Hallo Dominik,
Bin zurzeit dabei eine Hausarbeit zu verfassen, die sich im
Kern beschäftigt mit Günter Grass’ „Im Krebsgang“. Der
Hauptaspekt ist die Frage: Täter als Opfer und Opfer als Täter
- versehen mit einem Fragezeichen.
Leider habe ich das Problem, keine (geeignete)
Sekundärliteratur zu finden, die sich - übersichtlich - mit
dem Thema der literarischen NS-Vergangenheitsbewältigung
auseinandersetzt.
Kennt jemand passende Literatur, die sich mit der Frage
auseinandersetzen sollte, wen das literarische
Nachkriegsdeutschland als Täter und wen als Opfer sieht.
Als ersten Ansatz (der nicht unbedingt genau ins Schwarze treffen muss):
Willms, Weertje: Die Suche nach Lösungen, die es nicht gibt. Gesellschaftlicher Diskurs und literarischer Text in Deutschland zwischen 1945 und 1970.
Würzburg: Königshausen und Neumann 2000, ISBN 3-8260-1782-X Buch anschauen
Vogt, Jochen: „Erinnerung ist unsere Aufgabe“. Über Literatur, Moral und Politik 1945 - 1990.
Opladen: Westdt. Verl. 1991, ISBN 3-531-12269-X Buch anschauen
etwas speziell, aber eventuell auch brauchbar:
Martin, Marko: „Eine Zeitschrift gegen das Vergessen“. Bundesrepublikanische Traditionen und Umbrüche im Spiegel der Kulturzeitschrift Der Monat.
Frankfurt am Main u.a.: Lang 2003, ISBN 3-631-51105-1 Buch anschauen
Piel, Ingo: Die Judenverfolgung in autobiographischer Literatur. Erinnerungtexte nichtjüdischer Deutscher nach 1945
Frankfurt/M. u.a.: Lang 2001, ISBN 3-631-37571-9 Buch anschauen
Schruff, Helene: Wechselwirkungen. Deutsch-jüdische Identität in erzählender Prosa der „Zweiten Generation“
Hildesheim u.a.: Olms 2000, ISBN 3-487-11031-8 Buch anschauen
In den Literaturverzeichnissen der einzelnen Werke findet sich bestimmt auch noch mehr Literatur.
Ansonsten kann ich dir noch die „Germanistik im Netz“ empfehlen:
http://www.germanistik-im-netz.de/
die bei längerer Recherche gewiss noch mehr hergibt.
Viel Erfolg
Klaus Bernstein