Mein Vater (54 Jahre alt) nimmt seit über fünf Jahren Bisoprolol und Lisinopril in Kombination mit Hydrochlorothiazid ein, da er unter erhöhtem Blutdruck leidet. Sein Blutdruck liegt jetzt zwischen 130-145/80-85.
Er nimmt von dem Lisinopril/Hydrochlorothiazid (10 mg/12,5 mg) eine halbe Tablette täglich ein und von Bisoprolol (10 mg) eine Tablette ein. Als er letztens wieder zur Sprechstundenhilfe hingegangen ist, um sich ein neues Rezept für Bisoprolol ausstellen zu lassen, ist ihr aufgefallen, dass er vor gar nicht so langer Zeit eine Verschreibung hatte. Dabei ist herausgekommen, dass zwischen ihm und der Ärztin anscheinend ein Missverständnis aufgetreten ist: Er sollte diese ganze Zeit über eine Tablette Lisinopril/Hydrochlorothiazid und eine halbe Tablette Bisoprolol einnehmen. Auf seine Nachfrage, was er jetzt tun solle, meinte die Sprechstundenhilfe, er solle eben ab jetzt nach Vorschrift einnehmen.
Nun ist mein Vater verunsichert. Wie gesagt, er nimmt diese Medikamentenkombination seit fünf Jahren „falsch“ ein und hat damit einen stabilen, annehmbaren Blutdruck ohne erkennbare Nebenwirkungen. Wie sinnvoll ist es, jetzt die Tabletteneinnahme zu ändern?
Ich habe ihn angewiesen, einen Termin mit seiner behandelnden Ärztin auszumachen und die Situation mit ihr zu besprechen. Das wird jedoch erst im Januar möglich sein. Kann jemand von den Ärzten, die in diesem Bereich tätig sind, empfehlen, ob er bis dahin seine „alte“, also die „falsche“ Dosierung beibehalten kann/sollte?
Wie gesagt, es ist klar, dass für die Zukunft nur seine behandelnde Ärztin die richtige Behandlung festlegen kann. Aufgrund der Feiertage ist jetzt aber eine Situation entstanden, für die mein Vater eine Lösung zur Überbrückung von mehreren Wochen benötigt.
Nun ist mein Vater verunsichert. Wie gesagt, er nimmt diese
Medikamentenkombination seit fünf Jahren „falsch“ ein und hat
damit einen stabilen, annehmbaren Blutdruck ohne erkennbare
Nebenwirkungen. Wie sinnvoll ist es, jetzt die
Tabletteneinnahme zu ändern?
Im Augenblick nicht sehr…
Ich habe ihn angewiesen, einen Termin mit seiner behandelnden
Ärztin auszumachen und die Situation mit ihr zu besprechen.
Das wird jedoch erst im Januar möglich sein. Kann jemand von
den Ärzten, die in diesem Bereich tätig sind, empfehlen, ob er
bis dahin seine „alte“, also die „falsche“ Dosierung
beibehalten kann/sollte?
Du hast es schon richtig gemacht! Er sollte jetzt die „falsche“ Dosierung weiter zu sich nehmen. Die Werte liegen zwar so gerade noch im Normbereich, es wäre jedoch ein Anstieg bei Halbierung zu erwarten.
Ich glaube noch nichteinmal, daß die Kollegin die Dosierung nach dem Gespräch halbieren wird.
Also feiert in aller Seelenruhe Weihnachten und im Januar sieht man weiter. Deshalb wünscht ein frohes Fest
Du hast es schon richtig gemacht! Er sollte jetzt die
„falsche“ Dosierung weiter zu sich nehmen. Die Werte liegen
zwar so gerade noch im Normbereich, es wäre jedoch ein Anstieg
bei Halbierung zu erwarten.
Na ja, er würde dann ja die Dosis von Bisoprolol zwar halbieren, aber dafür die von Lisinopril/Hydrochlorothiazid verdoppeln. Er hat die Dosierungen ja nur vertauscht, aber nicht insgesamt erhöht. Und wer weiß, vielleicht wäre ja die „richtige“ Dosierung beider Präparate stärker wirksam. Nur denke ich mir, dass jetzt für die paar Wochen bis zum Arzttermin keine Panik angesagt ist, wenn er das schon sieben Jahre durchgezogen hat.
Also feiert in aller Seelenruhe Weihnachten und im Januar
sieht man weiter. Deshalb wünscht ein frohes Fest
Danke, ich wünsche dir auch ein wunderschönes Weihnachtsfest!
die Arzthelferin hat den Rat sicher nicht nur so aus Spass gegeben, Dein Vater sollte also ab morgen wieder 1/2 Bisoprolol 10 und eine ganze Lisinopril/HCT nehmen!
Bisoprolol ist ein Betablocker, der die Herzschlagfolge reduziert, also wie ein „Drehzahlbegrenzer“ wirkt. Bei zu hoher Dosierung könnte(!) sich die Herzfrequenz so weit vermindern, dass Müdigkeit oder Schwindel auftritt, das muss ja nicht unbedingt sein.
Also: „alte“ Medikation wieder ab morgen, dann hat sich die Sache. Ein Gespräch mit der Hausärztin ist natürlich erforderlich.
Frohe Weihnachten
wünscht synapse
Also: „alte“ Medikation wieder ab morgen, dann hat sich die
Sache. Ein Gespräch mit der Hausärztin ist natürlich
erforderlich.
Frohe Weihnachten
wünscht synapse
Jetzt nicht verwirren! Die alte Medikatinon ist lt. Anja 1/2 Lisinopril und 1 Bisoprolol und diese sollte er wie gewohnt weiternehemn.