hallo
weis jemand was der lions club macht. ist er serioes oder nur ein wolf im schafspelz?
hallo
weis jemand was der lions club macht. ist er serioes oder nur ein wolf im schafspelz?
weis jemand was der lions club macht.
Ja,
ist er serioes oder nur
ein wolf im schafspelz?
In welcher Form? Was sollte er böses tun?
Also ich bin selbst seit ein paar Monaten dabei, nachdem mich zwei Clubs aus der Nachbarschaft schon eine Weile bearbeitet haben und kann daher vielleicht ein wenig Hintergrund liefern.
Die Lions Clubs sind der weltweit größe so genannte Service-Club. Gegründet 1917 in den USA, seit 1951 in D aktiv, und haben momentan rund 1,3 Mio. Mitgliedern in über 45.000 Clubs.
Die Clubs sind recht klein und überschaubar mit üblicherweise einigen zig Mitgliedern und stehen jedem offen (Lions kennen nicht die von den Rotariern bekannte Einschränkung pro Club nur einen Vertreter eines Berufsstandes aufzunehmen). Üblicherweise wird man von Mitgliedern eingeladen, nimmt an einigen Sitzungen und Activities teil und wird dann aufgenommen, wenn man dies wünscht. Man kann aber auch selbst auf den nächsten Club zugehen und sich interessiert zeigen. Billig ist die Sache allerdings nicht, es kommen schon ein paar hundert Euro im Jahr zusammen. Die werden aber nicht für Luxusfeten verbraten, sondern gehen hauptsächlich in lokale, regionale oder internationale Projekte. Und mit dem Geld ist es nicht getan, tätige Mithilfe gehört auch dazu. „We Serve“ - „Wir dienen“ wird bei den Lions ganz wörtlich genommen, und wenn z.B. von meinem Club neulich die Räume eines Jugendhilfeprojekts gestrichen hat, dann waren da nicht nur die Handwerker im Club mit dabei, sondern auch die Bänker und Anwälte, … (ich nicht, baue momentan selbst und hatte an dem Wochenende auf der eigenen Baustelle zu tun)
Und damit wären wir bei den Zielen der Lions. Die Lions fördern Projekte der Hilfe zur Selbsthilfe und fördern die Völkerfreundschaft. Außerdem bringen sie sich aktiv in Politik und Gesellschaft ein, ohne religiöse oder parteipolitische Ambitionen. Lions sind traditionell z.B. im Bereich der Förderung von Blinden und der Bekämpfung von Erblindung aktiv und haben hierzu internationale Projekte laufen, andere Schwerpunkte gibt es in der Förderung von Kindern und Jugendlichen.
Dabei ist die Sache keine bitterernste Angelegenheit. Es werden auch viele gemeinsame kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse durchgeführt, angefangen vom gemeinsamen Waldspaziergang bis hin Städtereisen.
Alle Clubs unterhalten (aollen sie zumindest) Beziehungen zu Partnerclubs in anderen Ländern und auch da findet ein regelmäßiger Austausch durch gegenseitige Besuche, etc. statt.
Im Rahmen der Activities wird durch öffentlichkeitswirksame Auftritte der Clubs Geld für die Projekte gesammelt oder eben auch direkt Hand angelegt. Im Großraum Hannover gibt es z.B. einen traditionellen Frühlingsmarkt vieler Clubs und der internationalen Partnerclubs, wo dann ein richtiges Volksfest in einem Einkaufszentrum aufgezogen wird, mit vielen Essensständen, Tombola, Live-Acts, … Alles läuft über Spenden oder Selbstkosten, die Projekte werden vorgestellt, und was über bleibt wird natürlich an die Projekte verteilt.
Wenn du mehr Infos haben möchtest, schau doch mal bei http://www.lions.de vorbei. (Und nicht von den Begriffen täuschen lassen, die Aufteilung in Distrikte und die Ämterbezeichnungen klingen recht getragen.
Weitere Service-Clubs wären übrigens die Rotarier, Round-Table, Civitan, …
Moin Kevin,
ist eine seriöse Sache. Karitativer „Club“; weitere Infos hier:
http://www.lions-club.de
Cheers!
Hawky
hallo
schade das jemand der sich den eintritt nicht leisten kann draussen bleiben muss?
hallo
schade das jemand der sich den eintritt nicht leisten kann
draussen bleiben muss?
