hallo liebe unix/linuxer,
ich bin absoluter ahnungsloser in sachen linux und möchte mir ein notebook anschaffen. aus vielen schlechten erfahrungen möchte ich dabei aber die ms-welt weitesgehend verlassen und mich in die unendlichen weiten der linux welt begeben. noch genauer hatte ich mir das so vorgestellt, dass ich auf zwei virtuellen laufwerken beide betriebssysteme (winXX und linux) laufen lasse.
benutzen möchte ich das (erstmal) um meine promo zu tippen und um sonstige fachliche (bin physiker) anwendungen laufen zu lassen.
so weit, so gut - oder schlecht; was meint ihr dazu?
lohnt sich das in punkto zeitaufwand sich in dieses neue system einzufinden?
ist es überhaupt sinnvoll es wie oben erläutert anzugehen?
was muß ich denn evtl. beim kauf des notebooks beachten etc. pp.?
bin für jede art von themenspezifischer interaktion nebst supervisorischer rekommentierung dankbar - um nicht zu sagen auf’s höchste erfreut.
ciao
stefan
Hi,
ich denke, dass die ohne weiteres machbar ist (ich frage mich aber wofür du msxx noch brauchst 
Beim Laptop-kauf solltest du auf die untere Liste blinzel (beim Link). Dort sind modelle aufgelistet, die mit Linux ohne probleme laufen. Ich würde die ein Compaq empfehlen, da diese im Normalfall gute Hardware für Linux verwenden (nicht wie Toshiba trio-Grafik-karten, mit denen X11 nur bei jedem zweiten Modell läuft)
Im normalfall sind in Compaqs ESS-Soundkarten, die man relativ unproblematisch zum laufen kriegt 
Die graphik-karten sind auch nie ein Problem, wie gesagt check die Liste
http://www.cs.utexas.edu/users/kharker/linux-laptop/
Zu Winxx & Linux auf ner Platte:
Ich stell dir mal kurz ein Konzept vor:
– Windows (Primäre Partition)
I-Linux boot-partition
I-Linux swap-partition
I-Linux root-partition
Zu beachten sind nur zwei Sachen:
1.) Windows muss die ERSTE Partition auf der Platte haben, ansonsten weigert sich Scandisk fehlerfrei zu laufen und man kann es nicht installieren
2.) die boot-Partition von Linux muss wegen lilo vor dem 1024 Zylinder der HD sein (auf gut deutsch in den ersten 8 GB, wenn die Platte kleiner ist, spielt dies natürlich keine Rolle mehr)
Hi,
was Du vorhast ist kein problem, ich habs genauso gemacht. Lohnen tut es auf jeden Fall. Wenn ich denke was ich fuer Arbeit gespart habe …
Zum Promo-Schreiben empfehle ich uebrigens Lyx, falls Du nicht ohnehin Latex beherrschst.
Lass Dir Linux in dem Laden, wo Du das Notebook kaufst installieren. Die Installation ist dann zwar vermutlich nicht toll, aber Du kannst sicher sein, dass es laeuft. Achte darauf, dass der PCMCIA Port von Linux unterstuetzt wird, sonst hast Du keine Netzanbindung und darin liegt eine der grossen Staerken von Linux. Nimm ein Notebook mit grossem Monitor (14.1" oder mehr)! Das geht zu lasten der Betriebsdauer mit Akku (evtl zweitakku zulegen) aber ist soooo viel angenehmer, wenn Du ernsthaft arbeiten willst, dass es auf jeden Fall lohnt.
Soundunterstuetzung brauchst Du bei Linux nicht, Du willst ja eh arbeiten.
Linux kann etwas biestig sein, wenn es ums Drucken geht. Wenn Du den richtigen Drucker hast ist das Ergebnis zwar optimal (sprich so wie vorher auf dem Monitor), wenn Du aber den falschen Drucker hast, hast Du ein Problem, dann geht evtl garnix. Das gleiche gilt uebrigens fuer externe Modems.
So, ich habe eigentlich nur gute Erfahrungen mit Linux auf nem Notebook gemacht.
Viel Glueck
Thorsten
dazu habe ich noch eine frage
Nimm ein Notebook mit grossem
Monitor (14.1" oder mehr)!
oder mehr?? das gibt’s? wo?
Linux kann etwas biestig sein, wenn es
ums Drucken geht. Wenn Du den richtigen
Drucker hast ist das Ergebnis zwar
optimal (sprich so wie vorher auf dem
Monitor), wenn Du aber den falschen
Drucker hast, hast Du ein Problem, dann
geht evtl garnix.
aha, gibts dazu tipps., wer da mit wem kann darf etc.?
So, ich habe eigentlich nur gute
Erfahrungen mit Linux auf nem Notebook
gemacht.
und zwar mit welchem?
danke erst mal bis hierher…
Hi,
oder mehr?? das gibt’s? wo?
Es gibt Notebooks mit 15", die sind aber recht teuer, ich weiss nicht ob das lohnt, mit 14.1" kann man schon ganz ordentlich arbeiten. Wenn es Dich aber sehr interessiert kann ich mal nachschaun, was es da so gibt (hab irgendwo noch nen alten Katalog rumliegen, der ist knapp ein Jahr alt - bei Notebooks ist das ziemlich lang). Wichtig ist natuerlich die effektive Aufloesung. Mit kleinen Displays kann arbeiten zu Tortur werden, besonders, wenn man in mehreren Fenstern gleichzeitig arbeiten will.
aha, gibts dazu tipps., wer da mit wem
kann darf etc.?
Es gibt Postscriptdrucker, die sind sehr gut und recht teuer und arbeiten absolut problemlos mit Linux. Die meisten HPs (und eine Menge anderer Drucker) laufen auch mit Linux. Es gibt Listen unterstuetzter Hardware z.B. unter www.suse.de , da wuerde ich mal schaun. Es gibt sogenannte Windrucker und -modems. Das sind unvollstaendige Geraete, bei an der internenen Hardware gespart wurde. Ein der der Berechnungen, die ueblicherweise in der Perepherie (Drucker, Modem) stattfindet, wird da auf den Prozessor abgewaelzt. Das kannst Du mit Linux vergessen. Linux erwartet vollstaendige Hardware ;->
Auch mit Kombiegeraeten (z.B. Drucker, Scanner, Kopierer, Fax, Modem in einem) gibt es i.d.R. Probleme (sprich keine Unterstuetzung).
und zwar mit welchem?
Gericom Silver Seraph. Ein Kollege von mir hat Linux auf irgendeinem Noname Notebook laufen, Namen habe ich vergessen.
Bei Linux gilt meist folgendes: Wenn es einmal laeuft, laeuft es. Wenn Du ein Notebook kaufst, musst Du sicher gehen, dass alle wichtige Komponenten prinzipiel unterstuetzt werden (Grafikkarte, Monitor, PCMCIA-Slot, Infrarot (evtl), Maus, Tastatur). Daher mein Tip, Dir Linux beim Haendler installieren zu lassen um sicher zu gehen. Verlass Dich nicht auf Versprechungen, sieh es Dir an.
Da faellt mir ein, Asus wollte meine ich ab diesem Jahr seine Geraete fuer Linux zertifizieren lassen. Asus ist recht neu auf dem Notebookmarkt hat aber ueberwiegend gute Kritiken bekommen.
Gruss
Thorsten