Linux vs. NT4

Hallo zusammen,

gibt´s denn irgendwo konkrete Praxis-Infos zu Vor- und Nachteilen von WinNT, Novell und Linux im Einsatz als File- und Mailserver? Also nicht die häufig anzutreffenden „ich hasse Windoof aus Prinzip“ oder „Linux ist zu kompliziert“-Aussagen.

Danke,
Herbert
http://www.herbie.at/

gibt´s denn irgendwo konkrete
Praxis-Infos zu Vor- und Nachteilen von
WinNT, Novell und Linux im Einsatz als
File- und Mailserver? Also nicht die
häufig anzutreffenden „ich hasse Windoof
aus Prinzip“ oder „Linux ist zu
kompliziert“-Aussagen.

also zu novell kann ich mangels erfahrung nichts sagen, imho hat linux im serverbetrieb nur vorteile gegenueber winnt:

a) es ist gratis (oder nahezu) zu haben.
b) die verfuegbarkeit von linux-servern ist imanent hoeher als bei winnt, wo bei jeder kleinsten konfigurationsaenderung ein reboot angesagt ist - und das solange bis es laeuft!
c) linux braucht weniger ressourcen als nt, man braucht nicht so schnell neue hardware…
d) erstaunlicherweise ist imho ein linux-server sogar einfacher zu administrieren, am anfang tut man sich vielleicht als nicht kommandozeilen-jockey vielleicht etwas schwerer, dafuer ist aber die relevante information vorhanden, das weiss man spaetestens bei problemen zu schaetzen. und ausserdem kriegt man im usenet zu linux beinahe jede frage beantwortet.
e) nen linux-server kannst du einfach ueber telnet (oder, welch suendiger luxus, grafisch ueber webmin) fernwarten, bei winnt brauchts dafuer teure zusatzsoftware, die auch nicht in allen situationen hilft…

joachim

a) es ist gratis (oder nahezu) zu haben.

Wenn man sich das Kwow-How einkaufen muß geht es wahrscheinlich inpunkto Anschaffungs- und Installations-Kosten nahezu null auf null raus.

Ansonsten kann ich nur zustimmen.

Salü Herbert

Wie in der abendländischen Philosophie ist die Frage und weniger die Antwort das AHA… :wink:

  1. Es gibt verschiedene Servertypen:
    1.1 File- und Printserver
    1.2 Application Server

  2. Es gibt verschiene Netzgrössen (Problematiken) und andere Einflussfaktoren (Protokoll, Security, etc.)

  3. Linux ist eines der unzähligen Unixvarianten, wovon die allermeiten auch Freeware sind… Wenn es konrekt um Netztraffic geht, um einen stabilen TCP-IP Socket so wirst Du in allen Fachbüchern (O’Reilly ApacheWebServer / Fireallbooks, etc.) die Unixvariante „FreeBSD“ erwähnt finden. Z.B. Yahoo und andere Webanbieter benutzen diesen sehr stabilen Netzserver…

  4. Grosse Netze bedingen enorme Verwaltungskosten. Diese könnnen nur (IMHO) mit Konzepten wie NDS (Novell) oder neu DNA (MS)effizient gelöst werden…

Grüsse Peter

a) es ist gratis (oder nahezu) zu haben.

Wenn man sich das Kwow-How einkaufen muß
geht es wahrscheinlich inpunkto
Anschaffungs- und Installations-Kosten
nahezu null auf null raus.

Wobei Du da aber voraussetzt, dass man eine eNTe einfach so mal installieren kann und dann auch einen brauchbaren Server hat ;(

Im professionellen Umfeld spielt es IMHO preislich keinen Unterschied, ob man sich einen _guten_ NT-Admin oder einen guten UNIX-Admin „einkauft“ — wobei der UNIX-Admin nach getaner Arbeit tendeziell weniger zu tun hat :wink:

al

Hallo Herbert!

gibt´s denn irgendwo konkrete
Praxis-Infos zu Vor- und Nachteilen von
WinNT, Novell und Linux im Einsatz als
File- und Mailserver?

http://www.lot-germany.com/magazin/unix-nt.htm

Sehr interessanter Artikel zum Thema: „Microsoft Windows NT Server 4.0 versus UNIX“, der Autor geht auch auf Mail-Server ein. Unten auf der Seite gibt es noch weiterführende Links.

Grüße, Tanja

hallo

Hallo??? YouDooooooooWhoooooooo???

Salü Tanja

Der Artikel ist sehr umfassend und gut recherchiert… danke für den Tip!

Hast Du entsprechendes über Windows 2000, ggf. über DNA? Die IMB-Geschichte ist ein alter Hut, okay?

Grüsse Peter :wink:

Hallo zusammen,

gibt´s denn irgendwo konkrete
Praxis-Infos zu Vor- und Nachteilen von
WinNT, Novell und Linux im Einsatz als
File- und Mailserver?

Ja, natuerlich. Meist in Universtiaets- bzw. Landes- und Hochschulbibliotheken. Für Modernisten seien auch WWW und Untersuchungen von DataQuest genannt.

Also nicht die
häufig anzutreffenden „ich hasse Windoof
aus Prinzip“ oder „Linux ist zu
kompliziert“-Aussagen.

Nein, dies waere einer sachkundigen Antwort ja auch unwuerdig. Zu dem bsiher genannten musz auch die (notwendige) Qualifikation der Mitarbeiter festgestellt werden.

  1. Einrichtung und Administration eines unternehmensweiten Netzwerkes setzt hohes Vertrauen der GL (Geschaeftsleitung)in diese Mitarbeiter voraus. Diese muessen dementsprechend gut ausgebildet sein, und weitergebildet werden, um dieses Vertrauen zu rechtfertigen und die Verantwortung tragen zu koennen. Damit sind Argumente wie „Linux ist zu kompliziert“ gegenstandslos, denn diese Mitarbieter muessen BEIDE BS beherrschen, um sachkundigen Rat der GL zu geben.

  2. Alle Konzepte von *IX sind veroeffentlicht. Somit hat jeder Interessierte, einschliesslich Studenten, die Möglichkeit, sich mit diesen Konzepten vertraut zu machen.

  3. Die Quelltexte der meisten BS, deren Schnittstellen zumindest der (vollen) POSIX bzw. XPGR[34] nahekommen, vulgo U*IX genannt, sind veroeffentlicht. Somit koennen *IX Administratoren hohe Sachkompetenz gewinnen, und im Fehlerfall den Quelltext aendern, eigenhaendig oder durch Anwenden von Patches.

  4. (2) und (3) scheinen den Trend zu unterstuetzen, dass *IX-Leute meist über sehr hohe Sachkompetenz, im Gegensatz zu den Administratoren von NT, verfuegen.

  5. (3) erlaubt, wesentliche Fehler in *IX, umgehend zu beseitigen. Der Adminstrator ist nicht auf das Wohlwollen des Herstellers des BS angewiesen.

Meine Erfahrung, hier mit 2 NT-Servern, 1 Solaris und 2 Linux-Servern ist, dass sich die Fehlerwahrscheinlichkeit von Solaris:Linux:NT ungefaher verhaelt wie 1:3:20, bei vergleichbarere Hardware.

Danke,
Herbert
http://www.herbie.at/