an (Mountpoint ‚/‘). Das ist auch mehr als reichlich, aber Festplatten sind billig. Du mußt darauf achten, daß dieser Teil nicht zu weit hinten auf der Platte liegt. (http://www.linuxdoc.org/HOWTO/mini/LILO.html)
Den Rest kannst Du für Daten benutzen (Mountpoint zB. ‚/home/samba‘).

Was kann ich mit dieser anfangen und kann das Dateisystem
unter Samba auf eine von Linux formatierte Partition
zugreifen ??

Ich empfehle dringend, Linux nur mit passenden Dateisystemen zu betreiben, entweder ext2 oder Reiser. Das würde also nicht gehen. Warum auch.

Kann ich mit Ghost genauso wie bei Win. die Daten sichern ???

Nicht nötig.

Wenn nicht wie partitioniere ich, um nur das Linux neu zu
installieren ??

Häh?

Yast1 oder 2 nehmen ???.

Yast2 kenne ich kaum.

Es ist echt traumhaft was es alles über Linux zu lesen gibt
und erst diese Online-Bücher. Aber leider bin ich jetzt auch
schon schwindelig. Ich lese erst und frage danach, aber bei
dem System muss ich mich schön warm anziehen aber ich werde es
schaffen schon um Billy eins auszuwischen.

Wenn Lesebereitschaft bei Dir vorhanden ist, wirst Du zurechtkommen. Für Details sind wir ja da.

Thorsten

Danke für die ausführliche Hilfe !!!
Gruß Fritz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]