Würde ich so nicht sehen, es kommt eben immer auf die Prioritäten an, was man mit seinem Geld macht. Wie schon geschrieben, geht es ja hier nicht um Aufnahmegebühren, mit denen man „kleine Leute“ draußen halten will, oder um Luxusveranstaltungen, sondern um Jahresbeiträge mit einem Teil Verwaltungskosten, die in jeder Organisation anfallen, und einem überwiegenden Spendenanteil, der in die Projekte geht. Man verpflichtet sich also mit dem Eintritt finanziell insbesondere zu dieser Mindestspende, wobei zu besonderen Anlässen auch mal zusätzlich der Hut rumgeht, und bei den gesellschaftlichen Dingen eben auch getrennt abgerechnet wird. Dabei gilt das Prinzip, dass jeder gibt was er kann.
Klar, ich könnte mit dem Geld auch ins Kino gehen (dieses Jahr noch gar nicht) oder Urlaub machen (schon vier Jahre nicht mehr richtig). Oder natürlich auch einem anderen „Verein“ beitreten. Komisch nur, dass wir nur knapp 40 sind, der Golfclub im Ort aber über 800 Mitglieder hat, obwohl es da ein saftiges Aufnahmedarlehen und Jahresbeiträge in vierfache Höhe gibt. Glaube bitte nicht, dass Lions Menschen wären, die auf den Cent nicht zu achten brauchen. Aber wer sich wohltätigen Organisationen verschreibt sieht eben immer, dass es Leute gibt, denen es schlechter geht, und dass man mit Geld viel erreichen kann, und gibt dann auch gerne. Als letztens ein Mitglied davon erzählte, dass in seiner Schule zur Zeit eine ausländische Studentin auf eigene Kosten für Kinder ihrer Landsleute Nachhilfe anbietet, und wie groß die Erfolge dabei seien, ist ein anderes Mitglied spontan aufgestanden und hat verkündet der Studentin hierfür einen Anerkennungsbetrag pro Stunde zu zahlen, damit wenigstens die Fahrtkosten gedeckt werden und ein Taschengeld überbleibt. Andere haben sich angeschlossen. Nicht weil die Geldbörsen ohnehin vor dem Platzen stehen, sondern weil einfach die Begeisterung für das Engagement und den Erfolg des Projektes da war.
Gruß vom Wiz
Und wie ist das mit den Rotariern?
Hallo Wiz,
du scheinst dich da ja auszukennen. Vielleicht kannst du (oder jemand anderes hier) auch was über die Rotarier sagen? Wir haben in der Kirchengemeinde nämlich vom lokalen Rotarier-Club eine größere Spende für eine transportierbare Orgel bekommen - und jetzt würde es mich natürlich interessieren, was die Rotarier so machen…
Gruß, Annegret
Hallo Annegret,
Rotary dürfte wohl der nächstgrößte Serviceclub sein und gilt gemeinhin als der Exklusivste (wobei ich die Lions überhaupt nicht als exklusiv bezeichnen würde). Rotarier sind in ihren Regeln deutlich strenger, die selbst gewünschte Aufnahme ist wohl unschicklich (bei Lions kein Problem), grundsätzlich nur ein Vertreter pro Berufsgruppe je Club, teure „Saktionen“ (AFAIK €50 für Nichterscheinen am Clubabend in unserem Parallelclub, natürlich alles für den guten Zweck) und man grenzt sich gerne etwas ab als Vereinigung von Führungskräften und Erfolgreichen und dürfte wohl einen höheren Akademikeranteil haben.
Ansonsten sind die Ziele bei allen Service-Clubs ähnlich: Geld für den guten Zweck sammeln und auch selbst Hand anlegen, Völkerfreundschaft fördern, z.B. durch gesponserte Schüleraustauschprogramme, etc. Auch die Rotarier findest du im Internet unter http://www.rotary.de
Gruß vom Wiz
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hallo Wiz
schau mal dort nach www.artemodus.de/cars/GEHEIM.HTM
hallo Wiz
schau mal dort nach www.artemodus.de/cars/GEHEIM.HTM
Man, was für ein schönes Beispiel einer total verquasten Seite eines Profilneurotikers und Verschwörungstheoretikers. Ja, davon gibt es eine Menge, die alles was sie nicht kennen, für gefährlich halten und in einer Mischung von NS-Gedankengut, Pseudo-Volkswirtschaft, Naturrecht und sogar kommunistischen Elementen in ein eigenes Weltbild gießen.
Dabei finde ich es immer wieder interessant, dass dabei sogar widerstreitende Gruppen gemeinsame, natürlich streng geheime, Interessen unterstellt werden, die natürlich nur das Ziel der Weltherrschaft haben und sich hierzu selbstverständlich allen Geldes der Welt bedienen können. Was allerdings tunlichst immer vermieden wird ist, sich tatsächlich die ein oder andere Organisation mal von innen anzusehen. Wie ich schon schrieb, sind z.B. die Serviceclubs durchaus an Mitgliedern interessiert und jederzeit auch offen für Gäste. Und schon als Gast erlebt man dann recht schnell, wo das Geld hingeht, dass eingesammelt wird. Man sieht es schließlich direkt vor Ort, bzw. bekommt die Berichte aus befreundeten Clubs oder die größeren Gliederungen. Und die sind ja alle nicht anonym. D.h. z.B. gerade bei den Lions gibt es die Pflicht, dass alle Ämter jährlich wechseln und daher der Durchsatz der Clubmitgliedern, die Leitungsfunktionen inne haben oder gehabt haben extrem groß ist. Da gibt es also keine geheimen Mauschelrunden einer klar abgegrenzten Führungsriege. Mir hat man schon vor dem Eintritt klar gemacht, dass bei uns die Sache recht eng gesehen wird und jeder mal den Präsidenten geben muss und damit natürlich dann auch ein Jahr auf Districtsebene und höher in den entsprechenden Gremien sitzen wird.
Aber selbst dort, wo es in anderen Organisationen solche Führungsriegen gibt, stelle ich mehr und mehr fest, dass diese eigentlich wenige durch eigene Abgrenzung als vielmehr oft dadurch entstehen, dass kaum jemand bereit ist Leitungsfunktionen im ehrenamtlichen Bereich zu übernehmen. Z.B. mein lieber kleiner dörflicher Bürgerverein stand letztens vor der Auflösung, weil der langjährige Vorsitzende sich weigerte weiterzumachen, nachdem über die letzten Jahre ihn nie jemand ablösen wollte. Drei jüngere Mitglieder. darunter auch ich, die eigentlich nie in diesem Verein aktiv werden wollten, andererseits aber seine Existenz als wichtig erachten, haben sich dann im letzten Moment bereit erklärt den neuen Vorstand zu geben.
Und wenn ich mir die ganzen Gremien erst ansehe, in denen meine Frau so sitzt, da ist es ebenso schlimm. Viele würden gerne Aufgaben abgeben, es will aber niemand einspringen, bzw. die Leute, die einspringen würden, sind hierzu einfach nicht geeignet, weil sie ein falsches Verständnis von solcher Arbeit haben und gleich mit der Maßgabe antreten, alles verändern zu wollen, was bislang demokratisch und pluralistisch im Rahmen der Meinungsbildung als richtig und wichtig von der Mehrheit der Beteiligten angesehen worden ist. Und ich könnte mir vorstellen, dass gerade Leute die so abgeblitzt sind, sich dann in solche Verschwörungstheorien flüchten, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass ihre eigene mangelnde geistige Reife und ihr mangelndes Demokratieverständnis die eigentliche Ursache dafür ist, dass man sie „nicht mitspielen“ lässt.
Gruß vom Wiz
Hallo Wiz,
klingt alles recht toll! Nach Deiner Beschreibung scheint es da keine Haken zu geben. Die Ziele, zu helfen wo es nötig und sinnvoll zugleich erscheint, plus Völkervertändigung, … dann noch Religion und Politik ausgeklammert … ich denke, wenn ich mal in der Situation bin, daß meine Monatlichen Ausgaben niedriger sind, als mein Einkommen, denke ich darüber nach. 
In jedem Fall werde ich mich weiter informieren. davon ausgehend, daß es wirklich keinen Haken gibt, wünsche ich Euch viel Erfolg und sehr viele Mitglieder! Freunde führen nämlich keine Kriege gegeneinander. 
cu Rainer
Ich dachte immer, solche Clubs wären in erster Linie dazu da, um sich eine gehörige Portion Viramin B zu holen.
Von den vielen Aktivitäten wusste ich gar nichts.
Marco